Gazo ist immer noch da, aber zu laut | Wie weit ist Münster mit der Wärmewende? | Ganz schön viele Zimmerpflanzen

Müns­ter, 7. Okto­ber 2022

Guten Tag,

letz­te Woche haben wir Ihnen im RUMS-Brief über die Zukunft des Gaso­me­ters geschrie­ben, und heu­te geht es hier mit der Geschich­te gleich wei­ter. Das Kol­lek­tiv Gazo des Ver­eins Sozi­al­pa­last hat­te das Indus­trie­denk­mal bis letz­ten Frei­tag gemie­tet, um es als Kul­tur­ort neu zu bele­ben. Nun ist der Miet­ver­trag zwar aus­ge­lau­fen, aber der Ver­ein ist vor­erst noch da und ver­han­delt über eine Ver­trags­ver­län­ge­rung. Das klingt aus Sicht des Kol­lek­tivs zwar ganz hoff­nungs­froh, doch rich­tig gut läuft es nicht.

Der Ver­ein hat ges­tern einen offe­nen Brief an die bei­den Stadt­wer­ke-Geschäfts­füh­rer Sebas­ti­an Jurc­zyk und Frank Gäf­gen ver­schickt. Dar­in schil­dert er erst ein­mal recht aus­führ­lich das Pro­jekt und war­um er den Gaso­me­ter wei­ter­hin dafür brau­chen, es wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Das sei auch neben dem lau­fen­den Kon­zept­ver­ga­be­ver­fah­ren für das Denk­mal mög­lich, der Ver­ein möch­te des­halb sei­nen Miet­ver­trag ver­län­gern und sichert „voll­stän­di­ge Koope­ra­ti­ons­be­reit­schaft“ zu.

Ziem­lich weit unten steht dann ein The­ma, das mög­li­cher­wei­se als Neben­sa­che daher­kom­men soll­te, aber so etwas funk­tio­niert in sol­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen meis­tens nicht. „Wir sind uns dar­über bewusst, dass es in Tei­len der Nach­bar­schaft Beden­ken auf­grund von Schall­emis­sio­nen durch unse­re Pro­jekt­ar­beit gibt“, schreibt das Kol­lek­tiv, was wohl eine hüb­sche For­mu­lie­rung dafür ist, dass die Mit­glie­der im Gaso­me­ter min­des­tens eine zu lau­te Par­ty gefei­ert haben. Im Früh­jahr sei das gewe­sen, aber sie hät­ten den Feh­ler erkannt und sich seit­dem mehr­mals mit der Nach­bar­schaft über ein gutes Mit­ein­an­der ausgetauscht.

Die Hoff­nung der Grup­pe liegt wohl in dem Sprich­wort „Ehr­lich währt am längs­ten“. Aber wahr­schein­li­cher ist: Die Par­ty und die Beschwer­den aus der Nach­bar­schaft bie­ten sich den Stadt­wer­ken und skep­ti­schen Rats­par­tei­en als Steil­vor­la­ge an, um das Pro­jekt zu been­den. (cbu)

Kurz und Klein

+++ Vor einer Woche kam die erleich­tern­de Nach­richt aus Ber­lin: Der Bund för­dert den Musik-Cam­pus mit 20 Mil­lio­nen Euro. Doch so sicher, wie es zunächst schien, ist das Geld wohl noch nicht. „Müns­ter wird sich sehr stre­cken müs­sen, um die För­de­rung zu bekom­men“, sagt die grü­ne Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Maria Klein-Schmeink auf Nach­fra­ge. Das Geld ist an meh­re­re Bedin­gun­gen geknüpft, und um die­se Bedin­gun­gen zu erfül­len, sei noch „ordent­lich was zu tun“. Drei Bedin­gun­gen ste­hen in Abschnitt 5 der För­der­vor­aus­set­zun­gen. Sie lau­ten: Die Gesamt­fi­nan­zie­rung muss gesi­chert sein. Es muss ein „erheb­li­ches Bun­des­in­ter­es­se“ nach­ge­wie­sen wer­den. Und es muss ein „nach­voll­zieh­ba­res sowie trag­fä­hi­ges“ Betriebs- und Nut­zungs­kon­zept vor­lie­gen. Im Moment sind min­des­tens zwei die­ser Bedin­gun­gen nicht erfüllt. Ein wei­te­res Pro­blem könn­te durch den begrenz­ten För­der­zeit­raum ent­ste­hen. Das Geld müs­se bis zum Jahr 2025 abge­ru­fen sein, sagt Maria Klein-Schmeink. Nach den bis­he­ri­gen Pla­nun­gen soll der Bau aller­dings erst zwei Jah­re spä­ter begin­nen. Sie glau­be zudem, dass die Kos­ten für den Musik-Cam­pus mit Blick auf die gegen­wär­ti­ge Situa­ti­on am Ende sehr viel höher aus­fal­len wür­den als bis­her geplant, sagt Klein-Schmeink. Und dazu steht etwas in einem Papier zur För­de­rung mit immer wie­der gestell­ten Fra­gen. Dort heißt es: „Sich im Ver­lauf der Pro­jekt­ent­wick­lung erge­ben­de Mehr­be­dar­fe z. B. durch Bau­kos­ten­stei­ge­run­gen, sind grund­sätz­lich nicht zuwen­dungs­fä­hig.“ In ande­ren Wor­ten: Wenn es teu­rer wird, muss die Stadt die­se Kos­ten selbst über­neh­men oder jeman­den fin­den, der noch etwas mehr Geld dazu­gibt. Der Bund macht das nicht. (rhe)

