Wandel im Salzhof | Corona und kein Ende | Mokel-Bar

Porträt von Ralf Heimann
von Ralf Heimann

Guten Tag,

an einem Mittwoch vor zwei Wochen saß Haissam El Daou am späten Nachmittag in seinem Eiscafé im Salzhof an der Salzstraße und breitete lose Zettel vor sich aus. Auf den Blättern waren viele Zahlen zu sehen, Euro-Beträge, die nach unten immer größer wurden. Das waren die Mietschulden. „Ich kann seit Monaten kaum schlafen“, sagte Haissam El Daou. Er war ratlos.

Als er das Eiscafé Cremino vor zehn Jahren zusammen mit seiner Frau Hala übernahm, blieben am Ende des ersten Winters 900 Euro offen. Es war das beste Jahr. In der ersten Zeit konnten sie die Mietschulden im Frühjahr locker aus ihrem Gewinn zurückzahlen. Und so machten sie es auch später, als der Rückstand immer größer wurde. Was sie im Winter nicht zahlen konnten, beglichen sie im Sommer, so gut es ging.

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