Das Theater und der boykottierte Boykott | Münsters vergessene NS-Opfer | Unbezahlte Werbung: Gievenbecks Späti

Porträt von Sebastian Fobbe
Mit Sebastian Fobbe

Guten Tag,

haben Sie mitbekommen, dass das Theater Münster boykottiert werden soll? Oder besser gesagt nicht allein das Stadttheater, sondern die gesamte deutsche Kulturszene?

Rund eintausend Kulturschaffende aus aller Welt haben ein Manifest unterzeichnet, das den Titel „Strike Germany“ trägt. Zu den Unterstützer:innen zählt auch Annie Ernaux, die Literaturnobelpreisträgerin von 2022.

Die Theateradaption ihres Romans „Der junge Mann“ soll am Valentinstag im Stadttheater Premiere feiern. Als Uraufführung. Viele der darauffolgenden Vorstellungen sind ausverkauft. Fällt jetzt alles aus?

Spulen wir kurz zurück. Worum geht es bei „Strike Germany“? Das Manifest wirft der deutschen Kulturszene vor, mit „McCartyhistischen Maßnahmen“ gegen Künstler:innen vorzugehen, die Israels „genozidale Militäraktion im Gazastreifen“ kritisieren. Das Recht auf freie Meinungsäußerung werde hierzulande eingeschränkt, vor allem der „Ausdruck von Solidarität mit Palästina“.

„Strike Germany“ begründet das so: Die deutsche Kultur werde vom deutschen Staat finanziert. Und der habe Israels Sicherheit zur Staatsräson erklärt. Deshalb sei es für Kunstschaffende in Deutschland nicht möglich, Israel zu kritisieren.

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