Wer will den Gasometer kaufen? | Hat der Preußen-Präsident die Waffeninvestoren angeschleppt? | Unbezahlte Werbung: Bücherei am Katthagen

Müns­ter, 20. Janu­ar 2023

Guten Tag,

Don­ners­tag­mor­gen, ein Schnee­sturm fegt über Müns­ter. Vor dem Gaso­me­ter am Albers­lo­her Weg schmel­zen am Nach­mit­tag die letz­ten Schnee­res­te. Ein paar Leu­te balan­cie­ren über eine feuch­te Holz­plan­ke, um in den ehe­ma­li­gen Gas­spei­cher zu gelan­gen. Auf dem Boden sam­meln sich rie­si­ge Pfüt­zen. Nicht gera­de der bes­te ers­te Ein­druck, den die Inves­to­rin­nen, Inves­to­ren und Projektentwickler:innen von die­sem Ort bekom­men, die zur Gaso­me­ter­bör­se gekom­men sind.

Seit die Stadt­wer­ke den Gaso­me­ter im Jahr 2005 still­ge­legt haben, ist unklar, wie es mit dem Indus­trie­denk­mal wei­ter­ge­hen soll. Zuletzt mie­te­te der Ver­ein Sozi­al­pa­last das Gelän­de, um dort der alter­na­ti­ven Kul­tur­sze­ne in Müns­ter einen Raum zu bie­ten. Nach dem Ver­trags­en­de wei­ger­te sich das Kol­lek­tiv zunächst, den Gaso­me­ter zu räu­men. Doch am Ende fand sich ein Kompromiss. 

Der Ver­ein Sozi­al­pa­last ver­ließ das Gelän­de vor­über­ge­hend, um Platz zu machen für die Gaso­me­ter­bör­se, die poten­zi­el­le Käufer:innen die Gele­gen­heit geben soll, sich selbst ein Bild zu machen. Sie kön­nen bald Kon­zep­te ein­rei­chen, die dann in einem Wett­be­werb gegen­ein­an­der antreten.

Es war nicht ganz klar, wie vie­le Men­schen sich für das Gelän­de inter­es­sie­ren – und ob über­haupt jemand kommt. Ges­tern um 15 Uhr stan­den dann doch etwa acht­zig Inter­es­sier­te aus der hal­ben Bun­des­re­pu­blik auf dem Gelän­de – zu erken­nen an den Autokennzeichen. 

Man sah Män­ner mit zurück­ge­gel­ten Haa­ren in grau­en Stepp­ja­cken. Sie schlen­der­ten über das Gelän­de und schos­sen Fotos mit ihren Smart­pho­nes. Und man sah hier und da in der uni­for­mier­ten Mas­se bun­te Müt­zen, das war der jün­ge­re Teil des Publi­kums. Optisch war er kaum zu unter­schei­den von der Grup­pe, die das Gelän­de vor­über­ge­hend ver­las­sen hat. 

Zwei Stunden Zeit, 30 Minuten reichten

Ein Pro­gramm gab es am Gaso­me­ter nicht. Zwei Stun­den hat­ten die Inter­es­sier­ten Zeit, um das Gelän­de zu besich­ti­gen. 30 Minu­ten reich­ten aber offen­bar für einen ers­ten Ein­druck gereicht. Bis zum nächs­ten Pro­gramm­punkt blie­ben noch andert­halb Stun­den. Am Ein­gang stell­te man sich die Fra­ge: „Und was macht ihr die rest­li­chen andert­halb Stun­den noch?“

Der nächs­te Ter­min fand am Hafen­platz statt, in den Räu­men der Stadt­wer­ke. Das Pla­nungs­bü­ro Luch­ter­handt und Part­ner stell­te dort den Ver­ga­be­pro­zess für den Inves­to­ren­wett­be­werb vor. Das Büro koor­di­niert das Ver­fah­ren zusam­men mit den Stadt­wer­ken. Im Anschluss begann der span­nen­de Teil: In infor­mel­ler Run­de soll­ten Inves­to­rin­nen, Inves­to­ren und Projektentwickler:innen zusam­men­fin­den, deren Ideen zusam­men passen.

Etwa 70 hät­ten sich ange­mel­det, sagt Anna Kuhl­mann vom Büro Luch­ter­handt. Wie vie­le Kon­zep­te es am Ende geben wird, kön­ne sie nicht abschät­zen, sag­te sie. Das Ver­ga­be­ver­fah­ren steht jeden­falls schon fest: In der ers­ten Pha­se beur­teilt eine Jury die Bewer­bun­gen. Sie soll die stärks­ten Vor­schlä­ge aus­wäh­len, die von Bewerber:innen wei­ter aus­ge­ar­bei­tet wer­den. Zum Schluss soll das bes­te von sechs Kon­zep­ten den Zuschlag erhal­ten, sagt Kuhlmann.

