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Inklusion: Kein Thema im Wahlkampf? | Unbezahlte Werbung: Streuobst auf dem Wochenmarkt | RUMS 6 Monate für 1 Euro lesen!

Guten Tag,
das Versprechen der Demokratie lautet: Alle Menschen sind gleich und werden gleich behandelt. In der Praxis zeigt sich aber oft: Dieses Versprechen gilt nicht allen Menschen.
So sieht es zum Beispiel Elke Falk aus Münster. Sie hat Lernschwierigkeiten und hat uns Ende vergangener Woche eine E-Mail geschrieben. Sie findet: Inklusion komme im Wahlkampf viel zu kurz.
Aber nicht nur das: „Wir müssten eigentlich auch zur Wahl stehen“, schreibt Falk. Sie fragt sich: „Warum wird kein Mensch mit Behinderung, Oberbürgermeister, Oberbürgermeisterin? Hat sich keiner beworben oder traut sich keiner?“
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Elke Falk erlebt häufig, dass Münster noch eine Stadt mit vielen Barrieren ist. Als Beispiel nennt sie den Busverkehr. Der Bus komme oft nicht pünktlich und auf dem Weg zum Ziel müsse man umsteigen. Das sei aber für Menschen mit Behinderung nicht einfach, schreibt sie.
Der Grund dafür sei: „Das Geld fehlt an Ecken und Kanten“, schreibt Falk. Genauer gesagt: Menschen mit Behinderungen fänden nur schwer eine barrierefreie Wohnung oder einen Platz im Seniorenheim, schreibt Falk. Auch seien viele Schulen mit der Inklusion überfordert. Im Alltag fehlten außerdem Angebote in Leichter Sprache und öffentliche Toiletten.
Außerdem vermisst Falk das Fabi an der Eisenbahnstraße. Fabi, das ist die Abkürzung für die evangelische Familienbildungsstätte, die früher im Paul-Gerhardt-Haus beheimatet war. Dort habe man kreativ sein, Sport machen oder an einem Urlaubsangebot teilnehmen können. Für Menschen mit Behinderung in Münster lief vieles zentral übers Fabi, schreibt Falk. Seit dem Abriss des Paul-Gerhardt-Hauses laufe das alles aber „nicht mehr so gut oder gar nicht.“
Elke Falk wünscht sich jetzt, dass die Parteien im Wahlkampf auf das Thema Inklusion aufmerksam werden: „Man lebt oft Abseits der Gesellschaft. Weil viele Menschen Angst davor haben. Aber wir sind keine dummen Menschen. Wir haben keine Ansteckende Krankheit. Wir möchten Kontakt, zu Euch“, schreibt sie.
Den gesamten Kommentar von Elke Falk haben wir unter dem Parteien-Check zur Kommunalwahl veröffentlicht. Dort finden Sie auch von einigen Parteien Standpunkte zur Inklusion in Münster. (sfo)

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Im Brief von Freitag haben wir über die hohen Temperaturen in der Stadt berichtet: 52 Grad auf dem Asphalt und 26 Grad auf der Promenade (bei einer Lufttemperatur von knapp 40 Grad). Wir wurden darauf hingewiesen, dass 26 Grad nicht die Hälfte von 52 Grad ist – umgerechnet in Kelvin liegen die beiden Werte nämlich deutlich näher aneinander. Wir haben das korrigiert. (ani)
Hybrid-Veranstaltung 08. September 2025, 19:00 Uhr
Der große RUMS-OB-Kandidaten-Check | Was wollen die, die regieren wollen?
„Wir müssen reden“ (#14)
Wer wird neuer Oberbürgermeister für Münster? Darüber entscheiden Sie bei der Kommunalwahl am 14. September. Die besten Chancen haben Georg Lunemann (CDU), Stephan Brinktrine (SPD) und Tilman Fuchs (Grüne). Aber was haben sie vor? Was wollen sie erreichen? Was ist ihnen wichtig? Das werden wir die drei Kandidaten fragen.
Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht, aber wir führen eine Warteliste und es rücken immer wieder Interessent:innen nach. Wenn Sie gern live vor Ort dabei sein möchten, melden Sie sich bitte hier an – vielleicht ergattern Sie ja noch einen Platz.
Falls Sie nicht vor Ort dabei sein können: Wir übertragen die Veranstaltung live per Zoom. Den Zoom-Link finden Sie auf unserer Veranstaltungsseite.
