Vom Fleck kommen: 9-Euro-Ticket oder Tanken? | FMO-Studie: Was steht drin? | Schlussverkauf: Einzelhandel – Zum Wohlfüllen

Müns­ter, 7. Juni 2022

Guten Tag,

am ver­gan­ge­nen Mitt­woch hat die Bun­des­re­gie­rung ihr neu­es Kon­junk­tur­pro­gramm für die Auto­in­dus­trie gestar­tet. Das ist jeden­falls mei­ne Ver­mu­tung. Sie geht so: Das 9-Euro-Ticket soll den Men­schen nun drei Mona­te lang vor­füh­ren, dass es ohne Auto ein­fach nicht geht, wenn man ner­ven­ver­träg­lich rei­sen möchte. 

Gebrauch­te Autos zu kau­fen, lohnt sich ohne­hin gera­de nicht, weil die Prei­se in Rich­tung Mond unter­wegs sind. Aller­dings – und das könn­te gegen ein Auto spre­chen – ist Tan­ken nach dem Sekun­den­ra­batt der letz­ten Woche auch sehr schnell wie­der teu­rer gewor­den. Kurz vor dem Stich­tag kos­te­te der Liter Super 2,13 Euro, dann mach­te er (Über­ra­schung) noch schnell einen Sprung auf über 2,20 Euro, um dann am nächs­ten Tag auf 1,95 Euro her­ab­zu­rau­schen und lang­sam wie­der in Rich­tung 2 Euro zu stei­gen. Heu­te Mor­gen zahl­te man bei Aral, Esso, Shell oder West­fa­len in Müns­ter 2,05 Euro.

Der Staat soll von den hohen Sprit­prei­sen nicht pro­fi­tie­ren. So hat­te Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Lind­ner von der FDP den vor­über­ge­hen­den Weg­fall der Ener­gie­steu­er begrün­det. Staat kann man auch über­set­zen als: die All­ge­mein­heit, denn dort­hin fließt das Steu­er­geld ja auf irgend­ei­ne Wei­se zurück. Aber wer pro­fi­tiert dann, wenn nicht der Staat?

Gegen­fra­ge: Was glau­ben Sie, wie vie­len altru­is­ti­schen Ölkon­zer­nen die Erkennt­nis der letz­ten Wochen egal ist, dass man den Leu­ten an der Zapf­säu­le im Grun­de alles abneh­men kann, was sich mit drei Zif­fern abbil­den lässt. 

Bei der Zei­tung hat man frü­her gesagt (oder sagt es viel­leicht noch immer): „Der Leser hat kein Archiv.” Im Guten bedeu­tet das: Man muss auch die Vor­ge­schich­te erklä­ren, wenn man möch­te, dass etwas ver­stan­den wird. Aber man kann den Satz auch anders ver­ste­hen: An die Details erin­nert sich eh niemand. 

So kann es auch an der Tank­stel­le pas­sie­ren. Wenn der Liter­preis bald wie­der bei 2,20 Euro liegt, wird sich kaum jemand dar­an erin­nern, ob das an der hohen Ener­gie­steu­er liegt oder an den schö­nen Mar­gen der Ölindustrie. 

Schal­ten wir nun noch ein­mal schnell rüber zur Esso-Tank­stel­le an der Rast­stät­te Müns­ter­land Ost. Dort kos­te­te der Liter Super heu­te Mor­gen 2,30 Euro. (rhe)

Heute lesen Sie im RUMS-Brief:

  • Sekun­den­ra­batt an der Tank­stel­le: Wer pro­fi­tiert denn nun?
  • FMO-Stu­die: Was drin­steht und was kri­tisch ist
  • Kor­rek­tur: 40 mal 7 ist nicht 1.200
  • Unter­su­chungs­haft auf Mal­lor­ca: Acht müs­sen bleiben
  • Coro­na-Update: Inzi­denz bei 326
  • Ein-Satz-Zen­tra­le: Vol­le Bah­nen wegen 9-Euro-Ticket oder Pfingsten?
  • Unbe­zahl­te Wer­bung: Unver­packt-Laden macht Schlussverkauf
  • Drin­nen und Drau­ßen: Jun­ge Nacht am Domplatz

Kurz und Klein 

+++ Was ist eigent­lich aus den 13 Kegel­brü­dern gewor­den, die ihren Urlaub ver­län­gern muss­ten, weil sie unter Ver­dacht stan­den, für den Brand in einer Bar ver­ant­wort­lich zu sein? Einer von ihnen ist nach Berich­ten meh­re­rer Medi­en wie­der frei, weil er offen­bar nach­wei­sen konn­te, dass er dusch­te, als alles pas­sier­te. Vier haben 12.000 Euro Kau­ti­on gezahlt, war­ten aber noch in einer Zel­le, weil das Geld laut den Behör­den noch nicht ein­ge­gan­gen sei, so hieß es jeden­falls. Acht müs­sen wohl noch län­ger blei­ben, im schlimms­ten Fall für zehn Jah­re, schreibt die Bild-Zei­tung. Das Unter­su­chungs­ge­richt will danach 500.000 Euro sehen. Dann könn­te es auch bei ihnen etwas schnel­ler gehen, so steht es da. Und das mag alles sei­ne Rich­tig­keit haben, aber ehr­lich gesagt: Ein biss­chen komisch klingt es schon. (rhe)

