Münster wird Regenbogenstadt | Notunterkunft: Ein Zielkonflikt und eine halbe Lösung | Kaffee und Klamotten bei Cup & Cotton

Müns­ter, 4. Okto­ber 2022

Guten Tag,

auf den Stu­fen zum his­to­ri­schen Rat­haus sind die Blu­men, Ker­zen und Schil­der ver­schwun­den. Nichts erin­nert dort mehr an das, was Mal­te C. am Ran­de des Chris­to­pher Street Days in Müns­ter wider­fah­ren ist. Mal­te, ein jun­ger trans Mann, auf­ge­wach­sen in Müns­ter, stell­te sich schüt­zend vor eine Grup­pe Frau­en, die les­ben­feind­lich belei­digt und bedroht wur­den. Dar­auf­hin schlug ein Mann Mal­te zwei­mal ins Gesicht. Mal­te fiel zu Boden, schlug mit dem Hin­ter­kopf auf dem Asphalt auf und wur­de bewusstlos.

Fünf Tage lag Mal­te im künst­li­chen Koma, bis er weni­ge Tage vor sei­nem 26. Geburts­tag im Kran­ken­haus ver­starb. Um sich von Mal­te zu ver­ab­schie­den, luden heu­te 14 quee­re Orga­ni­sa­tio­nen und Initia­ti­ven aus Müns­ter zu einer öffent­li­chen Trau­er­fei­er am Wald­fried­hof Lau­hei­de ein. Wie der WDR berich­tet, sind rund 300 Men­schen am Mit­tag dort­hin gekommen.

Deutschlandweite Anteilnahme

Der Tod des jun­gen Man­nes lös­te ein bun­des­wei­tes Echo aus. Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser (SPD) und Sven Leh­mann (Grü­ne), der Queer­be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung, drück­ten ihre Anteil­nah­me und ihr Ent­set­zen über die Gewalt­tat aus.

Fae­ser und Leh­mann wol­len aber auch poli­tisch etwas bewe­gen, um den Hass und die Gewalt gegen quee­re Men­schen in Deutsch­land zu bekämp­fen. So soll etwa die Poli­zei­sta­tis­tik queer­feind­li­che Straf­ta­ten stär­ker in den Fokus neh­men. 2021 wur­den über 1.200 sol­cher Straf­ta­ten gezählt. Man gehe aber laut Pres­se­mel­dung „von einem gro­ßen Dun­kel­feld aus“. Außer­dem wol­len die bei­den Politiker:innen ein Gre­mi­um gegen anti-quee­re Gewalt ein­rich­ten und einen natio­na­len Akti­ons­plan für Akzep­tanz sexu­el­ler und geschlecht­li­cher Viel­falt und gegen Queer­feind­lich­keit in Deutsch­land erstellen.

Über die­sen Akti­ons­plan soll der Bun­des­tag noch in die­sem Jahr ent­schei­den. Eini­ge Eck­punk­te sind schon bekannt: Zum Bei­spiel will der Queer­be­auf­trag­te das Grund­ge­setz ändern, damit der Gleich­stel­lungs­ar­ti­kel künf­tig auch Dis­kri­mi­nie­rung wegen sexu­el­ler Iden­ti­tät ver­bie­tet. Außer­dem sol­len die Kos­ten für Kin­der­wunsch­be­hand­lun­gen für gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re über­nom­men und Hass­kri­mi­na­li­tät stär­ker geahn­det wer­den. Und der Akti­ons­plan soll Emp­feh­lun­gen für die Ver­wen­dung von geschlech­ter­ge­rech­ter Spra­che im öffent­li­chen Dienst entwickeln.

Ein Aktionsplan für Münster

Auch die Stadt Müns­ter will etwas gegen Queer­feind­lich­keit unter­neh­men. In der Nähe des Bahn­hofs soll die quee­re Gemein­schaft sicht­ba­rer wer­den – durch Stra­ßen­la­ter­nen, Sitz­bän­ke und Fahr­rad­bü­gel in Regen­bo­gen­far­ben und durch gleich­ge­schlecht­li­che Figu­ren an den Ampeln.

Zum ande­ren will Müns­ter einen eige­nen Akti­ons­plan ent­wi­ckeln, damit alle Men­schen „selbst­be­stimmt und dis­kri­mi­nie­rungs­frei in unse­rer Stadt leben kön­nen“, so steht es in dem Ver­wal­tungs­pa­pier. In Müns­ter soll Queer­po­li­tik kein Rand­the­ma sein. Laut Beschluss­vor­la­ge sol­len schät­zungs­wei­se über 23.000 schwu­le, les­bi­sche, bise­xu­el­le, trans und inter Men­schen in Müns­ter leben, fast 8.700 davon sind zwi­schen 14 und 29 Jah­ren alt. Im letz­ten Jahr sol­len laut Vor­la­ge außer­dem 51 inter­ge­schlecht­li­che Kin­der in Müns­ter gebo­ren wor­den sein. „Der Bera­tungs- und Hilfs­be­darf der Eltern ist hier beson­ders hoch“, heißt es in dem Papier.

