Blickpunkt Handel | Kommt die Pleitewelle? | Freiraum Secondhand

Müns­ter, 27. April 2021

Guten Tag,

am Mon­tag mel­de­te das Pres­se­amt, dass 30.000 Men­schen inzwi­schen ihre zwei­te Imp­fung erhal­ten haben und damit voll­stän­dig immun gegen die Covid-Erkran­kung sind. Je mehr es wer­den, des­to drän­gen­der wird die Fra­ge, ob zumin­dest die­se Men­schen nicht zu einem Leben ohne grö­ße­re Beschrän­kun­gen zurück­keh­ren kön­nen. Dazu gibt es nun wie­der ein­mal min­des­tens zwei Meinungen.

Wenn man mit Soli­da­ri­tät argu­men­tiert, könn­te man sagen, wie mein Kol­le­ge Andrej Rei­sin es bei Twit­ter tut: Es ist „ein Unter­schied, ob es gar kei­ne Par­ty gibt oder nur du nicht ein­ge­la­den bist.“ Jun­ge Men­schen schrän­ken sich seit Mona­ten enorm ein, um älte­re zu schüt­zen, für die die Krank­heit ein viel grö­ße­res Risi­ko dar­stellt. Und die Beloh­nung soll jetzt sein, dass sie wei­ter zu Hau­se sit­zen, wäh­rend die Geimpf­ten wie­der fei­ern? Das klingt ungerecht.

Recht­lich sieht das alles etwas anders aus. Es gibt schlicht kei­nen Grund mehr, die Grund­rech­te von geimpf­ten Men­schen ein­zu­schrän­ken – egal, wie unge­recht das erschei­nen mag. Eine Rege­lung ist aller­dings noch nicht gefun­den. Die Minis­ter­prä­si­den­ten, Minis­ter­prä­si­den­tin­nen und die Bun­des­kanz­le­rin konn­ten sich am Mon­tag wie­der mal nicht eini­gen (immer­hin eine Kon­stan­te in die­ser unste­ten Zeit).

Es geht dabei nicht nur um Gerech­tig­keit, son­dern auch um wirt­schaft­li­che Fra­gen. Wenn geimpf­te Men­schen wie­der in Restau­rants oder Knei­pen sit­zen dür­fen, wäre das für die Gas­tro­no­mie immer­hin etwas. Auch dem Han­del wür­de es hel­fen. Und damit wol­len wir uns in die­ser Woche etwas inten­si­ver beschäf­ti­gen. Keertha­na Kuperan, Eva Strehlke und ich haben dazu eini­ge Kauf- und Fach­leu­te befragt. Wir haben uns Zah­len ange­se­hen, und wir haben fest­ge­stellt, dass sich ein sehr dif­fe­ren­zier­tes Bild ergibt. Den einen Läden geht es schlecht wie noch nie, die ande­ren machen das Geschäft ihres Lebens.

Am Frei­tag­abend wer­den wir mit eini­gen der Men­schen, die hier im Text vor­kom­men, in unse­rer Ver­an­stal­tungs­rei­he „Wir müs­sen reden“ dar­über spre­chen – unter dem Link fin­den Sie die Ein­wahl­da­ten für Zoom und alle wei­te­re Infor­ma­tio­nen. Sie kön­nen dabei sein und sich betei­li­gen. Vor­ab aber stel­len wir hier die Fra­ge: Wie geht es dem Han­del denn eigentlich?

Rettungsnetz Stammkundschaft

Wir ste­hen an der Hörster­stra­ße vor dem Lotha­rin­ger Klos­ter und bie­gen ein in die Son­nen­stra­ße. Es ist Mitt­woch­nach­mit­tag, fast 15 Uhr. Ein Paket­bo­te hat sei­nen Wagen auf dem Bür­ger­steig geparkt. Er hebt ein rie­si­ges Paket aus dem Lade­raum. Es ist ein Bild, mit dem wir inzwi­schen ver­traut sind. Der Online-Han­del ist im ver­gan­ge­nen Jahr so schnell gewach­sen wie zuletzt vor zehn Jah­ren. Der Han­dels­ver­band hat das in sei­nem Stand­ort­mo­ni­tor mit vie­len Gra­fi­ken illus­triert. Die Ent­wick­lungs­kur­ve im Online­han­del sieht aus wie ein Berg, der immer stei­ler wird. Die des sta­tio­nä­ren Han­dels ähnelt einer Land­schaft in Ostfriesland.

Der Paket­bo­te steigt schließ­lich ein und fährt wei­ter. Wir schau­en auf zwei Schau­fens­ter in einer Flie­sen­fas­sa­de. Auf den Fens­ter­schei­ben steht: „Viel­fach­glück – Second­hand Damen­be­klei­dung und Hand­ge­mach­tes vom Regal in Müns­ter“. Frie­de­ri­ke Bowin­kel­mann und Judith Mil­le ver­kau­fen hier Second­hand­mo­de und Hand­ge­mach­tes für Frau­en. Die alte Nor­ma­li­tät haben sie mit ihrem Laden noch gar nicht erlebt. Sie haben ihn erst vor knapp einem Jahr eröff­net. Inzwi­schen ver­kau­fen sie nicht nur selbst Mode, sie stel­len den Ver­kaufs­raum auch ande­ren zur Ver­fü­gung. Wer etwas ver­kau­fen möch­te, kann sich ein Regal mieten.

