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ME/CFS-Demo | Kino zum Nachlesen | Ein halbes Jahr RUMS für 1 Euro

Guten Tag,
vom historischen Rathaus bis zum Stubengassenplatz läuft man laut „Google Maps“ keine fünf Minuten. Für einige Menschen ist dieser Weg aber schon eine Herausforderung. Zum Beispiel für Menschen, die an ME/CFS erkrankt sind.
ME/CFS ist eine chronische neurologische Erkrankung, die den Alltag der Betroffenen massiv einschränkt. Schätzungsweise eine Viertelmillion Menschen in Deutschland leben mit ME/CFS. Das bekannteste Symptom ist eine schwere Form der Fatigue. So nennt man eine krankhafte Erschöpfung, die sich nicht einfach durch Schlaf, Ruhe oder Sport beseitigen lässt.
Für die Betroffenen hat das weitreichende Folgen. Sechs von zehn können keiner Arbeit nachgehen, viele von ihnen sind pflegebedürftig. Das Risiko, in Armut zu leben, ist bei ME/CFS-Erkrankten deutlich höher als beim Rest der Bevölkerung. Die meisten Betroffenen sind Frauen.
Wie genau ME/CFS entsteht oder wie sich die Erkrankung am besten therapieren lässt, ist noch nicht bekannt. Denn bisher gibt es nur wenig Forschung dazu. Was man aber bisher weiß: Häufig tritt ME/CFS nach einer fieberhaften Virusinfektion wie Covid-19 auf. Auch eine Impfung kann die Krankheit auslösen. Expert:innen schätzen, dass sich die Zahl der Erkrankten seit der Coronapandemie verdoppelt haben könnte.
Im März diskutierte der Bundestag zuletzt über die Krankheit. Die CDU-Fraktion hatte eine bessere Förderung für die Forschung an ME/CFS, Long-Covid und dem sogenannten Post-Vac-Syndrom gefordert. Die Bundesregierung versprach daraufhin mehr Fördergeld.
Heute haben in Münster einige Menschen für eine bessere Versorgung von ME/CFS-Patient:innen und mehr Forschung demonstriert. Sie haben einen „Trauergang“ organisiert, vom historischen Rathaus bis zum Stubengassenplatz, fünf Minuten Fußweg, weniger als 500 Meter, die für Betroffene ein Kraftakt sein können. (sfo)
Das Magazin „Films“ präsentiert monatlich sämtliche Filme, die in Münster im Kino laufen – nicht nur die bekannten Blockbuster, auch Wiederaufnahmen, Reihen und besondere Aufführungen. Der Schwerpunkt liegt auf den Neustarts, aber es gibt auch Hintergrundinformationen und Themenschwerpunkte, zum Beispiel zum Familienkino. Das Magazin für Kinokultur in Münster, so der Untertitel, liegt kostenlos in allen Kinos aus. Darüber hinaus findet man es aber auch an weiteren Orten. Wo genau, erfahren Sie auf dieser Karte.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Katja Angenent hat zum Wochenende wieder nach Veranstaltungen in der Stadt gesucht. Das sind ihre Empfehlungen:
+++ Am Samstag öffnen von 12 bis 20 Uhr verschiedene Ateliers und (Klein-)Künstler:innen ihre Türen. Beim Flanieren 2024 zeigen sie ihre Arbeiten: Gesang, Kunst, Design, Schmuck, Malerei, Theater, Feinkost, Mode und mehr. Die Ateliers befinden sich zum großen Teil in der City, im Kuhviertel und auf der Warendorfer Straße. Einen Überblick gibt diese Karte.
+++ Am Samstagabend steht der gemischte Chor Primavera im Begegnungszentrum Meerwiese um 19 Uhr auf der Bühne. Unter der Leitung von Chris Mews sind A-Cappella-Songs, Balladen und schnelle Arrangements zu hören. Das Konzert ist kostenlos, Sie brauchen aber eine Eintrittskarte, die Sie hier buchen können.
+++ Seit heute lädt die partizipative Klanginstallation „Everyday Sounds“ bis zum 12. Mai im Haus der Niederlande dazu ein, Münster akustisch auf sich wirken zu lassen. Zusammen mit Klangkünstlerin Anja Kreysing haben Studierende aus Alltagsaufnahmen und Werken von Autor:innen des Lyriktreffens Hörbilder erschaffen. Geöffnet ist die Installation unter der Woche von 12 bis 18 Uhr, an Wochenenden von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.
+++ Die Buchreihe des britischen Kinderbuchautors Andy Stanton um Hauptfigur, den fiesen Mr. Gum, ist in England ein moderner Klassiker. Der Kleine Bühnenboden zeigt jetzt „Mr Gum und der schauerliche Hund von Bad Lamonisch“. Die Familienshow mit Musik für Kinder ab sechs Jahren feiert am Sonntag um 15 Uhr Premiere. Karten für diese und folgende Aufführungen gibt es hier.
+++ In diesem Jahr waren die Niederlande und Flandern die Gastländer bei der Leipziger Buchmesse. Das ist auch der Grund, warum im Moment so viel übersetzte Literatur aus dem Niederländischen erscheint. Das Haus der Niederlande veranstaltet am Dienstagabend ab 19:30 Uhr eine Lesung mit den Autor:innen Gaea Schroeters und Jaap Robben, die ihre Romane „Trophäe“ und „Kontur eines Lebens“ vorstellen werden. Moderiert wird der Abend von der Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin Lisa Mensing, die auch schon für RUMS als Lektorin gearbeitet hat.
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RUMS ist in der letzten Woche 4 Jahre alt geworden. Wie die Zeit vergeht… Wir bedanken uns für Ihre Treue, viele Begegnungen bei unseren Veranstaltungen und das Interesse an unserem Lokaljournalismus.
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Was gibt’s sonst noch so?
Die Stadt Münster möchte den Parkraum neu aufteilen: weniger Platz fürs Auto, mehr Fläche für Fahrräder und freie Gehwege. 2020 hat der Rat ein Parkraumkonzept in Auftrag gegeben. Vier Jahre später ist es fertig geworden, aber die Verkehrspolitiker:innen sind größtenteils enttäuscht.
Warum? Mit dieser Frage habe ich mich diese Woche beschäftigt. Wenn Sie die Antwort nachlesen wollen, dann abonnieren Sie RUMS. Die ersten sechs Monate zahlen Sie für das volle Programm nur einen Euro.
Am Dienstag schreibt Ihnen Ralf Heimann. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und viel Erholung.
Herzliche Grüße
Sebastian Fobbe
Mitarbeit: Katja Angenent (kan), Jan Große Nobis (jgn), Ralf Heimann (rhe) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Das digitale Lokalmedium „Karla“ aus Konstanz hat eine ähnliche Philosophie wie RUMS verfolgt: weniger Veröffentlichungen, sorgfältige Recherche, mehr Hintergrundberichterstattung. Ende 2023 ist das Projekt mangels Finanzierung geendet (RUMS-Brief). Zumindest vorerst. Denn gestern ist „Karla“ wieder an den Start gegangen, dank einer neuen Förderung. Die Redaktion hat die viermonatige Pause außerdem dazu genutzt, um sich neu zu erfinden. „Karla“ möchte jetzt partizipativen Journalismus anbieten. Was das bedeutet, erklärt „Karla“ hier. Zum Neustart hat auch die Deutschlandfunk-Sendung „Mediares“ einen Beitrag über das Journalismusprojekt in Konstanz gemacht.