An dem Akti­ons­plan mit­wir­ken sol­len die Ver­wal­tung, Fach­leu­te und quee­re Ver­ei­ne. Die Zie­le sind ambi­tio­niert: Der Akti­ons­plan soll in sie­ben Lebens­be­rei­chen (zum Bei­spiel Schu­le, Beruf und Pfle­ge) Dis­kri­mi­nie­rung von quee­ren Men­schen abbau­en und gleich­zei­tig auch Mehr­fach­dis­kri­mi­nie­run­gen von quee­ren Men­schen mit Behin­de­rung oder Migra­ti­ons­ge­schich­te in den Blick neh­men. Denn vie­le die­ser Men­schen füh­len sich in Müns­ter unsi­cher. In einem offe­nen Brief der 14 quee­ren Ver­ei­ne aus Müns­ter schrei­ben sie, der Angriff auf Mal­te habe ihnen „schmerz­haft vor Augen geführt, dass wir uns nir­gend­wo wirk­lich sicher füh­len können“.

Laut Stadt soll der Akti­ons­plan im Jahr 2024 fer­tig sein. Städ­te wie Bie­le­feld oder Nürn­berg haben bereits ver­gleich­ba­re Plä­ne. Köln hat außer­dem eine Fach­stel­le für quee­re Fra­gen geschaffen.In Müns­ter wird es noch etwas dau­ern. Umset­zen will die Stadt den Plan ab 2025. Den ers­ten Schritt will sie aber schon sofort machen und dem Netz­werk der Regen­bo­gen-Städ­te bei­tre­ten: dem Rain­bow Cities Net­work. Einem inter­na­tio­na­len Zusam­men­schluss aus 40 Städ­ten in 18 Län­dern, das sich ein­mal jähr­lich über die Fort­schrit­te ihrer Queer­po­li­tik aus­tauscht. Müns­ter wäre das elf­te Mit­glied aus Deutsch­land. (sfo)

Kurz und Klein

+++ Sie haben es bestimmt schon beob­ach­tet: Auf einen E-Scoo­ter pas­sen auch zwei Men­schen gleich­zei­tig. Das ist gefähr­lich, denn die Dop­pel­be­le­gung erschwert das Len­ken und Brem­sen. Mit Blick auf die Sicher­heit also schlech­te Vor­aus­set­zun­gen – sowohl für die Men­schen auf den Rol­lern als auch für die auf der Stra­ße. Obwohl Deutsch­land Tan­dem­fahr­ten auf E-Scoo­tern gesetz­lich ver­bie­tet und mit einem Buß­geld bestraft, fin­den laut einer Pres­se­mit­tei­lung des Anbie­ters Bolt drei bis vier Pro­zent aller E-Scoo­ter-Fahr­ten immer noch zu zweit statt. Um dage­gen vor­zu­ge­hen, hat Bolt nun eine neue Funk­ti­on ein­ge­führt, die Tan­dem­fahr­ten erken­nen soll. Regis­triert der Rol­ler über den Beschleu­ni­gungs­mes­ser eine star­ke Gewichts­ver­än­de­rung, sen­det er den Nutzer:innen eine Benach­rich­ti­gung und klärt über die Gefah­ren von Tan­dem­fahr­ten auf. Bolt dür­fe die E-Scoo­ter nicht ver­lang­sa­men und die Fahrt abbre­chen, schreibt uns Jan Kro­nen­ber­ger von Bolt auf Nach­fra­ge. Bei Wiederholungstäter:innen behal­te sich Bolt ledig­lich vor, die­se vor­über­ge­hend zu sper­ren, so Kro­nen­ber­ger. (ast)

+++ Beim „Smart City Index 2022“ belegt Müns­ter in der Kate­go­rie Mobi­li­tät nur den 32. von 81 Plät­zen. Nach­hol­be­darf sieht der Digi­tal­ver­band Bit­kom prak­tisch über­all, zum Bei­spiel beim soge­nann­ten smar­ten Ver­kehrs­ma­nage­ment. Das ist bit­ter, aber glück­li­cher­wei­se kommt der Stadt da ein neu­er Ver­kehrs­ver­such an der Wese­ler Stra­ße ganz recht: Dort sol­len ab heu­te intel­li­gen­te Ampeln den Bus­ver­kehr beschleu­ni­gen. Die Bus­am­peln ste­hen grund­sätz­lich immer auf Grün und sprin­gen – ganz smart – nur dann um, wenn sich die Ver­kehrs­la­ge ändert. Das war zumin­dest der Plan. Um 10 Uhr muss­te die Stadt aber die Not­brem­se zie­hen: Der Auf­bau der Ampeln an der Wese­ler Stra­ße ver­zö­gert sich, das Per­so­nal ist blö­der­wei­se aus­ge­fal­len. Ob, wann und wie es wei­ter­geht, steht „zeit­nah“ fest. So lan­ge bleibt an der Wese­ler Stra­ße erst ein­mal alles so, wie es ist, und die Bus­se blei­ben da ste­hen, wo sie immer ste­hen blei­ben. (sfo)

