Münsters Haushalt: Was geht? | Ratssitzung: Was braucht die Stadt? | Unbezahlte Werbung: Bei Ute brennt noch Licht

Porträt von Ralf Heimann
Mit Ralf Heimann

Guten Tag,

wenn vom Haushalt die Rede ist, dann geht es vordergründig um Zahlen, aber eigentlich um etwas anderes – um die Frage, was eine Stadt möglich machen kann und was nicht. In diesem Jahr steht im Vorbericht zum Haushaltsplan für das kommende Jahr der Satz: „Die haushaltswirtschaftliche Lage der Stadt Münster ist so prekär wie seit vielen Jahren nicht mehr.“ Heißt das: Jetzt ist erst einmal nichts mehr möglich? Nein.

Die Stadt Münster plant, im nächsten Jahr 1,6 Milliarden Euro auszugeben, und nur um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie die Zahlen sich entwickelt haben: Vor zehn Jahren rechnete die Stadt im Haushaltsentwurf mit Ausgaben von etwa einer Milliarde Euro. Titel der Pressemitteilung damals: „Münsters Haushalt weiter unter Druck.“

Das hat sich also nicht verändert, andere Dinge schon. Münster ist in zehn Jahren um etwa 40.000 Menschen gewachsen, um die Größe der Stadt Coesfeld. Diesen Vergleich zog Oberbürgermeister Markus Lewe in seiner Haushaltsrede am Mittwoch.

Dazu ist vieles teurer geworden. Die Gehälter des Personals zum Beispiel machen ein Viertel der Aufwendungen aus. Nach den Tarifverhandlungen steigen sie nun noch einmal um über 20 Millionen Euro.

Über die Hälfte der städtischen Ausgaben sind Transferzahlungen, zu einem großen Teil also Sozialleistungen. Hier rechnet die Stadt mit enormen Steigerungen. Allein das Budget der Ämter, die Sozialleistungen auszahlen, wächst um über 80 Millionen. Zum Vergleich: Das Budget aller Ämter zusammen wird um knapp 130 Millionen Euro größer.

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