Osnabrück ist doch nicht neidisch? | Waffeninvestoren kaufen Preußen-Anteile | La Que zieht um, schon wieder

Müns­ter, 8. Novem­ber 2022

Guten Tag,

nach­dem das G7-Tref­fen in Müns­ter mit einer klein­tei­li­gen Pro­vinz­pos­se um ein Kreuz zu Ende gegan­gen ist, möch­te man in Osna­brück anschei­nend unter kei­nen Umstän­den in Ver­dacht gera­ten, in etwas grö­ße­ren Ein­hei­ten zu den­ken. Die Neue Osna­brü­cker Zei­tung hat im Osna­brü­cker Lokal­teil schon am Frei­tag einen Arti­kel ver­öf­fent­licht, der sich mit der Fra­ge beschäf­tigt: Was hat Müns­ter, was wir nicht haben?

Kon­kret ist die Fra­ge so for­mu­liert: „War­um hat Osna­brück es nicht geschafft, die Welt­po­li­tik hier­her zu holen?“ 

Wenn wir jetzt auf dem Niveau der Geschich­te mit dem Kreuz blei­ben, muss die Ant­wort natür­lich lau­ten: „Weil ihr doof seid.“ Und Osna­brück müss­te ein­wen­den: „Sel­ber popel­ber.“ Aller­dings hat Osna­brück als welt­ge­wand­te Geburts­stadt eines ehe­ma­li­gen Bun­des­prä­si­den­ten und eines Bun­des­kanz­lers noch das Aus­wär­ti­ge Amt in die Sache hin­ein­ge­zo­gen, und von dort heißt es: „Der Ver­an­stal­tungs­ort wird auf Grund­la­ge ver­schie­de­ner Kri­te­ri­en aus­ge­wählt.“ Aha. 

Um es ganz kurz zu machen: Das His­to­ri­sche Rat­haus in Müns­ter mit den gan­zen Räu­men und Sälen bie­te einen „idea­len Rah­men“ für so eine Ver­an­stal­tung, schreibt das Aus­wär­ti­ge Amt. Und was rich­tig gemein ist: „Osna­brück wur­de schlicht­weg nicht gefragt.“ 

Dabei ist man dort der Ansicht, die Kri­te­ri­en des Aus­wär­ti­gen Amts sei­en „durch­aus auch in Osna­brück erfüllt“. Es habe dort „bereits bedeu­ten­de Zusam­men­künf­te mit gro­ßer poli­ti­scher und gesell­schaft­li­cher Trag­wei­te und Strahl­kraft gege­ben“, sagt ein nicht gera­de beschei­den klin­gen­der Stadt­spre­cher. Er erin­nert zum Bei­spiel an das 35-jäh­ri­ge Betriebs­ju­bi­liäum der Fir­ma Wol­ken­mann & Söh­ne im Jahr 1992, als auch der stell­ver­tre­ten­de Minis­ter­prä­si­dent von Nie­der­sach­sen eine Rede hielt. 

Nein, Ent­schul­di­gung, in der Zei­le ver­rutscht, er erin­nert unter ande­rem an den 350. Jah­res­tag des West­fä­li­schen Frie­dens und an die Tagung der euro­päi­schen Bil­dungs­mi­nis­ter vor zwei Jah­ren. Da kann man natür­lich ver­ste­hen, wenn Osna­brück sich unge­recht behan­delt fühlt. Aber so ist das eben manchmal. 

Der Zir­kus der Welt­po­li­tik ist längst wei­ter­ge­zo­gen. Viel­leicht macht er beim nächs­ten Mal in Osna­brück Sta­ti­on. Als Nächs­tes steht jetzt erst mal das G7-Innen­mi­nis­ter­tref­fen im Klos­ter Eber­bach im hes­si­schen Elt­vil­le auf dem Pro­gramm. Da hört man schon am Namen, das ist eine ganz ande­re Num­mer. Die Agen­tu­ren mel­de­ten heu­te Mit­tag bereits: „G7-Minis­ter­tref­fen im Klos­ter Eber­bach ohne Kreuz-Abnah­me“. (rhe)