Wenn man mit Frie­de­ri­ke Bowin­kel­mann und Judith Mil­le über das ver­gan­ge­ne Jahr spricht, dann sagen sie, ihre Ret­tung sei gewe­sen, dass sie ihr Kon­zept umge­stellt und ein Netz aus vie­len Men­schen auf­ge­spannt haben. Den zwei­ten, lan­gen Shut­down im Novem­ber und Dezem­ber hät­ten sie ohne ihre Stamm­kund­schaft und die Soli-Mie­ten der Regalmitverkäufer:innen nicht überlebt.

Es gibt zwar staat­li­che Pro­gram­me, aber die hal­fen den bei­den nicht. Eines ist die Über­brü­ckungs­hil­fe 3, eine Art Ret­tungs­netz für Fir­men. Anspruch auf die Hil­fe hat aller­dings nur, wer durch Coro­na viel Umsatz ver­lo­ren hat. Min­des­tens 30 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr. Im Fal­le von Viel­fach­glück fing es schon damit an, dass der Ver­gleichs­mo­nat im Vor­jahr der war, in dem sie eröff­net hat­ten. Das war schlecht. Denn zu Beginn hat­ten sie viel gewor­ben und guten Umsatz gemacht. So erzäh­len es die Gründerinnen. 

Es gab zwar Zusatz­re­ge­lun­gen für Star­tups, aber so schlecht, dass sie Anspruch auf die Hil­fen gehabt hät­ten, ging es ihnen nicht. Es war ein Start unter schwie­ri­gen Umstän­den, der dann doch irgend­wie geglückt ist. Es gehe ihnen gar nicht dar­um, das gro­ße Geld zu machen, sagen Frie­de­ri­ke Bowin­kel­mann und Judith Mil­le. Aber etwas Ent­täu­schung ist da schon. Es bleibt das Gefühl, mit der schwie­ri­gen Situa­ti­on allein zu sein. Und das inmit­ten von ande­ren Geschäf­ten, die so viel Geld ver­die­nen wie noch nie vorher. 

„Es klafft alles auseinander“ 

Chris­toph M. Schmidt, Prä­si­dent des Esse­ner Leib­niz-Insti­tuts für Wirt­schafts­for­schung, sprach am Mon­tag­abend bei einem Vor­trag des Deut­schen Jour­na­lis­ten­ver­bands von einer „unglaub­li­chen Dif­fe­ren­ziert­heit der Erfah­run­gen“. Er sag­te: „Das Schlim­me ist, dass es so unter­schied­li­che Schick­sa­le gibt.“ Und das gilt auch für den Handel.

„Es klafft alles sehr aus­ein­an­der“, sagt Oli­ver Brei­den, Lei­ter des Refe­rats Han­del, Dienst­leis­tun­gen und Logis­tik beim NRW-Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um. Unter dem Strich sei das ver­gan­ge­ne Jahr für den Han­del gar nicht so schlecht ver­lau­fen. Das zei­ge sich auch in den Steu­er­ein­nah­men. Die Men­schen kauf­ten, aber es ver­schob sich vie­les. Eini­ge Zwei­ge haben stark pro­fi­tiert, ande­re lit­ten unter der Kri­se. Das zeigt auch der Stand­ort­mo­ni­tor des Handelsverbands.

Der Lebens­mit­tel­ein­zel­han­del hat ein außer­ge­wöhn­lich gutes Geschäfts­jahr hin­ter sich. Noch etwas bes­ser lief es für die Bau­märk­te und Gar­ten­cen­ter. Ein sehr schlech­tes Jahr haben Ein­rich­tungs­häu­ser und der Elek­tro­fach­han­del erlebt. Für die Rei­se­bü­ros hät­te es nicht viel schlim­mer kom­men kön­nen. In ähn­li­chem Maße hat es den Mode­han­del getroffen.

Wenn weni­ger Hoch­zei­ten statt­fin­den, brau­chen die Men­schen kei­ne Hoch­zeits­klei­dung. Wenn weni­ger Mes­sen und Kon­gres­se statt­fin­den, brau­chen die Men­schen kei­ne neu­en Anzü­ge und Out­fits. Und wenn die Leu­te im Home­of­fice arbei­ten und nur noch zum Ein­kau­fen das Haus ver­las­sen, brau­chen sie viel­leicht nicht mal eine neue Hose.