+++ Seit April müs­sen Fir­men, die in Müns­ter E-Scoo­ter ver­lei­hen, 50 Euro pro Rol­ler und Jahr an die Stadt zah­len. Von der Gebühr hat­te sich die Stadt eigent­lich erhofft, die E-Rol­ler-Flot­te zu redu­zie­ren, doch offen­bar ist das Geschäft mit den Scoo­tern immer noch so lukra­tiv, dass letz­te Woche ein fünf­ter Anbie­ter nach Müns­ter gekom­men ist: Mit den lachs­far­be­nen Rol­lern von Voi fah­ren jetzt 6.000 sol­cher Gefähr­te in Müns­ter her­um, was dem städ­ti­schen Haus­halt 300.000 Euro an zusätz­li­chen Ein­nah­men beschert. Wobei „fah­ren“ hier aber das fal­sche Wort ist, denn eigent­lich ver­schär­fen die neu­en Scoo­ter nur ein Dau­er­pro­blem: Sie ver­stop­fen Geh­we­ge wei­ter, denn die meis­te Zeit lie­gen die E-Rol­ler eh auf dem Boden rum. Dar­auf habe die Stadt schon mit Maß­nah­men reagiert, schreibt uns das Pres­se­amt. Das Ord­nungs­amt kon­trol­lie­re, ob die Rol­ler rich­tig geparkt sei­en, und lie­ße sie schlimms­ten­falls auch abschlep­pen. Und außer­dem habe die Stadt die bis­he­ri­gen frei­wil­li­gen Selbst­ver­pflich­tun­gen für die Fir­men in ver­bind­li­che Auf­la­gen umge­wan­delt. Mit die­sen Regeln müss­ten die Rol­ler­fir­men ihr Beschwer­de­ma­nage­ment ver­bes­sern und zum Bei­spiel ihre Ser­vice­hot­line auf den Scoo­tern deut­li­cher kenn­zeich­nen. Das ist schon seit Mit­te März so. (sfo)

+++ Die Som­mer­hit­ze lässt in Müns­ter zwar noch etwas auf sich war­ten, aber immer­hin sind die Brun­nen in der Stadt schon aus­ge­trock­net. Die Stadt möch­te die Brun­nen und Was­ser­spie­le des­halb etap­pen­wei­se sanie­ren: Im ers­ten Schritt gibt sie vier Jah­re lang 100.000 Euro aus, damit die Brun­nen über­haupt wie­der funk­tio­nie­ren, und danach will sie 1,8 Mil­lio­nen Euro in die Hand neh­men, um die Brun­nen von Grund auf zu sanie­ren. So lau­te­te zumin­dest der Plan, über den heu­te der Umwelt­aus­schuss abstim­men soll­te. Dar­aus wird aber vor­erst nichts. Die Ent­schei­dung wan­dert in den Rat, weil die Koali­ti­on erst noch die Bezirks­ver­samm­lung Müns­ter-West über das Brun­nen­kon­zept abstim­men las­sen will. (sfo)

+++ Durch die Pan­de­mie war­ten in den Nie­der­lan­den schät­zungs­wei­se 100.000 bis 120.000 Patient:innen seit Mona­ten auf ihre Behand­lung im Kran­ken­haus. Alex Fried­rich, Ärzt­li­cher Direk­tor der Uni­kli­nik Müns­ter, hat sich in den nie­der­län­di­schen Medi­en des­halb dafür aus­ge­spro­chen, dass mehr Patient:innen in Nord­rhein-West­fa­len behan­delt wer­den. Die Lan­des­re­gie­rung und Den Haag soll­ten nun einen Ver­trag aus­han­deln, der die zusätz­li­chen Behand­lun­gen in NRW regelt. (sfo)

Zahlen, bitte. 

Viel­leicht trügt der Ein­druck, dass es in Müns­ter allen sehr gut geht, ja doch. Das ver­füg­ba­re Durch­schnitts­ein­kom­men der Men­schen in der Stadt hebt sich jeden­falls nicht sehr von dem der Bundesbürger:innen ab. Wenn dann noch die im Ver­gleich zu vie­len ande­ren Städ­ten hohen Lebens­hal­tungs­kos­ten – vor allem wegen der Mie­ten – in Betracht gezo­gen wer­den, ist das aus Müns­­ter-Sicht posi­ti­ve Vor­ur­teil wohl genau das: ein Vor­ur­teil. Quel­len: Wirt­schafts­för­de­rung Müns­ter, Wir­t­­schafts- und Sozi­al­wis­sen­schaft­li­ches Insti­tut der Hans-Böck­­ler-Sti­f­­tung (Stand jeweils 2019)

Die FMO-Studie

Wir hat­ten es im RUMS-Brief am Frei­tag schon gemel­det: Die von der Stadt Müns­ter in Auf­trag gege­be­ne Stu­die zur Zukunft des Flug­ha­fens Münster/Osnabrück, kurz FMO, kommt zu dem Ergeb­nis, den Flug­ha­fen zu schlie­ßen, wäre ein­ma­lig sehr teu­er, mit Blick auf die Finan­zen der Stadt ver­mut­lich zu teu­er. Aber was genau steht in der Stu­die? Wir haben sie gele­sen, damit Sie es nicht machen müs­sen. Hier eine Zusammenfassung. 

Die aktuelle Situation

Hät­ten die Stu­di­en aus den 90er-Jah­ren recht behal­ten, wäre der FMO heu­te um ein Viel­fa­ches grö­ßer. Dann wären schon im Jahr 2010 pro Jahr 3,2 Mil­lio­nen Men­schen im Jahr von Gre­ven aus geflo­gen oder dort gelandet.

