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Die Müllabfuhr verschiebt sich | Café, Bar und Restaurant im Grotes | 3 Monate RUMS für je 3 Euro lesen


Münster, 31. März 2023
fangen wir an mit einer wichtigen Meldung: Die Müllabfuhr verschiebt sich. Morgen, also am Samstag, werden die Tonnen in den Montagsbezirken geleert, am Montag dann im Dienstagsrevier und am Freitag kommt die Müllabfuhr überall dorthin, wo sonst donnerstags immer der Müll abgeholt wird.
Die Woche darauf dasselbe Spiel, nur andersherum: Am Dienstag kommt die Müllabfuhr in die Montagsreviere, am Donnerstag in die Freitagsbezirke.
Kommen Sie noch mit?
Falls Sie jetzt denken: „Oh je, streiken die von den Abfallwirtschaftsbetrieben denn schon wieder?“ – keine Sorge, falscher Alarm. Das ganze Hickhack erklärt sich damit, dass nächste Woche Ostern ist: Dann beginnt nicht am Freitag, sondern schon am Donnerstag das Wochenende und der neue Montag ist der Dienstag, weil erst dann die Arbeitswoche wieder anfängt. Logisch.
Aber zurück zu den Streiks: Die dritte Tarifrunde im öffentlichen Dienst ist gestern gescheitert. Jetzt führen die Kommunen mit den Gewerkschaften Schlichtungsgespräche. Falls die missglücken, könnte nach Ostern eine neue Streikwelle über Münster rollen.
Und dann könnte sich die Müllabfuhr auch wieder verschieben. Und Sie wissen, was das heißt: Mittwoch ist, wenn donnerstags immer die Müllabfuhr kommt. (sfo)
Ein-Satz-Zentrale
+++ Die Bücherbus-Fahrten der Stadtbücherei fallen vom 3. bis 6. April aus, weil Personal fehlt. (Stadt Münster)
+++ Der Ring wird auf der Höhe der Piusallee für etwa drei Monate einspurig, damit auf dem Niedersachsenring ein Fernwärmeanschluss installiert werden kann. (Stadtnetze Münster)
+++ Die ausgebaute Kanalpromenade ist für den deutschen Fahrradpreis nominiert. (ADFC)
+++ Das Schulzentrum Hiltrup und das Kardinal-von-Galen-Gymnasium Hiltrup fordern Tempo 30 bei den Schulen auf der Westfalenstraße. (Antenne Münster)
+++ An der Coerder Grundschule Norbertschule wird gebaut, damit sie vierzügig werden kann. (Stadt Münster)
+++ In einer Bürgerversammlung hat ein Architekt mit Styroporklötzen gezeigt, wie wuchtig der Musik-Campus wird. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Landmarken AG baut das Stadtteilzentrum Gremmendorf im York-Quartier. (Stadt Münster)
+++ Niemand fühlt sich verantwortlich dafür, die Straßen, die sogenannten „Interessentenschaften“ gehören, sauber zu machen. (Westfälische Nachrichten)
+++ Da in Berg Fidel gleich drei Geschäfte schließen, sucht die Immobiliengesellschaft LEG Nachfolger:innen. (Westfälische Nachrichten)
+++ Auf einem Grundstück an der Frauenstraße wurden Siedlungsreste aus den vergangenen 1.000 Jahren entdeckt. (Westfälische Nachrichten)
+++ Alle Gebäude des LVM-Campus in Münster sollen mit einem hohen Anteil an regionalem Ökostrom betrieben werden. (Stadtwerke Münster)
+++ Bis 2033 sucht der LWL 26.000 neue Arbeitskräfte in den Bereichen Soziales, Kinder und Jugendliche, Psychiatrie und Maßregelvollzug. (Landschaftsverband Westfalen-Lippe)
+++ Die LWL-Landschaftsversammlung hat Jugend- und Schuldezernentin Birgit Westers für weitere acht Jahre bestätigt. (Landschaftsverband Westfalen-Lippe)
+++ Die Schwurbelbusters schreiben in einer Pressemitteilung, dass während ihrer Mahnwache vor der Polizeiwache Moltkestraße gegen Polizeiwillkür und die Kriminalisierung von antifaschistischem Protest ein Polizeibeamter rief: „Langweilig!“(Pressemitteilung bei Alles Münster)
+++ Carsten Schulte hat ein neues Buch zum laufenden Stadionumbau der Preußen geschrieben. (100 Prozent mein SCP)
Unbezahlte Werbung
Das Grotes an der Kreuzkirche ist Café, Bar und Restaurant in einem. Tagsüber lädt das schicke Lokal zum Klönschnack bei Kaffee und Kuchen ein, am Wochenende gibt es ein preiswertes, aber reichhaltiges Frühstücksbüffet und abends serviert das Grotes moderne westfälische Küche. Rote-Bete-Gnocchi an Ziegenkäsesoße, Kürbissalat mit roten Johannisbeeren oder Schweinemedaillons im Speckmantel. Passend dazu hat das Grotes eine umfangreiche Getränkekarte mit Weißwein aus Rheinhessen und der Pfalz. Unser Tipp: Probieren Sie unbedingt den Westfalian Mule. Das ist ein Münsterländer Cocktail aus Sasse-Korn und Gingerbeer mit Gurke und Ingwer.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne einfach über den Link.