Die Hilfe verpufft

Lars Wit­ten­brink, Mit­in­ha­ber der Mode­lä­den Grü­ne Wie­se und Afaun hat die Situa­ti­on in sei­ner Bran­che schon Ende Febru­ar in einem Blog­bei­trag erklärt. „Die Mode­lä­den sit­zen auf viel zu viel Win­ter­wa­re, die täg­lich an Wert ver­liert. Und sie brau­chen die Erlö­se aus dem Ver­kauf die­ser Ware, um die ein­tref­fen­den Früh­jahrs­kol­lek­tio­nen zu bezah­len“, schrieb er damals. Bestel­lun­gen gehen ein hal­bes Jahr vor­her raus, und dann müs­sen die Geschäf­te sie bezahlen.

Die Ver­käu­fe aus dem Click-&-Collect-Geschäft mit nega­ti­vem Schnell­test und die aus dem Online­han­del rei­chen nicht aus, um die­sen Umsatz zu errei­chen. Auch die staat­li­chen Hil­fen hel­fen kaum. Wit­ten­brink stand hier vor einem ähn­li­chen Pro­blem wie die Vielfachglück-Gründerinnen.

Anspruch auf die staat­li­che Über­brü­ckungs­hil­fe hät­ten die Mode­lä­den gehabt, wenn der Umsatz um mehr als 30 Pro­zent ein­ge­bro­chen wäre. Das Kri­te­ri­um erfüll­ten sie nicht, denn ihre Umsät­ze wur­den zusam­men­ge­rech­net und mit dem Wert aus dem Jahr 2019 ver­gli­chen. Da gab es den Afaun-Laden aber noch gar nicht.

Wit­ten­brink wun­dert die­se Pra­xis. Das Pro­blem betref­fe ja alle Fir­men, die die neue Läden eröff­net hät­ten. Die Pro­ble­me mit den För­der­be­din­gun­gen sei­en bekannt gewe­sen. Ver­bän­de hät­ten dar­auf hin­ge­wie­sen, auch die Grü­nen in den ent­spre­chen­den Aus­schüs­sen. Aber das ist nicht das ein­zi­ge Problem.

Der Gas­tro­no­mie erstat­te­te der Staat anfangs ent­gan­ge­ne Umsät­ze, dem Han­del nur die antei­li­gen Fix­kos­ten. Strom, Hei­zung, Mie­te. Für Janu­ar und Febru­ar „in etwa ein 20-stel von dem (…), was wir seit Mit­te Dezem­ber an Umsatz ver­lo­ren haben“, schreibt Wit­ten­brink. Das hel­fe „ehr­lich gesagt über­haupt nicht“.

In sei­nem Text rech­net Wit­ten­brink vor, dass auch die neue Rege­lung kei­ne gro­ße Hil­fe sei. Nach ihr dür­fen Mode­lä­den die Sai­son­wa­re als Fix­kos­ten anrech­nen. Für Ware mit einem Ein­kaufs­wert von 50.000 Euro bekä­me man nach die­ser Rech­nung am Ende 3.000 Euro vom Staat. Mehr Geld wäre nur mit dem Nach­weis drin, dass die Ware nicht spä­ter doch noch ver­kauft wird. Man müss­te sie spen­den oder ver­nich­ten. „Am Ende ist die Sai­son­wa­ren­hil­fe eine Abwrack­prä­mie für Mode“, schreibt Wittenbrink.

„Erwarten dann eine Entschädigung“

Und zum Ärger über die schwa­chen Hil­fen kommt auch noch der Unmut über die Ungleich­be­hand­lung und über den Ein­druck, der nach außen ent­steht. Die Bun­des­re­gie­rung erweckt „öffent­lich den Ein­druck, sie wür­de allen vom Lock­down betrof­fe­nen Unter­neh­men in gro­ßem Umfang Hil­fen zur Ver­fü­gung stel­len“, schreibt Wit­ten­brink. Er hat einen ande­ren Ein­druck. Danach nüt­zen die Hil­fen gro­ßen Kon­zer­nen eher als den klei­nen Fir­men. Sie nüt­zen der Gas­tro­no­mie mehr als den Mode­lä­den. Wenn man ihn heu­te fragt, zwei Mona­te, nach­dem er sei­nen Bei­trag ver­öf­fent­licht hat, sagt er: „Von uns aus kann die Poli­tik die Läden auch wie­der kom­plett schlie­ßen, wenn sie das für ziel­füh­rend hält, aber wir erwar­ten dann eine Ent­schä­di­gung.“ Auch für die Schlie­ßung von Dezem­ber bis März.

Oli­ver Brei­den vom NRW-Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um sagt, er kön­ne den Ärger über die Regeln im Han­del einer­seits gut nach­voll­zie­hen. In die­sen Tagen hat er oft Men­schen am Tele­fon, denen die Regeln nicht ein­leuch­ten. Zeit­wei­se durf­ten gro­ße Super­märk­te Baby­klei­dung ver­kau­fen, klei­ne Mode­lä­den aber nicht. Es hing von ihrem gesam­ten Sor­ti­ment ab. Die Fra­ge war: Wie groß ist der Anteil der Pro­duk­te, die zum täg­li­chen Bedarf zäh­len? Aus der Per­spek­ti­ve der klei­nen Geschäf­te, die schlie­ßen muss­ten, war das dop­pelt bit­ter. Für sie ist es ohne­hin schon schwer genug, sich gegen die gro­ßen Ket­ten durch­zu­set­zen. Und dann auch noch das.