+++ Haben sich die Arbeits­be­din­gun­gen in den Kran­ken­häu­sern durch die Pfle­ges­treiks im Som­mer ver­bes­sert? „Es haben sich Klei­nig­kei­ten ver­än­dert“, sag­te Lisa Schlag­heck, Pfle­ge­rin an der Uni­kli­nik Müns­ter, am Don­ners­tag dem WDR in der Lokal­zeit. Bis der aus­ge­han­del­te Tarif­ver­trag grei­fe, wür­den noch andert­halb bis zwei Jah­re ver­ge­hen. Grund­sätz­lich ist Lisa Schlag­heck mit dem Ergeb­nis sehr zufrie­den. „Wir haben einen tol­len Tarif­ver­trag aus­ge­han­delt“, sagt sie. Es gebe vie­le Ver­bes­se­run­gen für Aus­zu­bil­den­de, die Beset­zung auf den Pfle­ge­sta­tio­nen wer­de sich ver­bes­sern, auch der Per­so­nal­stand jen­seits der Pfle­ge – in der Kita, in der Küche, im Ser­vice. In Müns­ter ver­su­che die Uni­kli­nik zudem, das Per­so­nal zu ent­las­ten, indem sie Sta­tio­nen schlie­ße und Bet­ten nicht bele­ge. Aber den­noch gebe es wei­ter hohe Kran­ken­stän­de. Man mer­ke, dass sich die gro­ße Ver­än­de­rung noch nicht ein­ge­stellt habe. Und was die Beschäf­tig­ten in der Kli­nik sich für die Zukunft wünsch­ten? Natür­lich, mehr Per­so­nal. (rhe)

+++ Müns­ters Bischof Felix Genn hat die „Katho­lisch Inte­grier­te Gemein­de“ in Müns­ter auf­ge­löst. Das berich­tet unter ande­rem das Por­tal katholisch.de der katho­li­schen Kir­che. Offi­zi­ell lös­te Genn die Gemein­schaft auf, weil sie kei­ne Mit­glie­der mehr hat­te. Zuvor waren aller­dings schon wei­te­re Ver­ei­ne der Gemein­schaft auf­ge­löst wor­den, nach­dem die Grup­pe in die Kri­tik gera­ten war. Ehe­ma­li­ge Mit­glie­der berich­te­ten von einem „Sys­tem psy­chi­scher und finan­zi­el­ler Abhän­gig­keit“. Auch der eme­ri­tier­te Papst Bene­dikt XVI. distan­zier­te sich vor zwei Jah­ren von der Gemein­schaft, nach­dem er ihr vor­her über Jah­re eng ver­bun­den gewe­sen war. (rhe)

+++ Könn­te natür­lich sein, dass die Stadt­ver­wal­tung nicht nur die Büros her­un­ter­kühlt, son­dern im Win­ter zum Bei­spiel die Weih­nachts­märk­te aus­fal­len lässt, um Ener­gie zu spa­ren. Das wird Müns­ter, wie auch knapp 40 wei­te­re Städ­te, wohl nicht machen, schreibt die Nach­rich­ten­agen­tur epd. In Lübeck hieß es: Die wirt­schaft­li­chen Fol­gen für die Stän­de und den Tou­ris­mus wären „ver­hee­rend“. Die Stadt Worms sieht einen „hohen Bedarf an Nor­ma­li­tät“. Eini­ge Städ­te wol­len die Märk­te aller­dings weni­ger lan­ge beleuch­ten, unter ande­rem die Stadt Dort­mund. (rhe)

Der Rürup 

Wie weit ist Münster mit der Wärmewende?

Ges­tern hat Klaus Mül­ler von der Bun­des­netz­agen­tur wie­der gewarnt: Obwohl der Okto­ber gera­de erst ange­bro­chen ist, hei­zen die Deut­schen offen­bar schon über­durch­schnitt­lich viel. Unter ande­rem mit Erd­gas, das irgend­wann im Win­ter knapp wer­den könn­te und von dem Deutsch­land des­halb mög­lichst schnell mög­lichst unab­hän­gig wer­den soll. Bis 2045 soll das Land ohne­hin treib­haus­gas­neu­tral sein; Müns­ter hat sich die Kli­ma­neu­tra­li­tät schon bis 2030 vorgenommen.

