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- Kolumne von Ruprecht Polenz
Ruprecht Polenz schreibt | Vier Wochen in Quarantäne | Erste Familienkonferenz

Einen schönen Sonntag,
wünsche ich Ihnen.
Seit dem 9. März, also seit jetzt vier Wochen, sind meine Frau und ich in häuslicher Quarantäne. Das hat Gründe, denn ich gehöre gleich dreifach zu den Risikogruppen. Ich bin 73, habe ein vorgeschädigtes Herz und ein geschwächtes Immunsystem. Deshalb werde ich wohl so lange zuhause bleiben müssen, bis ein wirksames Medikament gegen das Coronavirus verfügbar ist oder man sich – wie gegen die Grippe – impfen lassen kann. Das Warten darauf fiele mir leichter, wenn ich mir nicht Sorgen machen müsste um die Jüngeren und um alle, die jetzt um Ihren Arbeitsplatz oder ihren Betrieb bangen. Hoffentlich schaffen es die Forscher, schnell Medikamente oder Impfstoffe zu entwickeln.
Von uns Älteren, vor allem von unserem Verhalten, wird es entscheidend abhängen, wann die übrige Gesellschaft schrittweise in die Normalität zurückkehren kann. Denn wenn wir uns anstecken, ist die Wahrscheinlichkeit eines schwereren Verlaufs der Krankheit deutlich höher als bei Jüngeren. Das bedeutet, dass vor allem Ältere im Krankenhaus behandelt werden müssen, wenn sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Weil unser Gesundheitssystem nicht überfordert werden darf, wenn jede und jeder Erkrankte optimal behandelt und versorgt werden soll, müssen wir Ältere es entlasten, indem wir uns möglichst nicht anstecken.
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