Wie es weiterging – am Hansator 

Im RUMS Brief am 20. Sep­tem­ber haben wir über das Poha House berich­tet, einen Wohn­kom­plex mit über 300 Woh­nun­gen hin­ter dem Bahn­hof, der eine neue Art von Woh­nen ver­spricht, das soge­nann­te Co-Living (schma­les eige­nes Zim­mer, aber viel gemein­schaft­li­cher Raum und Kon­tak­te). Die West­fä­li­schen Nach­rich­ten hat­ten geschrie­ben, die Uni­kli­nik, das Thea­ter und der Zoo hät­ten im „Poha House” vie­le Apart­ments gemie­tet. Wir hat­ten unter ande­rem beim Zoo gefragt. Dort wuss­te man davon nichts. Die Fra­ge, wie es zu dem Miss­ver­ständ­nis kam, blieb offen – bis sich vor ein paar Tagen eine Per­son anonym bei uns mel­de­te. Sie sag­te, es gehe nicht um den Zoo, son­dern um den Zoll. Und tat­säch­lich: Ein Spre­cher schreibt auf Nach­fra­ge: „Die Gene­ral­zoll­di­rek­ti­on hat ins­ge­samt 125 Appar­te­ments im ‘Poha House’ zur Unter­brin­gung von Nach­wuchs­kräf­ten des geho­be­nen Diens­tes ange­mie­tet.“ Wir rech­nen also zusam­men: Die Uni­kli­nik hat 50 Zim­mer gemie­tet, das Thea­ter fünf, und dann kom­men noch ein­mal zehn von der Uni Müns­ter hin­zu. Auch dort hat­ten wir gefragt. Macht zusam­men 190 von 313 Apart­ments, die von öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen oder Insti­tu­tio­nen als eine Art Gäs­te­haus gebucht wer­den. Und noch eine aktu­el­le Infor­ma­ti­on: Das Han­sa­tor, in dem sich das „Poha House” befin­det, gehört seit Sams­tag der Immo­bi­li­en­ver­wal­tungs­ge­sell­schaft Ham­burg Team. (rhe)

Notunterkunft in Hiltrup: Ein Zielkonflikt und eine halbe Lösung

Ver­gan­ge­nen Diens­tag ging es in mei­nem RUMS-Brief um die Auf­nah­me von Geflüch­te­ten aus der Ukrai­ne. Die Stadt Müns­ter geht davon aus, dass wie­der mehr Men­schen in Deutsch­land Schutz suchen wer­den. Des­halb rich­tet sie Unter­künf­te für Geflüch­te­te her. Sehr wahr­schein­lich müs­sen Men­schen aus der Ukrai­ne auch wie­der in Turn­hal­len über­nach­ten, denn die Unter­künf­te wer­den knapp.

Die Stadt sieht sich gleich­zei­tig auch mit einem ande­ren Pro­blem kon­fron­tiert: Es feh­len Unter­künf­te für woh­nungs­lo­se Fami­li­en. Müns­ter bie­tet zur­zeit 264 Plät­ze in Not­un­ter­künf­ten an, aber das reicht nicht mehr aus.

Die Stadt möch­te des­halb in Hil­trup eine neue Unter­kunft für woh­nungs­lo­se Fami­li­en ein­rich­ten. Dazu will sie eine Ein­rich­tung in der Marie-Curie-Stra­ße umfunk­tio­nie­ren, in der zur­zeit Geflüch­te­te unter­ge­bracht sind. Und das, obwohl die Suche nach Unter­künf­ten für Geflüch­te­te gera­de im vol­len Gan­ge ist.

Wie passt das alles zusammen?

Knapp die Hälfte der Wohnungslosen in NRW sind Familien

Ver­schaf­fen wir uns zunächst einen Über­blick. Seit die­sem Jahr führt der Bund eine offi­zi­el­le Woh­nungs­lo­sen­sta­tis­tik. Dadurch wis­sen wir: Die Nacht vom 31. Janu­ar auf den 1. Febru­ar 2022 ver­brach­ten 178.000 Men­schen in Deutsch­land in Wohnungslosenunterkünften.

Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt hat aber nicht nur Woh­nungs­lo­se gezählt, son­dern auch Merk­ma­le wie Geschlecht, Natio­na­li­tät oder Alter erfasst. Des­halb kann man die Daten­bank der obers­ten Sta­tis­tik­be­hör­de Deutsch­lands nach dem Haus­halts­typ der Woh­nungs­lo­sen absu­chen – obwohl es zynisch wirkt, Men­schen, die kei­ne Woh­nung haben, als Haus­halt zu bezeichnen.

Das Such­ergeb­nis ist umso inter­es­san­ter, denn es zeigt, dass die größ­te Grup­pe unter den Woh­nungs­lo­sen in Deutsch­land Fami­li­en sind. Zusam­men­ge­rech­net machen Paa­re mit Kin­dern und Allein­er­zie­hen­de fast die Hälf­te der Men­schen aus, die am Stich­tag in Not­un­ter­künf­ten gelebt haben – in abso­lu­ten Zah­len sind das fast 82.000 Men­schen. Das wider­legt ein Kli­schee, das vie­le im Kopf haben: Der allein­ste­hen­de Mann, der sein Hab und Gut in einer Plas­tik­tü­te auf­be­wahrt und auf einer Park­bank schläft, ist kein Sym­bol­bild für Woh­nungs­lo­sig­keit in Deutschland.

Bre­chen wir die Zah­len auf Nord­rhein-West­fa­len her­un­ter, ergibt sich ein ähn­li­ches Bild: Allein­er­zie­hen­de (3.930) und Paa­re mit Kin­dern (11.965) machen knapp die Hälf­te aller Woh­nungs­lo­sen zwi­schen Rhein und Ruhr aus. Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt hat in den Not­un­ter­künf­ten des Lan­des 36.000 Men­schen gezählt.

Die­se Zah­len sind erschre­ckend, aber sie zeich­nen ein unvoll­stän­di­ges Bild: Die Sta­tis­tik erfasst nur woh­nungs­lo­se Men­schen, die unter­ge­bracht sind. Wie vie­le Men­schen in Deutsch­land auf der Stra­ße leben und damit als obdach­los gel­ten, lässt sich des­halb schwer sagen. Eine For­schungs­grup­pe hat sich mit die­ser Fra­ge in einer Stu­die für das NRW-Sozi­al­mi­nis­te­ri­um befasst und stich­pro­ben­ar­ti­ge Schät­zun­gen in ver­schie­de­nen Städ­ten des Lan­des (unter ande­rem in Müns­ter) durchgeführt.

Das Ergeb­nis: In ganz NRW machen Fami­li­en nur zwei Pro­zent der Obdach­lo­sen aus. In die­ser trau­ri­gen Sta­tis­tik ist das eine der weni­ger trau­ri­gen Nach­rich­ten, denn die­se Zahl zeigt: Für Fami­li­en ist die Wahr­schein­lich­keit gering, auf der Stra­ße zu lan­den. In der Grup­pe der ver­deckt Obdach­lo­sen, die zeit­wei­se bei Freund:innen, Bekann­ten oder der Ver­wandt­schaft unter­kom­men, machen Fami­li­en eben­falls nur knapp 8 Pro­zent der Stich­pro­be aus.

Münster wächst – und damit auch die Wohnungsnot

All das macht sich auch in Müns­ter bemerk­bar. Die Stadt wächst und damit auch die Woh­nungs­lo­sig­keit. Leb­ten 2021 noch rund 1.200 Men­schen in den Woh­nungs­lo­sen­un­ter­künf­ten, sind es inzwi­schen über 1.600 (RUMS-Brief vom 13. Sep­tem­ber 2022).

Wie vie­le Fami­li­en in Müns­ter von Woh­nungs­lo­sig­keit betrof­fen sind, teilt uns die Stadt auf Anfra­ge nicht mit. Eine Ahnung gibt die Vor­la­ge zur Umwid­mung der Unter­kunft in Hil­trup, über die der Rat Ende Okto­ber ent­schei­den soll. Die Stadt stellt dort in sechs Fami­li­en­un­ter­künf­ten Platz für 264 Men­schen zur Ver­fü­gung. Aller­dings ver­las­sen die­se Ein­rich­tun­gen jedes Jahr auch vie­le Fami­li­en: In den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren zogen jeweils um die 200 Men­schen aus den Unter­künf­ten wie­der aus. „Nur so war es mög­lich, den nach wie vor stei­gen­den Bedarf an Unter­brin­gun­gen mit den vor­han­de­nen Kapa­zi­tä­ten zu decken“, heißt es in dem Papier.

