Böllerei in der Stadt: Siegt die pure Vernunft? | Die Geschichte von Tilman Holze | Makimaki Sushi Green

Müns­ter, 3. Janu­ar 2023

Guten Tag,

ein fro­hes Neu­es und herz­lich will­kom­men im ers­ten RUMS-Brief des Jah­res 2023. Fan­gen wir an mit einem klei­nen Gedan­ken­spiel. Mal ange­nom­men, man woll­te den Men­schen zum Jah­res­be­ginn etwas maxi­mal Unsin­ni­ges und Unver­nünf­ti­ges schen­ken, gewis­ser­ma­ßen ein Fest der Frei­heit, dann könn­te man zum Bei­spiel sagen: Gegen Mit­ter­nacht wer­fen die Leu­te in einer Art Ritu­al bren­nen­de Papier­rol­len auf die Stra­ße und hal­ten sich dazu sym­bo­lisch die Ohren zu. 

Das wäre aller­dings etwas lang­wei­lig und öde. Des­we­gen könn­te man das Ritu­al noch wei­ter ver­schär­fen, um den Wert der Frei­heit auch wirk­lich her­vor­zu­he­ben. Man könn­te Schwarz­pul­ver in die Papier­rol­len stop­fen und eine Lun­te dran­kle­ben. Dann wären die meis­ten Frau­en schon mal raus aus der Sache und mit ihnen auch ein gro­ßer Teil der ver­blie­be­nen Ver­nunft. Aber was ist mit dem Rest der Unvernunft? 

Man will ja nun auch nicht ris­kie­ren, dass die Men­schen auf die Idee kom­men, nach der Böl­le­rei einen Besen aus der Gara­ge zu holen, um das zer­fetz­te Papier zusam­men­zu­fe­gen und womög­lich noch in den Müll­ei­mer zu wer­fen. Also, was könn­te man tun? Natür­lich, die Uni­ver­sal­lö­sung in sol­chen Fäl­len ist Alko­hol. Und schon wird die Sil­ves­ter­nacht zu einem völ­lig unkal­ku­lier­ba­ren Spek­ta­kel mit abge­trenn­ten Fin­gern, ganz viel männ­li­chem Lärm und frei­heit­li­chen Verwüstungen.

Dann bräuch­te man nur noch einen Namen für das Gan­ze, der nicht auf den ers­ten Blick preis­gibt, wor­um es hier eigent­lich geht. Wie wäre es zum Bei­spiel mit Brauch­tum? Das klingt wun­der­bar nach Tra­di­ti­on, und es ist ein soli­des Argu­ment für den Fort­be­stand von allem Mög­li­chen, das sei­nen eigent­li­chen Sinn ver­lo­ren hat. Die bösen Geis­ter von heu­te las­sen sich von Böl­lern jeden­falls offen­kun­dig nicht mehr vertreiben. 

Mit dem Argu­ment Brauch­tum wäre man nach der Pan­de­mie gut aus der Num­mer raus­ge­kom­men. Zwei stil­le Jah­re ohne stadt­wei­te Böl­le­rei sind ja irgend­wie auch eine Tra­di­ti­on, die gepflegt wer­den möch­te. Es gäbe aber auch noch einen ande­ren Weg. 

Der Kri­mi­no­lo­ge Tho­mas Fel­tes hat dem Evan­ge­li­schen Pres­se­dienst Anfang der Woche gesagt, er wür­de ein Ver­bot für ange­mes­sen hal­ten. Ille­ga­le Böl­ler wür­den zwar nicht ver­schwin­den, aber die Poli­zei hät­te etwas gegen die Böl­le­rei in der Hand – vor allem: etwas, das nicht nach weni­gen Sekun­den explo­diert. Blie­be die Fra­ge: Was machen dann die Men­schen an Sil­ves­ter, die bis­lang auf den Unfall­sta­tio­nen Fin­ger und Hän­de wie­der annähen? 

Sie könn­ten sich im Kran­ken­haus ans Fens­ter stel­len und das zen­tra­le Feu­er­werk beob­ach­ten, das Tho­mas Fel­tes als Alter­na­ti­ve vor­schlägt. So könn­te auch Müns­ters Feu­er­wehr-Chef Gott­fried Wing­ler-Scholz sich Sil­ves­ter vor­stel­len, mit einem zen­tra­len Feu­er­werk für alle, sozu­sa­gen das Modell Send. 

