Ab morgen wieder ein Feld zurück | Vereine in der Pandemie | Spelunke

Müns­ter, 20. Juli 2021

Guten Tag,

erin­nern Sie sich noch an die Mel­dung „Ab sofort Coro­na-Locke­run­gen in Müns­ter“? Ja? Dann ver­ges­sen Sie die am bes­ten gleich, denn ab mor­gen ändert sich das schon wie­der, jeden­falls ein biss­chen. Müns­ter hat acht Mal hin­ter­ein­an­der die kri­ti­sche Inzi­denz-Gren­ze von zehn über­trof­fen. Und die Zehn wird im Rück­spie­gel schon immer klei­ner. Mitt­ler­wei­le sind wir bei 14, mel­det das Lan­des­amt für Gesund­heit am Diens­tag­mor­gen. Das bedeu­tet: Wir müs­sen ein Feld zurück und eine Ereig­nis­kar­te zie­hen. Auf ihr steht: Stu­fe 1 der Coro­na-Ver­ord­nung. Das ist die zweit­nied­rigs­te von vier Stu­fen. Und was bedeu­tet das noch gleich?

Wenn Sie es ganz genau wis­sen möch­ten, schla­gen Sie am bes­ten die Details in der Über­sicht des NRW-Arbeits­mi­nis­te­ri­ums nach. Ansons­ten reicht es aus, wenn Sie sich ein paar Eck­punk­te merken. 

Wenn Sie sich in der Öffent­lich­keit mit Men­schen tref­fen, dann ist das wei­ter­hin mit belie­big vie­len Per­so­nen mög­lich. Aller­dings: Sie dür­fen aus maxi­mal fünf Haus­hal­ten kom­men. Das bedeu­tet: Sechs Per­so­nen aus sechs Haus­hal­ten dür­fen nicht zusam­men auf einer Pick­nick­de­cke sit­zen. 25 Per­so­nen aus fünf Haus­hal­ten schon. 

Sind die­se Men­schen aller­dings getes­tet, ist schon wie­der alles ganz anders. Dann dür­fen sich hun­dert Men­schen in der Öffent­lich­keit zum Pick­nick tref­fen – in einem Sta­di­on sogar wei­ter­hin 25.000 zum Fuß­ball­gu­cken. Aller­dings nur, wenn sie einen nega­ti­ven Test mit­brin­gen und im Sta­di­on Platz für dop­pelt so vie­le Men­schen wäre, also 50.000. Sie sehen schon, es bleibt kompliziert. 

Daher mer­ken Sie sich viel­leicht ein­fach: Wenn Sie auf dem Markt oder sonst­wo in irgend­ei­ner Schlan­ge ste­hen, tra­gen Sie am bes­ten eine Mas­ke. Damit kön­nen Sie nichts falsch machen. Wenn Sie in einem Club oder einer Dis­ko (offen blei­ben nur noch sol­che mit Außen­be­reich) gelang­weilt in der Ecke ste­hen, die Men­schen zäh­len und auf 251 kom­men, dann ist eine Per­son zu viel da. Und das wäre auch bei einer Hoch­zeit der Fall. Es sei denn, die Hoch­zeit fin­det drin­nen statt. Dann wären es 151 Per­so­nen zu viel. Drin­nen dür­fen näm­lich nur hun­dert Leu­te an Ver­an­stal­tun­gen teilnehmen. 

In den Schwimm­bä­dern gilt ab mor­gen: Wer kom­men möch­te, muss vor­her ein Zeit­fens­ter buchen. Und es dürf­ten auch nicht mehr so vie­le Men­schen hin­ein wie bisher. 

Die aktu­el­len Regeln für Müns­ter fin­den Sie hier. Sie gel­ten nun min­des­tens eine Woche lang, aller Wahr­schein­lich­keit nach aber län­ger, denn die nächs­te Stu­fe wäre erst erreicht, wenn die Inzi­denz sich sie­ben Tage lang bei einem Wert von über 35 bewegt. Dann müss­te man sich zum Bei­spiel für Par­tys gene­rell nach einem neu­en Ter­min umse­hen. Die sind näm­lich ab Coro­na-Stu­fe 2 nicht mehr zugelassen. 

