Ultimatum an den Unikliniken | Wahlhilfe und Wahlhilfen | Betten und Cappuccino

Müns­ter, 22. April 2022

Guten Tag,

am ver­gan­ge­nen Diens­tag und Mitt­woch sind vie­le Mitarbeiter:innen der Uni­kli­nik Müns­ter und der ande­ren fünf Uni­kli­ni­ken in Nord­rhein-West­fa­len nicht zur Arbeit gegan­gen. Die Gewerk­schaft Ver­di hat­te zu Warn­streiks auf­ge­ru­fen. Zusam­men mit den Beschäf­tig­ten will sie einen soge­nann­ten Tarif­ver­trag Ent­las­tung durch­set­zen, der die Arbeits­be­din­gun­gen in den Kli­ni­ken ver­bes­sern soll. Kon­kret heißt das vor allem: Die Mitarbeiter:innen wol­len neue Per­so­nal­schlüs­sel ver­han­deln und ver­bind­lich in ihren Tarif­ver­trä­gen festschreiben.

Um das zu errei­chen, haben sich für die Akti­on „Not­ruf NRW“ Tau­sen­de Beschäf­tig­te der Uni­kli­ni­ken zusam­men­ge­schlos­sen. Auf der Web­site zur Akti­on wird ein Count­down ange­zeigt (Sie müs­sen dazu ganz nach unten scrol­len). Heu­te, am Frei­tag, steht dort: 8 Tage, dane­ben wer­den Stun­den, Minu­ten und Sekun­den her­un­ter­ge­zählt. Am 1. Mai läuft das Ulti­ma­tum aus, das die Gewerk­schaft und die Kli­nik­kräf­te dem Arbeit­ge­ber­ver­band gestellt haben. Kurz zur Erklä­rung: Die Uni­kli­nik Müns­ter gehört dem Arbeit­ge­ber­ver­band des Lan­des NRW an, eben­so wie die übri­gen Uni­kli­ni­ken, die Uni­ver­si­tä­ten und die Fach­hoch­schu­len. Der Ver­band ent­schei­det dar­über, ob er mit der Gewerk­schaft ver­han­delt. Es geht hier also nicht um eine Aus­ein­an­der­set­zung aus­schließ­lich zwi­schen der Uni­kli­nik Müns­ter und ihren Beschäftigten.

Wenn sich der Ver­band bis zum 1. Mai nicht auf Ver­hand­lun­gen über den Tarif­ver­trag Ent­las­tung ein­ge­las­sen hat, wol­len die Mitarbeiter:innen in einen unbe­fris­te­ten Streik tre­ten. Stand heu­te gibt es noch kein Verhandlungsangebot.

„Die Flucht aus dem Beruf stoppen“

Ich habe oben geschrie­ben, dass die Gewerk­schaft „neue Per­so­nal­schlüs­sel“ aus­han­deln will. So for­mu­lie­re ich es, um Sie mög­lichst sach­lich dar­über zu infor­mie­ren, wor­um es geht. Die Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ge­rin Caro­lin Weng­ler, die an der Uni­kli­nik Müns­ter auf einer Inten­siv­sta­ti­on arbei­tet, for­mu­liert es in einem Tele­fo­nat mit mir so: „Wir wol­len die Pati­en­ten­ver­sor­gung sichern und eine men­schen­wür­di­ge Per­so­nal­be­set­zung errei­chen.“ Sie sagt das ganz unauf­ge­regt, aber der Satz hat es auch so in sich. Und dann sagt sie noch: „NRW braucht den Tarif­ver­trag Ent­las­tung, um die Flucht aus dem Beruf zu stoppen.“

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