Gefährliche Rutschpartie | Wem gehört der Straßenrand? | Unbezahlte Werbung: Craft Beer aus altem Brot

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von Anna Niere

Guten Tag,

ich hoffe, Sie waren heute Morgen sicher auf den Straßen unterwegs. Denn im Vergleich zum Winterwetter vor zwei Wochen – als das ganze Land in Alarmbereitschaft gegangen ist –, wurden die meisten Menschen heute Morgen von gefährlich glatten Straßen überrascht. Neben dem Münsterland war vor allem die Region rund um die Grenze zu Niedersachsen besonders stark betroffen.

In Osnabrück musste der Winterdienst heute in der Früh Schneeketten anlegen, um Steigungen bei der Glätte hochfahren zu können. Ein Bewohner nutzte die glatten Straßen zum Schlittschuhfahren und die Kinder freuten sich über einen schulfreien Tag. Die Polizei meldete mehr als 500 Unfälle im Emsland, der Grafschaft Bentheim und Osnabrück. Im Münsterland waren es um die 70 Unfälle. Auf der Autobahn bei Paderborn sind am Morgen drei Personen bei einem Unfall ums Leben gekommen.

Und in Münster? Da blieb das große Verkehrschaos aus. Bis heute Nachmittag zählte die Polizei neun Unfälle und zwei Leichtverletzte. Hinzu kommen vermutlich einige Münsteraner:innen, die auf den glatten Gehwegen ausgerutscht sind. Wie zum Beispiel ein Passant, der meinem Kollegen Raphael Balke auf dem Domplatz heute Morgen quasi entgegenrutschte.

Das merkte auch die Feuerwehr, die heute Morgen mehr als doppelt so viel tun wie sonst. Vor allem zwischen 7 und 9 Uhr seien besonders viele Fahrradfahrer:innen gestürzt. Die Notaufnahmen der Krankenhäuser waren stark ausgelastet, schreibt die Feuerwehr.

Auch wenn sich die Lage über den Tag hinweg entspannt hat, sollten Sie heute Abend lieber vorsichtig sein, wenn Sie das Haus verlassen. Der Deutsche Wetterdienst warnt noch bis einschließlich morgen Mittag vor hoher Glättegefahr und Eisregen. Ab Sonntag können Sie dann voraussichtlich wieder etwas selbstbewusster auf die Straßen gehen. (ani)

Kurz und Klein

+++ Ein neues Gutachten zum Ziegenkreisel in Gievenbeck bestätigt den Verdacht: Der Kreisverkehr ist tatsächlich ziemlich gefährlich, vor allem wegen der vielen Radfahrer (RUMS-Brief). Die Stadt Münster hatte die Einschätzung in Auftrag gegeben, nachdem die Politik im vergangenen Jahr verhindert hatte, dass der Kreisverkehr zu einer Ampelkreuzung umgebaut wird. Um die Stelle vorübergehend zu entschärfen, hatte man Markierungen und sogenannte Rüttelstreifen angebracht. Für den Umbau macht das Gutachten Vorschläge. Einer ist: Radfahrer bekommen einen getrennten Radweg rund um den Kreisel. Ein anderer: Radfahrer fahren mit den Autos. Ein dritter: Der Kreisverkehr wird zu einer Ampelkreuzung. Am Mittwoch spricht der Verkehrsausschuss über den Bericht. (rhe)

+++ Die CDU wirft der Ratsmehrheit aus Grünen, SPD und Volt in Münster vor, in ihrem Koalitionsvertrag viele neue Vorhaben anzukündigen, aber offen zu lassen, ob dafür Grund- oder Gewerbesteuern steigen werden (RUMS-Brief). „Der Vertrag liest sich wie ein schön gefüllter Einkaufswagen, aber an der Kasse wird es plötzlich still“, sagt CDU-Fraktionschef Stefan Weber laut einer Pressemitteilung. Steigende Ausgaben träfen am Ende über höhere Grundsteuern, steigende Mieten und weniger Investitionen alle. In der Klimapolitik fehlt es aus Sicht der CDU ebenfalls an Klarheit über Kosten und Prioritäten. Die CDU kündigte einen Gegenentwurf an. (rhe)