Coro­na macht die Ver­ei­ne digital

Eini­ge wich­ti­ge Erkennt­nis­se der ver­gan­ge­nen Mona­te sind: Digi­ta­le Ver­an­stal­tun­gen kön­nen ziem­lich die Ner­ven stra­pa­zie­ren, wenn die Ver­bin­dung schlecht ist. Es ist am Bild­schirm sehr viel ein­fa­cher, sich gegen­sei­tig ins Wort zu fal­len. Und: Es ist an einem ganz nor­ma­len Wochen­tag ohne gro­ßen Auf­wand mög­lich, dut­zen­de Men­schen digi­tal zusammenzubringen. 

Mat­thi­as Frei­se, Poli­tik­wis­sen­schaft­ler an der Uni Müns­ter und Vor­sit­zen­der des För­der­ver­eins der Mat­hil­de-Anne­ke-Gesamt­schu­le, hat erlebt, dass an den Mit­glie­der­ver­samm­lun­gen sei­nes Ver­eins plötz­lich sehr viel mehr Men­schen teil­nah­men, als es mög­lich war sich digi­tal zuzu­schal­ten. „Eigent­lich funk­tio­niert so ein Ver­ein ja, indem man Mit­glied ist, der Ver­ein sam­melt Geld, und die Arbeit macht der Vor­stand“, sagt Frei­se. In der Coro­na-Zeit hat sich das ein biss­chen geän­dert. Die Mög­lich­keit, eine Ver­samm­lung am Bild­schirm zu ver­fol­gen, senkt die Schwel­le für Men­schen, die kei­ne Zeit oder kei­ne Lust haben, den Weg auf sich zu neh­men und einen gan­zen Abend für eine Sit­zung zu opfern. 

„Die Pan­de­mie hat in vie­len Ver­ei­nen einen rasan­ten Moder­ni­sie­rungs­schub aus­ge­löst“, so steht es im 21-sei­ti­gen Abschluss­be­richt einer Stu­die, die Frei­se zusam­men mit Stu­die­ren­den am Insti­tut für Poli­tik­wis­sen­schaft erstellt hat. Der Titel der Arbeit lau­tet: „Zwi­schen Coro­nastar­re und Digi­ta­li­sie­rungs­schub“. Und die Star­re ist die ande­re Sei­te, denn in eini­gen Ver­ei­nen ist das Ver­eins­le­ben in den ver­gan­ge­nen Mona­ten eher eingeschlafen. 

Unge­fähr 80 der 5.400 Ver­ei­ne, die in Müns­ter im Ver­eins­re­gis­ter ste­hen, haben Frei­se und sei­ne Stu­die­ren­den ange­schrie­ben, um zu erfah­ren, wie sie durch die Pan­de­mie gekom­men sind. 39 haben geant­wor­tet. Und schon das ist, so steht es im Bericht, ein Hin­weis dar­auf, dass das Ergeb­nis ver­zerrt sein könn­te. Es ist mög­lich, dass sich vor allem die Ver­ei­ne gemel­det haben, die gut durch die Coro­na-Zeit gekom­men sind, und die sich in der digi­ta­len Welt gut zurechtfinden. 