+++ Ab heute kann im Kommunalwahlbüro im Stadthaus 1 gewählt werden. (Stadt Münster)
+++ Beim Stadtfest am Wochenende wurden fast 15 Tonnen Müll eingesammelt und damit fast eine Tonne weniger als im Vorjahr. (Stadt Münster)
+++ In Roxel sind viele Anwohner:innen wütend, weil sie fast 20 Jahre nach Fertigstellung plötzlich für eine Grünfläche zahlen sollen. (Westfälische Nachrichten)
+++ Vor dem Drogenhilfezentrum Indro am Bremer Platz ist es inzwischen ruhiger geworden, auch wenn die eigentlichen Probleme der Szene bestehen bleiben. (Jahresbericht Indro)
+++ Ab heute können sich Vereine bei der Sparkasse Münsterland Ost mit nachhaltigen Projekten um insgesamt 100.000 Euro Förderung bewerben. (Sparkasse Münsterland Ost)
+++ Vor der Augenklinik der Uniklinik stehen jetzt vier überdimensionale Augen des Künstlers Stefan Rosendahl. (Uniklinik Münster)
+++SPD, Grüne und CDU zoffen sich darüber, wie viel Fläche in Münster bebaut und wie viel entsiegelt werden sollte. (Westfälische Nachrichten)
Ein Jahr lang hat das Angebot pausiert, doch jetzt verkauft der Naturschutzbund Münster wieder Streuobst an seinem Stand auf dem Wochenmarkt. Neben alten Apfelsorten wie der „Dülmener Rose“ oder der „roten Sternrenette“ gibt es auch noch Pflaumen, Birnen, Mirabellen und eigens hergestellten Saft. Mit dem Kauf tun Sie gleich etwas doppelt Gutes: Streuobstwiesen – die übrigens so heißen, weil die Bäume verstreut auf der Wiese stehen – sorgen nicht nur für das Fortbestehen von alter Obstsorten, sondern bieten auch einen Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen, die in intensiver Landwirtschaft keinen Platz haben.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Katja Angenent hat heute wieder einmal für Sie ein paar Veranstaltungs-Empfehlungen zusammengestellt:
+++ Am Donnerstag spielt um 18 Uhr das Trio „Velvet Moon“ in der Musikhochschule. Die drei Sängerinnen der Popabteilung präsentieren ihren Studienabschluss mit mehrstimmiger eigener und gecoverter Musik. Weitere Studierende der Musikhochschule unterstützen sie als Band und an verschiedenen Streichinstrumenten.
+++ Ebenfalls am Donnerstag, aber um 19 Uhr, nimmt Autorin Rebekka Endler anhand ihres aktuellen Buches „Witches, Bitches, It-Girls“ alle Interessierten in der B-Side mit auf eine Suche nach den Ursachen und Folgen des Patriarchats von gestern bis heute. Der Eintritt ist frei.
+++ Wenn Sie gerne Fisch essen, dann kommen Sie am Freitag um 17 Uhr in die Fischbrathalle: Dann bietet der Verein Slow Food Informationen und Kostproben rund um gezüchtete Fische als Alternative zum Wildfang an. Kosten: 40 Euro. Anmelden können Sie sich hier.
+++ Am Freitagabend können Sie auf Burg Hülshoff bei „Abends im Museum“ ab 18 Uhr kostenfrei die Dauerausstellung besuchen. Ab 20:15 Uhr wird außerdem die historische Dramedy „Haus Kummerveldt“ gezeigt.
Und sonst?
Einen Monat lang haben wir gefragt: Welche Erfahrungen haben Sie beim Mieten, Kaufen, Wohnen in Münster gemacht. Über 450 Antworten haben wir bekommen. Die Kurzversion: Die Mieten sind zu teuer, der Wohnraum für Familien und Menschen mit wenig Geld zu knapp und die Diskriminierung bei der Wochnungssuche weit verbreitet. Die Langversion erfahren Sie im aktuellen RUMS-Brief. Wenn Sie die lesen möchten, dann testen Sie RUMS 6 Monate lang für 1 Euro!
Am Freitag schreibt Ihnen Anna Niere. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!
Herzliche Grüße
Sebastian Fobbe
Mitarbeit: Anna Niere (ani), Jan Große Nobis (jgn), Katja Angenent (kat) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Susanne Bauer
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PS
Mal ehrlich: Wahrscheinlich sind die Erinnerungen an den Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein bei den meisten (mir auch) schon verblasst. Dabei ist es extrem wichtig zu wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Am Freitagmorgen erlitt ein Mann auf dem Promenadenflohmarkt einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Besucher:innen griffen ein und reanimierten den Betroffenen. Dann kam der Notarzt und brachte den Mann ins Krankenhaus. Die beste Nachricht: Der Mann hat überlebt und inzwischen geht es ihm etwas besser, berichtet die Feuerwehr. Auch von uns gute Besserung – und ganz viel Respekt an die Ersthelfer:innen, die sofort wussten, was zu tun ist!