Das Gerippe soll erhalten bleiben

Der Rat der Stadt hat schon eine kon­kre­te Vor­stel­lung, wie es mit dem Gaso­me­ter wei­ter­ge­hen soll: Er wünscht sich eine gemisch­te Nut­zung, die neben kom­mer­zi­el­len Ange­bo­ten (zum Bei­spiel Woh­nen, Gas­tro­no­mie, Büros oder Hotel­le­rie) auch einen Ort für Kul­tur vor­sieht. Auf die­sem Ver­spre­chen ruht die Hoff­nung des Sozi­al­pa­lasts, im Gaso­me­ter Räu­me für die quee­re und sub­kul­tu­rel­le Sze­ne in Müns­ter gewin­nen zu können.

Vor allem aber die bau­li­chen Vor­ga­ben pas­sen nicht allen Inter­es­sier­ten, sagt Stadt­wer­ke-Spre­cher Flo­ri­an Adler. Das Pro­blem: Das Gerip­pe des Gaso­me­ters muss erhal­ten blei­ben, ein­mal aus Denk­mal­schutz­grün­den, und weil der Gas­spei­cher als Land­mar­ke erkenn­bar blei­ben soll.

Bedeu­tet: Nur inner­halb des Gaso­me­ters darf gebaut wer­den. Und das wird teu­er. Zusam­men mit dem Kauf (650.000 Euro) und der Sanie­rung (rund zwei Mil­lio­nen Euro) dürf­te sich die gesam­te Wei­ter­ent­wick­lung auf einen zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag belau­fen, sagt Adler. Dazu gibt es auch ande­re Schät­zun­gen. Der Ver­ein Sozi­al­pa­last, der sich sich eben­falls Chan­cen aus­rech­net, dau­er­haft blei­ben zu kön­nen, spricht von einer deut­lich gerin­ge­ren Sum­me. Wie rea­lis­tisch die Hoff­nun­gen des Ver­eins sind, hängt vor allem vom Aus­gang des Wett­be­werbs ab. Fin­det sich jemand, der das Gelän­de kau­fen möch­te und ein gutes Kon­zept vor­legt, ste­hen die Chan­cen eher schlecht. (sfo)

Kurz und Klein

+++ Eine ganz gro­ße Koali­ti­on aus Grü­nen, SPD, Volt, CDU und FDP will die Ost­mark- und die Admi­ral-Scheer-Stra­ße umbe­nen­nen. War­um? Der Begriff Ost­mark bezeich­ne­te zwi­schen 1939 und 1942 das Gebiet des heu­ti­gen Öster­reichs, das im Natio­nal­so­zia­lis­mus ans Deut­sche Reich ange­schlos­sen wur­de. Und Rein­hard Scheer war Admi­ral im Ers­ten Welt­krieg. Er ließ zwei Hin­rich­tun­gen gegen wider­stän­di­ge Matro­sen voll­stre­cken und führ­te die deut­sche Flot­te in eine aus­sichts­lo­se See­schlacht gegen die bri­ti­sche Grand Fleet. Laut Antrag der Bezirks­ver­tre­tung Müns­ter-Mit­te sei­en die­se Stra­ßen­na­men mit unse­ren demo­kra­ti­schen Wer­ten unver­ein­bar. Wie die bei­den Stra­ßen im Erpho­vier­tel in Zukunft hei­ßen sol­len, steht noch nicht fest. Die­se Fra­ge soll sich bei Ver­an­stal­tun­gen klä­ren, bei denen Anwoh­nen­de Vor­schlä­ge machen kön­nen. (sfo)

+++ Blei­ben wir beim The­ma, es gibt näm­lich noch einen zwei­ten Umbe­nen­nungs­an­trag in der Bezirks­ver­tre­tung Müns­ter-Mit­te. Das Bünd­nis aus Grü­nen, SPD und Volt will noch acht wei­te­ren Stra­ßen­na­men an den Kra­gen. Über zwei Umbe­nen­nun­gen soll laut Antrag aber der Rat der Stadt ent­schei­den. Die gan­ze Lis­te inklu­si­ve der Begrün­dun­gen fin­den Sie hier. (sfo)

+++ Müns­ter hat im Jahr 2022 laut den Stadt­net­zen 17 Pro­zent weni­ger Erd­gas ver­braucht als im Durch­schnitt der ver­gan­ge­nen vier Jah­re. Damit ist die Stadt spar­sa­mer als der Bun­des­schnitt, der eine Ein­spa­rung von 14 Pro­zent ver­zeich­net. In der Pres­se­mit­tei­lung vom 19. Janu­ar wer­den Pri­vat­haus­hal­te und Betrie­be für ihre Spar­sam­keit gelobt. Letz­te­re konn­ten ihren Ver­brauch um ein knap­pes Vier­tel sen­ken. Einen deut­lich nied­ri­ge­ren Ver­brauch hat der Netz­be­trei­ber in den Mona­ten Okto­ber und Novem­ber ver­zeich­net, wie eine Spre­che­rin der Stadt­net­ze mit­teil­te. Das hängt wohl auch mit den war­men Tem­pe­ra­tu­ren zusam­men. In Nord­rhein-West­fa­len lag die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur im Okto­ber 2022 laut Deut­schem Wet­ter­dienst bei 13,1 Grad, das viel­jäh­ri­ge Mit­tel beträgt 9,8 Grad. Zum Ver­gleich: Der Okto­ber 2021 hat­te eine Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur von 10,7 Grad. Im April 2022 hin­ge­gen lag der Erd­gas­ver­brauch in Müns­ter 13 Pro­zent über dem Vier-Vor­jah­res­durch­schnitt. Auch inter­es­sant: 2022 hat sich die Anzahl der neu­en Erd­gas­an­schlüs­se im Ver­gleich zum Vor­jahr mehr als hal­biert. Waren es 2021 noch 466, wur­den 2022 nur 192 Anschlüs­se in Müns­ter ange­mel­det. Bun­des­weit ent­schei­den sich laut einem Fach­ma­ga­zin immer weni­ger Men­schen dafür, eine Gas­hei­zung in ein neu­es Gebäu­de ein­zu­bau­en. (sst)