Einer davon ist der Espe­ran­to-Ver­ein Müns­ter, der sich – Sie ahnen es schon – mit der inter­na­tio­na­len Spra­che Espe­ran­to beschäf­tigt. Gui­do Bran­den­burg, eines der etwa 30 Mit­glie­der der Orts­grup­pe, erzähl­te am Diens­tag­mor­gen bei der Vor­stel­lung des Abschluss­be­richts via Video­kon­fe­renz, wie sein Ver­ein einen inter­na­tio­na­len Kon­gress, der in Frank­furt an der Oder und auf der ande­ren Sei­te des Flus­ses im pol­ni­schen Słu­bice statt­fin­den soll­te, ins Netz ver­leg­te. 330 Men­schen mel­de­ten sich an. Deut­lich mehr, als an der ursprüng­lich geplan­ten Ver­an­stal­tung teil­ge­nom­men hät­ten. „Das waren auch ande­re Men­schen, als die, mit denen wir ursprüng­lich gerech­net hat­ten“, sagt Bran­den­burg. Ein Refe­rent saß in Japan, ein ande­rer in Chi­na. So ergab sich im Grun­de das, wofür die Spra­che Espe­ran­to steht, die Ver­bin­dung zwi­schen Men­schen auf der gan­zen Welt. Und sich zu ver­net­zen, das ist auch ein Rat­schlag, den Frei­se und sei­ne Stu­die­ren­den Ver­ei­nen in Müns­ter geben wür­den. Denn das ist ein wei­te­res Ergeb­nis der Stu­die: Gut ver­netz­te Ver­ei­ne sind bes­ser durch die Kri­se gekommen. 

Frei­se und sei­ne Stu­die­ren­den haben sich für ihre Stu­die aus­schließ­lich Kul­tur- und Bil­dungs­ver­ei­ne ange­se­hen. Daher gilt das Ergeb­nis ver­mut­lich nicht für alle Ver­eins­ar­ten. Sport­ver­ei­ne hat­ten es in der Kri­se schwe­rer. Ihre Bilanz fällt mög­li­cher­wei­se schlech­ter aus. Auch finan­zi­ell, denn ein Teil ihrer Ein­nah­men hängt von Sport­ver­an­stal­tun­gen ab, die zu gro­ßen Tei­len aus­ge­fal­len sind. 

Nur zwei der 39 unter­such­ten Ver­ei­ne gerie­ten in grö­ße­re Schwie­rig­kei­ten. „Wir waren über­rascht, dass die Spen­den­bei­trä­ge und die Mit­glie­der­zah­len kon­stant geblie­ben sind“, sagt Mat­thi­as Frei­se. In ande­ren Tei­len Deutsch­lands sei das anders gewe­sen. Gene­rell lässt sich sagen, so steht es in der Stu­die: „Je pro­fes­sio­nel­ler auf­ge­stellt ein Ver­ein ist, des­to eher ist er von der Pan­de­mie betrof­fen. Es sei denn, es gelingt ihm, sein Ange­bot in den digi­ta­len Raum zu verlagern.“ 

Wie aber geht es nun nach der Kri­se wei­ter? Dazu zitiert die Stu­die ein Mit­glied eines Kar­ne­vals­ver­eins, der wie auch die übri­gen Ver­ei­ne in der Unter­su­chung anonym bleibt. Das Zitat lau­tet: „Ich bin mir ziem­lich sicher, dass zum Groß­teil wie­der zu den alten Gewohn­hei­ten zurück­ge­kehrt wird, aber die neu­en Mit­tel wer­den auch genutzt.“ Das deckt sich auch mit den Ein­drü­cken aus ande­ren Ver­ei­nen. Das Digi­ta­le ist nicht zu einem Ersatz gewor­den, aber zu einer zusätz­li­chen Möglichkeit.

In aller Kürze

+++ Das Ham­mer-Stra­ßen-Fest fällt in die­sem Jahr aus, mel­den die West­fä­li­schen Nach­rich­ten. Im nächs­ten Jahr soll es wie­der statt­fin­den. Das war auch im ver­gan­ge­nen Jahr schon der Plan. Drü­cken wir dem Ver­an­stal­tungs­team also die Dau­men, dass es dies­mal klappt. Das kann ja alles auch nicht ewig so weitergehen. 

