Die freie Kulturszene und das Geld | Verkehrskonzept der Wirtschaft | Lowinerei

Müns­ter, 15. Febru­ar 2022

Guten Tag,

wenn Sie schon ein­mal in Müns­ters Nor­den spa­zie­ren waren, dann ken­nen Sie viel­leicht die Sibe­li­us­stra­ße in Rum­phorst. Sie ist benannt nach dem fin­ni­schen Kom­po­nis­ten Jean Sibe­li­us, dem man sei­ner­zeit nach­sag­te, dass er sich lie­ber mit Geschäfts­leu­ten unter­hielt als mit ande­ren Kul­tur­schaf­fen­den. Dar­auf ange­spro­chen, soll Sibe­li­us den fol­gen­den Satz gesagt haben: „Über Musik kann man nur mit Bank­di­rek­to­ren reden. Künst­ler reden ja nur über Geld.“

Ob Finn­lands bekann­tes­ter Kom­po­nist die­sen Satz wirk­lich so gesagt hat, dar­über strei­ten sich die Zitatforscher:innen. Der wah­re Kern die­ser Anek­do­te lässt sich aber nicht von der Hand wei­sen; Sie alle ken­nen ja das Kli­schee von der brot­lo­sen Kunst. „Um Geld ein­zu­trei­ben, müs­sen wir andau­ernd etwas tun, was uns als Musiker:innen am ferns­ten liegt: Excel­ta­bel­len füh­ren, Bilan­zen zie­hen, Anträ­ge schrei­ben“, sagt Lisa Brö­ker. Sie lei­tet zusam­men mit ihrem Mann, dem Diri­gen­ten Joa­chim Har­der, die Müns­te­ra­ner Mikro­phil­har­mo­nie Ein­klang.

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