+++ Vertreterinnen und Vertreter von sieben Parteien aus Münster haben sich am Mittwoch mit der Gruppe Iran-Solidarität Münster getroffen, um ihre Solidarität mit den Menschen im Iran auszudrücken – und mit denen vor Ort, die zurzeit keinen Kontakt zu Angehörigen haben. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilen Grüne, CDU, SPD, Volt, FDP, Linke und ÖDP die Gewalt des iranischen Regimes gegen landesweite, friedliche Proteste und sprechen von massiven Menschenrechtsverbrechen, darunter Tötungen, Verhaftungen und drohende Hinrichtungen. Zugleich rufen sie zur Teilnahme an Solidaritätsdemonstrationen auf. Ziel sei ein friedliches Ende der Diktatur ohne weiteres Blutvergießen. (rhe)

In eigener Sache

Abo-Preise steigen – warum wir das so entscheiden

Zum 1. Februar 2026 passen wir die Abo-Preise bei RUMS an. Unsere Kosten sind gestiegen – für Technik, Infrastruktur, Lizenzen und redaktionelle Arbeit. Aber das ist nur ein Teil der Erklärung. Wir wollen mit der Preiserhöhung und gleichzeitigen Einsparungen an verschiedenen Stellen dafür sorgen, dass wir im Jahr 2026 eine schwarze Null schreiben können.

Außerdem wollen wir uns weiterentwickeln: mit neuen Formaten wie dem Preußen-Brief und dem Kultur-Brief, die seit März 2025 erscheinen, sowie ab dem 1. März mit einem neuen Veranstaltungs-Newsletter am Mittwoch. Damit machen wir RUMS für ein größeres Publikum interessant.

Alle Abos bleiben monatlich kündbar. Wenn Sie Kritik oder Rückfragen haben, schreiben Sie uns.

Die neuen Preise ab 1. Februar 2026:
Ermäßigt-Abo: 7,49 Euro
Standard-Abo: 14,99 Euro
Idealistisch-Abo: 21,99 Euro
Großzügig-Abo: 39,99 Euro

+++ Nur 10 von 24 städtischen Brunnen waren im vergangenen Jahr im Betrieb, aber in diesem Jahr könnten es 12 werden. Das geht aus einem Zwischenbericht zur Sanierung der Brunnen hervor, den die Stadt am Donnerstag veröffentlicht hat. Der Bericht macht vor allem deutlich: Die Mittel der Stadt sind begrenzt. Alle Brunnen dauerhaft zu betreiben, würde bei einer externen Vergabe jährlich zwischen rund 750.000 und 1,75 Millionen Euro kosten. Tatsächlich stehen dem zuständigen Amt bislang nur etwa 17.000 Euro pro Jahr und rechnerisch eine halbe Stelle zur Verfügung. Brunnen sind zudem eine freiwillige Leistung der Stadt. Das bedeutet: Wenn die Geldquellen im Haushalt austrocknen, versiegen relativ schnell auch die städtischen Brunnen. (rhe)

+++ Wer in diesen Tagen versucht, einen Termin zum Umtausch seines alten Führerscheins zu bekommen, bekommt in der städtischen Online-Terminvergabe die Auskunft: „Zurzeit kein freier Termin verfügbar“. Ärgerlich – zumal die alten Führerscheine eigentlich bis zum 19. Januar hätten umgetauscht werden müssen. Die CDU kritisiert eine schlechte Planung. Die Stadt verweist auf Anfrage auf stark gestiegene Fallzahlen und personelle Engpässe: Während zwischen 2006 und 2020 jährlich im Schnitt rund 1.400 Führerscheine freiwillig umgetauscht worden seien, sei die Zahl nach Einführung der Umtauschpflicht vor fünf Jahren auf über 5.300 gestiegen. Im vergangenen Jahr seien es sogar 7.900 gewesen. Für den Pflichtumtausch stellt die Stadt wöchentlich 166 Termine bereit. Aktuell liege die Vorlaufzeit wegen der hohen Nachfrage und krankheitsbedingter Ausfälle bei etwa acht Wochen. Trotzdem kann es sich lohnen, regelmäßig auf die Website zu schauen: Täglich würden ab etwa 8 Uhr kurzfristig weitere Termine freigeschaltet. (rhe)

Wem gehört der Straßenrand?

