Missbrauchsstudie: Bischof Genn nimmt Stellung | Klima, Gesamtschule, Streik: Ratsbeschlüsse im Überblick | Berufsinfotag bei RUMS

Müns­ter, 17. Juni 2022

Guten Tag,

ich hof­fe, Sie haben heu­te ein küh­les Plätz­chen gefun­den und dort reich­lich Eis ver­zehrt. Und ich hof­fe, Sie haben Ihr Hand­tuch direkt lie­gen gelas­sen und noch Eis für mor­gen übrig, der Som­mer­ein­bruch hält ja noch an.

Es ist nicht nur heiß, son­dern außer­dem auch Brü­cken­tag. Trotz­dem wird die­ser Brief lei­der kei­ne ganz leicht bekömm­li­che Lek­tü­re. Denn es geht noch ein­mal um die Miss­brauchs­stu­die, zu der sich Bischof Genn heu­te aus­führ­lich geäu­ßert hat. Wir haben für Sie sei­ne Aus­sa­gen und die ange­kün­dig­ten Kon­se­quen­zen zusam­men­ge­fasst und ord­nen ein, was der Bischof gesagt hat und was nicht. Außer­dem haben wir nach­ge­fragt, wel­che Kon­se­quen­zen der Streik an den Uni­kli­ni­ken für die Patient:innen hat. Und wir fas­sen die wich­tigs­ten Beschlüs­se zusam­men, die der Rat in die­ser Woche gefasst hat.

Wenn Sie mögen, kön­nen Sie außer­dem ein paar sehr schö­ne Bil­der anschau­en, die sie­ben Schüler:innen beim Berufs­in­fo­tag bei und für RUMS gemacht haben. Los gehts. (cbu)

Heute lesen Sie im RUMS-Brief:

  • Tele­gramm aus dem Rat
  • Bischof Genn: Kon­se­quen­zen aus der Missbrauchsstudie
  • Nach­ge­fragt: Kon­se­quen­zen des Klinikstreiks
  • Coro­na-Update: Die Zah­len steigen
  • Ein-Satz-Zen­tra­le: Blutspender:innen gesucht
  • Das Thea­ter neu sehen: Schüler:innen haben für RUMS fotografiert
  • Unbe­zahl­te Wer­bung: Das Café Malik
  • Drin­nen und Drau­ßen: Heu­te fast nur Draußen

Kurz und Klein: Telegramm aus dem Rat

+++ Wie erwar­tet haben die demo­kra­ti­schen Par­tei­en im Rat ein­stim­mig dafür gestimmt, Müns­ters drit­te Gesamt­schu­le im Schul­zen­trum Rox­el ein­zu­rich­ten. Die Stadt wird das jetzt so bei der Bezirks­re­gie­rung bean­tra­gen, wo das Vor­ha­ben bis­her aber auf wenig Begeis­te­rung stieß. Zur Erin­ne­rung: Havix­beck und Bil­ler­beck sind gegen die Gesamt­schu­le in Müns­ters Wes­ten, weil sie befürch­ten, dass sich an ihren eige­nen Schul­stand­or­ten dann zu wenig Schüler:innen anmel­den. CDU-Rats­herr Meik Bruns sag­te in der Rats­de­bat­te, die Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit ande­ren Orten wirk­ten „manch­mal bizarr“. Schließ­lich sei es kaum zu erklä­ren, „wenn ein guter Schul­stand­ort in Rox­el leer steht und irgend­wo anders in der Stadt ein Mil­lio­nen-Neu­bau für die drit­te Gesamt­schu­le errich­tet wer­den müss­te.“ Er erwar­te von Regie­rungs­prä­si­den­tin Doro­thee Fel­ler des­halb einen posi­ti­ven Bescheid. Chris­toph Kat­tentidt von den Grü­nen fand, es kön­ne nicht sein, „dass eine Schu­le in Havix­beck dar­auf ange­wie­sen ist, jeden Tag 20 Schüler:innen aus Müns­ter hin­ge­karrt zu bekom­men“, um exis­tie­ren zu kön­nen. Ob Doro­thee Fel­ler das beein­druckt, sei ein­mal dahin­ge­stellt. Tat­sa­che ist, dass die Aus­ein­an­der­set­zung wohl in jedem Fall wei­ter­ge­hen wird. Ent­schei­det die Bezirks­re­gie­rung für die Gesamt­schu­le in Rox­el, will die Gemein­de Havix­beck kla­gen. Ent­schei­det sie gegen den Stand­ort in Rox­el, könn­te Müns­ter kla­gen. Wann die Ent­schei­dung fällt, ist noch nicht abseh­bar. (cbu)