Tat­säch­lich waren es vor drei Jah­ren eine knap­pe Mil­li­on. Vier von fünf Men­schen, die vom FMO aus flie­gen, lan­den im Mit­tel­meer­raum, auf den Kana­ren, am Roten Meer (Spa­ni­en, Tür­kei, Grie­chen­land, Ägyp­ten) oder inner­halb Deutsch­lands (Frank­furt, München). 

Zur Ent­wick­lung im Ver­gleich: Zwi­schen 2011 und 2019 sank die Zahl der Men­schen, die von Gre­ven aus flie­gen oder dort lan­den, um ein Vier­tel. Auf den Flug­hä­fen in Nord­rhein-West­fa­len wuchs die Zahl im glei­chen Zeit­raum um etwa ein Fünf­tel. Die Ent­wick­lung ver­lief gegen den Trend. 

Die Stu­die skiz­ziert zwei Sze­na­ri­en: Zum einen die Her­ab­stu­fung auf einen Ver­kehrs­lan­de­platz, auf dem kein Lini­en- oder Char­ter­ver­kehr mehr statt­fin­det. Zum ande­ren den wirt­schaft­li­chen Umbau, um den Flug­ha­fen im bes­ten Fall pro­fi­ta­bel zu machen. 

Szenario I: Herabstufung

Ein Drit­tel aller Flü­ge am Flug­ha­fen Münster/Osnabrück sind kom­mer­zi­el­le Char­ter- oder Lini­en­flü­ge. Sie wür­den ent­fal­len, wenn der Flug­ha­fen nur noch ein Ver­kehrs­lan­de­platz wäre. 

Die Stu­die hat sich auf Grund­la­ge der Zah­len von vor drei Jah­ren mit der Fra­ge beschäf­tigt: Was wäre gewe­sen, wenn der Flug­ha­fen in Gre­ven nicht zur Ver­fü­gung gestan­den hätte?

Dann hät­ten sich 40 Pro­zent aller Flü­ge nach Düs­sel­dorf ver­la­gert, unge­fähr zehn Pro­zent nach Han­no­ver, Dort­mund, Paderborn/Lippstadt und Köln/Bonn. Von den Men­schen, die vom FMO nach Frank­furt oder Mün­chen flie­gen (die meis­ten zum Umstei­gen), hät­ten 56 Pro­zent Direkt­flü­ge von ande­ren Flug­hä­fen genom­men. Die übri­gen wären woan­ders umge­stie­gen, vie­le im Ausland. 

Stün­de der Flug­ha­fen in Gre­ven nicht zur Ver­fü­gung, wür­de das laut den Berech­nun­gen bedeu­ten: 600.000 Stun­den zusätz­li­che Rei­se­zeit auf Stra­ßen und Schie­nen. Die Rei­se­zeit im Flug­ver­kehr wür­de sich um 300.000 Stun­den ver­rin­gern. Das heißt: Unter dem Strich 300.000 Stun­den mehr Rei­se­zeit, ein Fünf­tel davon für Geschäftsreisen. 

Das ist in der Stu­die in Geld umge­rech­net wor­den. Eine ein­stün­di­ge Geschäfts­rei­se kos­tet den Annah­men nach knapp 20 Euro, ande­re Rei­sen im Schnitt 7,20 Euro. Macht 3,6 Mil­lio­nen Euro volks­wirt­schaft­li­che Gesamt­kos­ten einer Schlie­ßung auf Basis die­ser Rechnung. 

Dem stellt das Gut­ach­ten die Kos­ten für den CO2-Aus­stoß gegen­über. Wenn im Luft­ver­kehr 56 Mil­lio­nen Per­so­nen­ki­lo­me­ter weg­fal­len, kom­men im Stra­ßen­ver­kehr 49 Mil­lio­nen hin­zu, zum Bei­spiel wegen län­ge­rer Anreisewege. 

Unter dem Strich wür­de das bedeu­ten: Wäre der FMO nur noch ein ganz nor­ma­ler Ver­kehrs­lan­de­platz, wür­den im Jahr 2.600 Ton­nen CO2 ein­ge­spart. Wie viel das umge­rech­net in Geld ist, hängt von den Annah­men dazu ab, wie viel Wohl­stand zukünf­ti­gen Genera­tio­nen durch den CO2-Aus­stoß entgeht. 

Hier ori­en­tiert die Stu­die sich am Umwelt­bun­des­amt und berech­net zwei Vari­an­ten. In einer spart die Her­ab­stu­fung des Flug­ha­fens 500.000 Euro, in der ande­ren 1,8 Mil­lio­nen Euro. Das Ergeb­nis: Die volks­wirt­schaft­li­chen Kos­ten im Fal­le die­ses Sze­na­ri­os sind höher als der Nutzen. 

Szenario II: Transformation 

Eine zwei­te Mög­lich­keit ist, den Flug­ha­fen Münster/Osnabrück wirt­schaft­lich neu aus­zu­rich­ten. Was wür­de das bedeu­ten? Hier eini­ge Eckpunkte. 

  • Der Flug­ha­fen erhöht die Prei­se für Starts und Lan­dun­gen sowie die Passagierentgelte. 
  • Der Flug­ha­fen redu­ziert das Per­so­nal frü­her als eigent­lich geplant (2030).
  • Der Flug­ha­fen schließt in den Win­ter­mo­na­ten nachts. In die­ser Zeit wären kei­ne Starts und Lan­dun­gen mehr möglich.
  • Der Flug­ha­fen ver­mie­tet das Ter­mi­nal 1 an Fir­men, die dort unter ande­rem ihre Büros einrichten. 

