Tag der Lohnungleichheit | Ärger am Pulverschuppen | Der notorische Wohnungsmarkt

Müns­ter, 8. März 2022

Guten Tag,

heu­te weht in der Stadt neben der ukrai­ni­schen und der euro­päi­schen Flag­ge auch noch eine rot-wei­ße Fah­ne. Auf ihr steht: „Equal Pay Day“. Der Tag der Lohn­gleich­heit. Das war ges­tern. Heu­te ist Inter­na­tio­na­ler Frau­en­tag, und dass der eine Tag auf den ande­ren folgt, ist ein güns­ti­ger Zufall. Denn der Tag der Lohn­gleich­heit müss­te eigent­lich Tag der Lohn­un­gleich­heit hei­ßen. Er fällt auf den Tag im Jahr, bis zu dem Frau­en im Ver­gleich zu Män­nern für umme arbei­ten. Der Inter­na­tio­na­le Frau­en­tag erin­nert dar­an, dass sich das ändern soll­te. Aber tut es das?

Vor acht Jah­ren schrieb die Stadt in einer Pres­se­mel­dung zu die­sem Anlass, Frau­en bekä­men im Schnitt 22 Pro­zent weni­ger Gehalt. Im Jahr dar­auf war der Wert unver­än­dert. Ein Jahr spä­ter hat­te sich immer­hin ein biss­chen was bewegt. Doch die Dif­fe­renz blieb bei 21 Pro­zent. Dann erschie­nen fünf Jah­re lang kei­ne städ­ti­schen Mel­dun­gen zum Tag der Lohn­gleich­heit. Hat­te sich das The­ma erle­digt? Nein. Ges­tern kam wie­der was. Und gemes­sen an der Ent­wick­lung der ver­gan­ge­nen Jah­re ist die Lücke regel­recht in sich zusam­men­ge­fal­len. Aller­dings eben auch nur im Ver­gleich zur Ent­wick­lung der ver­gan­ge­nen Jah­re. Frau­en bekom­men im Schnitt immer noch 18 Pro­zent weni­ger Geld als Män­ner. Das ist wei­ter­hin eine Menge.

Sie fin­den, sol­che Fens­ter nerven?

Wir auch. Aber einen ele­gan­te­ren Weg haben wir lei­der noch nicht gefun­den, um auch wei­ter­hin Arti­kel wie die­sen anbie­ten zu kön­nen – denn wir brau­chen dafür Ihre Unter­stüt­zung. Tes­ten Sie unser Ange­bot jetzt drei Mona­te lang für nur 5 Euro pro Monat!

RUMS 3 Mona­te zum hal­ben Preis lesen Schon Mit­glied? Hier ein­log­gen