Klaus Brinkbäumers Kolumne | Sind die USA gefangen in ihrem Wahn?

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von Klaus Brinkbäumer

Guten Tag, liebe Leserin und lieber Leser,

Wahlen sollen demokratische Feiertage sein, voller Ernsthaftigkeit, da es um Gesellschaftsordnungen und Richtungsentscheidungen geht, aber doch stilvoll, würdevoll, festlich. Der 3. November, der amerikanische Wahltag, wurde noch nicht zu einem solchen Tag: Es war hitzig oder mehr als das, es war noch immer so, wie die vergangenen Monate in den USA gewesen waren, entgleist und destruktiv, da Präsident Donald Trump den Wahlsieg ja bereits für sich reklamierte, als noch gar nichts feststand, und schnell von Betrug und einer gestohlenen Wahl redete, ohne Beweise zu haben.

Die Feier der Demokratie kam dann gestern, am Samstag. Als nämlich das Ergebnis des Bundesstaats Pennsylvania feststand, war klar, dass Joe Biden über die Schwelle von 270 Wahlleuten hinweggekommen war, und als kurz darauf auch noch Nevada an Biden gefallen war, stand fest, dass Biden zweifelsfrei gesiegt hatte.

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