Einer­seits.

Ande­rer­seits sagt Oli­ver Brei­den: „Man muss hin­ter die Kulis­sen der Ver­ord­nung schau­en.“ Es gibt zwar Regeln. Aber oft gibt es Ermes­sens­spiel­räu­me. Die eine Behör­de ent­schei­det anders als die ande­re. Und wenn sie nicht wei­ter weiß, fragt sie die nächst höhe­re Stel­le. Die Bezirks­re­gie­rung. Das NRW-Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um. Und manch­mal haben auch die Men­schen dort kei­ne Lösung, weil in kom­ple­xen Zusam­men­hän­gen nicht immer alle Regeln zuein­an­der pas­sen. Oder weil sie sich wie­der ändern.

Der Steu­er­be­ra­ter und Wirt­schafts­prü­fer Frank Günt­gen riet Modehändler:innen vor knapp zwei Wochen in einem Inter­view mit der Zeit­schrift Tex­til­wirt­schaft, die Dezem­ber­hil­fe zu bean­tra­gen, obwohl sie eigent­lich davon aus­ge­nom­men sind. War­um? Er sieht eine Ungleich­be­hand­lung. Und das ist vor Gericht ein gro­ßer Hebel. Vor eini­gen Wochen hat auch die Elek­tronik­han­dels­ket­te Media­markt damit han­tiert. Sie woll­te ihre Ware auch ohne Ter­min ver­kau­fen, wie die Bau­märk­te und der Buch­han­del es durf­ten. Das Gericht gab dem Unter­neh­men recht. Es lag eine Ungleich­be­hand­lung vor. Und das darf nicht sein. Bei Media­markt freu­te man sich und öff­ne­te die Märk­te für alle. Weni­ge Stun­den spä­ter erließ die Lan­des­re­gie­rung neue Regeln. Seit­her braucht man auch in Bau­märk­ten und im Buch­han­del einen Termin.

Ein Drittel weniger Insolvenzen

Es ist ein ewi­ges Hin und Her. Vor ein paar Wochen war da noch die Hoff­nung auf das Modell­pro­jekt. Nun gibt es die Bun­des­not­brem­se und eine um den Grenz­wert pen­deln­de Inzi­denz, die fast täg­lich neue Regeln aus­lö­sen kann. Es bleibt die Unsi­cher­heit, wie lan­ge das noch so wei­ter­geht, und die Fra­ge, was pas­siert, wenn der gan­ze Spuk irgend­wann vor­bei ist.

Dann könn­te etwas sicht­bar wer­den, was bis­lang noch vom Nebel ver­deckt wird, den die Pan­de­mie mit sich bringt. Anfang März mel­de­te das Sta­tis­ti­sche Lan­des­amt NRW für das ver­gan­ge­ne Jahr knapp ein Drit­tel weni­ger Insol­ven­zen als im Jahr 2019. Das klingt nach einer guten Nach­richt, auf den zwei­ten Blick ist es aber wohl eine schlech­te. Die guten Zah­len bedeu­ten: Der Staat hat mit sei­nen Hil­fen im ver­gan­ge­nen Jahr vie­le Unter­neh­men am Leben gehal­ten, die es eigent­lich längst nicht mehr geben wür­de. „Vie­les deu­tet dar­auf hin, dass wir eine Wel­le von Insol­ven­zen erle­ben wer­den“, sagt Jens von Len­ger­ke, Han­dels­ex­per­te der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer Nord West­fa­len. Einer die­ser Hin­wei­se sind neue Zah­len, die das Sta­tis­ti­sche Lan­des­amt vor knapp zwei Wochen ver­öf­fent­licht hat. Die Zahl der Insol­venz­an­trä­ge im Febru­ar war um ein Drit­tel höher als vor einem Jahr. Ist das schon die Wel­le? Und falls ja: Wie wird sie ver­lau­fen? Kommt sie mit einem Schlag? Zieht sie sich lang­sam hin?

Am Mon­tag­abend habe ich Chris­toph M. Schmidt gefragt, den Prä­si­den­ten des Esse­ner Leib­niz-Insti­tuts, womit wir nun rech­nen müs­sen. Sei­ne Ant­wort ist über­ra­schend klar. Er sagt, er wis­se es nicht. Das kön­ne zur­zeit nie­mand sagen. Was sich aber sagen lässt: Wie hef­tig die Wel­le aus­fal­len wird, hängt davon ab, wie lan­ge die Mise­re noch andauert.

Ein­fluss auf die Ent­wick­lung wird auch haben, was die Men­schen mit dem gan­zen Geld machen wer­den, das sie in den ver­gan­ge­nen Mona­ten nicht aus­ge­ge­ben haben. Vie­le Kon­ten sind voll, weil der Urlaub aus­ge­fal­len ist, die Men­schen nicht in Restau­rants gehen, sich kei­ne neue Klei­dung kau­fen, nichts unternehmen.