+++ 16 Jah­re und einen Tag, nach­dem der Dort­mun­der Ver­le­ger Lam­bert Len­sing-Wolff die Redak­ti­on der Müns­ter­schen Zei­tung vor die Tür gesetzt hat, steht heu­te in der Müns­ter­schen Zei­tung, dass der Brief­dienst­leis­ter „Brief und mehr“ im Som­mer sei­nen Betrieb ein­stel­len wird. Die Zei­tung gehört inzwi­schen zum Aschen­dorff-Ver­lag. Der Brief­dienst­leis­ter, das steht nicht in der Mel­dung, ist ein Unter­neh­men von Len­sing-Wolffs Ver­lag, der heu­te unter ande­rem noch die Ruhr Nach­rich­ten her­aus­gibt. Brief­dienst­leis­ter wie „Brief und mehr“ waren im ers­ten Jahr­zehnt des neu­en Jahr­tau­sends der Ver­such von Ver­la­gen, ihr Ver­triebs­netz zu nut­zen, um der Post Kon­kur­renz zu machen. „Brief und mehr“ wur­de 2006 gegrün­det. Als Grund für die Schlie­ßung des Unter­neh­mens nennt „Brief und mehr“ in einer Mit­tei­lung auf der Web­site die Markt­si­tua­ti­on für Post­un­ter­neh­men sowie die „Mate­ri­al-, Lohn- und Ener­gie­kos­ten“. (rhe)

+++ Ein ver­är­ger­ter Post­bank-Kun­de hat uns auf die wohl immer noch ange­spann­te Situa­ti­on an der Filia­le in Müns­ter auf­merk­sam gemacht. Die Filia­le am Dom­platz sei regel­mä­ßig über­lau­fen. Ins­be­son­de­re für jeman­den, der aus Gre­ven in die Stadt fah­ren muss, weil dort der Auto­mat defekt ist, kei­ne ange­neh­me Situa­ti­on. Ein Unter­neh­mens­spre­cher bestä­tigt aller­dings: Die krank­heits­be­ding­ten Per­so­nal­eng­päs­se sind in Müns­ter und Umge­bung beson­ders zu spü­ren. Auch an den Stand­or­ten im Umkreis gebe es kei­ne Res­sour­cen, erkrank­tes Per­so­nal zu erset­zen. Da das Vier-Augen-Prin­zip gel­te, müss­ten immer min­des­tens zwei Mit­ar­bei­ten­de anwe­send sein. Auch heu­te war die Filia­le nur ein­ge­schränkt geöff­net, mor­gen wird sie wie­der geschlos­sen blei­ben. „Ab Mon­tag sind wahr­schein­lich wie­der nor­ma­le Öff­nungs­zei­ten mög­lich“, sagt der Spre­cher. Für einen Teil der Kund­schaft bedeu­tet das eine ziem­li­che Ein­schrän­kung, denn wer sei­ne Bank­ge­schäf­te am Schal­ter erle­di­gen möch­te, muss hier War­te­zeit in Kauf neh­men. „Wir beob­ach­ten aller­dings einen star­ken Trend zum Online­ban­king.“ Ein gro­ßer Anteil der Kund­schaft nut­ze die Digi­tal­an­ge­bo­te. Und dabei geht es nicht nur ums Ban­king. Auch ande­re Geschäf­te, etwa der Kauf von Wert­pa­pie­ren, hät­ten sich ins Digi­ta­le ver­la­gert. Die­se Ent­wick­lung sei auch der Grund dafür, dass eine wei­te­re Post­bank-Filia­le in Müns­ter im Okto­ber 2022 geschlos­sen wur­de. Für die Post­bank sei es jedoch wei­ter­hin wich­tig, auch der Kund­schaft, die das Online­ban­king ablehnt, einen guten Ser­vice zu bie­ten. Hier schon ein­mal ein klei­ner Auf­at­mer: Der Auto­mat in Gre­ven soll Mit­te der kom­men­den Woche wie­der instand gesetzt wer­den. (sst)