Anders zu hei­zen, ist ein gro­ßer Bau­stein, um die­se Zie­le zu errei­chen. Das poli­ti­sche Schlag­wort dafür heißt Wär­me­wen­de. Das klingt ent­schlos­sen: Ein­mal umdre­hen bit­te, und alles wird gut. Aber der Wen­de­kreis ist hier ziem­lich groß, bis zum Rich­tungs­wech­sel dau­ert es noch. Etwa die Hälf­te der deut­schen Haus­hal­te heizt noch mit fos­si­lem Erd­gas, ein wei­te­res Vier­tel mit Heiz­öl. Wie ist das in Müns­ter bei neu­en Gebäu­den? Und wel­che Plä­ne gibt es in der Stadt, um die Wen­de zu schaf­fen? Wir haben uns das in Zusam­men­ar­beit mit dem Recher­chenetz­werk Cor­rec­tiv Lokal angeschaut.

Mehr als die Hälfte der neuen Wohngebäude heizt mit Gas

In den Jah­ren 2016 bis 2020 wur­den in Müns­ter 1.826 Wohn­ge­bäu­de fer­tig­ge­stellt. In etwas mehr als der Hälf­te davon (977 Gebäu­de) steht eine Gas­hei­zung; das sieht noch nicht so sehr nach Wär­me­wen­de aus. Immer­hin: Ölhei­zun­gen wur­den in die­sem Zeit­raum nur in elf neu­en Wohn­häu­sern ver­baut (alle Zah­len kön­nen Sie sich hier aus­führ­lich anschau­en, wenn Sie die Sta­tis­tik für Müns­ter abru­fen, oder hier in der Zusammenfassung).

Knapp ein Zehn­tel der neu­en Wohn­ge­bäu­de wird mit Luft-Was­ser-Wär­me­pum­pen beheizt – wie kli­ma­freund­lich das ist, hängt davon ab, ob die Pum­pe mit Öko­strom betrie­ben wird. Gut ein wei­te­res Zehn­tel der neu­en Häu­ser (208 Gebäu­de) bezieht sei­ne Heiz­ener­gie aus Geo­ther­mie. Damit ist die ober­flä­chen­na­he Geo­ther­mie gemeint, bei der in bis zu 400 Metern Tie­fe für ein ein­zel­nes Haus oder eine Sied­lung Wär­me­en­er­gie aus dem Boden gewon­nen wird. Ver­gleichs­wei­se sel­ten wird bis­her die Solar­ther­mie genutzt: Nur 20 neue Wohn­ge­bäu­de haben Solar­an­la­gen, die Wär­me erzeugen.

Bei den Nicht­wohn­ge­bäu­den sieht die Bilanz etwas bes­ser aus. Von den 254 neu­en Büro-, Gewer­be- und ande­ren Gebäu­den brau­chen 98 (also fast 40 Pro­zent) gar kei­ne Hei­zung, weil sie sehr gut gedämmt oder sogar rich­ti­ge Pas­siv­häu­ser sind. Gut ein Vier­tel die­ser Gebäu­de hat eine Gas­hei­zung; Ölhei­zun­gen, Geo­ther­mie und Wär­me­pum­pen kom­men sehr sel­ten vor.

Kooperation mit Correctiv Lokal

Die­se Recher­che ist Teil einer Koope­ra­ti­on von RUMS mit Cor­rec­tiv Lokal, einem Netz­werk für Lokal­jour­na­lis­mus, das daten­ge­trie­be­ne und inves­ti­ga­ti­ve Recher­chen gemein­sam mit Lokal­re­dak­tio­nen umsetzt. Cor­rec­tiv Lokal ist Teil des gemein­nüt­zi­gen Recher­che­zen­trums Cor­rec­tiv, das sich durch Spen­den finan­ziert. Mehr unter correctiv.org/klima.

Eine Wende, viele Veränderungen

In bei­den Auf­zäh­lun­gen fehlt noch ein Pos­ten, der aus ver­schie­de­nen Grün­den inter­es­sant ist: die Fern­wär­me. An die­ses Netz wur­den jeweils mehr als ein Fünf­tel der neu­en Gebäu­de ange­schlos­sen. Ins­ge­samt haben inzwi­schen 3.755 Gebäu­de in Müns­ter einen sol­chen Anschluss (Stand 2021), und das Netz wird stän­dig wei­ter aus­ge­baut. Wie vie­le Haus­hal­te hin­ter den 3.755 Gebäu­den ste­cken, lässt sich laut Stadt­wer­ke-Spre­che­rin Lisa Schme­es nicht sagen. Neben Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern wür­den zum Bei­spiel auch Schu­len, Kran­ken­häu­ser und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen über das Netz versorgt.