Allein die Redu­zie­rung des Per­so­nals könn­te die Kos­ten laut der Stu­die um 2,7 Mil­lio­nen Euro reduzieren. 

Ver­zich­tet der Flug­ha­fen auf all das, geht das Autoren­team für das Jahr 2024 von einem Fehl­be­trag (nach Steu­ern) in Höhe von 11,5 Mil­lio­nen Euro aus. Im Fal­le der Neu­auf­stel­lung ergä­be sich im Jahr 2024 ein Fehl­be­trag von 8 Mil­lio­nen Euro.

Läuft alles wie bis­her wei­ter, sieht die Stu­die im Jahr 2026 ein Minus von 6,2 Mil­lio­nen Euro (nach Steu­ern). Dreht man an den oben beschrie­be­nen Schräub­chen, redu­ziert sich das Minus der Pro­gno­se auf 2 Mil­lio­nen Euro. 

Die Annah­me dabei ist, dass in zwei Jah­ren 700.000 Men­schen den FMO nut­zen wer­den, dop­pelt so vie­le wie im ver­gan­ge­nen Jahr, aber ein knap­pes Drit­tel (28 Pro­zent) weni­ger als vor drei Jah­ren. Die soge­nann­ten Dreh­kreuz­ver­bin­dun­gen nach Frank­furt oder Mün­chen blei­ben in die­sem ange­nom­me­nen Fall bestehen, aber es kämen kei­ne wei­te­ren hinzu. 

Im Jahr 2026 erreicht der Flug­ha­fen in die­sem Sze­na­rio wie­der die Pas­sa­gier­zah­len der Zeit vor Coro­na, also eine knap­pe Million.

Inner­halb von Deutsch­land wer­den laut der Stu­die weni­ger Flug­zeu­ge abhe­ben, weil geschäft­li­che Tref­fen jetzt via Video­kon­fe­renz statt­fin­den. Aber die wie­der stei­gen­de Zahl inter­na­tio­na­ler Flü­ge kom­pen­siert das ein biss­chen. Die Zahl der Urlaubs­flü­ge wächst laut der Pro­gno­se verhalten. 

Wenn sich die Flug­hä­fen bald selbst tra­gen müs­sen, könn­te der FMO laut der Stu­die davon pro­fi­tie­ren. Für Flug­hä­fen wie den in Dort­mund könn­ten die neu­en Regeln dage­gen zum Pro­blem wer­den. Bis­lang stützt man den Flug­ha­fen dort stark. Wäre das nicht mehr mög­lich, müss­ten die Flug­ge­sell­schaf­ten mehr zah­len. Der Stand­ort wür­de unat­trak­ti­ver. Für den Flug­ha­fen Paderborn/Lippstadt könn­te es laut der Stu­die dau­er­haft schwer wer­den. Es könn­te sein, so die Annah­me, dass des­sen aktu­el­le Erho­lung nicht von Dau­er sei. Den FMO könn­te bei­des stärken. 

Ein­spar­po­ten­zi­al fin­det sich laut der Stu­die zum Bei­spiel bei der Flug­ha­fen­feu­er­wehr. Um hier Geld zu spa­ren, müss­te man ihr den Sta­tus einer Werks­feu­er­wehr neh­men. Das wür­de die Kos­ten pro Jahr um 2,4 Mil­lio­nen Euro verringern. 

Kooperation von Flughäfen

Flug­hä­fen ste­hen in Kon­kur­renz zuein­an­der. Aber sie kön­nen zum Bei­spiel Mate­ri­al und Dienst­leis­tun­gen ein­kau­fen, gemein­sam aus­bil­den, for­schen und in der Flug­si­che­rung zusam­men­ar­bei­ten. Nen­nens­wert viel Geld spa­ren lie­ße sich dadurch laut Stu­die aber nicht. 

Bedeutung für Bund und Land

Von bun­des­wei­ter Bedeu­tung ist der Flug­ha­fen in Gre­ven laut der Stu­die nicht. Die vom Bund im Luft­ver­kehrs­kon­zept fest­ge­leg­ten Kri­te­ri­en dafür erfüllt er nicht. 

Auch in Nord­rhein-West­fa­len hat der FMO laut der Stu­die kei­ne her­aus­ge­ho­be­ne Posi­ti­on. Dafür spricht zum Bei­spiel, dass nur ein Vier­tel der Men­schen im Ein­zugs­be­reich des Flug­ha­fens, die einen Flug buchen, in Gre­ven ins Flug­zeug steigt. 

Wenn der Flug­ha­fen Münster/Osnabrück über­re­gio­nal doch eine gro­ße Bedeu­tung hat bezie­hungs­wei­se haben soll, dann müss­ten Bund und Land das laut der Stu­die deut­lich machen. 

Der Bund müss­te dem Flug­ha­fen beschei­ni­gen, dass er mili­tä­risch wich­tig ist. Oder der FMO müss­te Teil einer Kri­sen­in­fra­struk­tur wer­den. Das wür­de ihm eine beson­de­re Bedeu­tung in huma­ni­tä­ren Not­la­gen (Hil­fe für Geflüch­te­te) oder in der Gesund­heits­vor­sor­ge (Pan­de­mie) geben. Dar­über müss­ten Bund und Land entscheiden. 