Kurz und Klein 

+++ Die Win­ter­not­hil­fe für Men­schen ohne Obdach am Albers­lo­her Weg ist die­ses Jahr mit einer außer­ge­wöhn­lich hohen Aus­las­tung gestar­tet. Auf dem ehe­ma­li­gen Indus­trie­ge­län­de hin­ter dem Jovel kön­nen woh­nungs­lo­se Män­ner in Wohn­con­tai­nern über­nach­ten. Am Mon­tag­abend waren schon 32 von 40 Schlaf­plät­zen belegt, berich­tet Tho­mas Mühl­bau­er, der Lei­ter des Hau­ses der Woh­nungs­lo­sen­hil­fe. Am ers­ten Über­nach­tungs­tag, dem 1. Novem­ber, sei­en schon 17 Bet­ten belegt gewe­sen. Noch nie sei die Win­ter­not­hil­fe schon so früh so stark aus­ge­las­tet gewe­sen, sagt Mühl­bau­er. Hin­wei­se über Hil­fe­be­dürf­ti­ge kön­nen an das Haus der Woh­nungs­lo­sen­hil­fe (0251 484520) und den Sozi­al­dienst katho­li­scher Frau­en (0251 899360) wei­ter­ge­ge­ben wer­den. (vpe)

+++ Ein Mann aus Oer-Erken­schwick hat dage­gen geklagt, wie sei­ne Stadt die Schmutz- und Abwas­ser­ge­büh­ren kal­ku­liert. Das könn­te uns eigent­lich egal sein, wenn nicht jede Stadt in Nord­rhein-West­fa­len und damit auch Müns­ter seit Jah­ren die glei­che Kal­ku­la­ti­ons­grund­la­ge nut­zen wür­de. Wegen der erfolg­rei­chen Kla­ge will die Lan­des­re­gie­rung das Kom­mu­nal­ge­setz noch die­ses Jahr ändern und hat dafür einen Gesetz­ent­wurf vor­be­rei­tet. Den hat die Stadt Müns­ter berück­sich­tigt, als sie die Abfall- und Stra­ßen­rei­ni­gungs­ge­büh­ren fürs nächs­te Jahr berech­net hat. Ergeb­nis: Die Gebüh­ren blei­ben unver­än­dert. Eine Sache ändert sich aber doch: Damit Müns­ters Bürger:innen im nächs­ten Jahr häu­fi­ger die Bio­ton­ne nut­zen, wer­den die Gebüh­ren dafür rund 20 Pro­zent nied­ri­ger aus­fal­len als bei den rest­li­chen Haus­müll­ton­nen. (ast)


Waffeninvestoren kaufen Preußen-Anteile

Der SC Preu­ßen Müns­ter hat gro­ße Zie­le. In die­ser Sai­son will der Ver­ein den Auf­stieg schaf­fen, und es soll vor­an­ge­hen mit dem neu­en Sta­di­on. Jetzt haben zwei Inves­to­ren den Preu­ßen Geld gege­ben, von denen die Preu­ßen selbst sagen: Sol­che Inves­to­ren sind nicht mit den Wer­ten des Ver­eins vereinbar. 

Wenn es dar­um geht, Geld­quel­len anzu­zap­fen, hat sich der Ver­ein in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer wie­der etwas ein­fal­len las­sen. 2018 grün­de­te er eine Kom­man­dit­ge­sell­schaft auf Akti­en (KGaA) und glie­der­te den Lizenz­spiel­be­trieb in die­se Gesell­schaft aus. Inves­to­ren kön­nen seit­her Antei­le am Kom­man­dit­ka­pi­tal kau­fen, bekom­men dafür aber kein Stimm­recht. Ein Modell für Preu­ßen-Fans mit tie­fen Taschen, kei­nes für Men­schen, die auf der Jagd nach Ren­di­ten sind – so hat­te Preu­ßen-Prä­si­dent Chris­toph Sträs­ser die Aus­glie­de­rung sei­ner­zeit beworben. 