+++ Neue Wohn- und auch ande­re Gebäu­de müs­sen ab dem 1. August mit Solar­an­la­gen aus­ge­rüs­tet wer­den. Die Regeln für Bestands­ge­bäu­de grund­sätz­lich zu ändern, sei nicht umsetz­bar, schreibt die Stadt uns auf Nach­fra­ge. Aller­dings müs­sen ab August auch auf schon vor­han­de­nen Häu­sern Solar­an­la­gen instal­liert wer­den, wenn das Dach grund­le­gend saniert wird. Ich wür­de Ihnen nun ger­ne schon ver­ra­ten, was das genau bedeu­tet. Aber: „Die kon­kre­te Fest­le­gung, wann eine Dach­sa­nie­rung als grund­le­gend anzu­se­hen ist, erfolgt in der Fest­set­zung (Anm.: Hier ist wohl gemeint: im Bebau­ungs­plan)“, schreibt die Stadt. Wir hal­ten also fest: Es soll mehr Solar­an­la­gen geben. Aller­dings ist das in der Pra­xis wohl nicht immer so ein­fach, wie der WDR berich­tet. Offen­bar kom­men die Hand­werks­be­trie­be mit Auf­trä­gen kaum nach, und es gibt Lie­fer­schwie­rig­kei­ten bei man­chem Mate­ri­al.
Und noch ein Blick auf die Finan­zie­rung: Es gibt ein städ­ti­sches För­der­pro­gramm, das aller­dings über­nächs­te Woche aus­läuft. Dar­über hin­aus ver­gibt die KfW-Bank Kre­di­te für Solar­an­la­gen. „Die­se Kre­di­te las­sen sich häu­fig auch mit til­gungs­frei­en Jah­ren zu Beginn gestal­ten, sodass die Til­gung über die Erträ­ge bzw. Strom­ein­spa­rung ohne zusätz­li­ches Eigen­ka­pi­tal erfol­gen kann. Dabei refi­nan­ziert sich die PV-Anla­ge selbst“, schreibt die Stadt dazu. Beim Neu­bau sei der Ein­bau güns­ti­ger als im Bestand, etwa weil sowie­so schon ein Gerüst am Haus ste­he. (cbu)

+++ Noch ein kli­mare­le­van­ter Beschluss: In neu­en Bau­ge­bie­ten sol­len kei­ne Erd­gas­lei­tun­gen mehr ver­legt wer­den. Für die Wär­me­ver­sor­gung ist ein Stu­fen­plan vor­ge­se­hen. Wo es mög­lich ist, sol­len Häu­ser ans Fern­wär­me­netz ange­schlos­sen wer­den. Die Fern­wär­me wird bis­her zwar auch fast aus­schließ­lich aus Erd­gas erzeugt, soll aber nach und nach auf Ener­gie aus sich erneu­ern­den Quel­len wie etwa Erd­wär­me umge­stellt wer­den. Wo sich Fern­wär­me nicht lohnt, weil ein Wohn­ge­biet zu weit vom bestehen­den Netz ent­fernt liegt, sol­len Nah­wär­me­net­ze auf­ge­baut wer­den. Dar­in könn­ten ver­schie­de­ne Quel­len mit­ein­an­der kom­bi­niert wer­den, etwa ober­flä­chen­na­he Geo­ther­mie (wir hat­ten das hier erklärt) und Wär­me­pum­pen am Kanal. Wo auch das nicht funk­tio­niert, greift Stu­fe 3: Dann sol­len ein­zel­ne Häu­ser sich selbst ver­sor­gen, etwa über Solar­ther­mie. Babet­te Lich­ten­stein van Len­ge­rich leg­te in der Rats­de­bat­te Wert dar­auf, dass die­ses von allen Sei­ten gelob­te Kon­zept auf einen Antrag zurück­geht, den die CDU schon im Früh­jahr 2021 ein­ge­bracht hat­te. Und das war ja tat­säch­lich eine sehr vor­aus­schau­en­de Idee. (cbu)

+++ Die Lin­ke hat­te es bean­tragt, am Ende stimm­ten fast alle dafür: Der Rat hat eine Reso­lu­ti­on ver­ab­schie­det, die sym­bo­lisch die For­de­run­gen des Uni­kli­nik-Per­so­nals unter­stützt. Sym­bo­lisch des­halb, weil der Stadt­rat natür­lich nicht zustän­dig ist; mit die­ser Begrün­dung ent­hielt sich dann auch die CDU-Frak­ti­on bei der Abstim­mung. Was in der Aus­spra­che zu dem Papier etwas irri­tier­te: Alle Redner:innen fan­den war­me Wor­te, spra­chen aller­dings nur vom Pfle­ge­not­stand und einer Ent­las­tung für die Pfle­ge­kräf­te, wäh­rend ja Beschäf­tig­te aus ver­schie­dens­ten Arbeits­be­rei­chen und Abtei­lun­gen strei­ken (RUMS-Brief vom 22. April). Aus den Rei­hen des Publi­kums gab es für die ers­ten Rede­bei­trä­ge trotz­dem Applaus, was Mar­kus Lewe aber schnell unter­band. Er habe die unan­ge­neh­me Pflicht, dar­auf hin­zu­wei­sen, dass Bei­falls- und Miss­falls­be­kun­dun­gen nicht vor­ge­se­hen sei­en, sag­te der Ober­bür­ger­meis­ter. Man möge bit­te „Freu­de oder Ärger über die Rede­bei­trä­ge ein­fach in sich hin­ein­tra­gen.“ (cbu)

