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Müns­ter, 25. Janu­ar 2022

Guten Tag,

als die Stadt­ver­wal­tung im Novem­ber 2017 den gro­ßen Plan für Müns­ters Ver­kehrs­sys­tem vor­be­rei­te­te, den Mas­ter­plan Mobi­li­tät Müns­ter 2035+, schätz­te sie, das Gan­ze wer­de unge­fähr vier Jah­re dau­ern. Vier Jah­re und zwei Mona­te spä­ter ist nun immer­hin schon ein ers­ter Zwi­schen­be­richt erschie­nen. Dass es so lan­ge dau­er­te, lag zum einen dar­an, dass die Zusam­men­ar­beit mit dem beauf­trag­ten Büro nicht so funk­tio­nier­te, wie die Stadt sich das vor­stell­te. Man ver­gab den Auf­trag neu und ver­lor so ein Jahr. Aber es lag auch dar­an, dass die Auf­ga­be, um die es hier geht, sehr kom­plex ist.

Müns­ter ist aus sei­nem Ver­kehrs­sys­tem her­aus­ge­wach­sen. Die Infra­struk­tur reicht allen­falls aus für 260.000 Men­schen, so stand es im Jahr 2017 in dem Papier, mit dem die Stadt beschloss, einen Mas­ter­plan zu erstel­len. Im ver­gan­ge­nen Jahr leb­ten in Müns­ter über 316.000 Men­schen, in acht Jah­ren wer­den es nach Pro­gno­sen 335.000 Men­schen sein. Es muss also etwas pas­sie­ren, wenn der Ver­kehr in der Stadt nicht kol­la­bie­ren soll. Aber was?

Was genau die Stadt gegen den dro­hen­den Infarkt unter­neh­men kann, hängt davon ab, was sie eigent­lich will, also wel­che Zie­le sie errei­chen möch­te. Und das ist nicht so tri­vi­al, wie es viel­leicht klingt. Möch­te die Stadt etwa eine auto­freie Innen­stadt? Dann kann es sinn­voll sein, am Rand des Zen­trums Park-and-ride-Ange­bo­te ein­zu­rich­ten. Möch­te sie, dass die Men­schen aus dem Umland gar nicht erst mit dem Auto anrei­sen? Dann wären Park-and-ride-Ange­bo­te in gro­ßem Umfang eher weni­ger sinnvoll.

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