Mit weiteren Bewohnerparkzonen will die Stadt Ordnung in den Parkraum bringen. Viele Menschen ärgert das. Doch die eigentliche Frage ist: Wem sollte der öffentliche Raum gehören?

In Münster wird wieder einmal darüber gestritten, welchen Verkehrsteilnehmenden Vorrang gelassen werden sollte. Genauer gesagt: Es geht um die Parkplätze an den Straßen in Wohnvierteln. Die Stadt will die Bewohnerparkzonen erweitern. Zuerst war die Hammer Straße dran, als nächstes sollen das Erphoviertel und Pluggendorf folgen.

Wer dort sein Auto weiterhin vor der eigenen Haustür abstellen möchte, braucht künftig einen Bewohnerparkausweis. Kostenpunkt: 260 Euro im Jahr. Alle anderen dürfen nur noch zwei Stunden parken. Klingt erstmal nach einer stringenten Regel. Ganz so einfach ist es in der Praxis aber nicht.

Die Regeln: Den Bewohnerparkausweis bekommen nur Menschen, die ihren Hauptwohnsitz in der jeweiligen Zone haben. Pro Person ist nur ein Auto erlaubt, außerdem darf das Fahrzeug nicht länger als 5,25 Meter sein. Große Autos und Wohnmobile sollen so aus den Quartieren ferngehalten werden.

Die Stadt rechnet im Erphoviertel und Pluggendorf damit, dass mehr als 90 Prozent der Parkflächen ausgelastet sind. Viele Stellplätze seien derzeit durch Pendler:innen oder ortsfremde Dauerparkende blockiert. Anwohnende fänden abends oft keinen Parkplatz mehr in fußläufiger Entfernung. Bewohnerparken soll das ändern.

Die Idee ist nicht neu. Bereits 2024 hat der Rat mit dem sogenannten Integrierten Parkraumkonzept die Bewohnerparkzonen beschlossen. Dadurch soll der öffentliche Straßenraum gerechter verteilt werden – nicht nur für Autos, auch für Fahrräder, Fußgänger:innen und, in einem größeren Sinne, für mehr Aufenthaltsqualität. Und die kostet nunmal.

Ein gutes Geschäft für die Stadtkasse

Die Einführung der Parkzonen kostet vergleichsweise wenig: ein paar Tausend Euro für Schilder und Informationsflyer. Gleichzeitig rechnet die Stadt allein im Erphoviertel mit jährlichen Mehreinnahmen von rund 320.000 Euro, in Pluggendorf mit gut 170.000 Euro. Zusätzliche Einnahmen könnten durch die Gebühren für Falschparkende reinkommen.

Und genau da kommt der erste Kritikpunkt von Anwohnenden. Die „Naturfreunde Münster“ bemängeln: Schon jetzt würden Bewohnerparkplätze viel zu selten kontrolliert. Falschparkende müssen im Zweifel zehn Euro Bußgeld zahlen – und würden dann trotzdem weiter dort stehen.

Mit neuen Parkzonen und höheren Gebühren würde das vermutlich nicht besser werden. Die Stadt selbst räumt ein, dass für zusätzliche Verkehrsüberwachung kein zusätzliches Personal vorgesehen ist. Für viele Anwohnende klingt das wie ein schlechter Deal: Sie müssen jetzt zahlen, einen Parkplatz haben sie trotzdem nicht garantiert.

Ein Blick über Münster hinaus zeigt: Kosten für Bewohnerparkausweise sind bundesweit ein Thema. Eine Umfrage der Deutschen Umwelthilfe zeigt, dass Anwohnerparken in Deutschland verhältnismäßig noch sehr günstig ist: In vielen Städten kostet der Parkausweis höchstens 31 Euro im Jahr, in Berlin sogar nur gut zehn Euro.

Die Umwelthilfe fordert mindestens 360 Euro pro Jahr und zusätzlich höhere Gebühren für große Fahrzeuge. „Allein die jährlichen Betriebskosten, beispielsweise für Reinigung und Winterdienst, belaufen sich je nach Stadt auf 60 bis 300 Euro pro Parkplatz“, begründet die Verbraucherschutzorganisation. Die übrigen Einnahmen, so die Forderung, sollten gezielt in Bus, Bahn sowie Rad- und Gehwege fließen. Münster liegt mit 260 Euro zwar deutlich über dem Bundesdurchschnitt, aber noch unter dem, was Umweltverbände für angemessen halten.