Bis­her stammt die Ener­gie für die Fern­wär­me fast voll­stän­dig aus Erd­gas, ein Bruch­teil aus Bio­me­than, also qua­si aus Bio-Erd­gas. Doch die Stadt­wer­ke wol­len das ändern: Schritt für Schritt soll auch grü­ne Ener­gie ins Fern­wär­me­netz flie­ßen. Wie lan­ge das dau­ern wird, ist noch nicht klar (dazu gleich mehr). Aber das Netz hat einen Vor­teil: Die Wär­me­wen­de-Schrit­te kön­nen sofort vie­le Haus­hal­te errei­chen, anders als in Wohn­ge­bie­ten mit Erd­gas­ver­sor­gung, in denen jedes ein­zel­ne Haus auf eine grü­ne Wär­me­quel­le umge­rüs­tet wer­den muss.

Außer­dem hat der Rat im Juni einen Stu­fen­plan für die Wär­me­wen­de beschlos­sen (RUMS-Brief vom 17. Juni). In neu­en Bau­ge­bie­ten sol­len kei­ne Erd­gas­lei­tun­gen mehr ver­legt wer­den. Statt­des­sen sol­len die Häu­ser ans Fern­wär­me­netz ange­schlos­sen wer­den, wo das mög­lich ist. Sied­lun­gen, die von die­sem Netz zu weit ent­fernt lie­gen, sol­len Nah­wär­me­net­ze bekom­men, die nach Mög­lich­keit aus sich erneu­ern­den Ener­gie­quel­len gespeist werden.

Grüne Fernwärme gesucht

Die­ser Plan bringt dem Kli­ma aber natür­lich nur dann etwas, wenn die Fern­wär­me auf grü­ne Quel­len umge­stellt wird. Dafür gibt es ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, die die Stadt­wer­ke par­al­lel ver­fol­gen und spä­ter vor­aus­sicht­lich mixen wer­den. Für ein ers­tes Pro­jekt in Rich­tung grü­ne­rer Fern­wär­me haben die Stadt­wer­ke nach eige­ner Aus­sa­ge gera­de den Auf­trag ver­ge­ben: Eine Groß­wär­me­pum­pe soll am Hafen­kraft­werk die Abwär­me auf­fan­gen, die bei der Strom- und Wär­me­er­zeu­gung durch Erd­gas­ver­bren­nung ent­steht, und ins Fern­wär­me­netz ein­spei­sen. Das ist sicher sinn­voll, weil Ener­gie so noch effi­zi­en­ter genutzt wird, bloß: Dafür muss ja im Kraft­werk immer noch Erd­gas ver­brannt wer­den. Die Bau­ar­bei­ten für die Pum­pe sol­len laut Pres­se­mit­tei­lung Ende 2023 beginnen.

Eine zwei­te Mög­lich­keit wäre, Fern­wär­me aus Son­nen­en­er­gie zu gewin­nen; dar­um ging es im Febru­ar schon ein­mal. Die gro­ße Her­aus­for­de­rung ist: Solar­ther­mie­an­la­gen brau­chen viel Platz, wenn sie vie­le Haus­hal­te mit Wär­me ver­sor­gen sol­len. Und bis­her gibt es noch nicht ein­mal eine Pilot­an­la­ge. Die ist zwar in Pla­nung, aber wie groß sie wer­den und wo sie ab wann ste­hen soll, ver­ra­ten die Stadt­wer­ke noch nicht.

Erdwärme aus der Tiefe

Ein wei­te­rer mög­li­cher Bau­stein ist gera­de einen klei­nen Schritt näher gerückt: die Geo­ther­mie. In die­sem Fall geht es nicht dar­um, mit Wär­me aus den obe­ren Erd­schich­ten Häu­ser oder Sied­lun­gen zu hei­zen, son­dern um Ener­gie aus tie­fe­ren Lagen für das Fernwärmenetz.

Der Vor­teil: Je tie­fer man in die Erde bohrt, des­to wär­mer wird es, etwa 3 Grad pro 100 Meter. Das Was­ser müss­te also nicht (wie bei der ober­flä­chen­na­hen Geo­ther­mie) mit Hil­fe einer Wär­me­pum­pe noch wei­ter erhitzt wer­den, son­dern ist von sich aus warm genug zum Hei­zen. Der Nach­teil: Bevor die Stadt­wer­ke aus hei­ßem Ther­mal­was­ser Wär­me gewin­nen kön­nen, müs­sen sie erst ein­mal eine Men­ge Geld inves­tie­ren. Zum einen, um zu unter­su­chen, ob und wo es genü­gend hei­ßes Was­ser gibt, damit es sich lohnt, zu boh­ren. Zum ande­ren für die geo­ther­mi­sche Anla­ge selbst.

