Der Flaschenpost-Deal | Hoffnung für Kneipen | Ökullus

Porträt von Ralf Heimann
von Ralf Heimann

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am 30. September sprach der Handelsexperte Alexander Graf in einem Podcast eine Stunde lang mit Christopher Huesmann, dem Marketing-Chef des in Münster gegründeten Getränke-Lieferdienstes Flaschenpost. Am Ende ging es auch um die Konkurrenz. Vor drei Jahren hat der Lebensmittelkonzern Dr. Oetker unter etwas kuriosen Umständen ein Unternehmen gegründet, das Durstexpress heißt und etwas belächelt wurde, weil es wie eine fast identische Flaschenpost-Kopie erscheint. Alexander Graf sagte, er glaube, der Konzern werde den Dienst irgendwann „relativ kostengünstig für ’n Euro“ an Flaschenpost rüberreichen. Nun ist es etwas anders gekommen. Am Sonntag berichteten die Branchendienste OMR und Deutsche Startups, dass Dr. Oetker Flaschenpost kauft, für eine Milliarde Euro. Der Konzern bestätigte am Montag in einer Pressemitteilung zwar nicht den Preis, aber seine Absicht. Weil im Falle der Übernahme die beiden größten Unternehmen auf dem Markt in einer Hand wären, entscheidet über den Verkauf nun das Kartellamt.

In Münster ist noch nie ein Start-up für einen Preis in dieser Größenordnung über den Ladentisch gegangen. Auch in Deutschland kommt so etwas eher selten vor. Im OMR-Podcast hieß es, das sei etwas, das man in der deutschen Start-up-Szene lange nicht erlebt habe. Auch Coca-Cola soll mitgeboten haben. Vermutlich trieb auch das den Preis in die Höhe. Aber was macht dieses Unternehmen so interessant?

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