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Neue Studie: Geistlicher Missbrauch wurde lange übersehen | 18.000 Unterschriften für den Ziegenkreisel

Guten Tag,
vor mehr als 15 Jahren wurde der sexuelle Missbrauch in der katholischen Kirche zum großen Thema in Deutschland. Der Schock war groß, die Frage in den Schlagzeilen: Wie konnten jahrelang unbeachtet sexuelle Übergriffe passieren? Heute kennen wir die Antwort: Weil Betroffenen nicht geglaubt wurde. Weil Institutionen sich selbst schützten. Weil Warnsignale verharmlost, Verantwortlichkeiten verschoben und Machtstrukturen nicht hinterfragt wurden.
Eine neue Studie der Uni Münster im Auftrag der Kirche zeigt auf 600 Seiten: Beim geistlichen Missbrauch wird der Glaube selbst zum Mittel der Kontrolle. Es geht auch um Verantwortliche, die Hinweise zwar zur Kenntnis nehmen, aber lange nicht als strukturelles Problem begreifen. Und auch hier stellt sich im Rückblick dieselbe Frage: Warum wurde nicht früher genauer hingeschaut? Denn auch hier waren die Hinweise seit vielen Jahren da.
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