Erste Untersuchung: Münster hat Potenzial

Fan­gen wir mit dem ers­ten Teil an. Lohnt sich das in Müns­ter über­haupt? Dar­auf gibt es jetzt eine Ant­wort: Ver­mut­lich schon.

Die­se Ant­wort hat Müns­ter prak­ti­scher­wei­se geschenkt bekom­men. Der Geo­lo­gi­sche Dienst NRW hat im Auf­trag des Lan­des in der Stadt und eini­gen Nach­bar­ge­mein­den das Erd­reich unter­sucht. Dazu hat er fünf soge­nann­te Vibrot­rucks los­ge­schickt, gro­ße Rüt­tel­fahr­zeu­ge, die auf 73 Kilo­me­tern Gesamt­stre­cke mit Schall­wel­len den Boden bis in sechs Kilo­me­tern Tie­fe gescannt haben (RUMS-Brief vom 30. Novem­ber 2021). In den ver­gan­ge­nen Mona­ten hat der Geo­lo­gi­sche Dienst die Daten aus­ge­wer­tet, die die Fahr­zeu­ge an den 1.800 Mess­punk­ten ein­ge­sam­melt haben.

Geo­lo­ge Ingo Schä­fer hat die Ergeb­nis­se letz­ten Mon­tag im Regio­nal­rat der Bezirks­re­gie­rung prä­sen­tiert (hier kön­nen Sie sich ab Minu­te 17 sei­nen Vor­trag anschau­en). Auf dem zwei­di­men­sio­na­len Bild der Boden­schich­ten unter­halb von Müns­ter sind drei Kalk­stein­schich­ten zu erken­nen, in denen es war­mes Was­ser geben könn­te. Sie lie­gen zwi­schen 900 und mehr als 6.000 Meter unter der Erd­ober­flä­che, Was­ser wäre in die­ser Tie­fe zwi­schen 30 und über 160 Grad warm.

Nächster Schritt: Ein 3D-Bild des Bodens

In wel­cher Tie­fe die drei Kalk­stein­schich­ten lie­gen, lässt sich für jeden Ort im Mess­ge­biet anhand der Daten ziem­lich genau bestim­men. Was man noch nicht weiß ist, wie viel Was­ser es tat­säch­lich an wel­cher Stel­le gibt, wo sich also eine Anla­ge loh­nen wür­de. Dazu müs­sen die Stadt­wer­ke erst noch genaue­re Boden­un­ter­su­chun­gen in Auf­trag geben, um nicht nur ein zwei-, son­dern auch ein drei­di­men­sio­na­les Bild zu bekom­men und poten­zi­ell ergie­bi­ge Wär­me­quel­len wei­ter einzugrenzen.

Einen Zeit­plan dafür gibt es noch nicht, weil die Stadt­wer­ke ja gera­de erst die Ergeb­nis­se der ers­ten Unter­su­chun­gen bekom­men haben. In jedem Fall sol­len für die 3D-Ana­ly­se noch ein­mal Vibrot­rucks aus­rü­cken, dies­mal quer zu den Stre­cken der ers­ten Mes­sung, um ras­ter­ar­tig ein genaue­res Bild zu ermit­teln. Das fer­ti­ge 3D-Bild wird dann spä­ter die Grund­la­ge für soge­nann­te Erkun­dungs­boh­run­gen sein: An den viel­ver­spre­chends­ten Stel­len sol­len die­se Boh­run­gen zei­gen, ob wirk­lich genü­gend hei­ßes Was­ser nach oben gepumpt wer­den kann.

Großes finanzielles Risiko

Für die 3D-Unter­su­chung haben die Stadt­wer­ke 4 Mil­lio­nen Euro ein­ge­plant. Eine sol­che Unter­su­chung und ein Bud­get von 4 Mil­lio­nen Euro hat gera­de auch die CDU in einem Rats­an­trag und bei einem Pres­se­ter­min gefor­dert. Das ist natür­lich ganz prak­tisch: Man for­dert etwas, das sowie­so geplant ist. Spä­ter kann man dann sagen: Schaut mal, das hat­ten wir ja so gefordert.

