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Schild mit der Aufschrift "Stop Castor" neben dem Zwischenlager in Ahaus.

Das strahlende Erbe von Ahaus

Nach Jahren rollen wieder Castor-Transporte durchs Münsterland. Ein Atommüll-Endlager ist weiter nicht in Sicht. Ist das Provisorium schon eine Dauerlösung?

von Jakob Milzner • Redaktion: Ralf Heimann • Fotos: Jakob Milzner

In einer Nacht Ende März spielen sich am Rande eines Ackers in Ahaus Szenen ab wie aus einer vergangenen Zeit. Als wären die verblichenen Fotos eines Heimatmuseums lebendig geworden, haben sich an der Zufahrt zum Atommüll-Zwischenlager Protestierende aufgestellt.

Ihre Trillerpfeifen gellen über die Straße, Anti-Atomkraft-Fahnen knattern im Wind und jemand schlägt eine Trommel, als sie langsam anrollt: Fernsehbilder des WDR zeigen eine lange Fahrzeugkolonne unter dem pulsierenden Licht von Warnleuchten. 2.400 Polizistinnen und Polizisten sind in dieser Nacht im Einsatz, nur für einen Container, den ein Sattelzug nun auf den Vorplatz des Zwischenlagers fährt.

Darin ein Castor aus dem Versuchskernkraftwerk Jülich. Ein gelbes Fass, 2,70 Meter lang, an die 27 Tonnen schwer – und mit bis zu 1.900 radioaktiven Brennelementen im Bauch.

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