+++ Und dann noch die­se schö­ne Mel­dung: „Neu­bau des Poli­zei­prä­si­di­ums wirft sei­ne Schat­ten vor­aus“, schreibt die Poli­zei in den Titel ihrer Pres­se­mit­tei­lung. Im Moment kann das Gebäu­de aller­dings noch kei­ne Schat­ten wer­fen, denn es steht noch gar nicht. Bis das der Fall ist, wird auch noch etwas Zeit ver­ge­hen. Min­des­tens vier Jah­re. Dann will die Poli­zei laut ihrer Mit­tei­lung in das neue Prä­si­di­um an der Lod­den­hei­de umzie­hen. Am Frie­sen­ring wird die Poli­zei danach nicht mehr zu fin­den sein, aber man sucht neu­en Stand­ort im Nord­wes­ten der Stadt. Am Alten Stein­weg in der Innen­stadt und in Hil­trup bleibt alles beim Alten. Die Wache an der Molt­ke­stra­ße kommt mit ins neue Präsidium. 

Korrekturen und Ergänzungen

Im RUMS-Brief am Frei­tag haben wir über den Musik-Cam­pus geschrie­ben, den der Ober­bür­ger­meis­ter und der Uni-Rek­tor ger­ne bau­en wür­den. Und was wir ganz sicher sagen kön­nen: Auf den „Hörs­ter Platz“, wie wie wir schrie­ben, wird so ein Gebäu­de auf kei­nen Fall ste­hen. Das wäre näm­lich direkt an der Gar­ten­stra­ße. Als Stand­ort für einen Musik-Cam­pus war der „Park­platz Hörs­ter Platz“ im Gespräch, der wie­der­um nicht zu ver­wech­seln ist mit dem Park am Hörs­ter Platz. Das ist der Hörs­ter Friedhof. 

Und noch zu einer Unge­nau­ig­keit: Wir hat­ten geschrie­ben, eine Grup­pe um den ehe­ma­li­gen Uni-Rek­tor Klaus Ander­brüg­ge, die frü­he­re SPD-Bür­ger­meis­te­rin Bea­te Vilhja­lms­son, den frü­he­ren Volks­hoch­schul­chef Hans Gum­mers­bach und den frü­he­ren Grü­nen-Frak­ti­ons­chef Hery Klas hät­ten zusam­men einen Appell ver­öf­fent­licht. Ganz kor­rekt muss es hei­ßen: Klaus Ander­brüg­ge und Bea­te Vilhja­lms­son haben dar­an mit­ge­wirkt, den Appell zu erstel­len. Hery Klas und Hans Gum­mers­bach haben ihn nur mitunterzeichnet. 

Und dann möch­te ich noch auf einen Text von Ste­phan Non­hoff hin­wei­sen, den er Anfang Juli geschrie­ben hat. Non­hoff ist Grü­ner, Bür­ger­meis­ter für den Stadt­be­zirk Mit­te und eben­falls Unter­zeich­ner des Appells. In sei­nem Bei­trag geht es unter ande­rem um die Fra­ge, wie es Städ­ten gelin­gen kann, ihre Stär­ken zur Gel­tung zu brin­gen. Dar­in zitiert Non­hoff aus einem Buch des Sozio­lo­gen Andre­as Reck­witz, der schreibt: „Die Kunst der urba­nen Poli­tik des Beson­de­ren besteht dar­in, die bestehen­den Beson­der­hei­ten zu erken­nen, sie ent­we­der zu kul­ti­vie­ren und fort­zu­ent­wi­ckeln oder – falls nötig – ihnen eine glaub­wür­di­ge Wen­dung zu geben, etwa in Form einer kul­tu­rel­len Umco­die­rung oder einer Hin­zu­fü­gung neu­er Ele­men­te (wie es etwa Glas­gow, Bar­ce­lo­na oder Mar­seil­le ver­sucht haben)“. Gelän­ge das mit einem Musik-Cam­pus? Ste­phan Non­hoff sagt: nein. 