Das stimmt eini­ge Kauf­leu­te hoff­nungs­voll. Wolf­gang Nietan, Inha­ber einer Gale­rie und Vor­stands­mit­glied der Initia­ti­ve Star­ke Innen­stadt Müns­ter (ISI), sagt, er sei zuver­sicht­lich, dass die­ses Geld den Weg in den Han­del fin­den wird.

Aber noch ist es nicht so weit. Noch befin­den wir uns in der Pha­se davor. Und eini­ges von dem, was wir im Moment sehen, kann auch täu­schen. Lee­re Laden­lo­ka­le etwa. In ihnen könn­te man die Vor­bo­ten einer Kri­se sehen, die dem sta­tio­nä­ren Han­del bevor­steht. Karin Eksen vom Han­dels­ver­band hät­te eine ande­re mög­li­che Erklä­rung. „Es ist gera­de kei­ne gute Zeit, um Geschäf­te neu zu ver­mie­ten“, sagt sie. Vie­le Unter­neh­men sei­en im Moment zöger­lich. Sie war­te­ten erst ein­mal ab, um nicht mona­te­lang Mie­te zu zah­len, ohne Ein­nah­men zu haben. 

„Diese Achterbahn ist so zermürbend“

Es könn­te aber auch sein, dass sich nicht alles wie­der so ein­pen­delt, wie es vor­her war. Vor einer Woche hat die Bun­des­ver­ei­ni­gung City- und Stadt­mar­ke­ting sich über die Zukunft der Innen­städ­te unter­hal­ten. Jür­gen Block, der Geschäfts­füh­rer des Ver­bands, sag­te: „Es geht nicht dar­um, die Innen­stadt aus dem Jahr 2010 wie­der­her­zu­stel­len, es geht auch nicht dar­um, die City von 2020 zu ret­ten.“ Das Ziel sei, die Stadt von 2025 oder 2030 zu gestal­ten. Der Han­del habe dabei nicht mehr die domi­nie­ren­de Funk­ti­on, die er einst gehabt habe. Aber was wird am Ende blei­ben? Nur die gro­ßen Ket­ten, die in jeder Fuß­gän­ger­zo­ne zu fin­den sind? Oder auch die klei­nen unver­wech­sel­ba­ren Geschäf­te, die Innen­städ­te ein­zig­ar­tig machen? Die schwe­di­sche Han­dels­ket­te H&M hat eines ihrer bei­den Geschäf­te in der Lud­ge­ristra­ße auf­ge­ge­ben. Dort befin­det sich nun ein Test­zen­trum. Schräg gegen­über wird aus Geschäfts­flä­che Wohn­flä­che. Auch das ist eine Ent­wick­lung, die in vie­len Städ­ten zu beob­ach­ten ist. 

Wenn man ein paar Meter wei­ter von der Lud­ge­ristra­ße in die Wind­thorst­stra­ße abbiegt, über den Har­se­win­kel­platz geht und schräg in Rich­tung Bahn­hof läuft, kommt man zum Geschäft von Jür­gen und Ger­lin­de Sala­mon. Sie sind immer noch da. Mitt­ler­wei­le auch schon seit knapp 20 Jah­ren. Im Som­mer hat­ten wir sie schon ein­mal besucht, als wir über den Wan­del in der Innen­stadt berich­te­ten.

Die Sala­mons haben die Bebau­ung der Stu­ben­gas­se über­stan­den und auch vie­les ande­re in den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Aber so schwer wie der Brü­cken­lock­down habe sie lan­ge nichts mehr getrof­fen, sagt Jür­gen Sala­mon. „Die­se Ach­ter­bahn ist so zer­mür­bend“, sagt Ger­lin­de Sala­mon. Sie ver­kau­fen Bücher, und das könn­te man für alt­mo­disch hal­ten in einer Zeit, in der immer weni­ger gele­sen wird. Dazu ver­kau­fen sie die­se Bücher auch noch vor Ort, nicht im Inter­net. Und sie sind kein Welt­kon­zern, son­dern ein ganz klei­ner Fami­li­en­be­trieb. Eigent­lich kei­ne guten Vor­aus­set­zun­gen, um in einer Zeit zu bestehen, in der vie­le es so ein­fach haben wol­len wie möglich.

Doch in der Kri­se haben sich eini­ge Din­ge eben auch zum Guten gewen­det. Oder zum Gewohn­ten, Bekann­ten und Ver­trau­ten. Die Men­schen haben wie­der mehr gele­sen. Eini­ge haben sich auch Gedan­ken dar­über gemacht, wen sie mit ihrem Geld unter­stüt­zen möch­ten. Viel­leicht haben sie auch etwas ver­misst, das der Online­han­del nicht bie­tet. Das war­me Gefühl, sich mal wie­der­zu­se­hen, nicht nur ein Buch zu kau­fen, son­dern viel­leicht auch die Gedan­ken an ein net­tes Gespräch mit nach Hau­se zu neh­men. Nicht digi­ta­le Bewer­tun­gen zu lesen, son­dern selbst Fra­gen stel­len zu kön­nen, die dann auch beant­wor­tet wer­den. Jür­gen Sala­mon lie­fert sei­ne Ware nun schon seit Mona­ten selbst aus. Nicht mit dem Lie­fer­wa­gen, son­dern mit dem Fahr­rad. Wie viel Lie­be in die­sem Laden steckt, sieht man auch im Schau­fens­ter. Die Men­schen, die hier durch die Ein­gangs­tür gehen, suchen nicht nach dem güns­tigs­ten Preis oder nach der bequems­ten Lösung, sie las­sen sich auch von ihrem Gefühl leiten.

