Die Kolumne von Christoph Hein | Bauernproteste und Laborfleisch

Porträt von Christoph Hein
Mit Christoph Hein

Guten Tag,

Trecker am Ludgerikreisel, der Beginn der Grünen Woche in Berlin und ein Auf- und Ab der Subventionen: Die Bauern bescheren der Bundesregierung einen sehr heißen Januar. Im Kern geht es ihnen um eine auch für kleinere Betriebe funktionierende Landwirtschaft. Und damit die Ernährung Deutschlands. „Ist der Bauer ruiniert, wird dein Essen importiert“, lautet einer der Protestsprüche, die die Landwirte auf Plakate gepinselt haben. 

Gegen den Import von Essen wehren sich nicht nur die deutschen Bauern. Auch die Regierung auf der Äquatorinsel Singapur versucht seit Jahren mit aller Macht, ihre Abhängigkeit von der Einfuhr von Nahrung zu verringern. Die Voraussetzungen sind nicht vergleichbar: In dem reichen Kleinstaat leben nur 5,5 Millionen Menschen, seine Fläche ist kaum größer als Berlin und eigene Rohstoffe oder Felder hat Singapur nicht.

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