Mahnmal statt Denkmal | Hans Blumenberg | Der neue Doppelpunkt

Müns­ter, 14. Juli 2020

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Schwarze Farbe gegen weiße Geschichte

In der Nacht zu Mon­tag hat eine Grup­pe von Aktivist:innen die Inschrift des Train-Denk­mals am Lud­ge­ri-Krei­sel mit schwar­zer Far­be unkennt­lich gemacht. Was man in der Akti­on sieht oder sehen möch­te, hängt davon ab, wel­chen Stand­punkt man ein­nimmt. Einer­seits kann man sagen: Es ist ein­fach Sach­be­schä­di­gung. Das Denk­mal ist schließ­lich Eigen­tum der Stadt Müns­ter. Ande­rer­seits hat die Akti­on eine poli­ti­sche Bot­schaft. Sie steht in blau­er Far­be auf dem Stein neben der Inschrift: „Mahn­mal statt Denk­mal“. Das ist gleich­zei­tig der Name der Grup­pe, die den Stein­klotz mit Far­be bemalt hat. Ihr geht es dar­um, „die Heroi­sie­rung und Erin­ne­rungs­kul­tur von Kriegs­ver­bre­chen zu been­den“, so schreibt die Initia­ti­ve es in einer Pressemitteilung. 

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