Wie es weiterging

Wir schau­en noch ein­mal auf die Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen den Uni­kli­ni­ken und ihren Beschäf­tig­ten. Zuletzt hat­te das Arbeits­ge­richt in Bonn die Kla­ge der dor­ti­gen Uni­kli­nik abge­wie­sen und die Streiks als ver­hält­nis­mä­ßig bezeich­net (RUMS-Brief von Diens­tag). Am sel­ben Tag rich­te­te sich die Deut­sche Gesell­schaft für Ortho­pä­die und Unfall­chir­ur­gie (DGOU) mit einem offe­nen Brief an die Gewerk­schaft Ver­di; den Brief haben auch Ver­tre­ter der unfall­chir­ur­gi­schen Kli­ni­ken an den Uni­kli­ni­ken unter­schrie­ben. Dar­in heißt es, die Hand­lungs­fä­hig­keit der Not­fall­ver­sor­gung, die die Uni­kli­ni­ken mit Ver­di ver­ein­bart hat­ten, sei „hoch­gra­dig beein­träch­tigt“, und es dro­he „der Kol­laps der bestreik­ten Regio­nen in NRW“. Zwar stel­le die Not­fall­ver­sor­gung lebens­ret­ten­de Ope­ra­tio­nen bei Ver­un­fall­ten sicher, aber drin­gen­de Nach­fol­ge-OPs „zum Erhalt der Funk­ti­on“ die­ser Patient:innen müss­ten ver­scho­ben wer­den. Auch Stu­die­ren­de sei­en durch den Streik in ihrer Aus­bil­dung beein­träch­tigt. Des­halb for­dern die DGOU und die sechs lei­ten­den Ärz­te der Uni­kli­ni­ken in NRW ein zeit­na­hes Ende des Streiks.

Ver­di stellt die Situa­ti­on an den Kli­ni­ken anders dar, als die Ärz­te es in dem offe­nen Brief schil­dern. Die Not­fall­ver­sor­gung schlie­ße eine Pati­en­ten­ge­fähr­dung aus, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung. „Die Not­diens­te funk­tio­nie­ren“, wird Gabrie­le Schmidt von Ver­di zitiert. Die Streik­lei­tun­gen vor Ort wür­den für die Behand­lung aller Not­fäl­le sor­gen, damit wei­ter gestreikt wer­den kön­ne, so Schmidt. Die Tarif­kom­mis­si­on sei außer­dem bereit, „bis zur Eini­gung (…) zu ver­han­deln“, um den Streik schnellst­mög­lich zu beenden. 

Wir haben uns gefragt, in wel­chem Umfang Patient:innen in ande­ren medi­zi­ni­schen Berei­chen im Rah­men der Not­fall­ver­sor­gung behan­delt und ope­riert wer­den. Was ist mit Men­schen, die eine OP nicht sofort wegen eines lebens­be­droh­li­chen Not­falls, aber in abseh­ba­rer Zeit brau­chen – etwa wegen einer Herz-Kreis­lauf- oder einer Krebs­er­kran­kung? Jan von Hagen, Inten­siv­pfle­ger und Gewerk­schafts­se­kre­tär bei Ver­di, sagt: „Ja, auch die­se Men­schen wer­den ope­riert.“ In den soge­nann­ten Clea­ring­stel­len koor­di­niert van Hagen die OPs in der Not­fall­ver­sor­gung. Patient:innen, die kei­ne Not­fäl­le sind, aber trotz­dem in abseh­ba­rer Zeit eine OP brau­chen, wür­den als Dring­lich­keits­fäl­le behan­delt, so von Hagen. Mel­det ihm eine Ärzt:in so einen Dring­lich­keits­fall, kon­tak­tie­re er das strei­ken­de Per­so­nal und pla­ne es für die OP ein. So pas­sie­re es regel­mä­ßig, dass über die Not­fall­ver­sor­gung hin­aus OPs durch­ge­führt würden.

Eine Ein­schät­zung, ob Medi­zin­stu­die­ren­de in Müns­ter ihre Aus­bil­dung auch selbst als beein­träch­tigt wahr­neh­men, möch­te Tim Hem­mer von der Fach­schaft für Medi­zin auf Nach­fra­ge nicht geben. Sei­ne Fach­schaft wol­le sich kei­ner der Streik­par­tei­en „direkt zuord­nen.“ Es wer­de dem­nächst eine Stel­lung­nah­me der Fach­schaf­ten NRW ver­öf­fent­licht, auf die sie sich bezie­hen wür­den, so Hem­mer. (ast)

Zahlen, bitte. 