Sträs­ser sag­te auf einer Info­ver­an­stal­tung im Früh­jahr 2017, man wol­le das Kapi­tal als Anschub­fi­nan­zie­rung ver­wen­den – für den Auf­stieg in die Zwei­te Liga. Dar­aus wur­de nichts, statt­des­sen folg­te der Abstieg in die Regio­nal­li­ga. Einen Teil des Kapi­tals nutz­te der Ver­ein, um Alt­schul­den abzu­bau­en. Zuletzt inves­tier­ten Pri­vat­leu­te zuneh­mend klei­ne­re Beträ­ge in die Gesellschaft. 

Seit Kur­zem ste­hen zwei Namen in der Inves­to­ren­lis­te, deren Enga­ge­ment Fra­gen auf­wirft: Micha­el Lüke und Tho­mas Ortmeier. 

Die Unter­neh­mer sind der Öffent­lich­keit weit­ge­hend unbe­kannt, dabei gehört ihnen ein Kon­zern, der laut Bun­des­an­zei­ger im Jahr 2021 mehr als eine Mil­li­ar­de Umsatz erwirt­schaf­tet hat. Und das nicht irgend­wo, son­dern in der Nach­bar­schaft, in Emsdetten.

Sturmgewehre und Granatwerfer

Das Pro­blem ist: Die Lüke-und-Ort­mei­er-Hol­ding, kurz L&O, ver­dient ihr Geld mit Waf­fen. Nicht nur mit Sport- oder Jagd­waf­fen. Der wohl pro­mi­nen­tes­te Teil der Unter­neh­mens­grup­pe ist Sig Sau­er, ein Waf­fen­her­stel­ler von inter­na­tio­na­lem Rang. 

Von der Pis­to­le bis zum Maschi­nen­ge­wehr hat das Unter­neh­men alles für zivi­le Waf­fen­lieb­ha­ber, Poli­zei und Mili­tär im Ange­bot. Der Schwei­zer Able­ger ver­kauft auch Sturm­ge­weh­re und Granatwerfer. 

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren berich­te­ten Medi­en über ver­schie­de­ne mut­maß­li­che Ver­stö­ße gegen das Außen­wirt­schafts­ge­setz. So sol­len Fir­men der L&O-Holding Waf­fen auch ohne Geneh­mi­gung expor­tiert haben. Und nun inves­tie­ren Micha­el Lüke und Tho­mas Ort­mei­er in einen Fußballverein. 

Aber um wie viel Geld geht es? Das Han­dels­re­gis­ter weist am 23. Juni 2022 aus, dass die ML Invest GmbH & Co. KG und die TO Invest GmbH & Co. KG jeweils 27.500 Euro in die Preu­ßen Müns­ter KGaA ein­ge­zahlt haben. 

Hin­ter den Gesell­schaf­ten ste­cken die per­sön­li­chen Ver­mö­gens­ver­wal­tungs­ge­sell­schaf­ten der bei­den Unter­neh­mer. Ihnen gehört jeweils die Hälf­te der L&O Sig Sau­er Verwaltungs-GmbH.

War­um Micha­el Lüke und Tho­mas Ort­mei­er dem Ver­ein das Geld zur Ver­fü­gung stel­len, wis­sen wir nicht. Anfra­gen von RUMS lie­ßen sie unbeantwortet.

„Nicht in den Werten des Vereins in Einklang zu bringen“

Recht­lich ist das alles nicht zu bean­stan­den. Doch bei Inves­ti­tio­nen spie­len auch ande­re Erwä­gun­gen eine Rol­le. Die Fra­ge hier ist: Möch­te Preu­ßen Müns­ter Geld neh­men, das mit der Her­stel­lung und dem Han­del von Waf­fen ver­dient wurde?

Der Ver­ein gibt uns dar­auf eine kla­re Ant­wort. In einem schrift­li­chen State­ment schreibt er: „Ein Kapi­tal­ge­ber, der durch ande­re Geschäfts­zwei­ge auch Betei­li­gun­gen an Unter­neh­men aus der Waf­fen­in­dus­trie hält, ist nicht mit den Wer­ten des Ver­eins in Ein­klang zu bringen.“

Es wäre nicht schwer gewe­sen her­aus­zu­fin­den, wer Micha­el Lüke und Tho­mas Ort­mei­er sind. Eine Goog­le-Suche hät­te genügt. Doch der Ver­ein hat nach eige­nen Anga­ben nicht geprüft, woher das Geld kam. Von den „indi­rek­ten Ver­bin­dun­gen, die für den Sport­club nicht ersicht­lich waren“, habe man erst durch unse­re Anfra­ge erfahren. 