Wing­ler-Scholz wägt ab. Auf der einen Sei­te ste­hen die Umwelt­be­las­tung durch die Böl­le­rei, der gan­ze Fein­staub, auch die Gefahr, dass es irgend­wo brennt, wird grö­ßer. Das sind die Argu­men­te gegen das Böl­lern, die Wing­ler-Scholz nennt. 

Und es gibt wei­te­re: in die­sem Jahr etwa die Gewalt auf den Stra­ße in vie­len Städ­ten. Ret­tungs­kräf­te, Feu­er­wehr und Poli­zei wur­den ange­grif­fen. Dann die Über­las­tung der Kran­ken­häu­ser, weil Men­schen sich aus Leicht­sinn selbst ver­let­zen. Auch für Tie­re ist die Sil­ves­ter­nacht ein Hor­ror. Die Müns­te­r­a­ne­rin Hei­ke Gar­le­pow hat eine Peti­ti­on gestar­tet, mit der sie errei­chen möch­te, dass es im nächs­ten Jahr zu Sil­ves­ter in Müns­ter ruhi­ger wird. Eine ande­re Peti­ti­on mit dem glei­chen Ziel, unter­schrie­ben bis­lang von 251 Men­schen, nennt auch die Müll­ent­sor­gungs­kos­ten als Argu­ment. In die­sem Jahr waren es laut Stadt 3,6 Ton­nen, die auf den Stra­ßen lie­gen blieben. 

Auf der ande­ren Sei­te steht im Grun­de nur ein Argu­ment, doch das wiegt bis­lang schwe­rer als 3,6 Ton­nen Papier. Es ist ein­fach der Spaß – die Frei­heit, etwas zu machen, das unsin­nig und unver­nünf­tig ist, ganz im Sin­ne der Band Toco­tro­nic, die singt: „Pure Ver­nunft darf nie­mals sie­gen“. Leicht ver­dünn­te aber viel­leicht schon. Der Deut­sche Städ­te­tag schlägt grö­ße­re Böl­ler­ver­bots­zo­nen in den Städ­ten vor. Oder wie Müns­ters Rat­haus­bünd­nis es sagen wür­de: die weit­ge­hend böl­ler­freie Innen­stadt. (rhe)

Kurz und Klein

+++ Hier noch ein paar Zah­len zur Sil­ves­ter­nacht. Bei der Poli­zei war es eini­ger­ma­ßen ruhig. Sie muss­te 70-mal zu „sil­ves­ter­ty­pi­schen Ein­sät­zen“ aus­rü­cken. Sie kön­nen sich bestimmt vor­stel­len, was das bedeu­tet: Irgend­wer hat sich gezofft oder ange­fan­gen zu ran­da­lie­ren. Macht ins­ge­samt sie­ben Anzei­gen wegen Kör­per­ver­let­zung, neun wegen Sach­be­schä­di­gung, einen Platz­ver­weis und drei Leu­te in Gewahr­sam. (sfo)

+++ Der Ret­tungs­dienst rück­te 69-mal aus, das ist für Sil­ves­ter­ver­hält­nis­se im Rah­men. Anders bei der Feu­er­wehr. Sie wur­de zu 26 Brand­ein­sät­zen geru­fen – mehr als in ver­gleich­ba­ren Jah­ren. (sfo)

+++ Beson­ders böse hat es den Dües­berg­weg erwischt. Dort brann­ten sie­ben par­ken­de Autos. Die Poli­zei geht von Brand­stif­tung aus. (sfo)

+++ Und was ist mit den Kran­ken­häu­sern? Die unfall­chir­ur­gi­sche Not­auf­nah­me an der Uni­kli­nik hat­te auch alle Hän­de voll zu tun. Die Not­fall­dienst war non­stop im Ein­satz, schreibt uns Spre­che­rin Anja Wen­gen­roth auf Anfra­ge. Auch im Lau­fe des Neu­jahrs­ta­ges kamen immer wie­der Men­schen mit Ver­let­zun­gen, zum Teil auch aus dem Umland. Neben Spreng­ver­let­zun­gen an den Hän­den haben die Ärz­tin­nen und Ärz­te „außer­ge­wöhn­lich vie­le – teils schwe­re – Gesichts- und Augen­ver­let­zun­gen“ behan­delt. (sfo)