+++ Seit Don­ners­tag­abend, 22 Uhr, bestreikt ein Groß­teil der Beleg­schaft das Gre­ve­ner Brief­zen­trum der Deut­schen Post. Auch in dem in der Nähe ange­sie­del­ten Paket­zen­trum haben laut Andre­as Scholz von der Gewerk­schaft Ver­di etwa 80 Pro­zent der Mit­ar­bei­ten­den ihre Arbeit nie­der­ge­legt. Scholz ist im Lan­des­fach­be­reich Post und Spe­di­ti­on tätig und orga­ni­siert den Streik in Nord­rhein-West­fa­len mit. Grund für die deutsch­land­wei­ten Streiks sind die geschei­ter­ten Tarif­ge­sprä­che zwi­schen Ver­di und der Deut­schen Post. Ver­di for­dert 15 Pro­zent mehr Gehalt, der Post-Vor­stand lehnt das ab. „Wer in den Zen­tren arbei­tet, ver­dient etwa 1.700 Euro net­to in Voll­zeit“, sagt Andre­as Scholz. „Und vie­le haben nur eine Teil­zeit­be­schäf­ti­gung.“ Die hohen Lebens­hal­tungs­kos­ten könn­ten vie­le momen­tan schlicht nicht bezah­len, gleich­zei­tig sei­en sie etwa auf ein Auto ange­wie­sen: „Die Zen­tren lie­gen außer­halb. Leu­te fah­ren zum Bei­spiel aus Rhei­ne nach Gre­ven und müs­sen ja auch zur Nacht­schicht kom­men.“ Scholz schätzt, dass Pake­te statt heu­te oder mor­gen in der kom­men­den Woche aus­ge­lie­fert wer­den, die Brief­post wer­de sich kom­plett ver­zö­gern. Der Streik soll heu­te Abend um 22 Uhr been­det wer­den. (sst)

Wie es weiterging – mit Karstadt und Kaufhof

Eigent­lich woll­te die insol­ven­te Waren­haus­ket­te Gale­ria Kar­stadt Kauf­hof noch die­sen Monat mit­tei­len, wel­che Filia­len geschlos­sen wer­den sol­len. Der Kon­zern teil­te statt­des­sen mit, die Ent­schei­dung auf März zu vertagen.

Denn offen­sicht­lich müs­sen doch nicht so vie­le Kauf­häu­ser geschlos­sen wer­den wie ursprüng­lich gedacht. Um wie vie­le Stand­or­te es geht, die erhal­ten wer­den kön­nen, geht aus der Pres­se­mit­tei­lung nicht her­vor. Die Geschäfts­füh­rung sprach bis­lang von einem Drit­tel der 131 Filia­len, die geschlos­sen wer­den müs­sen, der Betriebs­rat hin­ge­gen von 90 (RUMS-Brief).

Was das für Müns­ter bedeu­tet, ist wei­ter­hin unklar. Die Geschäfts­füh­rung und der Betriebs­rat haben sich laut Pres­se­text dar­auf geei­nigt, die Zukunft ein­zel­ner Stand­or­te nicht zu kom­men­tie­ren. (sfo)

Zahlen, bitte. 

Jedes Jahr will die Stadt jetzt 1.200 Leucht­mit­tel an Later­nen, die in die Jah­re gekom­men sind, gegen LED-Lam­­pen aus­tau­schen. Mit die­ser Maß­nah­me will Müns­ter Ener­gie spa­ren. Nur: So rich­tig vor­an geht es mit der Lam­pen­wen­de nicht. Wenn die Stadt in die­sem Tem­po wei­ter­macht, hat sie erst in 18 Jah­ren alle Leucht­mit­tel aus­ge­tauscht. Quel­le: RUMS-Anfra­­ge

Wie kam Preußen Münster an die Waffeninvestoren?

Am Anfang stand ein Hin­weis, den wir beka­men, am Ende eine ein­fa­che Fra­ge. Nils Diet­rich hat für RUMS ver­sucht, eine Ant­wort auf die­se Fra­ge zu bekom­men. Was er dabei erlebt hat, hat er für uns aufgeschrieben.

In einer Fan-Whats­app-Chat­grup­pe, in der es um Preu­ßen Müns­ter geht, schrieb kürz­lich jemand, Bern­ward Maas­jost sei der Mann, der die bei­den Waf­fen­in­ves­to­ren akqui­riert habe, die den Ver­ein in Erklä­rungs­not gebracht hat­ten. Ist das so?

RUMS hat­te den Fall Anfang Novem­ber öffent­lich gemacht. Zwei neue Aktio­nä­re der Kom­man­dit­ge­sell­schaft, in die der Ver­ein den Lizenz­spiel­be­trieb aus­ge­glie­dert hat, ver­dien­ten ihr Geld nicht nur mit Indus­trie­tex­ti­li­en, son­dern auch mit der Her­stel­lung von Waf­fen. Der Ver­ein gab an, das nicht gewusst zu haben. Aber ein sol­ches Invest­ment, so schrieb der Ver­ein in einer Stel­lung­nah­me, sei mit sei­nen Wer­ten nicht ver­ein­bar. Es sol­le schnellst­mög­lich rück­gän­gig gemacht werden.