4 Mil­lio­nen Euro sind schon nicht wenig. Und nun kommt ein Knack­punkt an der gan­zen Geschich­te: Eine Pro­be­boh­rung wäre wahr­schein­lich noch teu­rer, und zwar mit unge­wis­sem Aus­gang. Auch wenn ein Gebiet auf dem 3D-Bild viel­ver­spre­chend aus­sieht, kann es pas­sie­ren, dass die Stadt­wer­ke dort den­noch nicht genug Was­ser fin­den. Dann müss­ten sie es an einem ande­ren Ort noch ein­mal ver­su­chen, wie­der für viel Geld und wie­der mit unge­wis­sem Aus­gang. Für die­sen finan­zi­ell ris­kan­ten Teil des Vor­ha­bens gibt es bis­her auch noch kei­ne För­der­mit­tel. Aber in dem The­ma ist Bewe­gung; gera­de hat die Bun­des­re­gie­rung ein Pro­gramm auf­ge­legt, aus dem unter ande­rem Geo­ther­mie­an­la­gen geför­dert wer­den können.

Was ist mit dem Trinkwasser?

Die­se Fra­ge wur­de im Regio­nal­rat gestellt, und sie taucht häu­fig auf, wenn es um so tie­fe Ein­grif­fe ins Erd­reich geht. Tat­säch­lich schei­den eini­ge Berei­che von Müns­ter für Pro­be­boh­run­gen und Geo­ther­mie­an­la­gen aus, weil sie Was­ser­schutz­ge­bie­te sind oder auf dem Müns­ter­län­der Kies­sand­zug (hier zu sehen unter „Grund­was­ser“) lie­gen, der wegen des Trink­was­ser­schut­zes nicht per­fo­riert wer­den darf. Wohn­sied­lun­gen im Bereich des Kies­sand­zu­ges kön­nen des­halb nicht mit Hil­fe von ober­flä­chen­na­her Geo­ther­mie beheizt werden.

Wär­me aus tie­fen Erd­schich­ten zu nut­zen, könn­te hier aber trotz­dem mög­lich sein, sagt mir Ingo Schä­fer auf Nach­fra­ge. Die Trink­was­ser­re­ser­voirs lie­gen 20 bis 30 Meter unter der Erd­ober­flä­che. Soll­ten aus­ge­rech­net hier in den tie­fe­ren Kalk­stein­schich­ten grö­ße­re Ther­mal­was­ser-Vor­kom­men gefun­den wer­den, könn­ten die Stadt­wer­ke an einer ande­ren Stel­le neben dem Kies­sand­zug den Boden auf­boh­ren, weit unter­halb der Trink­was­ser­schicht abkni­cken und die Warm­was­ser­quel­le von der Sei­te aus anzapfen.

Was möglich ist: Ein Blick nach München

Lohnt sich ein sol­cher Auf­wand denn über­haupt? Dazu schau­en wir zum Schluss noch nach Mün­chen, sozu­sa­gen Deutsch­lands Geothermie-Vorzeigestadt.

Mün­chen und Orte in der Umge­bung nut­zen schon 26 Anla­gen für die Wär­me- und sogar Strom­ge­win­nung; dazu zap­fen die Stadt­wer­ke Mün­chen und ihre Part­ner­un­ter­neh­men Quel­len in bis zu 4.200 Metern Tie­fe an, in denen das Was­ser bis zu 140 Grad heiß ist. Bis 2040 will die baye­ri­sche Haupt­stadt ihre Fern­wär­me kom­plett aus sich erneu­ern­den Ener­gie­quel­len spei­sen, unter ande­rem durch Geo­ther­mie. Die soll schon Anfang der 2030er-Jah­re ein Vier­tel des Fern­wär­me­be­dar­fes abde­cken; die Stadt­wer­ke Mün­chen wol­len dafür eine Mil­li­ar­de Euro in ent­spre­chen­de Anla­gen und die Infra­struk­tur investieren.

Ob die Bedin­gun­gen für sol­che Vor­ha­ben in Müns­ter genau­so gut sind wie in Mün­chen, müs­sen die nächs­ten Boden­un­ter­su­chun­gen zei­gen. Eini­ge Erfah­run­gen aus dem Süden wer­den in jedem Fall in die wei­te­re Pla­nung in Müns­ter ein­flie­ßen: Mitarbeiter:innen der Stadt­wer­ke waren laut Spre­che­rin Lisa Schme­es schon im Juni in Mün­chen, um sich dort zu infor­mie­ren, und der Aus­tausch soll wei­ter­ge­hen. (cbu)

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Korrekturen

Im RUMS-Brief am Diens­tag haben wir kurz vor Schluss, im PS, aus Ver­se­hen in einem Link auf den fal­schen RUMS-Brief ver­wie­sen. Wir haben das korrigiert.

Corona-Update

+++ Die Zahl der Coro­na-Fäl­le in Müns­ter hat sich in andert­halb Wochen fast ver­dop­pelt. Am heu­ti­gen Frei­tag mel­de­te die Stadt 2.763 Fäl­le, am ver­gan­ge­nen Mon­tag (26. Sep­tem­ber) waren es noch 1.217. Die Inzi­denz wächst damit auf einen Wert von 552 (Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000 Men­schen inner­halb einer Woche). 