Corona Update

Hugo van Aken ist etwas ande­rer Mei­nung als die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on der Bun­des­re­gie­rung. Daher hat der Ärzt­li­che Direk­tor der Uni­kli­nik Müns­ter sich nun dafür aus­ge­spro­chen, Jugend­li­che im Alter von 12 bis 17 Jah­ren gegen Coro­na imp­fen zu las­sen. Van Aken gab am Don­ners­tag ein State­ment ab, zusam­men mit Hans-Albert Geh­le, dem Chef der Ärz­te­kam­mer West­fa­len-Lip­pe. Wenn man die Jugend­li­chen nicht imp­fen las­se, wer­de Coro­na sich auch in die­ser Alters­grup­pe „unauf­halt­sam aus­brei­ten“, tei­len die bei­den mit. Geh­le betont, dass der Bio­n­tech-Impf­stoff für die­se Alters­grup­pe zuge­las­sen sei. Impf­stoff sei zudem genü­gend vor­han­den. Van Aken und Geh­le hof­fen nun, dass die Impf­kom­mis­si­on ihre Emp­feh­lung anpasst. Bis­lang emp­fiehlt sie die Imp­fung in die­ser Alters­grup­pe nur, wenn die Jugend­li­chen Vor­er­kran­kun­gen haben. 

Die Stadt Müns­ter mel­de­te am Mon­tag etwa 1.120 Imp­fun­gen allein auf den Floh­märk­ten am Wochen­en­de und in dem offe­nen Ange­bot des Impf­zen­trums in der ver­gan­ge­nen Woche. Min­des­tens zum ers­ten Mal geimpft sind in Müns­ter laut der Stadt 231.000 Men­schen. Mehr als 187.000 von ihnen haben auch schon ihre zwei­te Imp­fung erhal­ten. Und falls Sie selbst gera­de Inter­es­se bekom­men: Im Impf­zen­trum kön­nen Sie sich wei­ter­hin ohne Ter­min und ohne Anmel­dung imp­fen las­sen. Wo Sie den Impf­bus in die­ser Woche fin­den, steht hier.

Und noch schnell zur aktu­el­len Coro­na-Lage: Seit ges­tern sind nach den Zah­len der Stadt zwölf neue Coro­na-Infek­tio­nen gemel­det wor­den. Damit gel­ten im Moment 84 Men­schen in Müns­ter als infi­ziert, drei von ihnen lie­gen im Krankenhaus. 

Unbezahlte Werbung

Wis­sen Sie noch, wie es am Hafen aus­sah, bevor die Gas­tro­no­mie die Ecke ent­deck­te? Hier ist ein altes Foto. In eines der Gebäu­de links ist im Juni ein neu­es Restau­rant ein­ge­zo­gen, die Bar Spe­lun­ke, in der es unter ande­rem einen Holz­feu­er­grill gibt. Und wenn Sie einen Blick auf die Spei­se­kar­te wer­fen möch­ten, die fin­den Sie hier. Die bei­den Gas­tro­no­men, die die Spe­lun­ke (das ist jetzt nicht abwer­tend gemeint) zusam­men eröff­net haben, sind Rober­to Tur­ch­et­to, der unter ande­rem das Café Med betreibt, und Chris­ti­an Huys, der Inha­ber vom Hot Jazz Club. Wie der Gemü­se­tel­ler aus­sieht, das kön­nen Sie sich hier anse­hen.

Und weil wir es neu­lich schon ange­kün­digt hat­ten: Am Frei­tag hat an der Sophi­en­stra­ße 1, also an der Adres­se, wo bis vor Kur­zem noch die Flei­sche­rei Golly’s schle­si­sche Spe­zia­li­tä­ten ver­kauf­te, ein vege­ta­ri­sches Restau­rant eröff­net. Es heißt: Zur Alten Flei­sche­rei. Wir haben es uns schon ange­se­hen. Es ist sehr schön gewor­den. Und wenn Sie davor­ste­hen, gehen Sie ruhig mal rein und dann nach hin­ten durch. Es ist doch sehr viel grö­ßer, als man von außen denkt.