Auf wel­che Wei­se und über wen das Invest­ment zustan­de gekom­men war, blieb im Dun­keln. Man ver­riet nur so viel: Der Kon­takt zu den Inves­to­ren sei über das Netz­werk des Ver­eins ent­stan­den, erklär­ten die Preu­ßen. Am 21. Dezem­ber berich­te­ten die West­fä­li­schen Nach­rich­ten, dass Bern­ward Maas­jost neu­er Prä­si­dent des Ver­eins wer­den wol­le. Am glei­chen Tag tauch­te die Nach­richt in der Chat­grup­pe auf. „Der hat die Waf­fen-Spon­so­ren besorgt“, so stand es dort.

Aber war das wirk­lich so? Oder woll­te sich ein­fach jemand wich­tig machen?

Einen Tag spä­ter bestä­tig­te auch der Ver­ein, dass Maas­jost für das Amt des Prä­si­den­ten kan­di­die­ren wer­de. Der Ver­eins­spre­cher schrieb, er wer­de „Team­ar­beit, Trans­pa­renz und die Wer­te des SC Preu­ßen Müns­ter (…) in den Fokus“ stel­len. Trans­pa­renz und die Wer­te des SC Preu­ßen Müns­ter. Bei­des ist in die­sem Zusam­men­hang wichtig. 

Kennt der Präsident die Werte des Vereins nicht?

Wenn der neue Prä­si­dent die Inves­to­ren ange­wor­ben hat­te, von denen der Ver­ein behaup­tet, sie sei­en mit sei­nen Wer­ten nicht ver­ein­bar, ist die Fra­ge: Kennt der Prä­si­dent die­se Wer­te gar nicht? Hät­te er nicht selbst dar­auf kom­men kön­nen, dass die­se Inves­to­ren nicht zum Ver­ein passen?

Um das zu beant­wor­ten, müss­te erst ein­mal klar sein, ob Maas­jost das Invest­ment tat­säch­lich arran­giert hat. Und wenn er tat­säch­lich Trans­pa­renz in den Fokus stel­len möch­te, soll­te das ja eigent­lich kein Pro­blem sein.

Am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag kon­tak­tier­ten wir Maas­josts Unter­neh­men, den Ver­si­che­rungs­mak­ler pma. Man ver­wies uns an die per­sön­li­che Assis­ten­tin des Chefs. Ihr schick­ten wir eini­ge Fra­gen, im Kern ging es um eine: Hat­te Bern­ward Maas­jost den Kon­takt zu Micha­el Lüke und Tho­mas Ort­mei­er her­ge­stellt, den bei­den Investoren?

Falls das so gewe­sen sein soll­te, wäre noch etwas ande­res wich­tig: Wuss­te Maas­jost selbst über­haupt von der Ver­bin­dung der bei­den zur Waf­fen­in­dus­trie? Und falls er davon wuss­te: War­um hat er das Invest­ment trotz­dem zugelassen?

Eine Ant­wort beka­men wir nicht. Des­we­gen spra­chen wir Maas­jost am ver­gan­ge­nen Sonn­tag mor­gens vor der Mit­glie­der­ver­samm­lung per­sön­lich an. Maas­jost sag­te, er sei am Frei­tag nicht im Büro gewe­sen. Jetzt gera­de sei es lei­der auch schlecht. Nach der Ver­an­stal­tung habe er Zeit für ein Gespräch.

Der Verein dementiert nicht

Also war­te­ten wir. Fünf Stun­den spä­ter frag­ten wir ein wei­te­res Mal. Jetzt sag­te Maas­jost, er müs­se zur kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung des frisch gewähl­ten Auf­sichts­rats. Ob wir am kom­men­den Tag tele­fo­nie­ren könn­ten? Maas­jost ver­nein­te. Wir mögen uns an die Pres­se­stel­le des Ver­eins wenden.

Sieht so Trans­pa­renz aus? 

Am Mon­tag schick­ten wir die Fra­gen, die wir Maas­jost gestellt hat­ten, an die Pres­se­stel­le. Wir baten um eine Ant­wort bis Diens­tag. Von dort hieß es, das wer­de man nicht schaf­fen. Die Sache sei sehr kom­plex. Wir ver­län­ger­ten die Frist auf Donnerstag.

Am Don­ners­tag kam die Ant­wort. „Wir wer­den nicht im Ein­zel­nen auf Ihre Fra­gen ein­ge­hen“, schrieb Pres­se­spre­cher Mar­cel Wes­kamp und über­sand­te eine gemein­sa­me Stel­lung­nah­me von Prä­si­di­um und Aufsichtsrat.

Auf die Fra­ge, ob Maas­jost an der Akqui­se der Inves­to­ren betei­ligt war, geht der Ver­ein nicht ein. Er demen­tiert sei­ne Betei­li­gung aber auch nicht.

