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Preußen, der Aufstieg und das Stadion | Unbezahlte Werbung: Café Strandgut | Ein halbes Jahr RUMS für 1 Euro

Guten Tag,
schafft Preußen Münster den Durchmarsch in die zweite Fußballbundesliga? Nachdem der Verein es im vergangenen Jahr in die dritte Liga geschafft hat, steht Preußen jetzt auf dem Relegationsplatz (RUMS-Brief).
Spielen wir mal das beste Szenario durch und die Preußen würden wieder aufsteigen. Der Jubel der Fans wäre gigantisch – genauso wie das Problem, vor dem ihr Verein dann stünde. Denn die „Antik-Arena“, wie die Bildzeitung das Stadion an der Hammer Straße liebevoll bezeichnet, ist schlicht und ergreifend nicht geeignet für die zweite Fußballbundesliga.
Die Deutsche Fußballliga (DFL) schreibt den Vereinen vor, wie ein vernünftiges Stadion auszusehen hat. Die genauen Kriterien würden an dieser Stelle zu weit führen, ich verlinke Ihnen aber das 98-seitige Regelwerk des Verbands.
Und woran hakt es in Münster? Die ernüchternde Antwort lautet: Preußen würde, so meldet es „Reviersport“, „derzeit alle Vorgaben reißen“. Das fängt schon damit an, dass das Stadion zu klein ist. Derzeit passen dort nicht einmal 12.000 Zuschauer:innen rein. Die DFL verlangt aber Plätze für mindestens 15.000 Fans.
Preußen müsste außerdem mehr Platz für Presseleute schaffen. Dann ist da noch das Flutlicht, das zu dunkel ist, und das Stadion an der Hammer Straße bräuchte eine Vollüberdachung.
Ein Wunder oder eine Extrawurst
Immerhin: Der Umbau des Preußen-Stadions ist beschlossen und verkündet. 2027 soll das neue Stadion fertig sein, zumindest lautet so das Ziel. Es müsste also ein Wunder geschehen, damit der Umbau pünktlich bis zur nächsten Saison fertig ist.
Tja. Und jetzt? Natürlich könnte sich Preußen die Relegationsspiele sparen und wäre fein raus. Die DFL könnte aber auch eine Sondergenehmigung vergeben, damit Preußen die „Heimspiele“ andernorts austragen könnte.
In der vergangenen Saison hat der SC Verl eine solche Ausnahme bekommen. Der Verein konnte dadurch im Stadion des SC Paderborn kicken. Wie „Bild“ berichtet, hat auch Preußen dort angeklopft. Andere Übergangslösungen sollen schon vom Tisch sein.
Viele Möglichkeiten bleiben dem Verein offenbar nicht. Bestätigt ist nach „Bild“-Informationen keine. Preußen-Geschäftsführer Markus Sass hat der Zeitung gesagt, dass sich der Verein an die Öffentlichkeit wendet, sobald etwas Konkretes feststeht.
Träume bauen
Was ja auch logisch ist, denn sieben Spiele bleiben noch, theoretisch kann also einiges dazwischenkommen. Morgen kickt Preußen gegen den Tabellenführer aus Regensburg. Der Verein hatte das Ticketkontingent kurzfristig erhöht – die Heimspiele sind aber wieder ausverkauft.
Falls Sie keine Karte bekommen haben, gibt es auch hierfür eine Ausweichlösung. Morgen können Sie sich bei strahlender Sonne und 26 Grad das Preußen-Regensburg-Duell im Cineplex ansehen.
Es geht aber noch mehr Unterstützung. Sie könnten für Preußen ein DFL-taugliches Traumstadion entwerfen, aus Lego- oder Minecraft-Steinen. Die Stadt und der Verein veranstalten gerade einen Bauwettbewerb mit Preisen für die besten Ideen. Nur zu: Denken Sie groß. (sfo)
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Langsam wird es frühsommerlich. Wenn Sie nach passendem Strandfeeling suchen, dann besuchen Sie doch das Café Strandgut am Kanal. Das Café serviert kalte und warme Getränke, Kuchen und kleine Snacks, die wahlweise im Liegestuhl, im Strandkorb oder einfach am Tisch verzehrt werden können. Am Wochenende hat das Café nachmittags von 14:30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Bei Facebook können Sie schon nachschauen, welche Kuchen am Wochenende serviert werden: Käse-Kirschstreusel, Kinderschokolade, After-Eight und Riesen-Amerikaner. Für Kinder hat das Café Strandgut übrigens jede Menge Spielmöglichkeiten.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Heute haben Katja Angenent und Sebastian Fobbe in den Terminkalender geschaut. Diese Veranstaltungen können die beiden empfehlen:
+++ Zu Beginn zwei Filmtipps: Am Sonntag zeigt das Cinema den Rosa-von-Praunheim-Klassiker „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ von 1971. Am Montag feiert außerdem der Dokumentarfilm „Vertrauensmann“ Premiere im Schlosstheater, der die Lebensgeschichte des Behindertenaktivisten Franz-Josef Sauer erzählt. Auf der Instagram-Seite von Regisseur Hugo Schmidt können Sie sich einen Teaser anschauen.
