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Porträt von Ralf Heimann
von Ralf Heimann

Liebe Leser:innen,

Anfang März saßen wir an einem Nachmittag mit dem RUMS-Team zusammen in einem Wohnzimmer im Südviertel, auf dem Tisch in der Mitte lag ein Smartphone, das wir auf laut gestellt hatten, weil die Verbindung der Videokonferenz abgebrochen war. Aus dem Telefon hörten wir die Stimme von Christian Humborg, der aus Münster kommt, jetzt in Berlin lebt und sich von dort zu unseren Treffen zuschaltete. Er ist Finanzchef von Wikimedia, dem Verein, dessen bekanntestes Projekt die freie Enzyklopädie Wikipedia ist. Vorher hat er als Geschäftsführer die Investigativ-Redaktion Correctiv mit aufgebaut. Vor dem Telefon in der Mitte saßen Götz Grommek, unser Geschäftsführer, daneben Marc-Stefan Andres, der den Titel Projekt-Manager bekam, was einfach bedeutet: Er hält alle Fäden zusammen. Und dann waren da noch Katrin Jäger und ich. Wir sollten die Redaktion leiten. Aber die Redaktion wovon eigentlich?

Wir alle hatten zusammen etwas vor, von dem wir noch nicht genau wussten, was es werden würde. Etwas, das über Monate in langen Gesprächen, Diskussionen und E-Mail-Wechseln auf vier Wörter zusammengeschrumpft war: Neuer Journalismus für Münster.

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