Die Inves­to­ren­ge­win­nung erfol­ge in der Regel sowohl über pri­va­te als auch beruf­li­che Netz­wer­ke, so heißt es in der Ant­wort. Sie sei grund­sätz­lich Ergeb­nis einer pro­fes­sio­nel­len Akqui­se, bei der auch Gre­mi­en­mit­glie­der invol­viert sei­en. Und das wirft die nächs­te Fra­ge auf.

Wenn es hier um eine „pro­fes­sio­nel­le“ Akqui­se ging, an der auch Gre­mi­en­mit­glie­der betei­ligt waren, wie­so kam nie­mand auf die Idee, die Namen der Inves­to­ren zu goo­geln? Oder war alles ganz anders? Aber wie?

Keine weiteren Statements

„Wir möch­ten mit die­sem The­ma so trans­pa­rent wie mög­lich umge­hen“, schrei­ben Prä­si­di­um und Auf­sichts­rat in ihrer Stellungnahme.

Gleich­zei­tig tei­len sie mit, dass das Invest­ment inzwi­schen rück­gän­gig gemacht wur­de. „Mit Blick auf die voll­zo­ge­ne Rück­ab­wick­lung der Anteils­zeich­nun­gen durch die genann­ten Unter­neh­men ist das The­ma für uns abge­schlos­sen“, heißt es.

„Wei­te­re State­ments wird es von unse­rer Sei­te zu die­sem The­ma nicht mehr geben“, schreibt der Pres­se­spre­cher. Ist das Trans­pa­renz? Oder bleibt Trans­pa­renz hier nur eine Floskel?

„Mit Blick auf zukünf­ti­ge Inves­ti­tio­nen sind alle Betei­lig­ten für eine sorg­fäl­ti­ge Prü­fung sen­si­bi­li­siert und die Kon­troll­me­cha­nis­men wer­den opti­miert“, schreibt der Ver­ein in sei­ner Mitteilung.

Im Fal­le des Inves­tors, der die Antei­le der Waf­fen­in­ves­to­ren über­nom­men hat, sind die Hin­ter­grün­de bes­tens bekannt. Und auch wie die Ver­bin­dung zustan­de kam, ist in die­sem Fal­le sehr klar.

Der Finanz- und Ver­si­che­rungs­mak­ler pma hat die Antei­le über­nom­men. Einer der Geschäfts­füh­rer ist – Sie erin­nern sich – Bern­ward Maas­jost. (ndi)

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Corona-Update

+++ Ges­tern beriet der Bun­des­tag über ME/CFS. Hin­ter die­ser Abkür­zung ver­birgt sich die myal­gi­sche Enze­pha­lo­mye­li­tis bezie­hungs­wei­se das chro­ni­sche Fati­gue-Syn­drom, eine Krank­heit, die bei den Betrof­fe­nen eine per­ma­nen­te Erschöp­fung aus­löst. Laut einer Stu­die der Ber­li­ner Cha­ri­té und der Uni­kli­nik Schles­wig-Hol­stein vom Sep­tem­ber 2021 tritt ME/CFS als Lang­zeit­fol­ge bei einem Fünf­tel aller Covid-19-Infi­zier­ten auf. Über 60 Pro­zent der Betrof­fe­nen sind arbeits­un­fä­hig, ein Vier­tel kann krank­heits­be­dingt nicht mehr das Haus ver­las­sen oder ist bett­lä­ge­rig. Die Uni­ons­frak­ti­on for­der­te in der gest­ri­gen Bun­des­tags­de­bat­te mehr Hil­fen für die Betrof­fe­nen und Ent­las­tun­gen für deren Ange­hö­ri­ge bereit­zu­stel­len. (sfo)

+++ Die Coro­na­pan­de­mie klingt in Müns­ter wei­ter ab. Von ges­tern auf heu­te mel­de­te die Stadt nur 45 neue Infek­tio­nen mit dem Sars-Cov-2-Virus, die mit einem PCR-Test bestä­tigt wur­den. Damit sinkt die Inzi­denz in Müns­ter auf 78 Anste­ckun­gen pro 100.000 Einwohner:innen in den ver­gan­ge­nen sie­ben Tagen. 435 Men­schen gel­ten zur­zeit als offi­zi­ell infi­ziert. Fünf Covid-Erkrank­te lie­gen auf der Inten­siv­sta­ti­on, zwei müs­sen inva­siv beatmet wer­den. (sfo)

+++ Die sin­ken­de Inzi­denz und die rück­läu­fi­ge Zahl der Neu­in­fek­tio­nen dür­fen aber über eine Tat­sa­che nicht hin­weg­täu­schen: Covid-19 kann immer noch töd­lich enden. Ges­tern mel­de­te die Stadt einen neu­en Todes­fall im Zusam­men­hang mit der Krank­heit. Damit erhöht sich die Zahl der Men­schen, die in Müns­ter seit Beginn der Pan­de­mie an oder mit Coro­na gestor­ben sind, auf 256. (sfo)

