Gasometer neu programmiert | Musik-Campus in der Warteschleife | Herr Többen

Müns­ter, 18. Janu­ar 2022

Guten Tag,

die Stadt­wer­ke haben einen Vor­schlag dazu gemacht, wie es am Gaso­me­ter wei­ter­ge­hen könn­te. Der Ver­ein Sozi­al­pa­last wür­de das Gelän­de ger­ne wei­ter­hin mie­ten, um dort einen Ort für Kunst, Kul­tur und Begeg­nun­gen zu eta­blie­ren. Dar­über hat­ten wir im RUMS-Brief berich­tet. Die Stadt­wer­ke bie­ten an: Miet­ver­trag bis Ende März, mit Aus­sicht auf Ver­län­ge­rung, so erklär­te es uns ges­tern ein Stadt­wer­ke-Spre­cher. Das ist nicht ganz das, was der Ver­ein und das Kol­lek­tiv „Gazo bleibt!“ sich vor­stel­len. Sie wür­den ger­ne län­ger blei­ben, min­des­tens für ein Jahr, um wäh­rend­des­sen ein Kon­zept für die Zeit danach vor­be­rei­ten zu kön­nen. Man wird sich noch eini­gen müs­sen. Unter­schrie­ben sei noch nichts, teil­te der Ver­ein ges­tern knapp mit.

Par­al­lel dazu hat die Stadt­ver­wal­tung ein Papier ver­öf­fent­licht, aus dem her­vor­geht, wie die Stadt­wer­ke sich die Zukunft des Ortes vor­stel­len. Sie wür­den das Gelän­de am liebs­ten ver­kau­fen, aber im Moment könn­te man mit dem Grund­stück so gut wie nichts anfan­gen. Der Gaso­me­ter und das Pum­pen­haus ste­hen unter Denk­mal­schutz. Und der Bebau­ungs­plan steht im Weg. Er müss­te geän­dert wer­den. Das soll in der Rats­sit­zung am 9. Febru­ar passieren.

Die Stadt sieht hier die Chan­ce – die For­mu­lie­rung ist sehr schön –, „das Gelän­de mit einer Mischung aus Büro, Kul­tur, Hotel und Gas­tro­no­mie neu zu pro­gram­mie­ren“. Aber es gibt auch schon Kri­tik an der Pro­gram­mier­spra­che. Edo Schmidt schreibt bei Twit­ter in einer Ant­wort auf einen Arti­kel der West­fä­li­schen Nach­rich­ten: „Ent­schul­di­gen Sie bit­te mei­ne har­ten Wor­te, aber mich nervt es echt, wenn jeder frei gewor­de­ne Raum in die­ser Stadt mit den wie­der­keh­ren­den ‚Ange­bo­ten‘ für das ewig glei­che, bür­ger­li­che Kli­en­tel ver­ein­heit­licht wird.“

Sie fin­den, sol­che Fens­ter nerven?

Wir auch. Aber einen ele­gan­te­ren Weg haben wir lei­der noch nicht gefun­den, um auch wei­ter­hin Arti­kel wie die­sen anbie­ten zu kön­nen – denn wir brau­chen dafür Ihre Unter­stüt­zung. Tes­ten Sie unser Ange­bot jetzt drei Mona­te lang für nur 5 Euro pro Monat!

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