Zum Katho­li­ken­tag im Jahr 2018 hat die Stadt erho­ben, wie vie­le Men­schen in Müns­ter Mit­glie­der der römisch-katho­­li­­schen Kir­che sind. Das Ergeb­nis: knapp die Hälf­te der Bevöl­ke­rung. Deutsch­land­weit waren es im Jahr 2020 etwa 27 Pro­zent. In Müns­ter gab es aller­dings gro­ße Unter­schie­de zwi­schen den Stadt­tei­len. In Nien­ber­ge, Amelsbüren und Spra­kel liegt der Anteil der katho­li­schen Bevöl­ke­rung zwi­schen 55 und 58 Pro­zent. In Gre­m­­men­­dorf-West (39 Pro­zent), Berg Fidel (37 Pro­zent) und Coer­de (35 Pro­zent) sind die Zah­len dem bun­des­wei­ten Schnitt etwas näher.

 

Quel­len: Stadt Müns­ter (Stand 2017), Deut­sche Bischofskonferenz

Die Missbrauchsstudie: Bischof Genn nimmt Stellung

Heu­te Vor­mit­tag hat Bischof Felix Genn sich zu der umfang­rei­chen Miss­brauchs­stu­die geäu­ßert, die fünf Wissenschaftler:innen der Uni Müns­ter am Mon­tag vor­ge­stellt haben (RUMS-Brief von Diens­tag). Der Tagungs­saal in der Spei­cher­stadt in Coer­de, in den er gela­den hat­te, war zwar höchs­tens zur Hälf­te besetzt. Aller­dings hat­te der Bischof deut­lich mehr Zuschauer:innen. Allein auf You­tube ver­folg­ten zwi­schen­zeit­lich fast 700 Men­schen, was er zu sagen hatte.

Kurz zur Erin­ne­rung die Kern­er­geb­nis­se der Stu­die: Seit 1945 hat­ten 183 katho­li­sche Geist­li­che Kin­der, Jugend­li­che und Erwach­se­ne sexu­ell miss­braucht. Statt ein­zu­grei­fen, ver­tusch­te das Bis­tum die Straf­ta­ten. 610 Betrof­fe­ne konn­te das For­schungs­team iden­ti­fi­zie­ren. Es sind aber mit gro­ßer Sicher­heit weit­aus mehr Opfer: Die Dun­kel­zif­fer dürf­te sich laut Stu­die im mitt­le­ren vier­stel­li­gen Bereich bewe­gen. Und auch vie­le Täter dürf­ten noch unbe­kannt sein. Nur 10 Pro­zent der bekann­ten Täter sind bis­her für den Miss­brauch bestraft worden.

Vier­zig Minu­ten lang sprach Bischof Genn beim Pres­se­ter­min in der Spei­cher­stadt, er ver­las einen elf Sei­ten lan­gen Text, den Sie hier nach­le­sen kön­nen. Dabei sprach er über die Ergeb­nis­se der Stu­die und über sei­ne eige­ne Rol­le in einem Sys­tem, das Miss­brauch über Jahr­zehn­te hin­weg ermög­licht und gedeckt hat.

Das sind die wich­tigs­ten Punk­te sei­ner Stellungnahme.

#1 Die Rolle des Bischofs

Genn räum­te wie schon in einem State­ment am Mon­tag ein, im Umgang mit den bekann­ten Tätern „zu mil­de“ gewe­sen zu sein und nicht „hart genug durch­ge­grif­fen“ zu haben. Auch in der Miss­brauchs­stu­die heißt es, Genn habe nicht mit der nöti­gen Stren­ge auf die Fäl­le reagiert. In einem wesent­li­chen Punkt folgt Gen­ns Stel­lung­nah­me aber nicht der Stu­die. Laut dem For­schungs­team habe er in einem Fall selbst dann auf ein Ver­fah­ren gegen einen Beschul­dig­ten ver­zich­tet, als der Vati­kan ihm die Mög­lich­keit dazu gege­ben habe. In zwei ande­ren Fäl­len habe er Taten gar nicht nach Rom gemeldet.

Genn sag­te heu­te Vor­mit­tag: „Die Stu­die nennt ver­ein­zel­te Fäl­le, in denen es mög­li­cher­wei­se Feh­ler im Ver­fah­ren gab.“ Er wol­le die­se Fäl­le noch ein­mal prü­fen las­sen und wei­te­re Maß­nah­men ergrei­fen, wo es not­wen­dig sei. „Mög­li­cher­wei­se Feh­ler im Ver­fah­ren“, das klingt sehr harm­los. Wenn der Bischof Taten unter den Tisch fal­len ließ, wie es das For­schungs­team schreibt, war er Teil des Ver­tu­schungs­sys­tems. Spä­ter in sei­nem State­ment sag­te Genn: „Soweit ich selbst das über­haupt für mich beur­tei­len kann, glau­be ich nicht, dass ich sexu­el­len Miss­brauch ver­tuscht habe und die Inter­es­sen der Insti­tu­ti­on über die Sor­ge um die Betrof­fe­nen gestellt habe.“

Was Felix Genn zugibt: Er habe Pfar­rei­en nicht oder nicht recht­zei­tig über die Taten ver­setz­ter Pries­ter in Kennt­nis gesetzt. Das sei ein Feh­ler gewesen.