Denn auf der ande­ren Sei­te ist der Bedarf unge­bremst groß. Die Stadt brau­che laut Beschluss­vor­la­ge „drin­gend min­des­tens eine wei­te­re Ein­rich­tung für woh­nungs­lo­se Fami­li­en“, um die „seit Anfang des Jah­res 2022 eska­lie­ren­de Situa­ti­on vor­über­ge­hend abzu­fe­dern“. Der Bedarf über­steigt bei Wei­tem die Zahl der Aus­zü­ge: Seit über einem Jahr sind laut der Vor­la­ge über 95 Pro­zent der 264 Schlaf­plät­ze in den Woh­nungs­lo­sen­ein­rich­tun­gen für Fami­li­en dau­er­haft besetzt.

Aller­dings: Ab 85 Pro­zent spricht man von Voll­aus­las­tung, denn Fami­li­en kön­nen ihren Platz­be­darf nicht so ein­fach ein­schrän­ken. Wird die­se Gren­ze über­schrit­ten, kommt es häu­fi­ger zu Streit. Um aus die­ser Situa­ti­on den Druck zu neh­men, bucht die Stadt woh­nungs­lo­se Fami­li­en gele­gent­lich über­gangs­wei­se in Hotels ein. Für die Men­schen mag das ange­nehm sein, für die Stadt ist die­se Form der Unter­brin­gung teu­er und unprak­tisch. Sozialarbeiter:innen kön­nen die Men­schen in Hotels sehr viel schwe­rer begleiten. 

Ausländische Familien haben es besonders schwer

Das Pro­blem, dass der Hil­fe­be­darf die Mög­lich­kei­ten zu unter­stüt­zen über­steigt, kennt auch Bern­hard Mül­brecht von der Bischof-Her­mann-Stif­tung. Er koor­di­niert das Pro­jekt Brü­cken­schlag, das eine Art Test­bal­lon des NRW-Sozi­al­mi­nis­te­ri­ums ist. Tech­nisch betrach­tet, geht es dar­um, den Hil­fe­pa­ra­gra­fen 67 des Sozi­al­ge­setz­bu­ches neu aus­zu­le­gen. Die­ser ver­spricht Allein­ste­hen­den, „bei denen beson­de­re Lebens­ver­hält­nis­se mit sozia­len Schwie­rig­kei­ten ver­bun­den sind“, Unter­stüt­zung. Brü­cken­schlag soll bewei­sen, dass die­se Hil­fen auch bei Fami­li­en grei­fen, die von Woh­nungs­lo­sig­keit bedroht oder betrof­fen sind. Auch nach der Ver­mitt­lung in eine Woh­nung unter­stützt Brü­cken­schlag die Familien.

Mül­brecht sagt, das Pro­jekt habe seit sei­nem Beginn im Jahr 2020 rund 20 Fami­li­en ohne Woh­nung in Müns­ter gehol­fen. Die Migran­ten­quo­te lie­ge bei 100 Pro­zent. Ein sta­tis­ti­scher Zufall, wie Mül­brecht unter­streicht. „Wir wür­den auch deut­schen Fami­li­en hel­fen“, sagt er. Nur bis­her sei­en noch kei­ne zu Brü­cken­schlag ver­mit­telt wor­den. Die Fami­li­en suche sich das Modell­pro­jekt nicht selbst aus. Zum Bei­spiel lei­ten Schu­len oder Kitas die Fami­li­en an das Pro­jekt weiter. 

Wor­an das lie­gen könn­te, ist Spe­ku­la­ti­on, denn was den hil­fe­su­chen­den Fami­li­en wider­fährt, kann jedem pas­sie­ren. Es kann etwa sein, dass sie Miet­schul­den haben – und des­halb eine Räu­mungs­kla­ge am Hals. Eini­ge der betreu­ten Fami­li­en in Müns­ter sind zum Arbei­ten gekom­men, haben aber kei­ne Blei­be gefun­den. Oder sie haben ihre eige­ne Woh­nung ver­lo­ren und fin­den jetzt kein neu­es Zuhause.

An die­ser Stel­le kommt ein Aspekt ins Spiel, der deut­schen Fami­li­en fremd ist: Aus­län­di­sche Fami­li­en wer­den bei der Woh­nungs­su­che – bewusst oder unbe­wusst – dis­kri­mi­niert, sagt Mül­brecht. Gera­de wenn sie schlecht Deutsch spre­chen, hät­ten sie kaum Chan­cen. Dar­über hat RUMS-Kolum­nis­tin Rou­dy Ali schon ein­mal geschrieben.