Die Inves­ti­ti­ons­sum­me macht weni­ger als ein Pro­zent der Antei­le aus. Zudem kam der Kon­takt zu den Geld­ge­bern nach Ver­eins­an­ga­ben aus dem Unter­neh­mens­netz­werk der Preu­ßen – viel­leicht ein Grund, kei­nen Ver­dacht zu schöpfen.

Das Geld sei für das lau­fen­de Geschäfts­jahr gedacht gewe­sen. „Fest­stel­len kön­nen wir dar­über hin­aus, dass die Inves­to­ren in kei­ner Ver­bin­dung zum Sta­di­on­pro­jekt oder zum Aus­bau der Süd­west­ecke des Preu­ßen­sta­di­ons ste­hen“, heißt es wei­ter in dem State­ment aus der Kommunikationsabteilung.

Der Ver­ein bemüht sich der­weil um Scha­dens­be­gren­zung: „Wir wol­len mit den Inves­to­ren eine ein­ver­nehm­li­che Lösung fin­den“, heißt es. Und: „Der Vor­gang hat uns sen­si­bi­li­siert.“ Künf­tig wer­de man noch genau­er hin­se­hen. (ndi)

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Corona-Update

+++ Seit ges­tern wur­den 229 Men­schen in Müns­ter posi­tiv auf das Coro­na­vi­rus getes­tet, mel­det die Stadt. Im Moment gel­ten 1.619 Men­schen als offi­zi­ell infi­ziert. Die Inzi­denz liegt in Müns­ter laut Robert-Koch-Insti­tut bei 344 posi­ti­ven PCR-Tests pro 100.000 Men­schen in den ver­gan­ge­nen sie­ben Tagen. Laut Inten­siv­re­gis­ter lie­gen vier Infi­zier­te in Müns­ter auf der Inten­siv­sta­ti­on. Zwei Men­schen wer­den beatmet. (vpe)

+++ Die Stadt hat heu­te zwei Ter­mi­ne für mobi­le Impf­ak­tio­nen bekannt­ge­ge­ben: Am 16. Novem­ber kön­nen Sie sich im Stadt­teil­haus Lorenz Süd am Preu­ßen-Sta­di­on zwi­schen 13 und 18 Uhr und am 29. Novem­ber in der Kita St. Nor­bert in Coer­de imp­fen las­sen. Die Ter­mi­ne kön­nen Sie hier buchen. (vpe)

Ein-Satz-Zentrale

+++ Die Ver­brau­cher­zen­tra­le in Müns­ter warnt vor Men­schen, die mit Phis­hing­mails, Tele­fo­na­ten oder über gefälsch­te Inter­net­sei­ten per­sön­li­che Daten abgrei­fen wol­len. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Die Uni Müns­ter sam­melt mit einem Kri­sen­fonds Spen­den für Stu­die­ren­de, die wegen der Ener­gie­kri­se Geld­sor­gen haben. (Uni Müns­ter)

+++ Weil Per­so­nal fehlt und der Kran­ken­stand hoch ist, müs­sen die Offe­nen Ganz­tags­schu­len in Müns­ter mög­li­cher­wei­se ihre Betreu­ungs­an­ge­bo­te ein­schrän­ken. (Stadt Müns­ter)

+++ Ver­wal­tung und Poli­tik suchen nach Lösun­gen für Eltern, die Bei­trä­ge für die Kita zah­len, obwohl die Betreu­ung aus­fällt. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Die Lin­ke Müns­ter will die Ursa­chen für den Per­so­nal­man­gel im Bus­ver­kehr wis­sen. (Die Lin­ke)

+++ Der ehe­ma­li­ge Spre­cher der grü­nen Rats­frak­ti­on, Cle­mens Bruns-Som­mer­ha­ge, ist gestor­ben. (Grü­ne Müns­ter)