Und das hat die Sala­mons, so erzäh­len sie es selbst, bis­lang durch die Kri­se gebracht. Die Men­schen, die immer wie­der kom­men, die Stamm­kund­schaft, und all jene, die in die Stadt gefah­ren sind, weil sie sich gera­de nicht durch Inter­net­sei­ten kli­cken wol­len, weil sie auch etwas erle­ben wol­len, und sei es nur ein net­tes Gespräch. Sel­ten ist das so deut­lich gewor­den wie in die­ser Zeit, in der man sonst so gut wie gar nichts erlebt.


Korrekturen und Ergänzungen

+++ In unse­rem RUMS-Brief am Frei­tag hat­ten wir geschrie­ben, das Unter­neh­men Adven­turebox bie­te eine kos­ten­lo­se Stadt­ral­lye an. Das stimm­te lei­der nicht ganz. Die Stadt­ral­lye gibt es, aber sie kos­tet Geld. 14,99 Euro für die gesam­te Grup­pe. Alle Infor­ma­tio­nen zum Spiel fin­den Sie hier.

+++ Dann noch ein­mal zum Inzi­denz­wert vom Frei­tag. Kur­ze Rück­blen­de: Der Wert hat­te sich nach­träg­lich ver­än­dert, weil das Lan­des­amt für Gesund­heit Infek­tio­nen nach­ge­mel­det hat­te. Damit wäre Müns­ter über die Hun­der­ter-Mar­ke gerutscht, und die Bun­des­not­brem­se hät­te gegrif­fen. Das Land NRW hat­te die Ent­schei­dung trotz­dem auf Grund­la­ge der nicht kor­ri­gier­ten und damit fal­schen Zah­len des Robert-Koch-Insti­tuts (RKI) getrof­fen. Die Fra­ge war: War­um? Ant­wort: Weil das Infek­ti­ons­schutz­ge­setz vor­gibt, dass die Zah­len des RKI maß­geb­lich sind. Wir haben das NRW-Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um gefragt, ob man davon abwei­chen kann, wenn bekannt ist, dass die Zah­len nicht stim­men. Eine Spre­che­rin schreibt, für den Fall sei kei­ne Rege­lung vor­ge­se­hen. Eine Kom­mu­ne kön­ne sich aber ans Minis­te­ri­um wen­den. Dann kön­ne man im Ein­ver­neh­men stren­ge­re Regeln anordnen.

+++ In die­ser Rubrik kor­ri­gie­ren wir nicht nur Feh­ler, son­dern ergän­zen auch unse­re Tex­te, wenn wir Hin­wei­se bekom­men, oder wenn wir kri­ti­siert wer­den. Und ein Leser kri­ti­sier­te, dass wir im Zusam­men­hang mit den Inzi­denz-Grenz­wer­ten, die für Schu­len gel­ten (aktu­ell 165), von „Wür­feln“ spra­chen. Er schreibt, „die Zah­len sind das Ergeb­nis der Abwä­gung zwi­schen ver­schie­de­nen Inter­es­sen und natür­lich von poli­ti­schen Kom­pro­mis­sen, und sol­che Kom­pro­mis­se fal­len unter­schied­lich aus. Man kann die Zah­len zu hoch oder zu nied­rig fin­den. Dass 150 oder 200 ‚runde­re‘ Zah­len sind als 165, mag sein. Des­halb sind es aber nicht ‚bes­se­re‘ Zah­len“. Und er schreibt: „Von ‚Wür­feln‘ zu spre­chen, hal­te ich aber für unsach­lich, und es rückt die Not­wen­dig­keit und die Bedin­gun­gen demo­kra­ti­schen Ent­schei­dens ins Zwie­licht.“ Das stimmt einer­seits. Wir wol­len nicht unsach­lich sein. Aber wir schrei­ben Brie­fe, also per­sön­li­che Tex­te, kei­ne nüch­ter­nen Berich­te. Und dazu gehört, dass wir Din­ge hier und da kom­men­tie­ren oder über­zeich­nen. Der Leser ver­gleicht die Inzi­denz­wer­te mit einem Tem­po­li­mit auf Land­stra­ßen, das in Deutsch­land bei 100 Stun­den­ki­lo­me­tern liegt, in Bel­gi­en bei 90, in den Nie­der­lan­den bei 80. Es ist eine Fest­le­gung. Und das ist viel­leicht sogar ein guter Ver­gleich. Was wür­den Sie den­ken, wenn Sie über eine Land­stra­ße fah­ren, und auf dem Schild steht in einem roten Kreis eine 165, beim letz­ten Mal war es noch eine 100, und Sie mei­nen sich zu erin­nern: Vor gar nicht ganz so lan­ge Zeit stand auf die­sem Schild doch noch eine 50?


