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- Brief von Katrin Jäger
Verkehrswende im Schritttempo | Steuersenkung kreativ | Frauenfrage

Guten Tag,
Sie haben sicher auch schon den Satz gehört: „Dumme Fragen gibt es nicht.“ Das ist definitiv falsch. Ich selbst habe vor ein paar Tagen eine dumme Frage gestellt. Gerichtet war sie an Thorsten Knölke. Er ist Sprecher des neu gegründeten Vereins FUSS, der sein Augenmerk auf den Fußverkehr in Münster richten wird. Da Journalistinnen und Journalisten Zahlen mögen, wollte ich von ihm wissen: „Wie viele Fußgängerinnen und Fußgänger gibt es eigentlich in Münster?“ Seine diplomatische Antwort darauf lautete: „Nun, ich nehme an so viele wie Einwohnerinnen und Einwohner.“
Denn, na klar, fast jeder Mensch geht (oder fährt mit einem Rollstuhl) über die Gehwege. Auch die Radfahrerin, nachdem sie ihr Rad abgestellt hat, auch der Autofahrer, nachdem er geparkt hat. Steigen wir in den Bus, gehen wir zunächst zur Bushaltestelle, fahren wir Zug, müssen wir irgendwie zum Gleis kommen. Gehen ist so universell, dass es schon fast nicht mehr wahrgenommen wird. Deshalb wird auch der berühmte fußläufige Weg zum Bäcker bei den Statistiken zur Verkehrsmittelnutzung nicht dazu gerechnet. So auch nicht auf der entsprechenden Informationsseite der Stadt Münster.
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