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Porträt von Marc-Stefan Andres
Mit Marc-Stefan Andres

Münster, 13. November 2020

am Dienstagabend ist so etwas wie weißer Rauch aufgestiegen über den Dächern von Münster. Die Kreisversammlung der Grünen hatte gerade virtuell beraten, mit wem sie in den kommenden fünf Jahren im Stadtrat zusammenarbeiten will. Inzwischen liegt die Kommunalwahl zwei Monate zurück, doch über die künftigen Mehrheitsverhältnisse herrschte bis vor drei Tagen Unklarheit. Grünen-Ratsherr Leon Herbstmann erlöste seine Twitter-Follower schließlich: „Gemeinsam mit der #SPD und #Volt wollen wir in den nächsten Jahren die Stadt gestalten.“

Damit stand es endlich fest, und die Rechenspiele der vergangenen Wochen hatten ein Ende. CDU und Grüne oder CDU und SPD hätten jeweils zusammen eine komfortable Mehrheit gehabt, aber die politische Arithmetik basiert eben auf mehr als der bloßen Addition von Mandaten. Das nun geplante Dreierbündnis kommt auf eine Mehrheit von exakt einer Stimme. Dieser Vorsprung ist gering, aber er kann auch disziplinieren.

Die Koalition aus CDU und FDP hatte zwischen 2004 und 2009 ebenfalls mit einer so knappen Mehrheit regiert, und es hat funktioniert. Dass es auch schiefgehen kann, musste die ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) erfahren. Ihr verweigerte jemand, der bis heute nicht bekannt ist, bei ihrer geplanten Wiederwahl im Jahr 2005 die Stimme. So endete ihre politische Karriere.

Die CDU bleibt außen vor

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