Klimapolitik: Lewe schwört Verwaltung ein | Kitabericht: Mehr Plätze für die ganz Kleinen? | Café Liebling

Porträt von Ralf Heimann
von Ralf Heimann

Guten Tag,

Montagnachmittag, halb vier im Stadtweinhaus. In der Einladung steht „Presse-Doorstep“, ein Termin an der Türstufe also. In diesem Fall ist die Türstufe ein Stehtisch im Foyer vor dem Rathausfestsaal. Dort steht der Oberbürgermeister. Markus Lewe sagt, das sei auch sein erster Doorstep-Termin. In der Hand hat er ein kleines schwarzes Büchlein mit Goldschnitt, das ein bisschen an ein Gebetsbuch erinnert. Er schaut gelegentlich hinein, es ist vollgekritzelt mit Notizen, aber für das, was er sagen will, scheint er die nicht zu brauchen.

Münster will als erste deutsche Kommune die gesamte Verwaltung auf den Klimawandel einschwören. Es soll nicht ein Klimadezernat geben oder nur eine Koordinierungsstelle wie bisher, sondern ein in jedem Dezernat und jedem Amt verankertes Bewusstsein für das Problem. Aber was genau war das Problem? „Wir sind zu langsam, nicht interdisziplinär genug, und wir clustern zu wenig“, sagt Markus Lewe.

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