Klaus Brinkbäumers Kolumne | Hysterisch oder unaufgeregt | Vor der Wahl

Müns­ter, 2. August 2020

Lie­be Lese­rin und lie­ber Leser,

wenn ich aus der Fer­ne nach Müns­ter bli­cke, wirkt die Hei­mat robust. Gelas­sen. Schon klar, dass der Blick aus der Distanz das Erken­nen von Details ver­hin­dert. Und es könn­te durch­aus so etwas wie roman­ti­sche Ver­klä­rung im Spiel sein: Beim ver­gan­ge­nen Besuch, der wegen Coro­na viel zu lan­ge her ist, war die real exis­tie­ren­de Hil­tru­per Mark­t­al­lee gar mehr nicht so mon­dän wie jene in der Erin­ne­rung.

Aber ich ver­glei­che Müns­ter an die­ser Stel­le ja ger­ne mit New York. Und New York zwei­felt, hadert, lei­det an sich selbst und am Rest des Lan­des und bewegt sich dar­um mit einer Kom­bi­na­ti­on aus Hys­te­rie und Göt­ter­däm­me­rungs­ge­wiss­heit Rich­tung Wahl­tag am 3. Novem­ber. Müns­ter hin­ge­gen wird am 13. Sep­tem­ber sei­nen Stadt­rat wäh­len: unauf­ge­regt und skan­dal­frei, so wirkt es aus der Distanz. Die Demo­kra­tie ist hier bedroht, aber nicht in West­fa­len.

Sie fin­den, sol­che Fens­ter ner­ven?

Wir auch. Aber einen ele­gan­te­ren Weg haben wir lei­der noch nicht gefun­den, um auch wei­ter­hin Arti­kel wie die­sen anbie­ten zu kön­nen – denn wir brau­chen dafür Ihre Unter­stüt­zung. Tes­ten Sie uns 10 Tage lang kos­ten­los, dann kön­nen Sie sofort wei­ter­le­sen – und wenn Ihnen RUMS gefällt, schlie­ßen Sie ein Abo bei uns ab.

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