+++ Das Geb­öl­ler belas­te­te an Sil­ves­ter aber nicht nur die Unfall­chir­ur­gie an der Uni­kli­nik, son­dern auch die Umwelt. Die Fein­staub­be­las­tung war deut­lich höher als in den bei­den Vor­jah­ren – aber nied­ri­ger als 2019. (sfo)

+++ Wäh­rend in ande­ren Städ­ten die Kra­wal­le an Sil­ves­ter aus­geufert sind und sich zum Teil auch gegen Ein­satz­kräf­te gerich­tet haben, ist es in Müns­ter fried­lich geblie­ben. Die Poli­zei und die Feu­er­wehr tei­len uns auf Anfra­ge mit, dass bei ihren Ein­sät­zen kein Per­so­nal ver­letzt wur­de. Die West­fä­li­schen Nach­rich­ten berich­ten dage­gen, dass ein in der Bahn­hofs­mis­si­on Hil­fe­su­chen­der bei einem Ein­satz einen Ret­tungs­sa­ni­tä­ter angriff. Der Sani­tä­ter konn­te sei­nen Dienst fort­set­zen. (sfo)

Wie es weiterging – mit dem Gehwegparken

Es gibt Neu­ig­kei­ten aus Bre­men. Und wie so oft, wenn es im RUMS-Brief um Bre­men geht, ist das The­ma das Par­ken auf Geh­we­gen. Ende 2021 hat­ten eini­ge Leu­te die Stadt Bre­men ver­klagt, weil sie die Autos auf den Geh­we­gen los­wer­den woll­ten. Das auf­ge­setz­te Par­ken ist laut Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung eine Ord­nungs­wid­rig­keit, wird aber fast über­all in Deutsch­land still­schwei­gend geduldet.

Das Ver­wal­tungs­ge­richt gab den Kläger:innen in ers­ter Instanz Recht: Die Falschparker:innen kön­nen sich nicht auf ihr Gewohn­heits­recht beru­fen, schon immer ihre Autos ord­nungs­wid­rig abge­stellt zu haben, ohne dass sie Kon­se­quen­zen fürch­ten muss­ten. Gegen die­ses Urteil ging der Bre­mer Senat in Beru­fung. Vor allem die Innen­be­hör­de, die für die Ver­kehrs­über­wa­chung zustän­dig ist, hält das Urteil für „völ­lig lebensfremd“.

Kurz vor Weih­nach­ten hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt aller­dings bestä­tigt, dass die Stadt Bre­men das auf­ge­setz­te Par­ken nicht län­ger igno­rie­ren darf. Jetzt muss Bre­men han­deln und die Autos irgend­wie vom Bür­ger­steig bekom­men. Soll­te der Senat noch mal in Revi­si­on gehen, wür­de der Fall beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt lan­den. Spä­tes­tens dann hät­te ein erneu­tes Urteil bun­des­wei­te Strahl­kraft auf die Mobilitätswende.

Doch schon jetzt füh­len sich die Gegner:innen des Geh­weg­par­kens in Müns­ter vom Bre­mer Urteil bestärkt. In einer Pres­se­mit­tei­lung schreibt Ste­fan Tig­ges von der Ver­kehrs­wend­e­initia­ti­ve im Kreuz­vier­tel, die Akti­ven erwar­te­ten von der Stadt Müns­ter nun ein kurz­fris­ti­ges Maß­nah­men­pa­ket, denn „sonst wer­den die Gerich­te zukünf­tig Vor­ga­ben machen“.

Werden die Mülleimer bald aus dem Weg geklagt?

Im Okto­ber star­te­te die Stadt mit einem Lösungs­ver­such in Sachen Geh­weg­par­ken: In der Mel­chers­stra­ße befin­den sich jetzt Park­zo­nen, die zwar zum Teil auf den Bür­ger­steig ragen, aber nur, wenn genug Platz für die Fußgänger:innen bleibt. Die­ses Modell namens Fai­res Par­ken müs­se nach Ansicht der Ver­kehrs­wend­e­initia­ti­ve jetzt „deut­lich beschleu­nigt werden“.

