Livebericht aus Münsters Partnerstadt | Ratssitzung: Alles im Überblick | Unbezahlte Werbung: Ciao Münster Pizza & Vino

Porträt von Sebastian Fobbe
Mit Sebastian Fobbe

Guten Tag,

es könnte sein, dass sie das Video abschalten müsse, wenn der Raketenalarm ertönt, sagt Anat Leibovych. Sie ist Ratsfrau, Beauftragte für Internationales in Münsters Partnerstadt Rishon LeZion und am Mittwochnachmittag in Münster im Rat per Video zugeschaltet. Die Frau im hellblauen Jackett sitzt an einem Tisch, hinter ihr sind zwei Flaggen zu sehen, eine israelische und eine mit dem Stadtwappen von Rishon LeZion. Leibovych berichtet über das, was sie in den letzten Wochen erlebt hat.

Seit dem 7. Oktober sei kein Tag vergangen, an dem keine Raketen auf Rishon LeZion gefeuert wurden, sagt sie. Acht Mal, manchmal zehn Mal am Tag heulen die Alarmsirenen. Seit mehr als vierzig Jahren ist die Stadt 20 Kilometer südlich von Tel Aviv mit Münster verpartnert. Aber so etwas gab es noch nicht.

In Münster ist es die erste Ratssitzung seit Kriegsbeginn. In Rishon LeZion sind seitdem über 50 Menschen im Krieg gestorben. Die Terrorgruppe Hamas habe allein dreißig junge Menschen aus der Stadt bei einem Musikfestival im Süden Israels getötet, sagt Leibovych. Getötet? Sie korrigiert sich. „Ermordet“ sei das richtige Wort.

16 Menschen aus der Stadt seien in den Gazastreifen verschleppt worden. Wie es den Geiseln gehe, ob sie überhaupt noch leben, das wisse niemand, sagte Anat Leibovych.

Raz Kinstlich, der Bürgermeister von Rishon LeZion, kann an diesem Nachmittag an der Videokonferenz nicht teilnehmen. Er ist bei einer Trauerfeier. Aber er hat eine Stellungnahme auf Video aufgenommen, die im Rat jetzt zu sehen ist. Was er dort sagt, hat die Stadt Münster hier im Wortlaut veröffentlicht.

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