Genn pro­ble­ma­ti­siert sei­ne Mehr­fach­rol­le als „Seel­sor­ger und Mit­bru­der, zugleich aber auch Vor­ge­setz­ter und Rich­ter“. Die­ser Kon­flikt habe laut Stu­die „das Ver­sa­gen des Sys­tems gera­de­zu vor­pro­gram­miert“, weil sich die Bischö­fe dadurch in ihrer Rol­le als Wäch­ter blo­ckiert sahen. 

Um die­sen Rol­len­kon­flikt auf­zu­lö­sen, will der Bischof nun prü­fen las­sen, ob im Bis­tum Müns­ter vor­über­ge­hend kirch­li­che Ver­wal­tungs­ge­rich­te ein­ge­rich­tet wer­den kön­nen. Sol­che Gerich­te könn­ten das bischöf­li­che Han­deln und im Fal­le von Miss­brauch Ver­wal­tungs­ak­te der Kir­che prü­fen. Gen­ns sag­te, dem wol­le er sich stel­len. Sol­che Gerich­te wünscht sich die katho­li­sche Kir­che für ganz Deutsch­land, und ein Vor­schlag der Bischofs­kon­fe­renz liegt auch in Rom. Ein vor­über­ge­hen­der Allein­gang Müns­ters sol­le aber auf kir­chen­recht­lich siche­ren Füßen ste­hen, sag­te Genn. Vor­schlä­ge dazu erwar­te er Ende des Jah­res. Er habe über das The­ma schon mit dem eme­ri­tier­ten müns­ter­schen Kir­chen­recht­ler Klaus Lüdi­cke gespro­chen, der es nun prü­fen soll.

Der Bischof will nach eige­ner Aus­sa­ge auch an ande­rer Stel­le Macht abge­ben, etwa durch neue Gre­mi­en­struk­tu­ren, die im Rah­men des Reform­pro­zes­ses Der Syn­oda­le Weg schon dis­ku­tiert wür­den. Und er kün­dig­te an, die „män­ner­bün­di­schen Struk­tu­ren“ auf­zu­bre­chen, „die mit dazu geführt haben, dass Miss­brauch­stä­ter von den frü­he­ren Per­so­nal­ver­ant­wort­li­chen des Bis­tums Müns­ter immer wei­ter ein­ge­setzt wur­den.“ In der Per­so­nal­kon­fe­renz säßen bis­her aus­schließ­lich Pries­ter, also Män­ner. Statt­des­sen sol­len jetzt Vor­schlä­ge für „mehr Trans­pa­renz, mehr Betei­li­gung und auch mehr Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit“ bespro­chen werden.

Bischof Genn sprach viel von per­sön­li­chen Kon­se­quen­zen. Die größ­te könn­te ein Rück­tritt sein. Danach könn­te man fra­gen, sag­te der Bischof. Aber er wol­le statt­des­sen in sei­ner ver­blei­ben­den Amts­zeit „auf das (…) hören, was Betrof­fe­ne und unab­hän­gi­ge Gre­mi­en mir für den Umgang mit sexu­el­lem Miss­brauch im Bis­tum Müns­ter emp­feh­len und ver­su­chen, das umzusetzen.“

#2 Der Umgang mit Tätern

Pries­ter oder ande­re Seelsorger:innen, die Min­der­jäh­ri­ge oder Erwach­se­ne miss­braucht haben, soll­ten nicht mehr in der Seel­sor­ge ein­ge­setzt wer­den. Das klingt selbst­ver­ständ­lich, war es aber eben jahr­zehn­te­lang nicht. Täter wur­den ein­fach ver­setzt, auch in ande­re Gemein­den. Inso­fern ist das Vor­ge­hen wich­tig, um zu ver­hin­dern, dass bekann­te Täter mehr Men­schen Leid zufü­gen können.

Der Bischof kün­dig­te außer­dem an, dass ab dem 1. Janu­ar 2023 ein:e Mitarbeiter:in des Bis­tums prü­fen sol­le, ob sich Täter und Beschul­dig­te an ihre Auf­la­gen halten. 

Mehr nicht? Wel­che arbeits- und straf­recht­li­chen Kon­se­quen­zen soll es für Pries­ter und ande­re Seelsorger:innen geben, die Miss­brauch­s­ta­ten ver­üben? Auf Nach­fra­ge von RUMS ant­wor­te­te Genn bei der Pres­se­kon­fe­renz, man kön­ne straf­fäl­li­ge Pries­ter durch ein Straf­de­kret ver­ur­tei­len, mit dem gewis­se Auf­la­gen ver­bun­den sind. Das Kir­chen­recht müs­se mit Blick auf sexu­el­len Miss­brauch wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den, weil es bis­her nur rudi­men­tär sei.

