Extrawurst für Möbelhäuser | Das Dilemma mit der Schule | Preußen-Stadion

Porträt von Ralf Heimann
von Ralf Heimann

Guten Tag,

vom Hauptbahnhof Münster sind es 48,9 Kilometer bis zum Ikea-Markt in Osnabrück und 52,2 Kilometer bis zu Ikea in Kamen. Ob man nun hierher oder dorthin fährt, macht eigentlich keinen großen Unterschied. In diesen Tagen allerdings schon, denn Osnabrück gehört zu Niedersachsen, Kamen zu Nordrhein-Westfalen. Und das heißt: Dernordrhein-westfälische Markt darf seit gestern wieder öffnen, der niedersächsische muss seine Kundschaft weiter bitten, die Möbel im Internet zu bestellen, sie abzuholen – und sich die Portion Köttbullar dazu in Vorfreude aufs nächste Mal einfach vorzustellen.

Der Grund dafür ist, dass die NRW-Landesregierung die gesundheitlichen und die wirtschaftlichen Risikender Corona-Pandemie anders gewichtet als andere Bundesländer. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat vor ein paar Tagen mit Blick auf die Möbelindustrie in Nordrhein-Westfalen gesagt: „Da haben wir ein klares wirtschaftliches Interesse.“NRW-Ministerpräsident Armin Laschet soll diese Aussage dann gestern in einer Telefonkonferenz mit dem CDU-Präsidium so weit heruntergebrochen haben, dass auch eine Bundeskanzlerin sie versteht. Die Deutsche Presse-Agentur zitiert ihn mit den Worten, Nordrhein-Westfalen sei das „Land der Küchenbauer“.

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