Drinnen und Draußen
Heute haben Jan Große Nobis, Ralf Heimann und Svenja Stühmeier einige Termine für Sie zusammengestellt:
+++ Wenn Sie sich fix aufs Rad schwingen, können Sie vielleicht noch an der ersten „Critical Mass” des Jahres teilnehmen. Start ist um 19 Uhr am Domplatz. Falls Sie doch lieber den RUMS-Brief zu Ende lesen wollen, können Sie sich schon einmal den vierten Freitag in den kommenden Monaten eintragen, selbe Uhrzeit, selber Ort.
+++ Was ist an Gemeinsinn eigentlich so toll? Dass er dazu verhilft, Krisen zu bewältigen, zum Beispiel. Die These vertritt zumindest der Zeit-Redakteur Ulrich Schnabel, der schon das Buch „Zusammen. Wie wir mit Gemeinsinn globale Krisen bewältigen“ veröffentlicht hat. Am Fachhochschulzentrum der FH Münster in der Corrensstraße 25 hält er am 5. April um 17.30 Uhr einen Vortrag zum Thema. Wer nicht vorbeikommen mag, kann auch online zuhören. Die FH bittet bis zum 4. April um eine Anmeldung, die Veranstaltung ist kostenlos. Danach können Sie diskutieren und mit Ulrich Schnabel ins Gespräch kommen.
+++ Wussten Sie, dass Rosa Luxemburg eine passionierte Botanikerin war? Am Samstag und Sonntag steht Schauspielerin Gabriele Brüning im Pumpemhaus auf der Bühne, um die Politikone in einem Ein-Frauen-Theaterstück zu porträtieren. Karten gibt es hier. Wenn Sie sich noch schnell in das Leben der Rosa Luxemburg einlesen wollen, finden Sie auf der Website des SWR ein schönes Kurzporträt.
+++ Am 18. April veranstaltet die FH Münster einen Verkehrstag. Es wird insbesondere darum gehen, wie der öffentliche Nahverkehr attraktiver werden und Verkehrsemissionen reduziert werden können. Die Seminare finden von 9 bis 16 Uhr statt, die Teilnahme kostet 92 Euro. Eine Anmeldung ist noch bis zum 3. April möglich.
+++ Und noch was für Jugendliche: Der Poetry Slammer Andi Substanz gibt kommenden Dienstag von 14 bis 17 Uhr einen Workshop in der Jugendbücherei am Alten Steinweg. Darin wird es um Improvisation, Vortragen und natürlich die eigenen Slam-Texte gehen. Das Angebot kostet nichts.
+++ Der aus dem Kinderkanal Kika bekannte Moderator Tobias Krell alias „Checker-Tobi“ ist im April in Münster zu Gast. Er wird bei einer Veranstaltung der LVM-Versicherung darüber sprechen, wie er die Unternehmenswerte der Versicherung versteht. Und das klingt nicht nach einer Veranstaltung, für die Kinder zwischen 4 und 14 Jahren sich interessieren, aber worüber „Checker-Tobi“ spricht, ist denen wahrscheinlich auch ganz egal. Falls Sie trotzdem dabei sein möchten: Die Versicherung vergibt 30-mal zwei Eintrittskarten für den Abend. Bitte kurze E-Mail an die Adresse kommunikation@lvm.de. Innerhalb von zwei Tagen gibt’s dann eine Antwort. Und was Sie noch wissen müssen: Die Veranstaltung beginnt am 18. April (Dienstag) um 18.30 Uhr.
+++ Am Montag sind Gamze Kubaşık und Semiya Şimşek in der Stadtbücherei Münster zu Gast. Ihre Väter wurden von der Terrorgruppe NSU ermordet. Die beiden Frauen werden über den NSU-Komplex und ihren Kampf um die Aufklärung sprechen. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.
Was steht sonst so im RUMS-Brief?
Vor einigen Jahren hat die Unternehmensgruppe Stroetmann das Zimmermannsche Wäldchen in Kinderhaus gekauft. Die Firma will auf dem Grundstück einen Edeka, eine Kita, einen Biergarten, einen Kletterpark und ein paar Wohnungen bauen. Dazu muss aber erst einmal der Bebauungsplan geändert werden, denn offiziell darf auf dem Areal nichts gebaut werden.
Trotzdem holzt Stroetmann schon seit einiger Zeit Bäume ab, vermutlich um auf diesem Wege die Entwidmung des Waldstücks voranzutreiben. Eine Bürgerinitiative und eine Klimaschutzgruppe wehren sich aber jetzt gegen die Stroetmann-Gruppe. Sie wollen das Zimmermannsche Wäldchen erhalten und wenden dafür unterschiedliche Mittel an.
Wenn Sie diese Recherche interessiert, dann würde ich mich über ein Abo von Ihnen freuen. Die ersten drei Monate lesen Sie RUMS jeweils für nur drei Euro.
PS
Am Dienstag hat Ralf Heimann darüber sinniert, wie „Chat GPT“ den Lokaljournalismus durcheinanderwirbeln wird. Ich muss – vielleicht ein bisschen blauäugig – zugeben: Mir bereiten sogenannte künstliche Intelligenzen weder Sorge noch Freude. Bis ich auf dieses wunderbare Helferlein gestoßen bin. Ich möchte nicht allzu viel verraten, sondern Sie nur ermuntern, das Ganze einmal selbst auszuprobieren. Fragen Sie doch mal: „What do you think about RUMS Münster?“ Die dahergeschnurrte Antwort wird Sie verblüffen!