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So geht autofrei woanders | Debatten-Kultur | Tatort für die Ohren

Guten Tag,
S-Bahn-Pläne, Velorouten, Fahrradstraßenausbau, Metrobusse, ÖPNV-Ausbau, Entwicklung von On-Demand-Systemen. Die Mobilität ist ein großes Thema und sehr weites Feld. Schaut man in die Wahlprogramme der münsterschen Parteien, spiegelt sich genau das wider. Auf vielen Textseiten erklären alle, wie sie sich moderne Mobilität vorstellen und welche Maßnahmen sie ergreifen wollen. Im Grundsatz sind sie sich sogar einig: Eine Verkehrswende muss kommen, mit weniger Individual-Verkehr in der Innenstadt.
Am weitesten gehen dabei die Grünen. Sie fordern, sehr konkret und in der Politik und Stadtgesellschaft umstritten, die Altstadt Münsters bis 2025 autofrei zu machen – so lautet auch eine der Wahlkampfparolen von Oberbürgermeisterkandidat Peter Todeskino. Damit hat er natürlich eine Diskussion ausgelöst. „Die Grünen machen dicht“, schrieb SPD-Oberbürgermeisterkandidat Michael Jung dann auch postwendend in einer Pressemitteilung. Und präsentiert im Gegenzug einen Schritt-für-Schritt-Plan der SPD zur autoarmen statt autofreien Innenstadt (WN-Artikel). FDP-Oberbürgermeisterkandidat Jörg Berens wirft den Grünen vor, die dramatische Situation, in der sich die heimische Wirtschaft befinde, zu verkennen. Speziell Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie würden darunter leiden, wenn eine Anfahrt mit dem Auto nicht mehr möglich sei. Die Linken ärgern sich, weil die Idee der autofreien Innenstadt eigentlich von ihnen stammt. Und die CDU samt Oberbürgermeisterkandidat Markus Lewe? Ist weiterhin für den Ausbau der B 51 und B 64, setzt aber ansonsten auf Velorouten, den Kanalradweg und die Weiterentwicklung der Fahrradstraßen. Parallel versucht die Stadtverwaltung, den Ärger um die wegfallenden Parkplätze an den rot markierten Fahrradstraßen in den Griff zu bekommen.
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