Die freie Kulturszene und das Geld | Verkehrskonzept der Wirtschaft | Lowinerei

Porträt von Sebastian Fobbe
von Sebastian Fobbe

Guten Tag,

wenn Sie schon einmal in Münsters Norden spazieren waren, dann kennen Sie vielleicht die Sibeliusstraße in Rumphorst. Sie ist benannt nach dem finnischen Komponisten Jean Sibelius, dem man seinerzeit nachsagte, dass er sich lieber mit Geschäftsleuten unterhielt als mit anderen Kulturschaffenden. Darauf angesprochen, soll Sibelius den folgenden Satz gesagt haben: „Über Musik kann man nur mit Bankdirektoren reden. Künstler reden ja nur über Geld.“

Ob Finnlands bekanntester Komponist diesen Satz wirklich so gesagt hat, darüber streiten sich die Zitatforscher:innen. Der wahre Kern dieser Anekdote lässt sich aber nicht von der Hand weisen; sie alle kennen ja das Klischee von der brotlosen Kunst. „Um Geld einzutreiben, müssen wir andauernd etwas tun, was uns als Musiker:innen am fernsten liegt: Exceltabellen führen, Bilanzen ziehen, Anträge schreiben“, sagt Lisa Bröker. Sie leitet zusammen mit ihrem Mann, dem Dirigenten Joachim Harder, die Münsteraner Mikrophilharmonie Einklang.

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