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Kleinere Weltmeisterbrötchen backen | Der Kultur-Brief von Christoph Tiemann

Guten Tag,
Kultur kommt ja von cultura, also der Bestellung der Ackerböden entlang der Via Appia und sonstwo im römischen Imperium. Daher ist es also völlig legitim, in diesem Kulturbrief auch über den Acker zu schreiben beziehungsweise seine Früchte. Reden wir also über das, was aus Weizen, Roggen und Dinkel gemacht wird – gerade in einer Zeit, in der wieder die Weltmeisterbrötchen, WM-Semmeln und Fußball-Brote die Auslagen zieren, hier und da flankiert von internationalen Fähnchen.
Folgt man US-Influencern, die ihre Reichweite dadurch gewinnen, dass sie als „Americans in Germany“ über das posten, was bei uns so „fucking crazy“ ist (also Stoßlüften, Müll trennen und alles zu regulieren außer die Autobahn) dann gerät einem irgendwann auch ein Video unter den Daumen, das über die schier endlose Vielfalt in deutschen Bäckereien berichtet.
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