Dass die Ver­kehrs­wend­e­initia­ti­ve vor dem Kla­ge­weg kei­nen Halt machen wür­de, dar­aus mach­te Tig­ges schon im Okto­ber kei­nen Hehl. Kon­kret geht es dabei um die Müll­ton­nen, die eben­falls ord­nungs­wid­rig auf den Geh­we­gen abge­stellt wer­den. In die­sem Punkt scheint die Geduld der Akti­ven all­mäh­lich zu Ende zu gehen: „In Sachen ord­nungs­wid­rig abge­stell­te Müll­be­häl­ter wird die Stadt auch ein­len­ken müs­sen“, schreibt Ste­fan Tig­ges in der Pres­se­mel­dung. Und: „Müns­ter wird sonst, ähn­lich wie Bre­men nun beim Auto­par­ken, als Mus­ter­stadt für eine Müll­ei­mer­kla­ge öffent­lich bekannt werden.“

Ob die Bre­mer Poli­tik das Urteil noch ein­mal anficht, ist unklar. Die Innen- und die Ver­kehrs­be­hör­de war­ten die Begrün­dung des Gerichts noch ab. Sie soll dem­nächst erschei­nen. (sfo)


Die Reportage 

Tilman, die Drogen und der Tod

Am 31. Janu­ar 2017 starb der 24-jäh­­ri­­ge Til­man Hol­ze an einer Über­do­sis Fen­tanyl. Er leb­te mit sei­nen Eltern und sei­nen bei­den Brü­dern in einem Rei­hen­haus in Meck­len­beck. Er fing früh an mit den Dro­gen, zusam­men mit sei­nem Bru­der Tobi­as. Sie pro­bier­ten viel aus. Tobi­as schaff­te den Absprung, Til­man nicht. Sei­ne Eltern wol­len nicht ein­fach hin­neh­men, dass die Dro­gen gewon­nen haben – und mit ihnen der Tod. Sie haben eine Stif­tung gegrün­det, die Til­mans Namen trägt. Kat­rin Groth von der Repor­ta­ge­schu­le Reut­lin­gen hat die bei­den getrof­fen. Für RUMS erzählt sie Til­mans Geschich­te – und was die Eltern mit ihrer Stif­tung errei­chen möchten.

Zum Bei­trag

Corona-Update

+++ Sie haben es bestimmt längst mit­be­kom­men, aber man kann es nicht oft genug mel­den: Der Viro­lo­ge Chris­ti­an Dros­ten hält die Coro­na­pan­de­mie für been­det. Die Immu­ni­tät sei in der Bevöl­ke­rung dank der Imp­fun­gen hoch und auch die Wahr­schein­lich­keit, dass sich in Deutsch­land eine neue gefähr­li­che Vari­an­te des Virus aus­brei­ten kön­ne, sei gering, sag­te Dros­ten dem Ber­li­ner Tages­spie­gel. (sfo)

+++ Trotz der fro­hen Kun­de gel­ten in Nord­rhein-West­fa­len immer noch Schutz­maß­nah­men. Falls Sie den Über­blick über die der­zei­ti­gen Regeln ver­lo­ren haben, beim WDR fin­den Sie ihn wie­der. (sfo)

+++ Die Stadt mel­det 123 Coro­na-Neu­in­fek­tio­nen, die seit ges­tern per PCR-Test bestä­tigt wor­den sind. Müns­ter ver­zeich­net aktu­ell 1.178 offi­zi­ell infi­zier­te Per­so­nen. Die Sie­ben-Tage-Inzi­denz liegt laut Robert-Koch-Insti­tut bei 384 pro 100.000 Men­schen. Laut Inten­siv­re­gis­ter lie­gen in Müns­ter acht Men­schen mit Covid-19 auf der Inten­siv­sta­ti­on. Davon wer­den drei inva­siv beatmet. (sst)

+++ Die Stadt mel­det außer­dem zwei neue Todes­fäl­le im Zusam­men­hang mit Covid-19. Seit Beginn der Pan­de­mie sind 253 Men­schen in Müns­ter an oder mit Coro­na ver­stor­ben. (sst)

Ein-Satz-Zentrale

+++ Das Jahr 2022 war 2,2 Grad hei­ßer als in den 30 Jah­ren zuvor. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Bis Anfang Febru­ar kön­nen Sie der Stadt­ver­wal­tung mit­tei­len, was Sie vom neu­en Wohn­ge­biet in Wol­beck hal­ten. (Stadt Müns­ter)