Ein-Satz-Zentrale

+++ Am Mon­tag will die Bezirks­re­gie­rung bekannt geben, ob Müns­ter in Rox­el eine neue Gesamt­schu­le eröff­nen darf. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ An der Lod­den­hei­de ist etwas gefun­den wor­den, das ein Blind­gän­ger sein könn­te. (Stadt Müns­ter)

+++ Alle städ­ti­schen Natur­ra­sen-Sport­plät­ze sind wegen des Frosts und des Tau­wet­ters bis Mitt­woch gesperrt. (Stadt Müns­ter)

+++ Ab Mon­tag ist die Schil­ler­stra­ße für unge­fähr vier Wochen für Autos gesperrt, weil die Stadt­wer­ke-Toch­ter Stadt­net­ze dort Lei­tun­gen erneu­ert. (Stadt­net­ze)

+++ Ab März darf man E-Scoo­ter nur noch an bestimm­ten Stel­len abstel­len, in dafür vor­ge­se­he­nen Park­zo­nen. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Die öffent­li­chen Bücher­re­ga­le an den Bus­hal­te­stel­len Kol­ping­stra­ße und Neu­brü­cken­tor wer­den abge­baut, weil die Stadt­wer­ke sich nicht mit den Men­schen eini­gen konn­ten, die sie auf­ge­stellt haben. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Wenn Ende des Monats der zwei­te Bau­ab­schnitt fer­tig ist, kehrt die Volks­hoch­schu­le in drei Eta­gen an der Aegi­di­i­stra­ße zurück. (Stadt Müns­ter)

+++ Nach drei Mona­ten Sanie­rungs­ar­bei­ten ist das Kon­takt­ca­fé des Dro­gen­hil­fe­zen­trums Indro wie­der geöff­net. (Stadt Müns­ter)

+++ Stadt­rat ent­schei­det Mit­te Febru­ar dar­über, ob das Glas­ver­bot am Aasee auch in die­sem Som­mer wei­ter­hin gilt. (Stadt Müns­ter)

+++ Hele­ne Gold­beck wird neue Spre­che­rin der Volt-Rats­grup­pe, Mar­tin Gre­wer neu­er Rats­herr. (Volt, nicht online)

+++ Das Deut­sche Rote Kreuz ist von der Zums­an­de­stra­ße an den Che­rus­ker­ring gezo­gen. (Deut­sches Rotes Kreuz)

+++ Die FDP Müns­ter kri­ti­siert die höhe­ren Prei­se für Anwoh­ner­park­aus­wei­se. Sie belas­te­ten vor allem Men­schen mit gerin­gen Ein­kom­men (ja, tat­säch­lich die FDP) und for­dert die Mög­lich­keit, die Gebüh­ren auch monat­lich zah­len zu kön­nen. (FDP Müns­ter)

+++ Der Grü­ne Ralf Kie­wit löst Man­fred Igel­brink von der SPD als Bür­ger­meis­ter für den Bezirk Nord ab. (Stadt Müns­ter)

+++ Die FDP-Frak­ti­on im Stadt­rat hat ihren bis­he­ri­gen Frak­ti­ons­vor­stand wie­der­ge­wählt und die Rats­her­ren Jörg Berens als Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den und Bernd May­weg als sei­nen Stell­ver­tre­ter bestä­tigt. (FDP Müns­ter)

+++ Der Samm­ler Her­mann Twie­haus schenkt der Uni Müns­ter 1.400 sizi­lia­ni­sche Mün­zen aus dem 5. bis 3. Jahr­hun­dert vor Chris­tus. (Uni­ver­si­tät Müns­ter)

+++ Bis zum 20. Febru­ar kön­nen Men­schen, die einen Gar­ten oder Park besit­zen (oder zwei), sich für den „Tag der Gär­ten und Parks in West­fa­len-Lip­pe“ anmel­den, der im Juni statt­fin­det. (Land­schafts­ver­band West­fa­len-Lip­pe)

+++ Der Arbei­ter­sa­ma­ri­ter­bund hat ein Spen­den­kon­to für Win­nyzja, Müns­ters Part­ner­stadt in der Ukrai­ne, ein­ge­rich­tet. (Stadt Müns­ter)

Unbezahlte Werbung

Die öffent­li­che Büche­rei der katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Lieb­frau­en-Über­was­ser ist ein Geheim­tipp. Sie hat zwar nur zwei Mal in der Woche am Kat­tha­gen 2 geöff­net (mitt­wochs zwi­schen 15:30 und 18:00 Uhr und sonn­tags von 10 bis 12:30 Uhr), in die­ser Zeit hel­fen Ihnen die Ehren­amt­li­chen aber bei der Suche nach Büchern. Wenn Sie etwas nicht fin­den, kön­nen Sie das in das klei­ne „Wunsch­buch“ am Emp­fang schrei­ben. Die Aus­wahl ist aber auch schon jetzt wesent­lich grö­ßer, als man auf den ers­ten Blick erwar­ten wür­de. Schau­en Sie doch mal in den Online­ka­ta­log oder am bes­ten direkt vor Ort vor­bei. Der Büche­rei­aus­weis kos­tet ein­ma­lig 2 Euro.