+++ Das Inten­siv­re­gis­ter mel­det vier Patient:innen mit Covid-Erkran­kung, die auf der Inten­siv­sta­ti­on lie­gen. Eine Per­son muss beatmet werden. 

+++ Kita-Kin­der sol­len künf­tig über einen Nasen­ab­strich auf Coro­na getes­tet wer­den, statt wie bis­her mit einem Lol­li­test. Das kün­digt das NRW-Fami­li­en­mi­nis­te­ri­um an. Die Nasen­ab­stri­che gel­ten als zuver­läs­si­ger. Aber kei­ne Sor­ge: Kin­der müs­sen das Test­stäb­chen nicht wie Erwach­se­ne tief in die Nase ste­cken. Bei ihnen reicht ein Abstrich im vor­de­ren Bereich. Eltern von Kita-Kin­dern bekom­men pro Monat acht Selbst­tests, alle wei­te­ren müs­sen sie selbst zahlen. 

+++ Wer braucht denn nun eine vier­te Imp­fung? Tho­mas Mer­tens, der Vor­sit­zen­de der Stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on, rät vor allem Men­schen mit einem hohen Risi­ko einer schwe­ren Erkran­kung dazu, sich mit einem ange­pass­ten Impf­stoff boos­tern zu las­sen – also vor allem Men­schen im Alter von über 60 Jah­ren, das sag­te er ges­tern bei einer Pres­se­kon­fe­renz. Auch für Men­schen mit einer Vor­er­kran­kung oder Per­so­nal in medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen sei es sinn­voll, sich ein vier­tes Mal imp­fen zu las­sen. Hier geht es zu Impf­ter­mi­nen in Müns­ter. (vpe)

Ein-Satz-Zentrale

+++ Über 1.800 Stu­die­ren­de ste­hen auf der War­te­lis­te des Stu­die­ren­den­werks und müs­sen im Schnitt ein hal­bes Jahr auf eine Woh­nung war­ten. (Anten­ne Müns­ter)

+++ Die Mie­ten in Müns­ter sind laut dem Deut­schen Mie­ter­bund Müns­ter seit 2019 um etwa zwölf Pro­zent gestie­gen und wer­den bis zum nächs­ten Jahr wohl noch ein­mal um min­des­tens zehn Pro­zent wach­sen. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Weil ihnen die Koh­len­säu­re aus­zu­ge­hen droht, haben eini­ge Braue­rei­en aus Müns­ter und der Regi­on ihre Pro­duk­ti­on gedros­selt. (Anten­ne Müns­ter)

+++ Der neue grü­ne Schuld­schein der Stadt (Green Bond) ist offen­bar so begehrt, dass die Stadt statt 100 Mil­lio­nen Euro jetzt 140 Mil­lio­nen auf­nimmt. (Stadt Müns­ter)

+++ Die CDU-Frak­ti­on im Rat der Stadt Müns­ter for­dert Shut­tle-Ser­vices für Müns­ters Fried­hö­fe. (CDU-Fak­ti­on)

+++ Die Part­ner­städ­te Müns­ter und Ensche­de schen­ken sich gegen­sei­tig jeweils eine Park­bank. (Stadt Müns­ter)

+++ Zum 375. Jah­res­tag des „West­fä­li­schen Frie­dens“ im nächs­ten Jahr will der Ver­ein Bür­ger­netz dazu eine Enzy­klo­pä­die erstel­len: ein „Frie­dens­wi­ki“. (Frie­dens­wi­ki Müns­ter)

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Das Geschäft ist klein, aber dafür fin­det man ganz schön vie­le Zim­mer­pflan­zen und Deko­ra­ti­ons­ideen bei Blu­men Rogée an der Wol­be­cker Stra­ße 34. Auf der Web­site steht: „Früh­ling zu jeder Jah­res­zeit“. Wie das aus­sieht, kön­nen Sie sich hier in der Gale­rie anse­hen. Und wenn Sie jeman­dem eine Freu­de machen möch­ten, aber die Woh­nung nicht ver­las­sen kön­nen oder wol­len: Das Geschäft lie­fert die Blu­men inner­halb von Müns­ter auch aus. 

Hier fin­den Sie alle unse­re Emp­feh­lun­gen. Soll­te Ihnen ein Tipp beson­ders gut gefal­len, tei­len Sie ihn ger­ne ein­fach über den Link.

Drinnen und Draußen

Was am Wochen­en­de los ist, hat Vik­to­ria Pehl­ke für Sie in Erfah­rung gebracht. Das hier sind ihre Empfehlungen.