Die Kinder sind die Leidtragenden

Um die­ses Pro­blem anzu­ge­hen, beschäf­tigt Brü­cken­schlag nicht nur zwei Sozialarbeiter:innen, son­dern auch Dolmetscher:innen, die den Fami­li­en hel­fen, Sprach­bar­rie­ren zu über­win­den. Sol­che Bar­rie­ren begeg­nen ihnen nicht nur auf der Suche nach einer Woh­nung. Damit sich die Fami­li­en im Dschun­gel der deut­schen Sozi­al­bü­ro­kra­tie zurecht­fin­den, brau­chen sie Hil­fe. Schon für deut­sche Fami­li­en kann es eine Qual sein, Anträ­ge auf Wohn­geld oder auf den Kin­der­zu­schlag zu stellen.

Die Not­un­ter­künf­te der Stadt hät­ten einen guten Stan­dard, sagt Mül­brecht. Die Fami­li­en leb­ten in Con­tai­nern oder Holz­stän­der­bau­ten, aber auch in den ehe­ma­li­gen Mili­tär­un­ter­künf­ten, etwa im Hohen Hecken­weg. In den meis­ten Fäl­len sei­en die Über­gangs­woh­nun­gen gut erreich­bar und hät­ten auch Kitas und Schu­len in der Nähe. Gut fin­det Mül­brecht auch, dass nie mehr als 50 Per­so­nen in den Unter­künf­ten leb­ten, sagt er. Das Kon­flikt­po­ten­zi­al ver­schär­fe sich erfah­rungs­ge­mäß dann, wenn sich die Fami­li­en das Bad tei­len müssten.

Am meis­ten lit­ten aber die Kin­der unter den Wohn­be­din­gun­gen, sagt Mül­brecht. Vor allem, wenn sie lan­ge in pro­vi­so­ri­schen Unter­künf­ten woh­nen müss­ten. Erfah­rungs­ge­mäß leb­ten die Fami­li­en unge­fähr ein Jahr in den Ein­rich­tun­gen, bis sie eine eige­ne, meist sehr klei­ne Woh­nung fän­den. Zur­zeit betreue Brü­cken­schlag eine Fami­lie, in der die Eltern mit zu früh gebo­re­nen Zwil­lin­gen und zwei wei­te­ren Kin­dern im Alter von einem und drei Jah­ren auf 27 Qua­drat­me­ter zusam­men­leb­ten. „In der Enge kön­nen sich Kin­der nicht gut ent­wi­ckeln“, sagt Mülbrecht.

Der Zielkonflikt bleibt

Mit der Umwand­lung ent­ste­hen nun in Hil­trup 50 neue Plät­ze für Fami­li­en ohne Woh­nung. Die Stadt will das Ange­bot wei­ter aus­bau­en, idea­ler­wei­se innen­stadt­nah, dezen­tral ver­teilt über ver­schie­de­ne Stadt­tei­le, am bes­ten dort, wo Schu­len, Kitas, Arzt­pra­xen und Geschäf­te in der Nähe sind, und wo Bus und Bahn fah­ren. Hil­trup ist hier eine Aus­nah­me. Der Stadt­teil gehört zwar nicht zur Innen­stadt, hat aber eine gute Infrastruktur.

Aber ist die umfunk­tio­nier­te Ein­rich­tung eine gute Lösung? Bern­hard Mül­brecht ist geteil­ter Mei­nung. Einer­seits freue er sich über jeden Platz, der für woh­nungs­lo­se Fami­li­en ent­ste­he, und auch die Stan­dards der Geflüch­te­ten­un­ter­künf­te sei­en gut. Aber Mül­brecht sieht einen grund­sätz­li­chen Nach­teil: Es sind und blei­ben eben Not­un­ter­künf­te und damit Not­lö­sun­gen. „Der Fokus soll­te auf Wohn­bau und bezahl­ba­rem Wohn­raum lie­gen“, sagt er. Erst kürz­lich zeig­te eine Stu­die, dass fami­li­en­freund­li­che Woh­nun­gen in Groß­städ­ten Man­gel­wa­re sind und Fami­li­en im Schnitt die meis­te Mie­te zahlen.

Im Fal­le der Unter­kunft in Hil­trup gibt es noch ein ande­res Pro­blem: Mit der Umwid­mung fal­len Plät­ze weg, die feh­len, wenn es dar­um geht, Geflüch­te­te aus der Ukrai­ne unter­zu­brin­gen. Wider­spricht das nicht die­sem ande­ren Ziel? Und was pas­siert mit den Geflüch­te­ten, die im Moment in der Ein­rich­tung wohnen?

In der Beschluss­vor­la­ge zur Umnut­zung heißt es, seit Beginn des Krie­ges sei­en 1.530 Plät­ze für Geflüch­te­te geschaf­fen wor­den. Sie wür­den jetzt nach und nach wie­der her­ge­rich­tet. So gese­hen, fal­len die 50 weg­fal­len­den Plät­ze kaum ins Gewicht. Und für alle, die umzie­hen müs­sen, will die Stadt laut dem Papier „indi­vi­du­el­le Lösun­gen” organisieren.

