Stadtentwicklung und Gesundheit. Beziehungsstatus: Es ist kompliziert | Fotoreportage: Ein Schuljahr auf dem Land | Unbezahlte Werbung: Leibes Lust

Porträt von Ralf Heimann
Mit Ralf Heimann

Guten Tag,

es gibt diesen Witz von dem Mann, der zum Arzt kommt und sagt: „Wenn ich Tee trinke, habe ich immer so ein Stechen im rechten Auge.“ Und der Arzt fragt: „Haben Sie schon mal probiert, den Teelöffel aus der Tasse zu nehmen?“

Man rechnet mit einem komplizierten medizinischen Problem. Aber der Arzt sagt etwas ganz Offensichtliches. Das ist der Witz. In der Realität ist das, was offensichtlich wäre, manchmal nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Wenn Menschen über gereizte Atemwege klagen, helfen Medikamente unter Umständen nur kurz. Dauerhaft wirksam wäre vielleicht der Hinweis: „Probieren Sie doch mal, in einem Raum ohne Schimmel zu schlafen.“

Die Ursachen von Krankheiten können komplex sein, und sie können mit Strukturen zu tun haben, mit Machtverhältnissen, mit Armut oder Ungleichheit. Am Donnerstag beginnt eine dreitägige Tagung der Stadt und der Uni Münster, die sich mit dem Zusammenhang von Stadtentwicklung und Gesundheit beschäftigt.

Wenn es in Wohnungen schimmelt, muss das zum Beispiel nichts damit zu tun haben, dass Menschen nicht lüften. Oft liegt es an der Bausubstanz und schlechten Wohnverhältnissen. Und davon sind eher Menschen betroffen, die weniger Geld haben.

Das Beispiel stammt aus einem Aufsatz, den die Stadtgeographie-Professorin und Tagungs-Mitorganisatorin Iris Dzudzek zusammen mit ihrer Grazer Kollegin Anke Strüver geschrieben hat.

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