+++ Die Gas­tro­no­mie in Müns­ter führt ein Glas-Mehr­weg­sys­tem ein. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Die Stadt Müns­ter hat mit ande­ren kreis­frei­en Städ­ten Ver­fas­sungs­be­schwer­de beim Ver­fas­sungs­ge­richts­hof von Nord­rhein-West­fa­len gegen das neue Gemein­de­fi­nan­zie­rungs­ge­setz ein­ge­legt. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Nach­dem in den sozia­len Medi­en ein Video auf­ge­taucht war, in dem eine Rat­te in einer Back­stu­be am Sent­ma­rin­ger Weg zu sehen ist, hat die Bäcke­rei Schrunz offen­bar eine Lösung für das Pro­blem gefun­den. (Red­dit, Bäcke­rei Schrunz)

+++ Die Poli­zei ermit­telt, nach­dem an dem Geld­au­to­ma­ten in der Post am Dom­platz Kame­ras ent­deckt wur­den. (Poli­zei Müns­ter)

+++ Ein 15-jäh­ri­ger Jugend­li­cher aus der Nähe von Osna­brück soll für den Droh­an­ruf gegen die Mat­hil­de-Anne­ke-Schu­le Anfang Dezem­ber 2022 ver­ant­wort­lich sein. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Die Uni Müns­ter will noch in die­sem Jahr dar­über ent­schei­den, ob sie ihren Namen behal­ten will. (Uni Müns­ter)

+++ Die Ama­teur­büh­ne Müns­ter-Ost sucht eine neue Blei­be für Pro­ben, Auf­trit­te, Kos­tüm­fun­dus und Kulis­sen. (West­fä­li­sche Nach­rich­ten)

+++ Die digi­ta­le Platt­form „Kul­tur-Kli­ma“ soll Kul­tur­schaf­fen­de in der Ener­gie­kri­se unter­stüt­zen und der schnel­len Ver­mitt­lung der För­der­pro­gram­me die­nen. (Land­schafts­ver­band West­fa­len-Lip­pe)


Jugendportal Kanello.de: Workshop gemeinsam mit RUMS

RUMS gibt am 12. Janu­ar gemein­sam mit dem Jugend­por­tal Kanello.de aus Müns­ter einen Work­shop für Jugend­li­che. Bei Kanello.de schreibt eine Jugend­re­dak­ti­on über The­men, die Jugend­li­che in Müns­ter bewegen.

Wie wird man Redakteur:in? Was bedeu­tet Medi­en­kom­pe­tenz in der heu­ti­gen Medi­en­land­schaft? Wel­che seriö­sen Ver­lags­häu­ser exis­tie­ren in Deutsch­land? Was macht eine gute Mel­dung aus? Wie gelan­ge ich vom Inter­view zum fer­ti­gen Arti­kel? Unse­re erfah­re­nen Journalist:innen von RUMS geben Ant­wor­ten auf all die­se Fra­gen. Für ein pro­duk­ti­ves Arbeits­kli­ma ist die Teilnehmer:innenzahl begrenzt. Es sind noch Plät­ze frei. Viel­leicht gibt es Jugend­li­che in ihrem Umfeld, die die­ser Work­shop inter­es­sie­ren könn­te. Lei­ten Sie die Aus­schrei­bung ger­ne wei­ter. Anmel­dun­gen nimmt Kanello.net unter info@kanello.net entgegen.

Kanel­lo braucht auch über den Work­shop hin­aus für die Jugend­re­dak­ti­on Ver­stär­kung. Das Maga­zin sucht Jugend­li­che, die ers­te Erfah­run­gen im Jour­na­lis­mus machen möch­ten - Erfah­run­gen als Redakteur:in sind nicht erfor­der­lich. Die ange­hen­den Journalist:innen ler­nen in regel­mä­ßig statt­fin­den­den Work­shops Tech­ni­ken des Schrei­bens, Foto­gra­fie für Repor­ta­gen und – wie Anfang Janu­ar mit RUMS – Inter­view­füh­rung ken­nen und kön­nen die­ses Wis­sen prak­tisch anwen­den. Für jeden ver­öf­fent­lich­ten Bei­trag gibt es sogar eine finan­zi­el­le Ent­schä­di­gung. Geben Sie auch die­se Info wei­ter, wenn Sie Jugend­li­che ken­nen, die Inter­es­se dar­an haben, in den Jour­na­lis­mus hin­ein­zu­schnup­pern. Alle Fra­gen zur Arbeit von Kanello.net kön­nen eben­falls unter der oben genann­ten E-Mail­adres­­se erfragt werden.

