Vor der Stichwahl – eine Analyse | Bündnis-Fantasien | MELT N’Icecream

Porträt von Ralf Heimann
von Ralf Heimann

Guten Tag,

Münsters Oberbürgermeister ist in dieser Woche tatsächlich nach Italien aufgebrochen. Falls Sie es nicht mitbekommen hatten: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte ihn bei seinem Besuch in Münster vor zwei Wochen eingeladen. Lewe ist im Nebenjob Vize-Präsident des Deutschen Städtetags. Daher sollte er in Italien dabei sein, und nun war er erst einmal weg, kurz vor der Stichwahl gegen seinen grünen Konkurrenten Peter Todeskino. Der hatte schon am Wahlabend deutlich gemacht, wie er seinen Wahlkampf führen würde: offensiv. Er hatte Lewe angegriffen. Auf die Frage der Westfälischen Nachrichten nach der Unterstützung von anderen Parteien hatte Todeskino gesagt, er vertraue darauf, dass die Wähler:innen wüssten: Er sei jemand, der vor so einem wichtigen Termin nicht mit dem Bundespräsidenten nach Italien fahren würde. Markus Lewes Strategie deutet darauf hin, dass sein Team von einer anderen Annahme ausgeht – nämlich von der, dass viele Menschen in Münster nur sehr wenig über Peter Todeskino wissen. Und wenn diese Annahme stimmt, macht Lewe momentan vieles genau richtig. In seinem Wahlkampf scheint es vor allem darum zu gehen, ihn nicht wie jemanden aussehen zu lassen, der sich um ein Amt bewirbt.

Den Text liefert die Stadt

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