In aller Kürze

+++ Seit Frei­tag gilt die Coro­na-Bun­des­not­brem­se. In Müns­ter hat das neue Gesetz erst ein­mal dafür gesorgt, dass weni­ger stren­ge­re Regeln gel­ten als in der letz­ten Woche. Man kann wie­der ein­kau­fen gehen, ohne ein nega­ti­ves Schnell­test-Ergeb­nis zei­gen zu müs­sen, weil Müns­ter offi­zi­ell nicht über dem Grenz­wert von 100 Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000 Einwohner:innen liegt. Aus dem­sel­ben Grund dür­fen Stu­die­ren­de seit ges­tern auch wie­der ohne Schnell­test die Lese­sä­le in den Biblio­the­ken der Uni Müns­ter nut­zen. Sie müs­sen nur einen Platz reservieren.

Letz­te Woche war es genau anders­her­um. Da wur­de schon ein­mal eine Coro­na-Not­brem­se gezo­gen, aller­dings auf Grund­la­ge der Infek­ti­ons­zah­len, die das Lan­des­zen­trum für Gesund­heit erhebt. Nach die­ser Sta­tis­tik lag (und liegt) Müns­ter über dem Grenz­wert von 100, des­halb galt eine Test­pflicht. Die Test­zen­tren in der Stadt waren voll. Die Biblio­the­ken dage­gen ver­gleichs­wei­se leer, wie Eva Strehlke erfah­ren hat. Bis zum 18. April wur­den fast alle 267 aktu­ell nutz­ba­ren Arbeits­plät­ze in der Zen­tral­bi­blio­thek regel­mä­ßig reser­viert und immer­hin 77 Pro­zent auch tat­säch­lich genutzt. Mit Ein­tre­ten der Test­pflicht sack­te die Reser­vie­rungs­quo­te auf 77 Pro­zent ab, tat­säch­lich genutzt wur­den nur noch knapp die Hälf­te der ver­füg­ba­ren Plät­ze. Ob die Stu­die­ren­den Sor­ge hat­ten, sich anzu­ste­cken, oder ob die Test­pflicht sie abge­schreckt hat, lässt sich nicht beant­wor­ten. Eben­so wenig die Fra­ge, wie lan­ge die neu­en alten Regeln nun gel­ten werden.


Corona-Update

Der Köl­ner Stadt­an­zei­ger hat in die­ser Woche eine inter­es­san­te Über­sicht ver­öf­fent­licht: die aktu­el­len Inzi­denz­zah­len sor­tiert nach Stadt­tei­len. Und das ist ganz auf­schluss­reich, denn es zeigt sehr deut­lich, was wir eigent­lich schon wis­sen. Die Pan­de­mie ist auch ein sozia­les Pro­blem. In einem nicht ganz so exklu­si­ven Stadt­teil wie Chor­wei­ler liegt die Inzi­denz bei 520, im Vil­len­vier­tel Hahn­wald bei 0. Das kann zum einen dar­an lie­gen, dass die Men­schen in Chor­wei­ler auf enge­rem Raum zusam­men­le­ben. Dort ste­hen vie­le Hoch­häu­ser. Eine mög­li­che Ursa­che könn­te sein, dass Men­schen in Chor­wei­ler eher in Beru­fen arbei­ten, in denen sie mit vie­len Men­schen in Kon­takt kom­men. Es kann auch ande­re Grün­de haben. In dem Stadt­teil leben knapp 13.000 Men­schen. Es geht hier also um knapp 70 Infek­tio­nen in einer Woche, nicht um über 500. Die Zah­len kön­nen also auch trü­gen. Dage­gen spricht, dass sich in ande­ren Städ­ten ähn­li­che Bil­der erge­ben, zum Bei­spiel in Bre­men. Wir haben die Stadt Müns­ter gebe­ten, uns die nach Stadt­tei­len sor­tier­ten Inzi­denz­zah­len zu geben. Noch haben wir sie nicht, aber sobald sie ankom­men, ver­öf­fent­li­chen wir sie hier. Die aktu­el­le Inzi­denz für das gesam­te Stadt­ge­biet liegt am Diens­tag bei 101,8. Die Stadt mel­det einen wei­te­ren Todes­fall. Ein 66-jäh­ri­ger Mann ist in einem Kran­ken­haus in Müns­ter an Covid-19 gestor­ben. Im Ver­gleich zu ges­tern sind 28 Infek­tio­nen hin­zu­ge­kom­men. Aktu­ell gel­ten 622 Men­schen im Stadt­ge­biet als infi­ziert. Und noch ein Hin­weis für Kon­takt­per­so­nen von Schwan­ge­ren und Pfle­ge­be­dürf­ti­gen: Sie kön­nen sich ab sofort einen Ter­min geben las­sen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen dazu hier.


