Regenbogenflagge: Tag gegen Homophobie | Die Landtagswahl: ein Überblick | Musik-Campus: doch noch ein Kompromiss

Porträt von Constanze Busch
Mit Constanze Busch

Münster, 17. Mai 2022

vor 50 Jahren und knapp drei Wochen zogen in Münster 200 schwule und lesbische Menschen durch die Stadt, um darauf aufmerksam zu machen, dass sie benachteiligt werden. Das war die erste Demonstration für die Rechte von Schwulen und Lesben in Deutschland. Danach vergingen noch 22 Jahre, bis man auf die Idee kam, den Paragrafen 175 aus dem Strafgesetzbuch zu streichen. Er verbot Sex zwischen Männern. Ein schneller Blick auf den Kalender. Auch das ist schon wieder 28 Jahre her.

In einer idealen Welt hätte man die Zwischenzeit wahrscheinlich einfach genutzt, um das Problem zu lösen. In unserem nicht ganz so idealen Universum kam eine Umfrage der Universität Bielefeld vor anderthalb Jahren zu dem Ergebnis, dass noch immer etwa ein Drittel der schwulen und lesbischen Menschen mit Diskriminierungen im Beruf leben müssen. Bei Menschen mit einer nicht ganz so durchschnittlichen Geschlechtsidentität sind es noch mehr.

Schauen wir noch kurz auf die Fußballbundesliga. Wie viele Spieler bekennen sich noch mal dazu, schwul zu sein? Ach ja, immer noch keiner. Nein, normal ist das alles noch nicht. Und wie ändert man das? Vielleicht, indem man es sich zuallererst bewusst macht. Damit das passiert, hängen heute vor dem Landeshaus oder am Stadthaus I Regenbogenflaggen. Heute ist der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie.

Kurz und Klein

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