Hier fin­den Sie alle unse­re Emp­feh­lun­gen. Soll­te Ihnen ein Tipp beson­ders gut gefal­len, tei­len Sie ihn ger­ne ein­fach über den Link.

Drinnen und Draußen

Es ist eini­ges los in der Stadt. Eva Strehlke hat in ihren Ter­min­ka­len­der geschaut. Das sind ihre Empfehlungen:

+++ Im Hot Jazz Club beginnt heu­te Abend um 23 Uhr die Indie-Par­ty Take Me Out. DJ Eavo spielt Indie-Klas­si­ker der letz­ten 20 Jah­re. Kar­ten kos­ten an der Abend­kas­se 7 Euro.

+++ Das Vol­ley­ball-Zweit­li­ga­team „Order­ba­se Vol­leys” aus Müns­ter spielt mor­gen Abend um 19 Uhr gegen War­ne­mün­de. Wo? In der Haupt­hal­le der Uni am Horst­ma­rer Land­weg. Tickets kos­ten 4 Euro, ermä­ßigt 2 Euro. Wei­te­re Infos gibt es hier.

Unse­re Prak­ti­kan­tin Lara Gelb­hardt hat eben­falls eine Empfehlung:

+++ Das Thea­ter­stück „The Pro­ject“ erzählt die Geschich­te von jun­gen Men­schen, die eine Band grün­den wol­len. Das hört sich ein­fa­cher an, als es ist. Das Jugend­thea­ter Cac­tus aus Müns­ter bringt das Stück im Pum­pen­haus auf die Büh­ne. Die­ses Wochen­en­de fin­den die letz­ten Vor­stel­lun­gen statt. Die Kar­ten für Sonn­tag gibt es für 11 Euro hier (ermä­ßigt 6 Euro und mit Cac­tus-Pass sogar noch einen Euro güns­ti­ger). Mor­gen Abend über­setzt ein Gebär­den­sprach­dol­met­scher das Stück.

Ralf Hei­mann emp­fiehlt eine Ver­an­stal­tung am Dienstag:

+++ Stadt­wer­ke-Geschäfts­füh­rer Sebas­ti­an Jurc­zyk, der Chef der Krim­pho­ve-Bäcke­rei­en Georg Krim­pho­ve und „Finanztip“-Chefredakteur Her­mann-Josef Ten­ha­gen dis­ku­tie­ren am 7. Febru­ar (Diens­tag) ab 18 Uhr zwei Stun­den lang via Zoom über Ener­gie und Kli­ma­schutz. Der Ver­ein Debat­te orga­ni­siert den Abend. Wer dabei sein möch­te, kann sich per E-Mail anmel­den. (Kor­rek­tur­hin­weis: In einer frü­he­ren Ver­si­on fehl­te das Datum)

Und zum Schluss noch ein Tipp von mir:

+++ Als Journalist:innen sind wir der Wahr­heit ver­pflich­tet, doch inzwi­schen wird es immer schwie­ri­ger, Fakt von Fik­ti­on zu unter­schei­den. Was bedeu­tet das für die Pres­se­frei­heit und die Demo­kra­tie? Die­ser Fra­ge geht das Haus der Nie­der­lan­de am kom­men­den Mitt­woch auf den Grund. Dort fin­det eine Info- und Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung zu Pres­se­frei­heit, Fake News und Ver­schwö­rungs­my­ten statt. Los geht’s um 19 Uhr, Ver­an­stal­tungs­ort ist die Biblio­thek im Haus der Nie­der­lan­de im Krame­ramts­haus hin­ter der Lambertikirche.

Am Diens­tag schreibt Ihnen Ralf Hei­mann. Ich wün­sche Ihnen ein schö­nes Wochen­en­de, pas­sen Sie auf sich auf.

Herz­li­che Grü­ße
Sebas­ti­an Fobbe

Mit­ar­beit: Nils Diet­rich (ndi), Lara Gelb­hardt (lge), Jan Gro­ße Nobis (jgn), Ralf Hei­mann (rhe), Eva Strehlke (est), Sven­ja Stüh­mei­er (sst)
Lek­to­rat: Julia Albers

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PS

Mein Game­boy und ich, wir waren frü­her unzer­trenn­lich. Eines mei­ner Lieb­lings­spie­le war – wie soll es auch anders sein? – natür­lich Tetris, das digi­ta­le Puz­zle, das wahr­schein­lich auch die­je­ni­gen unter Ihnen ken­nen, die bis heu­te noch kei­nen Game­boy in der Hand hat­ten. Ges­tern bin ich nach vie­len Jah­ren wie­der Tetris begeg­net, denn der ehe­ma­li­ge Wis­sen macht Ah!-Mode­ra­tor Ralph Cas­pers hat eine Neu­ver­si­on die­ses Spiele­klas­si­kers auf Twit­ter geteilt. Sein Kom­men­tar dazu: „Ich hof­fe, ihr habt heu­te noch nicht gefrüh­stückt.“ Mein Kom­men­tar dazu: Bit­te neh­men Sie die­sen Warn­hin­weis ernst.