Bedeutung für die regionale Wirtschaft

Wür­de man den Flug­ha­fen zu einem Ver­kehrs­lan­de­platz her­ab­stu­fen, wäre das für den FMO-Kon­zern ver­mut­lich das Ende. Für die Kom­mu­nen und Kam­mern, denen der Flug­ha­fen gehört, wäre das teu­er. Laut Gut­ach­ten wür­de es ein­ma­lig 95 Mil­lio­nen Euro kos­ten. Müns­ter müss­te davon ein Drit­tel tra­gen (35 Pro­zent, also 33,3 Mil­lio­nen Euro).

Für die regio­na­le Wirt­schaft hät­te die Her­ab­stu­fung des Flug­ha­fens laut der Stu­die Nach­tei­le. Wenn Fir­men beschlos­sen hät­ten, sich in der Regi­on anzu­sie­deln, wür­den sie die­se Ent­schei­dung wahr­schein­lich nicht rück­gän­gig machen, aber zukünf­ti­ge Ent­schei­dun­gen könn­te die Schlie­ßung beein­flus­sen, so die Prognose.

Die neue Gesell­schaft wür­de unge­fähr 30 Stel­len brau­chen. Geld ver­die­nen wür­de sie dann nur noch über Mie­ten (Büros, Hal­len) und das pri­va­te Flug­ge­schäft. Der kom­mer­zi­el­le Flug­ver­kehr wür­de weg­fal­len. Und man müss­te die Kos­ten für die Flug­si­che­rung tra­gen. Laut Stu­die hät­te das ein Vor­steu­er­ergeb­nis von minus 2,5 Mil­lio­nen Euro zur Fol­ge. Anders gesagt: Wenn der Flug­ha­fen in Zukunft irgend­wann Gewin­ne abwer­fen soll, ist die Her­ab­stu­fung nicht das Mit­tel der Wahl. 

Empfehlung

Die Stu­die emp­fiehlt, den Flug­ha­fen wirt­schaft­lich neu auf­zu­stel­len. Das bedeu­tet: Der Flug­ha­fen braucht zunächst mehr Geld. Damit blie­ben auch die Vor­tei­le bestehen: die bes­se­re Erreich­bar­keit der Regi­on und die Chan­ce, dass der Flug­ha­fen in Zukunft Vor­tei­le für Wirt­schaft und Ver­kehr bringt. 

Stuft man den Flug­ha­fen Müns­ter-Osna­brück zu einem Ver­kehrs­lan­de­platz her­ab, wird es laut Stu­die nicht mög­lich sein, die Kos­ten mit dem Betrieb zu decken. Außer­dem wäre die Her­ab­stu­fung ein­ma­lig sehr teu­er, und sie hät­te Nach­tei­le für die Erreich­bar­keit der Regi­on und die Attrak­ti­vi­tät des Standorts. 

Ein Hinweis zum Schluss

Am Ende der Zusam­men­fas­sung steht noch eine Anmer­kung. Eine Ver­kehrs­pro­gno­se für die Jah­re 2022 und 2023 sei nicht Teil des Auf­trags gewe­sen. Es habe sich aller­dings eine gro­ße Nach­fra­ge an Urlaubs­rei­sen auf­ge­staut (falls nicht bald die nächs­te Coro­na-Wel­le kommt). Der Nach­hol­ef­fekt ist laut der Pro­gno­se groß, bleibt aber nicht von Dau­er. Gene­rell sei davon aus­zu­ge­hen, dass der Luft­ver­kehr eher zurück­ge­hen wer­de. Die Fol­gen des Kriegs in der Ukrai­ne sei­en dabei in den Annah­men noch nicht enthalten. 

Die Kritik

Die ver­öf­fent­lich­te Kurz­fas­sung des FMO-Gut­ach­tens ist acht Sei­ten und einen Absatz lang. Sie ent­hält einen Aus­zug und die Zusam­men­fas­sung der Ergeb­nis­se aus dem End­be­richt, so steht es auf dem Titel. In dem Aus­zug wird deut­lich: Sehr umfang­reich ist die Unter­su­chung nicht. Das ist einer der Kri­tik­punk­te am Ergebnis. 

Ralph Grie­sin­ger vom Akti­ons­bünd­nis „FMO-Aus­stieg jetzt“ kri­ti­siert etwa, dass ledig­lich eine Vari­an­te der Schlie­ßung unter­sucht wor­den sei – die Her­ab­stu­fung auf einen Lan­de­platz für pri­va­te Flü­ge. Es gebe auch ande­re Alter­na­ti­ven, sagt er. In Wee­sow-Will­mers­dorf habe man auf einer Flä­che von der Grö­ße des Flug­ha­fens einen Solar­park gebaut, den größ­ten in Deutsch­land. Wür­de man den FMO schlie­ßen, ent­fie­le zudem das Ver­bot, dort Wind­kraft­an­la­gen zu bau­en, sagt Griesinger. 

Außer­dem kri­ti­siert er die Alter­na­tiv­rech­nung. Im Gut­ach­ten lau­tet die Annah­me: Die Flü­ge wer­den sich zu gro­ßen Tei­len ver­la­gern. Aber: „Es wird nicht betrach­tet, dass vie­le Flü­ge gar nicht mehr statt­fin­den wer­den“, sagt Grie­sin­ger. Vor allem die Bil­lig­an­ge­bo­te, zum Bei­spiel Kurz­trips nach Wien, vie­le davon wer­de es dann viel­leicht nicht mehr geben. 

