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Die Kolumne von Michael Jung | Was wird aus dem Wirtschaftsstandort Münster?

Guten Tag,
es war ein Ereignis, das vor 20 Jahren für große Aufregung in Münster gesorgt hätte. Wenig demonstriert aber die aktuelle Stimmung besser, als dass das kürzlich gar nicht der Fall war. Die Sparda-Bank verließ ihr Domizil an der Joseph-König-Straße im Zentrum Nord, stattdessen zieht jetzt die Bezirksregierung ein. Die neue Nutzung von Büroflächen wurde als Randnotiz vermerkt, dabei hätte das Ganze auch als Symbol getaugt für die aktuelle Situation der Wirtschaft in Münster.
Die genossenschaftliche Bank, einst ein wichtiger lokaler Player in der Finanzwirtschaft, verlor ihre Selbstständigkeit durch Fusion mit dem Schwesterinstitut im Rheinland, nachdem der einstige Vorstandschef vor Gericht gestanden hatte, dass er Vergünstigungen sich selbst und den Mitgliedern seiner Aufsichtsorgane gewährt hatte. Damit gingen nicht nur Arbeitsplätze in Münster verloren und wanderten ins Rheinland ab, sondern Münster setzte auch ein Zeichen im Büroflächenmarkt: Die Wirtschaft geht, die Bürokratie kommt.
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