Was das bedeu­tet, habe ich das Pres­se­amt gefragt. Die Ant­wort: Die Bewohner:innen wür­den „trans­pa­rent, früh­zei­tig und per­sön­lich“ über die neue Nut­zung infor­miert. Die Umzü­ge sol­len „so sozi­al­ver­träg­lich wie mög­lich“ ablau­fen, am bes­ten inner­halb von Hil­trup und so, dass die Kin­der ihre Kita oder Schu­le nicht wech­seln müs­sen. Auch wer­de man bei der Woh­nungs­su­che hel­fen. Nur wie bei­des bei dem Druck auf die Unter­künf­te für Geflüch­te­te und am Woh­nungs­markt schnell funk­tio­nie­ren soll, ist eine ande­re Fra­ge. (sfo)

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Corona-Update

+++ Seit Frei­tag sind in Müns­ter 392 posi­ti­ve PCR-Tests gemel­det wor­den. Laut Sta­tis­tik sind damit 1.599 Münsteraner:innen nach­weis­lich infi­ziert. Die Wochen­in­zi­denz liegt nach Anga­ben des Robert-Koch-Insti­tuts bei 307 regis­trier­ten Anste­ckun­gen pro 100.000 Menschen. 

+++ Vier Men­schen mit einer Covid-Erkran­kung lie­gen in Müns­ter auf der Inten­siv­sta­ti­on, mel­det das Inten­siv­re­gis­ter. Eine Per­son muss beatmet werden.

+++ Seit Frei­tag ist in Müns­ter ein wei­te­rer Mensch an oder mit Coro­na gestor­ben. Die Zahl der Todes­fäl­le in Müns­ter seit Pan­de­mie­be­ginn steigt damit auf 236. (vpe)

Ein-Satz-Zentrale

+++ Die Stadt­ver­wal­tung rech­net trotz Ener­gie­spar­of­fen­si­ve mit sat­ten Rech­nun­gen für Strom, Gas und Fern­wär­me. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Rik­scha-Taxis kom­men in Müns­ter nur zu bestimm­ten Zei­ten an (wenn der Bus nicht fährt) – und nur auf bestimm­ten Stre­cken (zwi­schen Bahn­hof und Schloss und zwi­schen Innen­stadt und Hafen). (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Der Kanal soll ers­ten Plä­nen nach eine neue Lie­ge­wie­se und zwi­schen den bei­den Stadt­hä­fen eine neue Pro­me­na­de bekom­men. (Stadt Müns­ter)

+++ Die vor eini­gen Mona­ten gestoh­le­nen Bron­ze­fi­gu­ren keh­ren mor­gen an den Brun­nen in Hil­trup zurück. (Stadt Müns­ter)

+++ Die Bahn will die Schran­ken an der Bahn­li­nie in Sud­müh­le und Mari­en­dorf abbau­en. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Die Arbeits­lo­sig­keit in Müns­ter ist im Sep­tem­ber leicht gesun­ken. (Arbeits­agen­tur Ahlen-Müns­ter)

+++ Die Grü­nen-Poli­ti­ke­rin Bir­git Ney­er ist neue Käm­me­rin des Land­schafts­ver­bands. (Land­schafts­ver­band West­fa­len-Lip­pe)

+++ Die Lin­ke will, dass die Stadt den Gaso­me­ter kauft und den Betrieb eines sozia­len und kul­tu­rel­len Zen­trums dau­er­haft sichert. (Die Lin­ke)

+++ Die CDU will Pfand­fla­schen­bo­xen an Müll­ei­mern anbrin­gen, um die Ver­let­zungs­ge­fahr für Men­schen zu sen­ken, die Fla­schen sam­meln. (CDU-Frak­ti­on Müns­ter).

+++ Weil das Bünd­nis „Kein Meter den Nazis“ befürch­tet, dass der Tod von Mal­te C. für Het­ze gegen Men­schen mit Migra­ti­ons­vor­ge­schich­te genutzt wer­den könn­te, ver­an­stal­tet es am Frei­tag eine Gegen­ver­an­stal­tung zur einer Kund­ge­bung einer islam- und queer­feind­li­chen Grup­pe. (Alles Müns­ter)

Unbezahlte Werbung

Wer die­sen Som­mer auf­merk­sam über die Wol­be­cker Stra­ße gelau­fen ist, hat ver­mut­lich einen Neu­zu­gang ent­deckt: Gut ver­steckt im Hin­ter­hof der Haus­num­mer 75 hat vor vier Mona­ten das Cup & Cot­ton eröff­net – ein klei­nes Café mit ruhi­ger Atmo­sphä­re, por­tu­gie­si­schen Pas­té­is de Nata und einer wech­seln­den Mit­tags­kar­te. Wie der Name schon ver­rät, gibt es hier auch eine klei­ne Aus­wahl an sport­li­cher Mode für Erwach­se­ne zu kau­fen. Nach einem Cap­puc­ci­no kön­nen Sie also gleich noch zum Stö­bern bleiben. 

