Pandemie im Rückspiegel: Was haben wir aus Corona gelernt? | Politik-Paradoxon: Warum muss immer erst etwas passieren? | RUMS beim Kreuzviertelfest

Porträt von Ralf Heimann
Mit Ralf Heimann

Guten Tag,

in den letzten Jahren fingen wir um diese Jahreszeit herum langsam an, uns mit der Frage zu beschäftigen: Kommt denn jetzt bald die nächste Corona-Herbstwelle? Und wenn ja: Was wird das für uns bedeuten? In diesem Jahr stellt sich die Frage zwar immer noch, aber die Beschäftigung mit ihr hat doch nachgelassen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung zitierte am Montag einen Hausarzt mit der Aussage: „Corona gehört nun zum normalen Lebensrisiko.“

Im Rückblick stellen sich allerdings schon ein paar Fragen. Zum Beispiel: „Was haben wir aus der Pandemie gelernt?“ Das ist der Titel einer Umfrage, deren Ergebnis man sich seit Donnerstag auf den Seiten der Stadt in Form einer 50-seitigen PDF-Datei herunterladen kann. Unglücklicherweise steht im zentralen Satz der Zusammenfassung, „dass es in keinem der untersuchten Themenbereiche zu einem eindeutigen Stimmungsbild kam“.

Es ist also nichts so schlecht gelaufen, dass alle Befragten sagen: Das war wirklich schlecht. Aber es ist auch nichts so gut gelaufen, dass im Ergebnis steht: Das hat wirklich fantastisch geklappt.

Antworten gegeben haben 266 Menschen, die in Münster im Gesundheitswesen arbeiten, also zum Beispiel bei Pflegediensten, in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, ärztlichen Praxen oder Apotheken. 80 Prozent von ihnen stehen an der Spitze einer Institution oder sind mindestens im Leitungsteam. Natürlich kann auch das die Ergebnisse beeinflusst haben. Unzufrieden sind ja oft eher jene, die Arbeitsaufträge entgegennehmen. Es haben allerdings auch Menschen aus den Hierarchieebenen darunter teilgenommen, wenn auch nur 47. Ihre Perspektive ist also enthalten.

Einige der dokumentierten Aussagen sind sehr klar. Sie sind in der Auswertung am Ende von Abschnitten als O-Töne hervorgehoben. Dort steht zum Beispiel: „Die Krankmeldungen sind weit über dem Durchschnitt. Mitarbeitende/Leitende Mitarbeitende verlassen das Gesundheitswesen.“

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