Tat­säch­lich ist sexu­el­ler Miss­brauch im Kir­chen­recht erst seit Ende 2021 eine Straf­tat; davor galt ein sol­cher Über­griff nur als Ver­stoß gegen das Zöli­bat. Seit Dezem­ber 2021 kön­nen Pries­ter aus dem Kle­ri­ker­stand ent­las­sen wer­den, wenn sie sich schul­dig gemacht haben. Das ist die höchs­te Stra­fe, die das Kir­chen­recht kennt. Felix Genn erwähn­te die­se Mög­lich­keit in sei­ner Ant­wort auf unse­re Fra­ge heu­te nicht. Er kün­dig­te aber in sei­ner Stel­lung­nah­me an, jede Mel­dung eines mög­li­chen sexu­el­len Miss­brauchs wer­de der Staats­an­walt­schaft Müns­ter übergeben.

Eine jetzt schon sicht­ba­re Fol­ge der Stu­die, die Ihnen viel­leicht auch schon auf­ge­fal­len ist: Die Bischofs­gruft im Dom ist zur­zeit geschlos­sen. Drei Bischö­fe, die dort beer­digt sind, haben laut der Stu­die den Miss­brauch ver­tuscht. Genn will „die Toten ruhen las­sen“, die Gruft also nicht auf­lö­sen. Für die Grä­ber soll in Abspra­che mit den Betrof­fe­nen des sexu­el­len Miss­brauchs aller­dings eine Lösung gefun­den wer­den, sag­te Genn. Mög­li­cher­wei­se wird eine Hin­weis­ta­fel auf­ge­stellt, um an die­ser Stel­le das Ver­sa­gen der Ver­ant­wort­li­chen sicht­bar zu machen.

#3 Die weitere Aufarbeitung

Nach der Prä­sen­ta­ti­on der Stu­die am Mon­tag rich­te­te das Bis­tum eine Hot­line ein, bei der sich wei­te­re Betrof­fe­ne noch bis Sonn­tag mel­den kön­nen. Der stell­ver­tre­ten­de Inter­ven­ti­ons­be­auf­trag­te Ste­phan Baum­ers nann­te auf RUMS-Nach­fra­ge kei­ne kon­kre­ten Zah­len, wie vie­le Per­so­nen dort bis­her ange­ru­fen haben. Die Hot­line wer­de aber „gut angenommen“.

Das Bis­tum hat heu­te außer­dem eine Web­site online gestellt, über die Betrof­fe­ne Miss­brauch anonym mel­den kön­nen. Und er sag­te, das Bis­tum wol­le eine Kom­mis­si­on ein­rich­ten, die unab­hän­gig vom Bis­tum den Miss­brauch auf­ar­bei­ten soll. Sie­ben Per­so­nen hät­ten sich bereits als Mit­glie­der ange­bo­ten, dar­un­ter Tho­mas Großböl­ting, der die Stu­die der Uni Müns­ter lei­te­te, und zwei Men­schen, die selbst sexu­el­len Miss­brauch erfah­ren haben. Dar­über hin­aus ist laut Felix Genn geplant, eine Bera­tungs­stel­le für Betrof­fe­ne ein­zu­rich­ten. Wie sie gestal­tet sein könn­te, soll gemein­sam mit Betrof­fe­nen über­legt werden.

#4 Das Geld

Auf­ar­bei­tung ist das eine, Ent­schä­di­gung das ande­re. Die­ses The­ma hat Felix Genn in sei­ner Rede aller­dings nicht ange­spro­chen, erst auf Nach­fra­ge eines Jour­na­lis­ten äußer­te er sich dazu. Er ver­wies dar­auf, dass seit über zehn Jah­ren eine unab­hän­gi­ge Kom­mis­si­on auf Ebe­ne der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz alle Anträ­ge auf Schmer­zens­geld aus allen Bis­tü­mern prü­fe. Ste­phan Baum­ers, der als Mit­glied der Inter­ven­ti­ons­stel­le die Ent­schä­di­gung mit­be­treut, sag­te, das Bis­tum Müns­ter habe allein 227 sol­cher Anträ­ge wei­ter­ge­lei­tet. Je nach Ent­schei­dung fie­len die Zah­lun­gen unter­schied­lich aus, ins­ge­samt hät­ten die Betrof­fe­nen in Müns­ter rund zwei Mil­lio­nen Euro bekommen.

#5 Die Prävention

Felix Genn sprach in sei­ner Rede oft von dem Sys­tem, das die (min­des­tens) hun­dert­fa­chen Miss­brauch­s­ta­ten ermög­licht habe. Genü­gen die Ansät­ze zur Prä­ven­ti­on, um die­ses Sys­tem zu durch­bre­chen? Zumin­dest stellt der Bischof eini­ge Pro­jek­te vor, die noch vor zehn oder zwan­zig Jah­ren kaum denk­bar gewe­sen wären. Er will zum Bei­spiel der sexu­el­len Bil­dung und Gesprä­chen mit Betrof­fe­nen sexu­el­len Miss­brauchs in der Pries­ter­aus­bil­dung eine stär­ke­re Rol­le zutei­len. Genn spricht von „ver­hee­ren­den Aus­wir­kun­gen einer rigi­den Sexu­al­mo­ral“. Die Stu­die habe gezeigt, „wie pro­ble­ma­tisch es ist, wenn Sexua­li­tät vor allem als sünd­haft ange­se­hen wird und wenn über Sexua­li­tät nicht gespro­chen wer­den kann“. Das soll nun offen­bar anders wer­den. Schon jetzt arbei­ten im Bis­tum zwei Refe­ren­tin­nen für Sexu­el­le Bil­dung und Diver­si­tät. Genn sag­te, er selbst und ande­re Ver­ant­wor­tungs­trä­ger brauch­ten „ein neu­es Ver­ständ­nis von den viel­fäl­ti­gen sexu­el­len Ori­en­tie­run­gen und geschlecht­li­chen Iden­ti­tä­ten“. Das ist noch kei­ne Revo­lu­ti­on, aber Bewe­gung, wenn es ernst gemeint ist. (sfo/cbu)