Ein wei­te­rer Punkt: Die Stu­die stellt die CO2-Ein­spa­run­gen dem volks­wirt­schaft­li­chen Scha­den gegen­über. „Das kann man so machen, aber dann berück­sich­tigt man nicht, dass die Min­de­rung der Treib­haus­gas­emis­sio­nen ein Staats­ziel ist, das vom Kli­ma­schutz­ge­setz und vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt vor­ge­ge­ben ist“, sagt Grie­sin­ger. Die­se Erwä­gung sei für ihn nicht nachvollziehbar. 

Und: Grei­sin­ger hält die Mög­lich­keit, dass der Flug­ha­fen in Gre­ven Gewin­ne erwirt­schaf­ten wird, für unwahr­schein­lich. Natür­lich wer­de es Geld kos­ten, den FMO zu schlie­ßen. Aber: „Das Geld ist ohne­hin weg“, sagt er. Des­we­gen könn­te man nach sei­nem Ver­ständ­nis auch die hohe Ein­mal­zah­lung in Kauf nehmen. 

Der Flug­ha­fen-Exper­te Cars­ten Schür­mann lobt den Ansatz, sich mit ver­schie­de­nen Sze­na­ri­en aus­ein­an­der­zu­set­zen. Ihm feh­le aller­dings der erwei­ter­te Blick, sagt er. In der Luft­fahrt pas­sie­re sehr viel. Neue Antriebs­tech­no­lo­gien zum Bei­spiel oder die ver­än­der­te Bedeu­tung von Kurz­stre­cken­flü­gen. „Man könn­te fra­gen, wie der FMO sich posi­tio­nie­ren kann“, sagt Schür­mann. Doch das kom­me in der Unter­su­chung nicht vor. Das Gut­ach­ten stüt­ze sich auf „tra­di­tio­nel­le Kon­zep­te“, es schaue auf die betriebs­wirt­schaft­li­chen Gesichts­punk­te, nicht so sehr auf das, was mög­lich wäre. 

Übri­gens: Wenn Sie sich den Flug­ha­fen noch ein­mal aus der Nähe anse­hen möch­ten, dann hal­ten Sie sich am bes­ten den Sonn­tag frei. Dann fei­ert der FMO von 11 bis 18 Uhr sein Som­mer­fest zum 50-Jäh­ri­gen. Dann kön­nen Sie sich kos­ten­los über den Flug­ha­fen füh­ren las­sen oder Rund­flü­ge mit Hub­schrau­bern und Old­ti­mern machen. Bei der Gele­gen­heit macht der Flug­ha­fen auch schon einen ers­ten Schritt in die Zukunft: Er eröff­net einen neu­en Kin­der­spiel­platz. (rhe)

Kor­rek­tur­hin­weis:

In einer ers­ten Ver­si­on hat­ten wir aus Ver­se­hen die Wör­ter „Ver­kehrs­flug­ha­fen“ und „Ver­kehrs­lan­de­platz“ syn­onym ver­wen­det. Im ers­ten Sze­na­rio wür­de der Flug­ha­fen Münster/Osnabrück zu einem Ver­kehrs­lan­de­platz her­ab­ge­stuft. Wir haben das im Text korrigiert. 

Sie möchten dieses Thema mit anderen Leser:innen diskutieren oder uns Hinweise geben?

Nut­zen Sie ein­fach unse­re Kom­men­tar­funk­ti­on unter­halb die­ses Textes.
Wenn Sie den Brief gera­de als E-Mail lesen, kli­cken Sie auf den fol­gen­den Link, um den Text auf unse­rer Web­site aufzurufen:

› die­sen Brief kommentieren

Korrekturen

+++ Im RUMS-Brief am Frei­tag haben wir uns ver­rech­net. Vie­len Dank für die vie­len Hin­wei­se. In einer Mel­dung zur bevor­ste­hen­den Sper­rung der Berg­stra­ße schrei­ben wir, 40 Wochen hät­ten 1.200 Tage. Das stimmt natür­lich nicht. Es sind nur 280 Tage. Rich­tig wäre gewe­sen: gefühlt 1.200 Tage. (rhe)

+++ Und wo wir schon bei Zah­len sind: Im letz­ten Brief haben wir fälsch­li­cher­wei­se gemel­det, dass die Stadt im Rah­men des Umwid­mungs­pro­gramms 20 Park­plät­ze ent­fernt und bis­lang nur 150 von 1000 abge­peil­ten Fahr­rad­stell­plät­ze geschaf­fen hat. Das ist natür­lich Quatsch. Die Stadt will 3000 neue Fahr­rad­stell­plät­ze schaf­fen. (sfo)

Corona-Update

Die Stadt hat seit Sams­tag 452 neue Anste­ckun­gen mit dem Coro­na­vi­rus regis­triert. Damit gel­ten der­zeit 1.742 Per­so­nen in Müns­ter offi­zi­ell als infi­ziert. Die Inzi­denz liegt laut RKI bei 326 Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000 Einwohner:innen in den letz­ten sie­ben Tagen. Bun­des­weit liegt die Wochen­in­zi­denz heu­te bei knapp unter 200. Laut Divi-Inten­siv­re­gis­ter lie­gen zwei Covid-Patient:innen in Müns­ter auf der Inten­siv­sta­ti­on. Eine:r davon muss beatmet wer­den. (sfo)

Nach der Flucht

Ende März hat­te Johan­ne Burk­hardt für RUMS mit dem Müns­te­ra­ner And­re Gro­ten gespro­chen. Er hat zusam­men mit sei­ner Frau in Kyjiw gelebt und muss­te zu Beginn des Kriegs flüch­ten. Hier erzäh­len wir, wie es für die bei­den nach ihrer Flucht weiterging.

