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Feiern bis das Amt kommt
In der Altstadt ist nach zwei Jahren nachts wieder was los. Sind damit auch die alten Probleme zurück? Ein Abend in der Jüdefelderstraße.
Jüdefelderstraße. Ein Dienstagabend an einem der letzten milden Herbsttage. Im Minutentakt kommen junge Leute und stellen ihre Räder am Bürgersteig ab. Die beiden Nachtbürgermeister, Lisa Tubies und Manuel Marin, sind zum Barzillus gekommen. Die Kneipe füllt sich, auch wenn das Bier mittlerweile über fünf Euro kostet. Man kennt sich untereinander, Marin hat selbst jahrelang hier gekellnert. Die Chefin ist da, auch die Besitzerin der Roten Lola unten am Hafen, wo die Nachtbürgermeister immer wieder auflegen.

Ihr eigentlicher Arbeitsplatz ist aber im Rathaus und vor allem tagsüber, sagt Lisa Tubies, als wir sie anderntags am Nachmittag dort treffen. „Mach Münsters Nacht zu deinem Job“, stand in der städtischen Stellenausschreibung vom April. Tubies und Marin bewarben sich im Tandem und matchten sich mit zwölf anderen Bewerbern. Die Wahl fiel auf die beiden, jetzt teilen sie sich die Stelle als erste Nachtbürgermeister:innen von Münster. Anfang Oktober ging es los, vorerst ist die Stelle auf zwei Jahre befristet.
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