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Korrekturen

Im RUMS-Brief am Diens­tag hat­ten wir Ihnen die neu­en Gas- und Strom­prei­se der Stadt­wer­ke gemel­det. Und weil wir sehr ser­vice­ori­en­tiert den­ken, haben wir Ihnen zum Ver­gleich direkt die bis­her gel­ten­den Prei­se mit ver­linkt. Blö­der­wei­se waren es die fal­schen. Dar­auf hat uns Stadt­wer­ke-Spre­che­rin Lisa Schme­es auf­merk­sam gemacht. Wir haben Ihnen den Rech­ner für die Fest­prei­se der Mein-Müns­ter-Ver­trä­ge ver­linkt, die für ein oder zwei Jah­re geschlos­sen wer­den kön­nen und für die­sen Zeit­raum fes­te Prei­se garan­tie­ren. Die neu­en Prei­se bezie­hen sich aber auf den Basis­ta­rif, die soge­nann­te Grund- und Ersatz­ver­sor­gung. Falls Sie sich jetzt fra­gen, wel­cher Tarif sich für Sie lohnt: Das lässt sich zur­zeit nicht pau­schal sagen. Nor­ma­ler­wei­se sei die Grund­ver­sor­gung immer teu­rer gewe­sen als die Fest­preis­ver­trä­ge, sag­te mir Lisa Schme­es in einem Tele­fo­nat. Im Moment sei es umge­kehrt. Aber der Vor­teil der Fest­prei­se sei eben: Sie blei­ben Ihnen für einen gewis­sen Zeit­raum erhal­ten. (cbu)

Mal sehen 

Das Stadttheater neu sehen

Wie funk­tio­niert jour­na­lis­ti­sche Arbeit? Was ist das Beson­de­re an RUMS? Die­se und vie­le wei­te­re Fra­gen haben die sie­ben Jugend­li­chen gestellt, die am 9. Juni 2022 die RUMS-Redak­­ti­on besucht haben. Die Jugend­li­chen haben unser For­mat „Müns­ter neu sehen“ um eine Bild­stre­cke erwei­tert und sich dafür das Stadt­thea­ter ange­schaut. Dabei haben sie unge­wöhn­li­che Per­spek­ti­ven auf das Gebäu­de gefun­den, die Sie nicht ver­pas­sen sollten.

Zum Bei­trag

Corona-Update

+++ Es ist wenig über­ra­schend, aber das macht es nicht bes­ser: Die Kur­ve der Infek­ti­ons­zah­len zeigt wei­ter nach oben. Seit Mitt­woch hat die Stadt 712 Neu­in­fek­tio­nen regis­triert. Ins­ge­samt gel­ten 3.414 Men­schen als infi­ziert, am Mon­tag waren es noch knapp 1.000 weni­ger. Laut Inten­siv­re­gis­ter wer­den fünf Coro­na­in­fi­zier­te auf Müns­ters Inten­siv­sta­tio­nen behan­delt, eine:r von ihnen wird beatmet.

+++ Die Wochen­in­zi­denz liegt laut Robert-Koch-Insti­tut bei 549 Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000 Men­schen, deut­lich nied­ri­ger als Anfang der Woche. Dahin­ter steckt wahr­schein­lich ein Mel­de­ver­zug wegen des Fei­er­tags. (cbu)

Ein-Satz-Zentrale

+++ Das Rote Kreuz in Müns­ter hat zu wenig Blut­kon­ser­ven auf Lager. (WDR)

+++ Eine Kli­ma­schüt­ze­rin aus Müns­ter steht in Bie­le­feld vor Gericht. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Der Jugend­rat hat einen neu­en Vor­stand. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ 15 Feu­er­wehr­leu­te aus Deutsch­land, Bel­gi­en und den Nie­der­lan­den haben bei einem sechs­tä­gi­gen 700-Kilo­me­ter-Lauf von Ams­ter­dam über Gro­nau nach Ber­lin 4.500 Euro Spen­den gesam­melt. (WDR)

+++ Peter Driesch löst Hei­ner Bruns als Lei­ter des Amtes für Grün­flä­chen, Umwelt und Nach­hal­tig­keit ab. (Stadt Müns­ter)

