Tod von Malte: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage | Kinderbetreuung wird teurer, auch in den Ferien | Hansafloß Münster

Müns­ter, 18. Novem­ber 2022

Guten Tag,

seit dem 2. Sep­tem­ber sitzt Nura­di A. in Unter­su­chungs­haft. Genau­so lan­ge schweigt der 20-Jäh­ri­ge zu den Vor­wür­fen, die gegen ihn erho­ben werden.

Nura­di A. hat­te nach dem Chris­to­pher-Street-Day in Müns­ter drei Per­so­nen queer­feind­lich belei­digt. Mal­te C. bemerk­te die Beschimp­fun­gen und schritt ein, um sich schüt­zend vor die Teilnehmer:innen zu stel­len. Dar­auf­hin schlug Nura­di A. zwei­mal zu, traf Mal­te C. ins Gesicht. Mal­te C. stürz­te auf den Asphalt, erlitt ein Schä­del-Hirn-Trau­ma und ver­starb weni­ge Tage spä­ter im Kran­ken­haus an den Fol­gen des Angriffs.

Jetzt hat die Staats­an­walt­schaft Müns­ter Ankla­ge gegen Nura­di A. erho­ben. In der Pres­se­mit­tei­lung wird Nura­di A. als gewalt­be­reit und aggres­siv beschrie­ben. Er soll die CSD-Teilnehmer:innen als „les­bi­sche Huren“, „Scheiß-Les­ben“ und „Scheiß-Tran­sen“ beschimpft und ver­sucht haben, ihnen unter den Rock zu grei­fen. Ein Nein habe Nura­di A. nicht akzep­tiert. Er soll den drei Per­so­nen wei­ter gedroht haben: mit Schlä­gen und damit, ihre Fami­li­en umzu­brin­gen. Die Staats­an­walt­schaft geht außer­dem davon aus, dass Nura­di A. es bil­li­gend in Kauf genom­men haben soll, Mal­te C. schwer zu verletzen.

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