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Klaus Brinkbäumers Brief aus New York | Die gemeingefährliche Trump-Show

Liebe Leserin, lieber Leser,
der Präsident sagt von sich selbst, er sei ein „sehr stabiles Genie“ und er kenne „die besten, die allerbesten Wörter“. Die amerikanische Fernsehsendung „The Daily Show“ schrieb darum einen Wettbewerb aus, sie suchte das „beste beste Wort“ des Präsidenten. Es konkurrierten Begriffe wie „United Shaysh“ (vermutlich gemeint: die USA), „Bipartiss Solucius“ (überparteiliche Lösungen?) und „Merry Chrissus Erry“ (frohe Weihnachten allerseits?). Das war zwar verdammt lustig, aber kein Witz: Der 73-Jährige hat das alles tatsächlich exakt so gesagt (und hier können Sie’s sehen, und ich verspreche, es wird Ihren Tag nicht trüben). Es siegte übrigens „The Oranges“, da der Präsident gar keine Apfelsinen gemeint hatte; er hatte wohl „origins“, „Ursprünge“, sagen wollen.
Ich wollte diesen Text vergnüglich anfangen, es ist ja Ostersonntag, und die Zeiten sind hart genug. Jedoch: Heute müssen wir über Donald Trump reden.
Es geht nicht anders: Hier in den USA schafft es Trump seit nunmehr vier Jahren (ein Jahr Wahlkampf und drei Jahre im Amt), sich selbst ins Zentrum aller Debatten zu manövrieren; und nun steht er dort wieder, im Zentrum, weil dieses Land zwar auch darüber streitet, wieso es auf die Corona-Krise so schlecht vorbereitet war und dann so langsam reagierte. Aber ständig führen eigentlich alle Gespräche in den USA zu Trump.
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