Unbezahlte Werbung

Das Café Malik ist eine Insti­tu­ti­on in der Müns­te­ra­ner Café-Land­schaft. Wir­tin Maria Kraft ser­viert hier – abseits des Bäum­chen-wech­sel-dich vie­ler Sze­ne­ca­fés – seit Jahr­zehn­ten fast alles vom reich­hal­ti­gen Früh­stück über selbst­ge­mach­ten Kuchen bis zu Gol­de­nen Kar­tof­feln und Cock­tails. Auf der Kar­te ste­hen auch vie­le vega­ne Spe­zia­li­tä­ten. Das Malik, das übri­gens nach die­sem Roman benannt ist, wur­de im Jahr 1983 in der Frau­en­stra­ße eröff­net (dort, wo heu­te das Café Fam ist). Seit 2009 fin­den Sie es ein paar Meter wei­ter, an der Ecke Bäckergasse/Schlossplatz. Bis auf den Stand­ort hat sich aber nicht viel ver­än­dert: Sie bekom­men hier noch immer lecke­res Essen in fami­liä­rer Atmo­sphä­re auf lie­be­voll aus­ge­wähl­tem Geschirr mit Geschich­te – und (ganz wich­tig!) Eis­kon­fekt auf der Untertasse.

Hier fin­den Sie alle unse­re Emp­feh­lun­gen. Soll­te Ihnen ein Tipp beson­ders gut gefal­len, tei­len Sie ihn ger­ne ein­fach über den Link.

Drinnen und Draußen

Eva Strehlke hat für Sie wie­der das Bes­te aus allen Ver­an­stal­tungs­ka­len­dern gefil­tert, pas­send zum Wet­ter gibt es natür­lich vor allem Draußen-Tipps.

+++ Mor­gen beginnt das Wis­sen­schafts­fes­ti­val Schlau­raum, das gemein­sam von Müns­ter Mar­ke­ting, der FH Müns­ter und der Uni Müns­ter orga­ni­siert wird. An ver­schie­de­nen Orten in der Stadt gibt es dann eine Woche lang kos­ten­lo­se Aktio­nen, Vor­le­sun­gen, Aus­stel­lun­gen, Füh­run­gen, Expe­di­tio­nen und Ver­an­stal­tun­gen zum The­ma „Grund:Wasser“.

+++ Hören Sie ger­ne Jazz? Dann auf zur Burg Vische­ring in Lüding­hau­sen. Dort fin­det die­ses Wochen­en­de ein Jazz Fes­ti­val mit inter­na­tio­na­len Künstler:innen und regio­na­len Nach­wuchs­ta­len­ten auf meh­re­ren Büh­nen statt. Ein „musi­ka­li­sches Pick­nick“ am Sonn­tag und ande­re kuli­na­ri­sche Ange­bo­te run­den das Pro­gramm zum 750-jäh­ri­gen Burg­ju­bi­lä­um ab. Mehr Infos zu den teil­neh­men­den Künstler:innen und die Mög­lich­keit, Tickets für ein­zel­ne Kon­zer­te oder alle Tage zu kau­fen, fin­den Sie hier online.

+++ Am Sonn­tag ist übri­gens sowie­so Schlös­ser- und Bur­gen­tag, hier fin­den Sie alle Füh­run­gen und Ver­an­stal­tun­gen. Par­al­lel fin­den seit ges­tern und noch bis Sonn­tag die Müns­ter­län­der Pick­nick­ta­ge statt, mit Alpa­kas, im Zoo, am See, am Muse­um und und und.

+++ Und um Ihnen die Ent­schei­dung noch etwas schwe­rer zu machen: Am Sonn­tag ab 10 Uhr steigt auch noch das Som­mer­fest am Ben­no­haus. Dort wer­den eine Hüpf­burg, Floh­markt, Essens­stän­de und um 15 Uhr eine Auf­füh­rung des Kin­der­thea­ter­stücks „Was ein Affen­zir­kus“ auf­ge­bo­ten. Mehr Infos fin­den Sie hier.

Am Diens­tag schreibt Ihnen Sebas­ti­an Fob­be. Ich wün­sche Ihnen ein schö­nes Wochenende.

Herz­li­che Grü­ße
Con­stan­ze Busch

Mit­ar­beit: Sebas­ti­an Fob­be, Eva Strehlke, Anto­nia Strot­mann
Lek­to­rat: Lau­ra Badura

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PS

Viel­leicht haben Sie es oben her­aus­ge­le­sen: Ich esse wirk­lich sehr ger­ne Eis. Und bis heu­te dach­te ich auch, ich esse recht viel davon. Aber dann bin ich über die­sen Bei­trag über die größ­te Eis­die­le der Welt gestol­pert. Sie liegt auf Kuba und ist 16.000 Qua­drat­me­ter groß, das sind mehr als zwei Fuß­ball­fel­der. Das Eis ist dort sagen­haft güns­tig und wird (unter ande­rem von Infor­ma­ti­ke­rin­nen) in rie­si­gen Por­tio­nen ser­viert, zehn Kugeln pro Per­son sind offen­bar Stan­dard. Und jetzt muss ich los, Eis holen.