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Die Kolumne von Marion Lohoff-Börger | Die spendable Großtante der Masematte

Guten Tag,
kennen Sie die Wörter „jovel“, „schofel“, „Seegers“ und „Kaline“? Ja, das ist Masematte, werden Sie sagen und gehören somit, herzlichen Glückwunsch, zu den durchschnittlichen Menschen in Münster, die einen Mindestwortschatz von vier Wörtern Masematte haben. Vielleicht kommt noch „Leeze“ und „meimeln“ hinzu, dann sind es sechs. Aber wissen Sie auch, dass Masematte keine Geheimsprache, sondern eine Sondersprache ist, die ihren ursprünglichen Wortschatz mit dem Holocaust fast gänzlich verloren hat?
Genau deswegen sprechen wir heute bei der ursprünglichen Form vor 1945 von der Primär- und ab den Fünfzigerjahren von der Sekundärmasematte. Beim dem Begriff Pseudomasematte geht es um aktuelle Neuerfindungen von Masemattewörtern. Zu diesen Neologismen gibt es eine Menge kritisch anzumerken, aber heute soll es um eine hochinteressante, weil geschichtsdokumentierende Spendersprache der Masematte gehen, und zwar um das Jiddische.
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