Das Ende des Lewe-Meters | Wir müssen reden – ein Rückblick | MS Günther

Porträt von Ralf Heimann
Mit Ralf Heimann

Guten Tag,

wer außerhalb des Promenadenrings mit dem Auto auf dem Gehweg parkte, musste dem Fußverkehr bislang nur einen Meter Platz lassen, um vom Ordnungsamt in Ruhe gelassen zu werden. Weil der Parkraum in der Stadt knapp ist, schaute die Stadt an diesen Stellen weg. Der Knöllchen-Verhinderungs-Abstand bekam den Namen „Lewe-Meter“. Aber das Wort wird wohl bald vergessen sein, denn diesen Meter gibt es nicht mehr.

Vor einem knappen Jahr hat der Rat die Stadtverwaltung dazu aufgefordert, diese Ausnahme abzuschaffen. Das ist mittlerweile passiert. Das Ordnungsamt hat seinem Personal ein neues Heftchen mit Vorschriften an die Hand gegeben, eine sogenannte Dienstanweisung. In diesem Dokument steht, unter welchen Umständen eine Verwarnung ausreicht, und wann eine Strafe fällig wird. Das Bündnis Verkehrswende Münster, eine Gruppe aus sechs Verkehrs- und Umweltverbänden, hat die alte und neue Version des Papiers nun verglichen und kommt zu dem Ergebnis, die Änderungen seien „lediglich der Versuch, den Begriff ‚Lewe-Meter‘ zu tilgen und an der bisherigen Duldung von Behinderungen des Fuß- und Radverkehrs durch Gehwegparken nichts zu ändern“. So steht es in einem offenen Brief des Bündnisses.

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