+++ Der Journalist Leon Enrique Montero interessiert sich für Politik, die auf der Straße stattfindet. Im vergangenen Jahr hat er von vielen Protesten, die er besucht hat, Bilder gemacht. Diese sind ab heute (Freitag), 19 Uhr, in einer Foto-Ausstellung im SpecOps am Aegidiimarkt zu sehen. Die Ausstellung bleibt bis Ende Mai. Einen Vorgeschmack finden Sie hier, hier und hier.
+++ Heute startet die Kunsthalle Münster ein neues Ausstellungsprojekt: Bei „Path Widens“ geht es vor allem um Klänge, Geräusche und Melodien. Zum Auftakt lädt die Künstlerin Leyla Yenirce zu einer musikalischen Performance ein. Gemeinsam mit dem Gitarristen Noah-Jinu Moerbeck improvisiert sie zu Synthesizerflächen und Gitarrendrones Stimmen, Schritte und Klangartefakte. So macht sie einen akustischen Weg hör- und erlebbar, der durch die Räume der Kunsthalle führt. Los geht es um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.
+++ Zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache: Katja Angenent liest am Sonntag zusammen mit anderen Mitgliedern des Verbandes der deutschen Schriftstellerinnen und Schriftsteller Texte gegen Rechts im SpecOps vor. Zu hören sind Gedichte, Texte und Geschichten, die sich mit Ausgrenzung und Fremdenhass, aber auch mit Zusammenhalt, Mut und Hoffnung auseinandersetzen. Der Eintritt ist frei. Wer möchte, kann für Pro Asyl spenden. Beginn ist um 19:30 Uhr.
Was gibt’s sonst noch so Neues?
Seit Monaten steht fest, dass das Paul-Gerhardt-Haus abgerissen werden soll. Was aber noch nicht feststeht, ist, wie die versprochene Übergangslösung aussehen soll. Meine Kollegin Svenja Stühmeier hat sich umgehört.
Und dann hat sie auch noch ein zweites Thema recherchiert. Da geht es um das Volkeningheim, eine Studierendenunterkunft von der Evangelischen Kirche. Das sollte zuerst abgerissen werden. Jetzt steht aber eine andere Lösung fest.
Wenn Sie wissen wollen, wie die Geschichten ausgegangen sind, dann schließen Sie doch ein RUMS-Abo ab. Zu unserem vierjährigen Geburtstag haben wir auch ein besonderes Angebot für Sie: In den ersten sechs Monaten zahlen Sie nur 1 Euro für das volle Programm RUMS mit Recherchen, Analysen und Kolumnen.
Am Dienstag bekommen Sie wieder Post von uns. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Genießen Sie die Sonne, aber vergessen Sie bitte nicht, sich einzucremen.
Herzliche Grüße
Sebastian FobbeMitarbeit: Katja Angenent (kan), Jan Große Nobis (jgn), Svenja Stühmeier (sst) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Heute vor 30 Jahren nahm sich Kurt Cobain in Seattle das Leben. Mit seiner Band Nirvana hinterließ er nur drei Alben – der Einfluss auf die Musik und die Mittelfingerhaltung zahlreicher Generationen kann aber eigentlich nicht überschätzt werden. Der Fernsehsender „Arte“ hat schon 2005 eine Doku über das legendäre „Nevermind“-Album gedreht, die jetzt wieder in der Mediathek zu sehen ist. Der „Deutschlandfunk“ hat gestern außerdem ein einfühlsames Porträt über Kurt Cobain veröffentlicht. (sfo)
Depressionen und andere psychische Erkrankungen können schlimmstenfalls tödlich enden. Drei Viertel der Suizide werden von Männern begangen. Wenn auch Sie Hilfe in einer schwierigen Situation benötigen, können Sie auf verschiedenen Wegen Unterstützung finden. Die kostenlose Hotline der Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter 0800/1110111 zu erreichen. Professionelle Beratungen bieten in Münster unter anderem das Bündnis gegen Depressionen und die Krisenhilfe an.