In den letz­ten Tagen sind And­re und Mari­ia Gro­ten ein paar Mal in Albach­ten spa­zie­ren gegan­gen, im Wald gegen­über, ein paar Meter ent­fernt von ihrer neu­en Woh­nung. Es war idyl­lisch, fried­lich und wun­der­bar. Mari­ia sag­te: „Es fühlt sich an, als wären wir schon Jah­re hier.“ In den glei­chen Tagen schlu­gen in Kyjiw, wo ihre Klei­dung noch immer in Kis­ten in einer Woh­nung steht, Rake­ten ein. Das sind die bei­den Wel­ten, in denen das Leben von And­re und Mari­ia Gro­ten statt­fin­det. In Deutsch­land arbei­tet And­re auf sei­nen letz­ten Tag in der alten Fir­ma hin, am 10. August wird das sein. In Kyjiw droht Putin mit neu­en Angrif­fen. Gleich­zei­tig sind die Cafés wie­der geöff­net, auch die Geschäf­te. Die Men­schen müs­sen Geld ver­die­nen. Marii­as Vater in der Ukrai­ne macht das, was er im Som­mer immer macht, er küm­mert sich um den Gar­ten. Sei­ne Frau arbei­tet 30 Stun­den die Woche im Kran­ken­haus. „Die Men­schen wer­den kriegs­mü­de“, sagt And­re Gro­ten. Und mit der Nor­ma­li­tät keh­ren auch die all­täg­li­chen Pro­ble­me zurück. Marii­as Schwes­ter pen­delt zwi­schen den Schwie­ger­el­tern, um nicht immer auf­ein­an­der­zu­ho­cken. And­re hat in Deutsch­land die neue Woh­nung ein­ge­rich­tet, in den nächs­ten Wochen will er sein Rus­sisch ver­bes­sern, Mari­ia ihr Deutsch. Am Mon­tag­nach­mit­tag haben sie erst mal das gemacht, was man an einem Fei­er­tag so macht. Sie sind mit dem Rad nach Sen­den zu And­res Mut­ter gefah­ren, um Kuchen zu essen. Rund um Donezk flo­gen die Rus­sen Luftangriffe. 

Ein-Satz-Zentrale

+++ Am Wochen­en­de waren die Bahn­stei­ge vol­ler als sonst, vor allem weil vie­le Leu­te mit dem 9-Euro-Ticket von Müns­ter an die Nord­see fah­ren woll­ten, so schrei­ben es vie­le Medi­en, erwäh­nen aber nicht, dass das über Pfings­ten schon immer so war. (Anten­ne Müns­ter, Ann-Kath­rin Hipp)

+++ Die Poli­zei Müns­ter hat zwei Män­ner fest­ge­nom­men, die im Ver­dacht ste­hen, meh­re­re Geld­au­to­ma­ten im Müns­ter­land, in Ost­west­fa­len-Lip­pe und am Nie­der­rhein gesprengt zu haben. (WDR)

+++Die Spar­kas­se hat einen Jah­res­über­schuss von 10,2 Mil­lio­nen Euro erzielt – etwas weni­ger als im ver­gan­ge­nen Jahr, weil die Bank sich absi­chert. (Spar­kas­se Müns­ter)

+++ Die Wah­len zum Stu­die­ren­den­par­la­ment der Uni Müns­ter, an denen nur 14,6 Pro­zent der Stu­die­ren­den teil­nah­men, hat Cam­pus­Grün mit 42 Pro­zent gewon­nen. (Stu­die­ren­den­par­la­ment Uni Müns­ter)

+++ Etwa tau­send Men­schen haben ges­tern den öku­me­ni­schen Pfingst­got­tes­dienst am Dom­platz gefei­ert, schätzt die Evan­ge­li­sche Kir­che. (Evan­ge­li­scher Kir­chen­kreis Müns­ter)

+++ Die Stadt hat von unge­fähr 3.000 Leu­ten Tipps für das Fahr­rad­netz 2.0 bekom­men. (Stadt Müns­ter)

+++ Die Lin­ke will per Reso­lu­ti­on errei­chen, dass sich der Stadt­rat mit den Strei­ken­den der Uni­kli­nik soli­da­ri­siert. (Die Lin­ke Müns­ter)

+++ Die Poli­zei sorgt sich dar­über, dass immer mehr Men­schen in Müns­ter Waf­fen kau­fen. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Das Bünd­nis „Kein Meter den Nazis“ orga­ni­siert am Sams­tag einen Gegen­pro­test zum soge­nann­ten Frau­en­kon­gress, den eine extrem rech­te Grup­pe mit der AfD ver­an­stal­tet. (Müns­ter­tu­be)

Unbezahlte Werbung

Fast sie­ben Jah­re lang gab es den Unver­packt-Laden „Ein­zel­han­del zum Wohl­fül­len“. Erst an der Ham­mer­stra­ße, seit Febru­ar die­ses Jah­res auch am Rosen­platz, doch jetzt ist Schluss. Zum 2. Juli schlie­ßen bei­de Stand­or­te. Pan­de­mie, Per­so­nal­man­gel und mas­siv stei­gen­de Ein­kaufs­prei­se sei­en in den letz­ten zwei Jah­ren nicht spur­los am Geschäft vor­über­ge­gan­gen, schreibt das Team zum Abschied. Für alle, die ein letz­tes Mal plas­tik­frei ein­kau­fen und stö­bern möch­ten, gibt es einen Schluss­ver­kauf mit 15 Pro­zent Rabatt auf das gesam­te Sor­ti­ment. Neben Lebens­mit­teln fin­den Sie dort auch unver­pack­te Pfle­ge­ar­ti­kel, Rei­ni­gungs­mit­tel und Nütz­li­ches für die Küche.