Hier fin­den Sie alle unse­re Emp­feh­lun­gen. Soll­te Ihnen ein Tipp beson­ders gut gefal­len, tei­len Sie ihn ger­ne ein­fach über den Link.

Drinnen und Draußen

Heu­te hat Vik­to­ria Pehl­ke für Sie in den Ter­min­ka­len­der gese­hen. Das hier sind ihre Empfehlungen:

+++ Die Sän­ge­rin Niki stellt am Sams­tag im Hil­tru­per Kul­tur­bahn­hof ihr ers­tes Album „Cho­co­la­te“ vor. In ihren Songs mischt sie Tex­te auf Deutsch, Eng­lisch, Per­sisch, Urdu und Por­tu­gie­sisch. Ihre Musik­rich­tung nennt sie „Fusi­on Pop“. Beginn ist um 20 Uhr, Tickets gibt es online. Und einen musi­ka­li­schen Vor­ge­schmack gibt’s hier.

+++ Im Juli sind vie­le klei­ne Manu­fak­tu­ren und Künstler:innen zum Mon­key Mar­ket nach Müns­ter gekom­men. Am Frei­tag (16 bis 21 Uhr) und Sams­tag (11 bis 19 Uhr) fin­det der Markt wie­der statt – im Alten Stein­weg 47. Der Ein­tritt ist frei. 

+++ Der Roman Blaue Frau von Ant­je Rávik Stru­bel ist im ver­gan­ge­nen Jah­ren mit dem Deut­schen Buch­preis aus­ge­zeich­net wor­den. Das Thea­ter Müns­ter führt die Geschich­te der Prot­ago­nis­tin Adi­na nun als Thea­ter­stück auf. Pre­mie­re ist am Frei­tag. Es gibt noch eini­ge Kar­ten im Ticket­shop.

+++ Bis zum 15. Okto­ber zeigt der För­der­ver­ein der Wohn­hil­fen im Kreuz­gang des Doms die Foto­aus­stel­lung „Augen­blick mal…“. Zu sehen sind Por­träts und Kurz­in­ter­views von 16 Men­schen aus Müns­ter, die Erfah­run­gen mit Woh­nungs­lo­sig­keit gemacht haben und einen Ein­blick in ihre per­sön­li­che Geschich­te gewähren. 

+++ Der Sän­ger und Autor Hen­drik Otrem­ba liest am Frei­tag in Müns­ter in einer WG aus sei­nem Roman Beni­to vor. Er spricht dar­in über das Pfad­fin­der­tum, Aben­teu­er und Rei­sen in die Kind­heit. Beginn ist um 19 Uhr. Der genaue Ver­an­stal­tungs­ort wird erst nach dem Ticket­kauf bekannt gegeben. 

+++ Zum The­ma „Fair Play?! Sport und Men­schen­rech­te welt­weit“ fin­det am Frei­tag­abend eine Poe­try-Lesung im Ver­eins­heim des TuS Saxo­nia statt. Die Lesung ist der Auf­takt zur Ver­an­stal­tungs­rei­he des Bei­rats für kom­mu­na­le Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit, die bis zum 20. Novem­ber läuft. Das gesam­te Pro­gramm fin­den Sie hier.

Am Frei­tag schreibt Ihnen Con­stan­ze Busch. Ich wün­sche Ihnen eine schö­ne Woche.

Herz­li­che Grü­ße
Sebas­ti­an Fobbe

Mit­ar­beit: Ralf Hei­mann, Vik­to­ria Pehl­ke, Anto­nia Strot­mann
Lek­to­rat: Anto­nia Strotmann

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PS

Bald bekom­men wir in der RUMS-Redak­ti­on Besuch von der Repor­ta­ge­schu­le Reut­lin­gen, das hat­ten wir Ihnen am Frei­tag schon ver­ra­ten. Die Kolleg:innen wer­den eine Woche lang für uns Repor­ta­gen, Por­träts und Fea­tures schrei­ben, die Sie natür­lich spä­ter auf unse­rer Web­site lesen kön­nen. Wir sind schon ganz vor­freu­dig, suchen aber noch ein paar Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten und Fahr­rä­der. Mel­den Sie sich ger­ne bei uns, wenn Sie ein Gäs­te­zim­mer frei haben oder uns Ihre Lee­ze aus­lei­hen wol­len. Über eine E-Mail freu­en wir uns. Als Dan­ke­schön laden wir Sie zu uns in die Redak­ti­on ein.