Drinnen und Draußen

+++ Das LWL-Muse­um für Kunst und Kul­tur ver­an­stal­tet mor­gen ab 18 Uhr einen digi­ta­len The­men­abend zur „Mode in der Kunst“. Dorit Köh­ler, Dozen­tin für Mode und Tex­til an der Päd­ago­gi­schen Hoch­schu­le in Frei­burg, erklärt dabei die Mode auf ver­schie­de­nen Wer­ken des Muse­ums. Die Kunst­ver­mitt­le­rin Inès von Patow mode­riert das Gespräch. Die Teil­nah­me ist kos­ten­los. Anmel­den müs­sen Sie sich nicht. Der Zoom-Zugang lau­tet: Mee­ting-ID: 677 2988 8247, Kenn­code: 57456093.

+++ Die Uni Müns­ter ist quer über die Stadt ver­teilt. Mit der kos­ten­lo­sen App „Action­bound” kön­nen Jugend­li­che im Alter von 10 bis 14 Jah­ren eine digi­ta­le Schnit­zel­jagd machen, dabei an 17 Stel­len Fra­gen beant­wor­ten und Auf­ga­ben lösen und sich so viel­leicht schon mal ein Bild davon machen, was die Uni so alles anbie­tet. Das Pro­jekt ist Teil des Feri­en­pro­gramms Q.UNI für Kin­der und Jugend­li­che, das die Uni Müns­ter zur­zeit wie in jedem Jahr anbie­tet. Des­halb ste­hen im Moment hin­ter dem Schloss die gan­zen Zel­te. Alles, was Sie sonst über die Schnit­zel­jagd wis­sen müs­sen, fin­den Sie hier.

Am Frei­tag kommt wie­der Post von uns. Haben Sie bis dahin eine gute Woche. 

Herz­li­che Grü­ße
Ralf Hei­mann

Mit­ar­beit: Paul Oppermann


PS

Ich mache gern Spa­zier­gän­ge durch die Stadt, und ich lau­fe oft durch den Schloss­gar­ten. Am Wochen­en­de habe ich dabei abends im Schloss­gra­ben ein geken­ter­tes, fern­ge­steu­er­tes Boot ent­deckt. Das dach­te ich jeden­falls. Oder ich hat­te kurz den Ein­druck. Danach bin ich wei­ter­ge­lau­fen, ohne ver­stan­den zu haben, was ich da gese­hen hat­te. Es war blau, blub­ber­te, und es beweg­te sich nicht. Ich wäre auch von selbst nicht drauf gekom­men. Aber jetzt habe ich eine Pres­se­mel­dung der Stadt gefun­den, die mir eine Ant­wort gibt. Und ehr­lich gesagt, dar­auf hät­te ich mit Nach­den­ken viel­leicht doch selbst kom­men kön­nen. Falls Sie in den nächs­ten Tagen am Aasee oder im Schloss­park ent­lang spa­zie­ren und sich fra­gen, was denn da so ver­däch­tig im Was­ser blub­bert, schau­en Sie zur Sicher­heit noch mal genau­er hin. Wenn es kein Mensch ist, dann ist es wahr­schein­lich ein Belüf­tungs­ge­rät. Und wenn Sie an der Mark­t­al­lee in Hil­trup an einem Brun­nen vor­bei­fah­ren und sich wun­dern, war­um es da nicht blub­bert: Der Brun­nen ist defekt.

PPS

Fahr­rad­dieb­stäh­le sind ärger­lich, aber das Gemeins­te dar­an ist nicht ein­mal, dass man sich ein neu­es Fahr­rad kau­fen muss, son­dern dass man danach mona­te­lang jede Ansamm­lung von Fahr­rä­dern in der Hoff­nung durch­kämmt, es könn­te da doch irgend­wo ste­hen. Mir sind schon min­des­tens ein hal­bes Dut­zend Räder in Müns­ter geklaut wor­den. Wie­der­ge­fun­den habe ich noch keins. Aber ges­tern habe ich die­ses Foto bei Twit­ter gese­hen. Und ich dach­te, ich zei­ge es Ihnen mal. Eine Frau schreibt, ihr Rad sei am Wochen­en­de vor ihrem Haus geklaut wor­den. Nur für den Fall, dass Sie in den nächs­ten Tagen an einem Fahr­rad­stän­der vor­bei­ge­hen. Falls Sie es fin­den, schrei­ben Sie uns.