Hier fin­den Sie alle unse­re Emp­feh­lun­gen. Soll­te Ihnen ein Tipp beson­ders gut gefal­len, tei­len Sie ihn ger­ne ein­fach über den Link.

Drinnen und Draußen

Die Emp­feh­lun­gen für heu­te hat Vik­to­ria Pehl­ke für Sie zusammengestellt. 

+++ Wir haben vor kur­zem die Foto­gra­fie-Aus­stel­lung um Anne­li­se Kret­schmer ange­kün­digt. Am 10. Juni fin­det im LWL-Muse­um für Kunst und Kul­tur nun die Jun­ge Nacht mit dem The­ma „Schau mir in die Augen“ statt, bei der Anne­li­se Kret­schmer auch Tou­ren anbie­tet. Von 18 bis 24 Uhr ori­en­tie­ren sich Work­shops, Impro­vi­sa­ti­ons­thea­ter, Foto­ak­tio­nen und Live­mu­sik am The­ma der Aus­stel­lung. Im Work­shop „Foto­lab“ kön­nen Teil­neh­men­de bei­spiels­wei­se ihre eige­nen Nega­ti­ve gegen Auf­preis in der Dun­kel­kam­mer selbst entwickeln. 

+++ Am Don­ners­tag stellt der His­to­ri­ker Joa­chim Käpp­ner sei­ne neue Ver­öf­fent­li­chung „Sol­da­ten im Wider­stand“ in der Vil­la ten Hom­pel vor. Es wird ein Gespräch über Widerstandskämpfer:innen und Regimegegner:innen im Natio­nal­so­zia­lis­mus geben. Das Forum wird auch über Zoom übertragen.

+++ Der Ver­ein pro Filia ver­sucht Mäd­chen in Nepal vor dem Ver­kauf in die indi­sche Pro­sti­tu­ti­on zu bewah­ren. Am Sonn­tag ver­an­stal­tet der Ver­ein eine Kunst­auk­ti­on, bei der etwa 80 Wer­ke zum Ver­kauf ste­hen, die Sie bereits hier anse­hen kön­nen. Ober­bür­ger­meis­ter Mar­kus Lewe wird vor Ort sein, als Auk­tio­na­tor tritt Götz Als­mann auf. Beginn ist um 11 Uhr am Leo­nar­do-Cam­pus 6. 

+++ Zum The­ma „Gesund­heit in der nach­hal­ti­gen Stadt Müns­ter“ kön­nen Sie am Sonn­tag an einer Stadt­tei­ler­kun­dung des Han­sa­fo­rums teil­neh­men. Das Team lei­tet Inter­es­sier­te mit einem kri­ti­schen Blick durch das Han­sa­vier­tel. Treff­punkt ist der Spiel­platz an der Dort­mun­der­stra­ße um 14:30 Uhr. 

+++ Der 6. Müns­te­ra­ner Frie­dens­lauf am 30. Sep­tem­ber ist noch eine Wei­le hin. Aber anmel­den kön­nen sich Schu­len nur noch bis zum 15. Juni. Mit dem Lauf sam­meln Schüler:innen Spen­den für die Frie­dens­ar­beit des Ver­eins Pax Chris­ti Müns­ter und dem Forum Zivi­ler Frie­dens­dienst). Beglei­tet wird das Gan­ze durch musi­ka­li­sche Bei­trä­ge und Workshops.

Am Frei­tag schreibt Ihnen Con­stan­ze Busch. Ich wün­sche Ihnen eine schö­ne Woche. 

Herz­li­che Grü­ße
Ralf Hei­mann

Mit­ar­beit: Sebas­ti­an Fob­be, Con­stan­ze Busch, Vik­to­ria Pehl­ke, Jan Gro­ße Nobis
Lek­to­rat: Anto­nia Strotmann

Diesen Brief teilen und RUMS weiterempfehlen:

PS

Zum Schluss noch eine Bilanz. Stich­wort Stadt­ra­deln. Gewon­nen hat in die­sem Jahr das Team der Gesamt­schu­le Müns­ter Mit­te, schon wie­der, und zwar mit 82.409 Rad­ki­lo­me­tern. Das ist wirk­lich beacht­lich. Vor allem aber: Herz­li­chen Glück­wunsch! Für RUMS war eben­falls ein Team dabei. Es hat mit 5.047 Kilo­me­tern von 124 Fir­men den 23. Platz gemacht. Damit liegt RUMS auf Platz 88 von 495 Teams. Gra­tu­la­ti­on aus der Redak­ti­on, die – das geben wir gern zu – nicht so viel dazu bei­getra­gen hat. Jour­na­lis­ti­sche Distanz, wenn Sie ver­ste­hen, was wir meinen.