Wer durchs Raster fällt

Und dann gibt es da noch die Sonderfälle, also alle die, die nicht im Viertel wohnen, aber auf einen Parkplatz dort angewiesen sind. Wer das ist? Beispielsweise Menschen, die dort arbeiten, aber nicht wohnen – Pendler:innen, die auf ihr Auto angewiesen sind. Aber auch Menschen, die „nur“ ihren Zweitwohnsitz im Viertel haben oder aus beruflichen Gründen zeitweise in Münster leben.

Lediglich für Gäste von Anwohnenden könnte es in Zukunft eine Regelung geben. Die Stadtverwaltung bereitet derzeit einen Besucherparkausweis vor, schreiben die Grünen. Vorbild dafür sind Städte wie Bremen oder Hamburg. Dort können Bewohner:innen Tages- oder Wochenausweise für ihre Gäste beantragen. In Münster gilt vorerst für Gäste die Zwei-Stunden-Regel.

Die Rathausfraktion verteidigt die neuen Bewohnerparkzonen. Sie sind ein notwendiges Instrument gegen hohen Parkdruck, heißt es von den Grünen. Ziel sei es, Anwohnenden wieder bessere Chancen auf einen wohnungsnahen Parkplatz zu geben – insbesondere in Vierteln rund um Krankenhäuser, große Bürostandorte oder die Innenstadt, wo Pendler:innen häufig den öffentlichen Raum blockierten. Arbeitgeber:innen sieht die Partei in der Pflicht, Alternativen zum Auto anzubieten, etwa durch Jobtickets für öffentliche Verkehrsmittel. Für auswärtige Gäste verweisen die Grünen auf Park-&-Ride-Angebote und Parkhäuser.

Kritiker:innen halten dagegen: Das Problem werde nicht gelöst, sondern nur in die nächsten Viertel verschoben. Und ohne konsequente Kontrolle verliere das System seine Glaubwürdigkeit.

Am Ende geht es um mehr als nur Parkplätze. Es geht um die Frage, wie gerecht öffentlicher Raum verteilt wird und an wen. (ani)

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Fundbüro

2026-01-23-Letzte-Telefonzelle-Münster

Kein Anschluss mehr unter dieser Nummer: In Münster verschwindet eine der letzten Telefonzellen aus dem Straßenbild – hier am „Zweischneidigen Pferd“ an der Wolbecker Straße – gesehen und fotografiert von Christian Humborg aus dem RUMS-Team. Die Zahl der öffentlichen Telefonzellen ist seit den 1990er-Jahren in Deutschland von über 160.000 auf wenige tausend reduziert worden. In Münster gab es zuletzt noch ein paar Dutzend (hier eine Übersicht). Die Deutsche Telekom hatte angekündigt, die Zellen bis Ende 2025 abzubauen. An der Wolbecker Straße hat es immerhin fast geklappt. Steht in Ihrer Nachbarschaft noch irgendwo eine Zelle? Dann rufen Sie uns gern von dort an – oder, vielleicht einfacher: Schreiben Sie uns: redaktion@rums.ms.

Klima-Update

+++ Münster gehört nicht zu den Hochrisikoregionen des Klimawandels in Deutschland, ist aber dennoch zunehmend von Starkregen und Hitze betroffen. Das geht laut einer Pressemitteilung aus einem neuen Klimarisikoindex hervor, den das Institut der deutschen Wirtschaft zusammen mit der Ergo-Versicherung erstellt hat. Münster erreicht darin einen Wert von 3,4. Der Index wurde für alle 400 Kreise und kreisfreien Städte berechnet und bewertet die Verwundbarkeit der kommunalen Infrastruktur auf einer Skala von null bis zehn. Zugleich warnt die Studie, dass vielen Kommunen die finanziellen Mittel für notwendige Klimaanpassungen fehle. (rhe)

Anonymer Briefkasten

Anonymer Briefkasten

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Korrekturen

Im RUMS-Brief am Dienstag haben wir in unserem Text zum Koalitionsvertrag ein Zitat von Volt-Sprecherin Maren Berkenheide zu den Gewerbeflächen versehentlich SPD-Fraktionschefin Lia Kirsch zugeordnet. Wir haben das korrigiert. (rhe)