Unbezahlte Werbung

Sushi ohne Fisch, ist das nicht lang­wei­lig? Ganz und gar nicht, das beweist Maki­ma­ki Sushi Green an der Ham­mer Stra­ße 63. Das Restau­rant bie­tet ori­gi­nel­le Sushi-Krea­tio­nen aus rein pflanz­li­chen Zuta­ten. In den Reis­rol­len lan­den nicht nur Klas­si­ker wie Avo­ca­do und Gur­ke, son­dern auch Seit­an oder Lotus­wur­zel. Auf sei­ner Web­site ver­spricht das Restau­rant selbst: Hier kommt Sushi aus einer bis­her unent­deck­ten Geschmacksdimension.

Hier fin­den Sie alle unse­re Emp­feh­lun­gen. Soll­te Ihnen ein Tipp beson­ders gut gefal­len, tei­len Sie ihn ger­ne ein­fach über den Link.

Drinnen und Draußen

Neu­es Jahr, neue Ver­an­stal­tun­gen. Vik­to­ria Pehl­ke hat ein paar schö­ne Emp­feh­lun­gen für Sie herausgesucht:

+++ Am ers­ten und drit­ten Mitt­woch im Monat zeigt das Cine­ma jeweils einen „Arthouse Sneak“. Das bedeu­tet: Das Kino über­rascht Sie mit einem Film, der offi­zi­ell noch gar nicht läuft. Mor­gen beginnt die Vor­stel­lung um 22:15 Uhr. Kar­ten gibt es für fünf Euro online und an der Kinokasse.

+++ Am 1. Febru­ar beginnt das Kli­ma­trai­ning der Stadt. Das Pro­gramm ist Teil der Initia­ti­ve, Müns­ter bis zum Jahr 2030 kli­ma­neu­tral wer­den zu las­sen. Teilnehmer:innen ler­nen dabei, ihren All­tag nach­hal­ti­ger zu gestal­ten. Das Trai­ning fin­det an meh­re­ren Ter­mi­nen statt und läuft bis Mai. Anmel­dun­gen sind per E-Mail möglich. 

+++ Das Pla­ne­ta­ri­um im LWL-Natur­kun­de­mu­se­um star­tet heu­te ein neu­es Kin­der­pro­gramm. Die Show 3-2-1 Lift­off! erzählt von Hams­ter Elon und sei­ner Rei­se ins Welt­all. Tickets gibt es hier.

+++ Und noch ein Kino­tipp: Der fran­zö­si­sche Film Pas­sa­gie­re der Nacht läuft ab Don­ners­tag im Cine­ma. Er erzählt das Leben einer Pari­ser Fami­lie in den Acht­zi­ger­jah­ren und ist dabei wun­der­bar nost­al­gisch. Kar­ten gibt es online im Ticket­shop.

Am Frei­tag schreibt Ihnen Sebas­ti­an Fob­be. Kom­men Sie gut durch die ers­te Woche des Jah­res. Es ist ja immer­hin warm.

Herz­li­che Grü­ße
Ralf Hei­mann

Mit­ar­beit: Vik­to­ria Pehl­ke (vpe), Sven­ja Stüh­mei­er (sst), Sebas­ti­an Fob­be (sfo), Jan Gro­ße Nobi (jgn)
Lek­to­rat: Anto­nia Strotmann

PS

Wir haben eine neue Kol­le­gin. Sie heißt Sven­ja Stüh­mei­er, ist 26 Jah­re alt, und bis vor weni­gen Wochen hat sie für die Aache­ner Zei­tung gear­bei­tet. Dort hat sie volon­tiert, sie hat viel für das Stadt­ma­ga­zin Klen­kes geschrie­ben. Vor ihrer Zeit in Aachen war sie beim Min­de­ner Tage­blatt, und jetzt ist sie bei uns. In der nächs­ten Woche wird sie Ihnen zum ers­ten Mal schrei­ben. Herz­lich will­kom­men, Sven­ja. Wir freu­en uns sehr.