2022 ist nicht 2015 | Musik-Campus weiter auf der Kippe | Kulta App

Müns­ter, 22. März 2022

Guten Tag,

füh­len Sie sich im Moment auch oft an das Jahr 2015 erin­nert? Es war das Jahr, in dem sich 60 Mil­lio­nen Men­schen welt­weit auf die Flucht gemacht haben. Davon kamen allein 1,1 Mil­lio­nen Geflüch­te­te nach Deutsch­land. Nun scheint sich die Geschich­te zu wie­der­ho­len, so zumin­dest der Eindruck.

Und das ist nicht ganz unbe­grün­det. Das ver­deut­li­chen zwei Zah­len: 2015 hat Müns­ter knapp 3.000 Geflüch­te­te auf­ge­nom­men, 2022 sind nur einen Monat nach dem Beginn des rus­si­schen Angriffs auf die Ukrai­ne schon etwa 1.200 Men­schen in die Stadt geflüchtet.

Für die Städ­te ist das eine gro­ße Her­aus­for­de­rung. Immer­hin besteht kein Zwei­fel dar­an, dass sie die Ukrainer:innen auf­neh­men und ver­sor­gen müs­sen. Das ist auch die zen­tra­le Bot­schaft, die Mar­kus Lewe Anfang März in sei­ner Funk­ti­on als Städ­te­tags­prä­si­dent in einem Inter­view bei WDR 5 ver­mit­tel­te. Er sag­te: Die Kom­mu­nen stün­den auf Stand­by, sie müss­ten nur die Infra­struk­tur von 2015 hoch­fah­ren, um den Geflüch­te­ten zu hel­fen, all das sei kein Pro­blem. Damit woll­te Lewe anschei­nend etwas ande­res sagen: Wir haben die Situa­ti­on im Griff, es besteht kein Grund zur Sorge.

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