In eigener Sache

Die Industrie- und Handelskammer meldete im vergangenen Jahr, dass bundesweit 9600 Unternehmer bereit sind für eine Übernahme, beispielsweise, weil die bisherigen Inhaber:innen zu alt sind. Dabei ist die Zukunft der Unternehmen alles andere als sicher. Das Problem: Es gibt laut IHK zu wenig Nachfolger:innen – knapp die Hälfte der suchenden Unternehmen würde niemanden finden. Seit 2019 habe sich diese Lücke zwischen Angebot und Nachfrage etwa verdoppelt. Wir fragen uns, welche Auswirkungen das auf die Region hat. Was das für Menschen bedeutet, wenn das berufliche Lebenswerk mit dem Renteneintritt aufgegeben werden muss. Und vor welchen Herausforderungen Betroffene stehen, wenn möglicherweise mit den Einnahmen eines Verkaufs geplant wurde? Kennen Sie eine:n Unternehmer:in, der oder die eine Nachfolge sucht, aber einfach nicht fündig wird? Melden Sie sich bei uns, wir möchten gern darüber sprechen. (rba)

Ein-Satz-Zentrale

+++ Ab Februar wird der Hansaring zwischen Albersloher Weg und Soester Straße wegen Leitungsarbeiten zur Einbahnstraße. (Stadtnetze Münster)

+++ In Münster sind die Fahrzeiten mit dem Auto laut dem Navihersteller Tomtom im vergangenen Jahr um ein Drittel gestiegen. (Westfälische Nachrichten)

+++ Im Münsterland sind 2025 zwar wieder viele Menschen aus der Kirche ausgetreten, aber deutlich weniger als im Jahr zuvor. (Westfälische Nachrichten)

+++ Ein neuer Bericht, der unter Leitung vom Münsteraner Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide erstellt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass der Islamische Religionsunterricht in NRW für muslimische Schüler wichtig ist, aber bislang nur wenige erreicht. (Kirche und Leben)

+++ Ein 21-jähriger Mann ist am Mittwochmittag mit seinem Auto unter Drogeneinfluss gegen einen Stromkasten gefahren (Polizei Münster)

+++ Die Grünen und die CDU unterstützen grundsätzlich den Kurs der Stadtverwaltung, zwei Kitas wegen sinkender Anmeldezahlen zu schließen, fordern aber verlässliche Perspektiven für Beschäftigte sowie gut erreichbare Alternativen für Eltern und Kinder. (Grüne Münster und CDU Münster)

+++ Die Stadtverwaltung verschickt die Grundsteuer- und Grundbesitzabgabenbescheide in Münster dieses Jahr später. (Stadt Münster)

+++ Die Stadt Münster plant, die Fahrradstraße am Lütkenbecker Weg am Hafen bald für Autos zu sperren. (Westfälische Nachrichten)

+++ Kurdische Gruppen haben am Mittwochabend zum zweiten Mal vom Hauptbahnhof aus gegen den Krieg in Nordsyrien demonstriert. (Westfälische Nachrichten)

+++ Die Insolvenz einer großen Hotelgruppe betrifft in Münster das Mövenpick-Hotel, das H4-Hotel an der Stubengasse und das Hostel am Verspoel, die alle aber ohne Einschränkungen weitermachen. (Westfälische Nachrichten)

Unbezahlte Werbung

Kennen Sie „Pinte“? Das ist ein studentisches Start-up aus Münster, das mit Craft Beer etwas gegen Lebensmittelverschwendung tun will – und zugleich Menschen mit wenig Geld unterstützt. Nach Angaben von Pinte werden in Bäckereien fast vierzig Prozent des hergestellten Brots entsorgt, weil es nicht mehr verkauft werden kann. Die Bäckerei Krimphove wirft inzwischen weniger weg, weil sie ihre Brotreste an das Start-up abgibt. Daraus wird Bier gebraut. Die schlechte Nachricht: Im Supermarkt gibt es das Bier bislang nicht durchgängig. Die gute Nachricht: Seit letzter Woche ist es wieder bei Fyal Central, Zwanzig20, Homebeis und Heimat Heroes erhältlich. Ein Teil der Erlöse geht an die Tafel Münster.

Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!

Drinnen und Draußen

Heute hat Svenja Stühmeier ein paar Veranstaltungstipps herausgesucht. Das sind ihre Empfehlungen:

+++ Das Frauenarchiv „ausZeiten“ lädt Samstag zur Veranstaltung „Von Schwarzen Witwen und anderen Vernetzungen – westfälische Frauenarchive und ihre Geschichte“ ein. Los geht es um 15 Uhr im Plenarsaal des LWL-Landeshauses. Es geht um ehemalige und aktuelle Arbeit von Frauen- und Lesbenarchiven. Außerdem dabei: Musikerin Zelda Weber. Der Eintritt ist frei. Korrekturhinweis: Ursprünglich war hier das LWL-Archivamt als Veranstaltungsort angegeben. Ist korrigiert.

+++ In der B-Side ist Samstagabend Soli-Party für den Verein Rolling Safe Space (ROSA). Auf dem Programm stehen der Austausch mit verschiedenen lokalen Initiativen, Vöner (veganer Döner) essen und Party ab 21:30 Uhr mit Flinta*-Djs. Los geht es um 16:30 Uhr mit einer Gesprächsrunde mit ROSA, der GGUA Flüchtlingshilfe und Gegen Bezahlkarte. ROSA sammelt mit der Party Spenden für die Reparatur eines kaputten Autos, das der Verein für sein Projekt in Griechenland braucht. ROSA hilft dort, Safer Spaces für Flinta*-Personen auf der Flucht bereitzustellen.

+++ Impro-Theater kennen Sie wahrscheinlich. Aber waren Sie auch schon mal auf einem Impro-Konzert? Dazu haben Sie Sonntagabend die Chance. Ab 18:30 Uhr treffen sich vier Musiker:innen zum Musik-Blinddate im B-Side-Café. Jeder von ihnen bringt ein Stück mit, über das die anderen jedoch nicht Bescheid wissen. Der Rest wird improvisiert. Genau wie beim Impro-Theater dürfen Sie aus dem Publikum heraus Impulse geben. Tickets gibt es hier (Soliticket 0 Euro, Normalpreis 14 Euro).

+++ Montag um 19 Uhr hält die Auslandsreporterin und Autorin Charlotte Wiedemann einen Vortrag im Forum der Volkshochschule. Unter dem Titel „Jenseits der Staatsraison. Israel, Palästina und die Vision menschlicher Gleichheit“ spricht sie über den deutschen Umgang mit dem Nationalsozialismus, ihre internationalen Erfahrungen dazu und aktuelle Beobachtungen zur Nahostpolitik. Der Eintritt ist frei, weitere Infos und Anmeldung hier.

+++ Das 4. Sinfoniekonzert zeigt Ihnen unterschiedliche jüdische Musiktraditionen auf. Es spielt Sergej Prokofjews „Ouvertüre über hebräische Themen“, Ernst Blochs „Schelomo“ und Felix Mendelssohn Bartholdys 1. Sinfonie. Das Sinfonieorchester spielt am 27. und 28. Januar um 19:30 Uhr sowie am 1. Februar um 18 Uhr im Großen Haus des Theaters. Infos und Tickets gibt es hier.

+++ Der RUMS-Kolumnist und FAZ-Redakteur Christoph Hein ist am Donnerstag der erste Gast einer neuen Debattenreihe zur Weltwirtschaft. Moderation und Organisation: Jörg Heithoff. Das Thema ist Europas neue Rolle zwischen den USA und China und die Frage, wie Unternehmen aus der Region mit geopolitischen Risiken umgehen können. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung per Mail an anmelden@w-talk.de. Weitere Infos hier.

Am Sonntag schreibt Michael Jung in seiner Kolumne über die Absetzung des Stadtdirektor. Am Dienstag kommt wieder Post von Ralf Heimann. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Herzliche Grüße
Anna Niere

Mitarbeit: Ralf Heimann (rhe), Raphael Balke (rba), Svenja Stühmeier (sst), Jan große Nobis (jgn) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth

PS

Herzlichen Glückwunsch an uns alle: Wir haben heute offiziell die zehn dunkelsten Wochen des Winters hinter uns gebracht. Ab jetzt kann es also nur noch besser werden! (ani)

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