Unbezahlte Werbung

Niko­la, Nad­di und Bijan von Frei­raum Second­hand hel­fen Ihrem Klei­der­schrank beim Abneh­men. Die drei haben ein Unter­neh­men gegrün­det. Im Moment reno­vie­ren sie ein Laden­lo­kal am Rosen­platz. Dort kön­nen Sie dann spä­ter alles abge­ge­ben, was Sie aus­sor­tiert haben. Ums Sor­tie­ren müs­sen Sie sich nicht küm­mern. Was wei­ter­ver­kauft wer­den kann, bleibt im Laden (dafür gibt’s dann auch eine Betei­li­gung am Erlös), der Rest wird gespen­det oder wei­ter­ver­wen­det. Nor­ma­ler­wei­se emp­feh­len wir Ihnen hier Geschäf­te, die wir schon ken­nen. In die­sem Fall konn­ten wir uns bis­her nur im Popup-Store am Rog­gen­markt umse­hen. Das Kon­zept fan­den wir aber so schön, dass wir Sie auch auf die aktu­el­le Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne für das neue Laden­lo­kal hin­wei­sen möch­ten. Noch bis zum 12. Mai kann man das Kon­zept unter­stüt­zen. Als Dan­ke­schön gibt es, wenn alles klappt, alles Mög­li­che von Sauer­kraut über Eröff­nungs-Tickets bis hin zu einem exklu­si­ven und pri­va­ten Shop­ping-Event. Und dazu noch etwas Unge­wöhn­li­ches an die­ser Stel­le. Hier kön­nen Sie sich dann ein 20-minü­ti­ges Zeit­fens­ter am Don­ners­tag oder Frei­tag reser­vie­ren. Dann stel­len Luca, Fritz und Oskar von Bur­kers­ro­da vom Mode­la­bel Trib ihre Sieb­druck­ma­schi­ne im Laden­lo­kal am Rosen­platz auf und bedru­cken mit­ge­brach­te oder vor Ort erwor­be­ne Second Hand T-Shirts live mit Moti­ven des Künst­lers Horst Jan­zen. Das ist ihr Groß­va­ter. Anschau­en kön­nen Sie sich die Moti­ve bei Insta­gram.


Drinnen und Draußen

+++ Das Fes­ti­val Tanz NRW fin­det zum ers­ten Mal digi­tal statt. Und zwar vom 28. April bis zum 9. Mai auf der Platt­form Drin­ge­blie­ben. Sehen kön­nen Sie dann eine Aus­wahl aktu­el­ler Pro­duk­tio­nen unter­schied­li­cher Tanz-Kom­pa­nien der frei­en Sze­ne in Nord­rhein-West­fa­len. Einen Trai­ler zur Ver­an­stal­tung fin­den Sie hier. Für eini­ge Pro­gramm­punk­te, die nicht gestreamt wer­den, son­dern per Zoom statt­fin­den, müs­sen Sie sich per E-Mail anmel­den, wei­ter Infos dazu gibt’s hier.

+++ Zum Jura­stu­di­um gehö­ren Mas­sen­vor­le­sun­gen und Repe­ti­to­ri­en. In Phi­lo­so­phie­se­mi­na­ren wird lan­ge und aus­ufernd dis­ku­tiert. Aber war­um ist das so? War­um haben Fächer die­se Eigen­hei­ten? Mit die­ser Fra­ge, also den “Fach­kul­tu­ren” beschäf­tigt sich das Zen­trum für Wis­sen­schafts­theo­rie in einer neu­en, öffent­lich und digi­tal statt­fin­den­den Ring­vor­le­sung. Sie beginnt am Don­ners­tag um 18.15 Uhr mit einem Vor­trag zur Erzie­hungs­wis­sen­schaft und dann an den Don­ners­ta­gen dar­auf wei­ter zur jeweils glei­chen Zeit. Das genaue Pro­gramm fin­den Sie hier, anmel­den kön­nen Sie sich hier und bekom­men dann die Zoom-Zugangsdaten. 

Am Frei­tag schreibt Ihnen wie­der Con­stan­ze Busch. Haben Sie bis dahin eine gute Woche und blei­ben Sie gesund.

Herz­li­che Grü­ße
Ralf Hei­mann

Mit­ar­beit: Keertha­na Kuperan, Eva Strehlke


PS

Es ist schon ein paar Wochen alt, aber ich wür­de ger­ne trotz­dem noch ein­mal dar­auf hin­wei­sen. Die Nadann hat neu­lich eine gan­ze Aus­ga­be geflüch­te­ten Men­schen gewid­met. Fünf Jah­re sind vie­le von ihnen jetzt hier. Aber was ist aus ihnen gewor­den? In die­ser Nadann-Aus­ga­be fin­den Sie Ant­wor­ten. Vie­len Dank an Gise­la Dücker für den Hinweis.