+++ Ein inzwi­schen gefass­ter Dieb ver­setz­te die Poli­zei beim G7-Tref­fen in Alarm­be­reit­schaft, weil er die Jacke und den Pres­se­aus­weis eines WDR-Jour­na­lis­ten gestoh­len hat­te. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Der wegen Betru­ges ver­ur­teil­te Chef der Spar­da-Bank Müns­ter will gegen einen Teil sei­ner Stra­fe vor­ge­hen. (Anten­ne Müns­ter)

+++ Die Fach­pfle­ge­kraft für Not­fall­pfle­ge an der Uni­kli­nik Müns­ter, Lisa Schlag­heck, ist ges­tern Abend in der ARD-Talk­show „Hart aber fair“ auf­ge­tre­ten. (Hart aber fair)

+++ Der Glüh­wein auf Müns­ters Weih­nachts­märk­ten wird deut­lich teu­rer. (Anten­ne Müns­ter)

+++ Der Abfuhr­ka­len­der für das nächs­te Jahr ist da. (Stadt Müns­ter)

Unbezahlte Werbung

Eine Zeit­lang sah es so aus, als hät­te La Que an der Neu­brü­cken­stra­ße 33 geschlos­sen. Dabei ist das viet­na­me­si­sche To-Go-Restau­rant nur umge­zo­gen und über­mor­gen soll es an sei­nem neu­en Stand­ort wie­der­eröff­net wer­den, und das ist der alte. An der Wol­be­cker Stra­ße 38, wo das Restau­rant bis zum Umzug an die Neu­brü­cken­stra­ße zu fin­den war, gibt es eine gemüt­li­che Sitz­ecke, in der Gäs­te Bánh mì-Sand­wi­ches und Phở-Sup­pen auch vor Ort genie­ßen kön­nen. Für das Laden­lo­kal in der Neu­brü­cken­stra­ße gibt es übri­gens auch schon einen Nach­fol­ger: Bei Hamo gibt es Klas­si­ker der korea­ni­schen Küche wie das Reis­ge­richt Bibim­bap zum Mit­neh­men. (vpe)

Hier fin­den Sie alle unse­re Emp­feh­lun­gen. Soll­te Ihnen ein Tipp beson­ders gut gefal­len, tei­len Sie ihn ger­ne ein­fach über den Link.

Drinnen und Draußen

Auch nach­dem der G7-Zir­kus die Stadt ver­las­sen hat, geht es im Ver­an­stal­tungs­ka­len­der mit gro­ßen The­men wei­ter. Vik­to­ria Pehl­ke hat ein paar Emp­feh­lun­gen für Sie herausgesucht: 

+++ Seit Mit­te Sep­tem­ber demons­trie­ren die Men­schen im Iran. Mor­gen wer­den die Pro­tes­te The­ma im Thea­ter­treff sein. Drei Schau­spie­le­rin­nen lesen als Zei­chen der Soli­da­ri­tät jour­na­lis­ti­sche und lyri­sche Tex­te zur ira­ni­schen Frau­en­be­we­gung vor. Beginn der Ver­an­stal­tung ist um 20 Uhr. Die Kar­ten sind kos­ten­los an der Thea­ter­kas­se erhältlich.

+++ Vor drei Jah­ren hat die Stadt Müns­ter den Kli­ma­not­stand aus­ge­ru­fen. Das Ziel: Die Stadt soll mög­lichst bis 2030 kli­ma­neu­tral wer­den. Wie rea­lis­tisch die­se Vor­ga­be noch ist, ist die zen­tra­le Fra­ge des nächs­ten Müns­te­ra­ner Kli­ma­ge­s­prächs am Don­ners­tag. Die Debat­te beginnt um 19:30 Uhr im Raum 206/7 der Volks­hoch­schu­le am Aegidiimarkt.

+++ Die Erzäh­lung, die Ukrai­ne sei schon immer ein Teil Russ­lands gewe­sen, reicht bis ins 17. Jahr­hun­dert zurück und wird von Putin heu­te noch als Recht­fer­ti­gung für sei­nen Angriffs­krieg benutzt. Die His­to­ri­ke­rin Ricar­da Vul­pi­us ist Pro­fes­so­rin für Ost­eu­ro­päi­sche Geschich­te an der Uni Müns­ter und beleuch­tet am Don­ners­tag die Ent­ste­hungs­ge­schich­te die­ser Legen­de. Die Ein­füh­rung in die Geschich­te der rus­sisch-ukrai­ni­schen Bezie­hun­gen gibt es um 19 Uhr in der Vil­la ten Hom­pel oder über Zoom.