+++ Bei der „Green World Tour“-Messe am Wochen­en­de in der Men­sa am Ring gibt’s nach­hal­ti­ge Mode, Lebens­mit­tel und Kos­me­tik zu sehen, außer­dem fin­den Vor­trä­ge und eine Klei­der­tausch­bör­se statt. Öff­nungs­zei­ten: Sams­tag und Sonn­tag, jeweils von 11 bis 18 Uhr. Ein­tritt: 3,50 Euro. Tickets und noch mehr Infos gibt es online.

+++ Die 38-jäh­ri­ge Afgha­nin Nasim Tajik hat vor zwei Jah­ren im Geflüch­te­ten­la­ger Moria ein Feu­er erlebt, das tau­sen­den Men­schen auch das Letz­te nahm, was sie hat­ten. Die Regis­seu­re Ole Jacobs und Arne Bütt­ner haben sie beglei­tet und die Doku­men­ta­ti­on Nasim gedreht. Am Sonn­tag zeigt das Cine­ma den Film. Nasim Tajik und die Regis­seu­re wer­den da sein und im Anschluss Fra­gen beant­wor­ten. Kar­ten gibt es hier.

+++ Mor­gen ist am alten Güter­bahn­hof an der Hafen­stra­ße Fietsen­bör­se, wie immer am ers­ten Sams­tag im Monat von 10 bis 15 Uhr. Und falls Ihnen noch ein Argu­ment fehlt, um zu kom­men: Sie haben die Aus­wahl zwi­schen unge­fähr 800 Rädern.

+++ Die Initia­ti­ve Müll­wan­dern Müns­ter sam­melt am Sonn­tag in der Innen­stadt Müll. Das macht sie an jedem zwei­ten Sonn­tag im Monat, immer in unter­schied­li­chen Vier­teln. Treff­punkt ist der Park­platz an der Was­ser­stra­ße hin­ter dem Zwin­ger. Los gehts um 13 Uhr, das Gan­ze soll andert­halb Stun­den dauern. 

+++ Mit einer Finis­sa­ge und Tanz­per­for­mance endet am Sonn­tag die Aus­stel­lung Beweg­te Skulp­tu­ren in der Aus­stel­lungs­hal­le am Hawerkamp. Beginn ist um 18 Uhr.

+++ Im Schloss­thea­ter beginnt am Sonn­tag das 40. Kin­der­film­fes­ti­val. Eine Woche lang zeigt das Kino Fil­me für Kin­der aller Alters­grup­pen. Außer­dem fin­den Work­shops für Film­be­geis­ter­te ab zehn Jah­ren statt und die Kin­der kön­nen in der Kin­der­film­fest-Redak­ti­on mit­ar­bei­ten. Das Pro­gramm gibt es online.

Und zum Schluss noch ein Tipp von Ralf Heimann: 

+++ Das Picas­so-Muse­um zeigt seit die­ser Woche eine Aus­stel­lung über Fer­nan­de Oli­vi­er und Fran­çoi­se Gilot, zwei Lebens­ge­fähr­tin­nen Pablo Picas­sos. Fer­nan­de Oli­vi­er wur­de vom Künst­ler auf über 60 Wer­ken abge­bil­det. Fran­çoi­se Gilot, die vor einem Jahr ihren hun­derts­ten Geburts­tag fei­er­te, ist selbst Künst­le­rin. Sie war die ein­zi­ge Frau, die Picas­so ver­ließ, was der zum Anlass nahm, allen Gale­rien in Paris zu unter­sa­gen, ihre Wer­ke aus­zu­stel­len. Der WDR hat die Aus­stel­lung in der Lokal­zeit vor­ge­stellt. Wenn Sie gleich hin­ge­hen möch­ten: Bis zum 22. Janu­ar haben Sie noch Zeit, diens­tags bis sonn­tags sowie an Fei­er­ta­gen zwi­schen 10 und 18 Uhr. 

Am Diens­tag schreibt Ihnen Sebas­ti­an Fob­be. Ich wün­sche Ihnen ein schö­nes Wochenende.

Herz­li­che Grü­ße
Con­stan­ze Busch

Mit­ar­beit: Sebas­ti­an Fob­be, Jan Gro­ße Nobis, Ralf Hei­mann, Vik­to­ria Pehl­ke
Lek­to­rat: Lau­ra Badura

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PS

Heu­te möch­te ich Ihnen hier ein schö­nes neu­es Pro­jekt ver­lin­ken, das auch ein biss­chen mit RUMS zu tun hat. Das Maga­zin Medi­en­in­si­der hat die­se Woche den Lokal­ra­dar gestar­tet: Auf einer inter­ak­ti­ven Kar­te kön­nen Sie neue loka­le Medi­en ken­nen­ler­nen, die wie RUMS den Lokal­jour­na­lis­mus neu gestal­ten möch­ten. Wir freu­en uns sehr, dass wir dabei sind. Kli­cken Sie sich doch mal durch.