+++ Die dies­jäh­ri­ge Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft in Katar ist nicht nur unter Fuß­ball­fans ein kon­tro­ver­ses The­ma. Der Ver­ein Debat­te Müns­ter ver­an­stal­tet am Mitt­woch zu dem The­ma ein digi­ta­les Dis­kus­si­ons­fo­rum. Mit dabei sind die Repor­te­rin Pune Dja­li­le­vand, die Sport­jour­na­lis­tin Ali­na Schwer­mer und der Autor Diet­rich Schul­ze-Mar­me­ling, der für RUMS auch schon über Preu­ßen Müns­ter geschrie­ben hat. Die Anmel­dung ist per E-Mail erfor­der­lich, die Zoom-Zugangs­da­ten wer­den dann recht­zei­tig zugesandt. 

Zum Schluss noch ein Tipp von Sebas­ti­an Fobbe:

+++ Ihren RUMS-Brief lesen Sie ver­mut­lich gera­de auf irgend­ei­nem Bild­schirm und wahr­schein­lich kon­su­mie­ren Sie die meis­ten Nach­rich­ten auch sonst über­wie­gend online. Es gab aber auch Zei­ten, da setz­te man sich noch hin und schlug die gedruck­te Zei­tung auf. Falls Sie Ihrer Erin­ne­rung auf die Sprün­ge hel­fen wol­len, besu­chen Sie dem­nächst ein­mal das Krame­ramts­haus hin­ter der St. Lam­ber­ti-Kir­che. Das Haus der Nie­der­lan­de stellt dort Foto­gra­fien von Men­schen aus, die Zei­tung lesen. Mor­gen um 17 Uhr wird die Aus­stel­lung eröff­net, die Sie bis zum 4. Dezem­ber besu­chen können.

Am Frei­tag schreibt Ihnen Sebas­ti­an Fob­be. Haben Sie eine gute Woche. 

Herz­li­che Grü­ße
Ralf Hei­mann

Mit­ar­beit: Nils Diet­rich (ndi), Sebas­ti­an Fob­be (sfo), Jan Gro­ße Nobis (jgn), Vik­to­ria Pehl­ke (vpe), Anto­nia Strot­mann (ast)
Lek­to­rat: Anto­nia Strotmann

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PS

Am Iden­brock­platz in Kin­der­haus ist am Mon­tag­nach­mit­tag eine älte­re Dame von einer jun­gen Frau ange­spro­chen wor­den. Die jun­ge Frau sah ihr in die Augen, setz­te eine geheim­nis­vol­le Mie­ne auf und sag­te der älte­ren Frau, sie habe eine schwe­re Krank­heit, so steht es in der Poli­zei­mel­dung, und Sie mer­ken schon, in wel­che Rich­tung die Geschich­te geht. Die jun­ge Frau sag­te: Kein Pro­blem, sie kön­ne hel­fen. Nur dafür brau­che sie lei­der Bar­geld, viel Bar­geld. Hier ahnt man schon, wie es wei­ter­ge­hen wird. Nur die älte­re Frau ahn­te es nicht. Sie hol­te Bar­geld, einen fünf­stel­li­gen Betrag. Der soll­te nun mit Magie ver­se­hen und wie­der aus­ge­hän­digt wer­den. Das hat­te die Frau mit dem geheim­nis­vol­len Blick ver­spro­chen. Das Geld ver­schwand dann aber auf magi­sche Wei­se, übrig blie­ben Papier­schnip­sel in einem Geschirr­tuch. Das Gan­ze ist kein Zau­ber­trick, son­dern eine Masche, die offen­bar nicht ganz neu ist. Falls Sie also eine Magie­rin sehen, die alten Men­schen geheim­nis­voll in die Augen schaut, etwa 35 Jah­re alt und etwa 1,50 Meter groß, rufen Sie ein­fach die Poli­zei. Die been­den dann die­sen fau­len Zau­ber. (rhe)